11 - Wahrer Friede - A-SITE

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11 - Wahrer Friede

Lebensübungen > Himmlisch oder höllisch?
 
 
Und du (Abraham) sollst fahren zu deinen Vätern mit Frieden und in gutem Alter begraben werden
1 Mose 15.15
An dem Tage machte der HERR einen Bund mit Abram und sprach: Deinem Samen will ich dies Land geben, von dem Wasser Ägyptens an bis an das große Wasser Euphrat:
1 Mose 15.18
 
21 Und der Engel Jehovas streckte das Ende des Stabes aus, der in seiner Hand war, und berührte das Fleisch und die ungesäuerten Kuchen; da stieg Feuer auf aus dem Felsen und verzehrte das Fleisch und die ungesäuerten Kuchen. Und der Engel Jehovas verschwand aus seinen Augen. 
22 Da sah Gideon, daß es der Engel Jehovas war, und Gideon sprach: Ach Herr, Jehova! Dieweil ich den Engel Jehovas gesehen habe von Angesicht zu Angesicht! 
  23 Und Jehova sprach zu ihm: Friede sei mit dir! Fürchte dich nicht, du wirst nicht sterben. 
24 Und Gideon baute daselbst Jehova einen Altar und nannte ihn: Jehova-Schalom  (Friede). Bis auf diesen Tag ist er noch zu Ophra der Abieseriter. 
Richter - Kapitel 6

(Gideon bat zuvor um ein Zeichen. Danach war die Angst "Wer Gott von Angesicht zu Angesicht sieht, wird sterben". Aber Gideon war im Frieden Gottes und damit im Leben)
Von Tod und Todesnot. – 29. April 1841

[HIM 1.410429.1] Des Leibes Tod ist des Lebens letzte Not und ist gleichsam die Anheftung ans Kreuz.
[HIM 1.410429.2] Wäre nicht des Leibes Tod, so ginge alles Leben verloren. Aber durch des Leibes Tod wird das Leben gesammelt und gefestet, damit es nach dem Abfalle des Leibes selbst im schlimmsten Falle doch noch als etwas bestehen kann.
[HIM 1.410429.3] Die mit dem Tode verbundene, vorhergehende Angst ist eben der Akt der Vereinigung des Lebens, welches vorher nur gar zu häufig schon in alle Weltwinde zerstreut war.
[HIM 1.410429.4] Daher geschieht es auch, und das überaus notwendig, daß die Weltlichen einen oft überaus bitteren Tod schmecken müssen. Denn würde solches nicht geschehen aus Meiner übergroßen Erbarmung, so würden sie vollends ewig zunichte.
[HIM 1.410429.5] Und daß solche weltliche Seelen nach dem herben irdischen Tode in einen höchst unfreien Zustand kommen, ist ebenfalls wieder nur, damit ihr im Leibestode nur schwer gesammeltes Leben sich nicht wieder verflüchtige und endlich gänzlich zunichte werde.
[HIM 1.410429.6] Und so ist denn selbst der angst- und qualvolle sogenannte ewige Tod nichts als eine durch Meine große Erbarmung gesetzte Lebensverwahrung.
[HIM 1.410429.7] Welche Menschen aber schon bei ihrem Leibesleben ihr Leben durch Selbstverleugnung, Demut und Liebe zu Mir in Mir vereinigt haben, wahrlich, diese werden von des Leibestodes Angst nicht viel verspüren. – Und wenn ihr irdisches Lebensschifflein einmal an den trüglichen Weltklippen zerstäuben wird, so wird der Wanderer schmerz- und sorglos sagen: „Ich bin mit meiner Habe im trockenen!“
[HIM 1.410429.8] Bemühet euch daher, euer Leben schon hier zu vereinen in Mir, so wird euch der Tod des Leibes dereinst vorkommen wie eine große aufgehende Sonne dem nächtlichen Wanderer an einem Meeresgestade, welches voller Klippen und Abgründe ist.
[HIM 1.410429.9] Glaubet es Mir, daß es also ist, so wird niemand mehr euch den innern Frieden rauben!
[HIM 1.410429.10] Das sagt der Herr des Lebens und des Todes! – Amen. Amen. Amen!
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Bibelstellen - Friede

und trösten mein Volk in ihrem Unglück, daß sie es gering achten sollen, und sagen: "Friede! Friede!", und ist doch nicht Friede. Jeremia 8.11

Darum daß sie mein Volk verführen und sagen: "Friede!", so doch kein Friede ist. Das Volk baut die Wand, so tünchen sie dieselbe mit losem Kalk. Hesekiel 13.10
Das sind die Propheten Israels, die Jerusalem weissagen und predigen von Frieden, so doch kein Friede ist, spricht der Herr, HERR. Hesekiel 13.16

Und da Joram Jehu sah, sprach er: Jehu, ist's Friede? Er aber sprach: Was Friede? Deiner Mutter Isebel Abgötterei und Zauberei wird immer größer. 2. Könige 9.22

    Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Glaube, Sanftmut, Keuschheit. Galater 5.22

meinem lieben Sohn Timotheus: Gnade, Barmherzigkeit, Friede von Gott, dem Vater, und Christo Jesu, unserm HERRN! 2.
 
Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen. 
(Andere Übersetzung nach besser bezeugter Lesart: "Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.") Lukas 2.14

    Und wie viele nach dieser Regel einhergehen, über die sei Friede und Barmherzigkeit und über das Israel Gottes. Galater 6.16
   Preis aber und Ehre und Friede allen denen, die da Gutes tun, vornehmlich den Juden und auch den Griechen. Römer 2.10

Der alte Mann sprach: Friede sei mit dir! Alles was dir mangelt findest du bei mir; bleibe nur nicht über Nacht auf der Gasse. Richter 19.20

   Ich will Frucht der Lippen schaffen, die da predigen: Friede, Friede, denen in der Ferne und denen in der Nähe, spricht der HERR, und ich will sie heilen. Jesaja 57.19
Es möge Friede sein in deinen Mauern und Glück in deinen Palästen! Psalm 122.7
und sprecht: Glück zu! Friede sei mit dir und deinem Hause und mit allem, was du hast! 1. Samuel 25.6
   Wo ihr in ein Haus kommt, da sprecht zuerst: Friede sei in diesem Hause! Lukas 10.5
   Und so daselbst wird ein Kind des Friedens sein, so wird euer Friede auf ihm beruhen; wo aber nicht, so wird sich euer Friede wieder zu euch wenden. Lukas 10.6

allen, die zu Rom sind, den Liebsten Gottes und berufenen Heiligen: Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem HERRN Jesus Christus! Römer 1.7

und sprachen: Gelobt sei, der da kommt, ein König, in dem Namen des HERRN! Friede sei im Himmel und Ehre in der Höhe! Lukas 19.38

Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem HERRN Jesus Christus! Epheser 1.2

Zu seinen Zeiten wird erblühen der Gerechte und großer Friede, bis daß der Mond nimmer sei. Psalm 72.7

So spricht der HERR: Wir hören ein Geschrei des Schreckens; es ist eitel Furcht da und kein Friede. Jeremia 30.5

Die aber abweichen auf ihre krummen Wege, wird der HERR wegtreiben mit den Übeltätern. Friede sei über Israel! Psalm 125.5

   daß Güte und Treue einander begegnen, Gerechtigkeit und Friede sich küssen; Psalm 85.11
   Grüßet euch untereinander mit dem Kuß der Liebe. Friede sei mit allen, die in Christo Jesu sind! Amen. 1. Petrus 5.14

   Und der Friede Gottes, welcher höher ist denn alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christo Jesu! Philipper 4.7

Da sie aber davon redeten, trat er selbst, Jesus, mitten unter sie und sprach: Friede sei mit euch! Lukas 24.36

   O daß du auf meine Gebote merktest, so würde dein Friede sein wie ein Wasserstrom, und deine Gerechtigkeit wie Meereswellen; Jesaja 48.18

   Da ließ der König Darius schreiben allen Völkern, Leuten und Zungen auf der ganzen Erde: "Viel Friede zuvor! Daniel 6.26

Da sprach Jesus abermals zu ihnen: Friede sei mit euch! Gleichwie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Johannes 20.21

Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude in dem heiligen Geiste. Römer 14.17

Friede sei mit dir! Es grüßen dich die Freunde. Grüße die Freunde bei Namen. 3. Johannes 1.15

   Und der Friede Gottes regiere in euren Herzen, zu welchem ihr auch berufen seid in einem Leibe; und seid dankbar! Kolosser 3.15



Emanuel Swedenborg über den Frieden

Gottes Friedensgeist fließt in die Neigung zum Guten ein

Der Friede bezeichnet im höchsten Sinn den Herrn; im vorbildlichen Sinn Sein Reich und das Gute vom Herrn daselbst, somit das Göttliche, das ins Gute oder in die Neigungen zum Guten einfließt, welches auch vom Inwendigsten heraus
Freuden und Seligkeiten schafft.
<HG 3870>

Daß der Friede bedeutet “gut stehen”, hat den Grund, weil er das Inwendigsteund daher das in allem und jedem im Himmel waltende Allgemeine ist; 

denn der Friede ist im Himmel, wie auf Erden der Frühling, oder wie die Morgenrötedie nicht anregen durch sinnlich wahrnehmbare Abwechslungen, sondern durch das allgemein liebliche Wesen, das in das einzelne, das man wahrnimmt, einfließt, und nicht nur das Innewerden selbst, sondern auch die einzelnen Gegenstände voll Anmut macht.

Wahrer Friede ist viel mehr als ein "ruhiges Zusammenleben"

Beinahe ein jeder glaubt, der Friede sei Sicherheit vor Feinden und ein stilles Zusammenleben im Haus und unter Genossen; aber dieser Friede wird dort nicht
gemeint, sondern der Friede, der jenen Frieden unendlich übertrifft.

Wann kann der himmlische Friede einfließen?

Mit diesem Frieden kann niemand begnadigt werden, als wer sich vom Herrn führen läßt und im Herrn ist,
d.h. im Himmel, wo der Herr ist alles in allem; 

denn der himmlische Friede fließt ein, wenn die aus der Selbst- und Weltliebe entspringenden Begierden weggeschafft sind, weil diese es sind, die den Frieden wegnehmen; 

denn diese befehden das Inwendigere des Menschen und machen, daß er zuletzt in der Unruhe die Ruhe und in feindseligen Dingen den Frieden sucht, weil er in bösen Dingen seine Lust findet.
<HG 5662>

Friede bedeutet nicht "keine Gefühle"

Friede bezeichnet den Lustreiz des Guten, der Unschuld und der Liebe, wo vom Zustand des Friedens im Himmel gehandelt wird.
<EKO 22>

Glückseligkeit, denn der innere Kampf ist gewonnen

Weil aber der Friede in sehr vielen Stellen im Wort vorkommt, und die Erklärung der Sache angemessen sein muß, auf die er sich bezieht, oder dem Subjekt, von dem er ausgesagt wird, und daher seine Bedeutung verschieden erscheint, darum will ich in der Hauptsache angeben, was der Friede bedeutet, damit das Gemüt nicht ins Unbestimmte sich verliere:

Friede ist das Glückselige des Herzens und der Seele, das entspringt aus der Verbindung des Herrn mit dem Himmel und mit der (innerlichen) Kirche, und diese aus der Verbindung des Guten und Wahren bei denen, die in ihr sind; daher ist dann kein Kampf des Bösen und Falschen mehr gegen das Gute und Wahre, d.h. kein Zwiespalt oder Krieg im geistigen Sinn; 

Der Friede ist der Herr allein (Friedefürst)

daher der Friede, in dem alle Fruchtbarkeit des Guten und Vermehrung des Wahren, mithin alle Weisheit und Einsicht liegt.
Und weil dieser Friede vom Herrn allein ist, und von Ihm bei den Engeln im Himmel und bei den Menschen in der Kirche, darum wird durch den Frieden im höchsten Sinn der Herr verstanden, und im bezüglichen Sinn der Himmel und die Kirche, mithin das Gute, verbunden mit dem Wahren bei denen, die dort sind.
<EKO 365>

Friede des Herrn, der Überwinder

Joh.16/33: Solches habe Ich zu euch geredet, auf daß ihr Frieden habet in Mir.

Der Herr: Alles das, was Ich eben jetzt zu euch rede, ist auch von dieser Art, daß es euch in jeder Lage eures Lebens den wahren, inneren Herzensfrieden in
der Liebe zu Mir geben muß, wenn ihr eben dieses Gesagte nur einigermaßen werktätig beachtet.

Die Welt möchte euch auch bedrängen von allen Seiten; aber sie kann es nicht, weil sie von Mir überwunden ist. So ihr aber durch eure Liebe Mich in euch habetso habet ihr ja auch den ewigen Überwinder der Welt in euch. 

Schutz

Die Welt aber hat Meine Macht erfahren; daher darf und kann sie dem kein Haar krümmen, der wahrhaftig Meinen Frieden in seinem Herzen birgt.

Gegen die Welt kämpfen wollen?

Sobald aber jemand sich aus diesem Frieden erheben will und wirft selbst der Welt den Handschuh zum Kampfe hin, da hat er es sich dann nur selbst zuzu-
schreiben, wenn er von der Welt gefangengenommen und mißhandelt wird. 

Wer aber wahrhaftig bleibt in Meinem Frieden, der ist geborgen für die Ewigkeit, und kein weltlicher Hauch wird ihm je ein Haar krümmen.

Wer aber die Welt bekämpfen will, der muß sie mit heimlichen Waffen bekämpfen, und diese Waffen sind Meine Liebe und Mein Friede in euch! Jeder aber muß
zuerst mit diesen Waffen die eigene Welt in sich besiegen; 

dann erst wird er eben diese Waffen allzeit siegreich gegen die Außenwelt gebrauchen können.
Wahrlich, wer nicht innerlich ein Meister der Welt ist, der wird es äußerlich umso weniger werden! 

Jeder aber, der in sich noch einen fluch-ähnlichen Feuereifer verspürt, der ist noch nicht fertig mit seiner eigenen Welt; denn dieser Eifer rührt noch von dem geheimen Zweikampfe zwischen Meinem Frieden und der Welt im Menschen her.

Denn die Welt ist es, die da eifert und richtet und Feuer ruft vom Himmel, um sich dadurch listigerweise für Meine Sache zu maskieren; 

Mein Geist aber und Mein Friede eifert nicht, sondern wirkt mächtig im stillen nur und gänzlich unbemerkt von aller Welt und hat kein anderes Außenschild als die Werke der Liebe und in der Erscheinlichkeit die Demut. Wegen der wahren Liebe und Demut aber ist Meines Wissens seit Meinem Johannes her noch nie jemand von der Welt gerichtet worden.
Sehet, darin also besteht der wahre innere Friede und darin auch derjenige mächtige Sieg über die Welt, den Ich selbst erfochten habe! Beachtet demnach diese
Erklärung, so werdet ihr die Welt in euch und jede andere allzeit und ewig besiegen durch Meinen Namen und durch Meinen Frieden! Amen.
<SCHTXT 35/3-5,22-25>

jemand nach seinem Frieden fragen

Jemand um sein Wohlbefinden oder Frieden fragen, bedeutet eine Zusammengesellung in betreff des göttlich himmlischen Zustandes, weil im inneren Sinn
“nach dem Wohlbefinden oder Frieden fragen” soviel ist als über das Leben und dessen Gedeihen und Glückseligkeit fragen. Aber im höchsten Sinn, in dem von dem göttlich Guten und göttlich Wahren gehandelt wird, bedeutet das Fragen um den Frieden die Zusammengesellung in Ansehung des himmlischen Zustandes;
denn im höchsten Sinn bedeutet der Friede den Herrn und daher den Zustand des innersten Himmels, wo diejenigen sich befinden, die in der Liebe zum Herrn
und daher in der Unschuld sind. Sie sind auch wirklich mehr als die übrigen im Frieden, weil im Herrn. Ihr Zustand heißt der göttlich himmlische.
<HG 8665>

Frieden wegnehmen

“Und dem, der darauf saß, ward gegeben, den Frieden wegzunehmen von der Erde” bedeutet das Wort, das infolgedessen nicht verstanden wurde, woraus
Zwistigkeiten in der Kirche entstanden.
Dies erhellt aus der Bedeutung des Sitzenden auf dem rötlichen Pferd, sofern er ist das Wort, das nicht verstanden wird in Ansehung des Guten, denn durch
den auf dem Pferd Sitzenden wird bezeichnet das Wort; durch das Pferd wird bezeichnet das Verständnis desselben; und durch das rötliche Pferd, das in Ansehung des Guten verlorengegangene
Verständnis; daher wird durch den Sitzenden auf dem rötlichen Pferd bezeichnet das Wort, das ebendarum nicht verstanden wird.
Aus der Bedeutung von “den Frieden wegnehmen”, sofern es heißt, daß Zwistigkeiten daraus entstehen, worüber folgt; und aus der Bedeutung der Erde, sofern es die Kirche ist. 

Ehe erklärt wird, was der Friede bedeut et, soll etwas davon gesagt werden, daß, wenn das Verständnis des Wortes verlorengegangen ist, Zwistigkeiten in der Kirche entstehen. Durch das Gute wird verstanden das Gute der Liebe zum Herrn und das Gute der Liebe gegen den Nächsten, weil alles Gute Sache der Liebe
ist. Wann dieses Gute nicht beim Menschen der Kirche ist, dann wird das Wort nicht verstanden, denn die Verbindung des Herrn und die Verbindung des Himmels
mit dem Menschen der Kirche ist durch das Gute, daher, wenn das Gute nicht bei ihm ist, so kann keine Erleuchtung stattfinden, denn alle Erleuchtung, wenn
das Wort gelesen wird, ist aus dem Himmel vom Herrn. Findet aber keine Erleuchtung statt, alsdann sind die Wahrheiten, die im Wort, im Dunkeln; daher
entstehen Uneinigkeiten.
Daß das Wort nicht verstanden wird, wenn der Mensch nicht im Guten ist, kann daraus erhellen, daß im einzelnen des Wortes eine himmlische Ehe ist, d.h. die Verbindung des Guten und Wahren, daher, wenn das Gute nicht gegenwärtig ist beim Menschen, der das Wort liest, so erscheint auch das Wahre nicht, denn das Wahre erscheint aus dem Guten und das Gute durch das Wahre.
Die Sache nämlich verhält sich so: In dem Maß, als der Mensch im Guten ist, fließt der Herr bei ihm ein und gibt Neigung zum Wahren und daher Verständnis;
denn das inwendigere menschliche Gemüt ist ganz nach dem Bild des Himmels gestaltet, und der ganze Himmel ist gebildet gemäß den Neigungen zum Guten
und zum Wahren aus dem Guten; daher, wenn das Gute nicht beim Menschen ist, so kann jenes Gemüt nicht geöffnet, geschweige denn zum Himmel gebildet
werden. Es wird gebildet durch die Verbindung des Guten und Wahren. Hieraus kann auch erhellen, daß, wenn der Mensch nicht im Guten ist, die Wahrheiten
keinen Boden haben, darin sie aufgenommen werden sollen, und keine Wärme, durch die sie wachsen sollen; denn die Wahrheiten beim Menschen, der im Guten ist, sind wie die Samen im Boden zur Frühlingszeit; dagegen die Wahrheiten beim Menschen, der nicht im Guten ist, sind wie Samen im Boden, der durch Kälte zusammengefroren ist zur Winterszeit, wo kein Gras, keine Blume, kein
Baum, geschweige denn eine Frucht wächst.
Im Wort sind alle Wahrheiten des Himmels und der Kirche, ja alle Geheimnisse der Weisheit, welche die Engel des Himmels haben, aber keiner sieht sie, der
nicht im Guten der Liebe zum Herrn und im Guten der Liebe gegen den Nächsten ist. Die es nicht sind, die sehen da und dort Wahrheiten, aber sie verstehen sie
nicht; sie haben davon ein ganz anderes Gefühl und eine andere Vorstellung, als die Wahrheiten selbst an sich haben, obwohl sie daher die Wahrheiten sehen
oder wissen, so sind die Wahrheiten bei ihnen dennoch nicht wahr, sondern falsch, denn die Wahrheiten sind nicht wahr, wenn man nur ihren Laut hört und sie
ausspricht, sondern wenn man eine Vorstellung und Gefühl davon hat. Anders ist es, wenn die Wahrheiten dem Guten eingepflanzt sind, alsdann erscheinen
die Wahrheiten in ihrer Form; denn das Wahre ist die Form des Guten.

Hieraus kann man schließen, wie beschaffen das Verständnis des Wortes bei denen ist, die den alleinigen Glauben zum einzigen Heilsmittel machen, und das Gute des Lebens oder das Gute der Liebtätigkeit hinter den Rücken werfen. Die Erfahrung hat gezeigt, daß diejenigen, die sich darin sowohl durch die Lehre als durch das Leben bestärkten, auch nicht eine richtige Vorstellung des Wahren haben. Dies ist auch der Grund, warum sie nicht einmal wissen, was das Gute, was Liebtätigkeit und Liebe, was der Nächste, was Himmel und Hölle ist, daß sie nach dem Tod als Menschen leben; ja, sogar nicht, was die Wiedergeburt, was die Taufe ist und anderes mehr.

Sie sind in einer solchen Blindheit in Beziehung auf Gott selbst, daß sie in Gedanken drei verehren, anstatt einen; nur mit dem Mund verehren sie einen, und daß sie nicht wissen, daß der Vater des Herrn das Göttliche in Ihm ist und der Heilige Geist das Göttliche
von Ihm ist.
Dies wurde gesagt, auf daß man wisse, daß kein Verständnis des Wortes ist, wo nicht das Gute herrscht. Der Grund, warum gesagt wird, daß “dem Sitzenden auf dem rötlichen Pferd gegeben worden sei, den Frieden wegzunehmen von der Erde”, ist, weil der Friede die Zufriedenheit des Gemüts und die Ruhe der Seele infolge der Verbindung des Guten und Wahren bedeutet. 

Den Frieden wegzunehmen bedeutet daher, das Unfriedliche und Unruhige infolge der Zertrennung desselben, woraus innerliche Zwistigkeiten entstehen; denn wenn das Gute getrennt ist vom Wahren,
alsdann tritt an dessen Stelle das Böse, dieses aber liebt das Wahre nicht, sondern liebt das Falsche, denn alles Falsche gehört dem Bösen an, wie alles Wahre dem Guten angehört. Wenn daher ein solcher das Wahre im Wort sieht, oder das Wahre
von einem anderen hört, so sträubt sich das Böse seiner Liebe oder seines Willens
dagegen, und dann verwirft er es entweder, oder verkehrt es, oder verdunkelt es durch Vorstellungen aus dem Bösen so, daß er selbst zuletzt nichts Wahres im Wahren sieht, mag es auch noch so wahr lauten, wenn er es ausspricht. Das ist der Ursprung aller Uneinigkeiten, Streitigkeiten und Irrlehren in der Kirche. Aus diesem kann erhellen, was durch “den Frieden wegnehmen von der Erde” hier bezeichnet wird.

Was aber der Friede ist in seinem ersten Ursprung, ist ausführlich gezeigt worden im Werk von Himmel und Hölle, wo gehandelt wurde vom Zustand des Friedens
im Himmel: HH 284-290, daß er nämlich in seinem ersten Ursprung aus dem Herrn ist, in Ihm aus der Vereinigung des Göttlichen Selbst und des Göttlich-
Menschlichen, und von Ihm aus Seiner Verbindung mit dem Himmel und der Kirche, und im besonderen aus der Verbindung des Guten und Wahren bei einem
jeden. 

Daher kommt es, daß durch den Frieden im höchsten Sinn der Herr bezeichnet wird, im bezüglichen Sinn der Himmel und die Kirche im allgemeinen, und auch der Himmel und die Kirche im besonderen bei einem jeden.
<EKO 365>

Friedensruhe

Wie die Friedensruhe des äußeren Menschen beschaffen sei, wenn der Kampf oder die Unruhe von den Begierden und Falschheiten aufhört, kann keiner wissen, der nicht den Stand des Friedens kennt. Dieser Stand ist so wonnevoll, daß er alle Vorstellung von Wonne übersteigt; es ist nicht bloß ein Aufhören des Kampfes, sondern es ist ein von inwendigerem Frieden kommendes Leben, das den äußeren
Menschen so anregt, daß es nicht beschrieben werden kann. Glaubenswahres und Liebegutes wird alsdann geboren, das von der Wonne des Friedens sein Leben
hernimmt.
<HG 92>


 
I GING Zeichen 11

Tai - Der Friede

oben Kun, das Empfangende, die Erde
unten Kiën, das Schöpferische, der Himmel

Das Empfangende, dessen Bewegung sich nach unten senkt, ist oben, das Schöpferische, dessen Bewegung nach oben steigt ist unten. Ihre Einflüsse begegnen daher einander und sind in Harmonie, so daß alle Wesen blühen und gedeihen. Das Zeichen ist dem ersten Monat (Februar-März) zugeordnet, in dem die Kräfte der Natur den neuen Frühling vorbereiten.

Das Urteil
Der Friede. Das Kleine geht hin, das Große kommt her.
Heil! Gelingen!

Das Zeichen deutet in der Natur auf eine Zeit, da sozusagen der Himmel auf Erden ist. Der Himmel hat sich unter die Erde gestellt. So vereinigen sich ihre Kräfte in inniger Harmonie. Dadurch entsteht Friede und Segen für alle Wesen.
In der Menschenwelt ist es ein Zeit gesellschaftlicher Eintracht. Die Hohen neigen sich zu den Niedrigen herab, und die Niedrigen und Geringen sind den Hohen freundlich gesinnt, so daß alle Fehde ein Ende hat.
Innen, im Zentrum, am ausschlaggebenden Platz, ist das Lichte; das Dunkle ist draußen. So hat das Licht kräftige Wirkung, und das Dunkle ist nachgiebig. Auf diese Weise kommen beide Teile auf ihre Rechnung. Wenn die Guten in der Gesellschaft in zentraler Stellung sind und die Herrschaft in Händen haben, so kommen auch die Schlechten unter ihren Einfluß und bessern sich. Wenn im Menschen der vom Himmel kommende Geist herrscht, da kommt auch die Sinnlichkeit unter seinen Einfluß und findet so den ihr gebührenden Platz.
Die einzelnen Linien treten von unten her in das Zeichen ein und verlassen es oben wieder. Es sind also die Kleinen, Schwache, Schlechten im Weggang begriffen, und die Großen, Starken, Guten sind im Aufstieg. Das bringt Heil und Gelingen.

Das Bild
Himmel und Erde vereinigen sich: das Bild des Friedens.
So teilt und vollendet der Herrscher
den Lauf von Himmel und Erde,
verwaltet und ordnet die Gaben von Himmel und Erde
und steht so dem Volke bei.

Himmel und Erde stehen im Verkehr und vereinigen ihre Wirkungen. Das gibt eine allgemein Zeit des Blühens und Gedeihens. Dieser Kraftstrom muß vom Herrscher der Menschen geregelt werden. Das geschieht durch Einteilung. So wird die unterschiedslose Zeit entsprechend der Folge ihrer Erscheinungen vom Menschen in Jahreszeiten eingeteilt und der allumgebende Raum durch menschliche Festsetzungen in Himmelsrichtungen unterschieden. Auf diese Weise wird die Natur mit ihrer überwältigenden Fülle der Erscheinungen beschränkt und gebändigt. Auf der andern Seit muß die Natur in ihren Hervorbringungen gefördert werde. Das geschieht, wenn man die Erzeugnisse der richtigen Zeit und dem richtigen Ort anpaßt. Dadurch wird der natürliche Ertrag gesteigert. Diese bändigende und fördernde Tätigkeit der Natur gegenüber ist die Arbeit an der Natur, die dem Menschen zugute kommt.
 



Zieht man Bandgras aus, so geht der Rasen mit.
Jeder nach seiner Art. Unternehmungen bringen Heil.
In Zeiten der Blüte zieht jeder tüchtige Mann, der auf einen Posten berufen wird, sofort andere Gleichgesinnte nach sich, wie man beim Herausziehen von Bandgras immer gleich mehrere durch die Wurzeln miteinander zusammenhängende Stengel mit herauszieht. Der Sinn des Tüchtigen ist in solchen Zeiten, da die Wirkung im Großen möglich ist, darauf gerichtet, ins Leben hinauszuziehen und etwas zu leisten.
Die Ungebildeten in Milde tragen,
entschlossen den Fluß durchschreiten,
das Ferne nicht vernachlässigen,
die Genossen nicht berücksichtigen:
so mag man es fertigbringen, in der Mitte zu wandeln.
In Zeiten der Blüte ist es vor allem wichtig, daß man die innere Große besitzt, auch die Unvollkommenen zu tragen. Denn ein großer Meister kennt kein unfruchtbares Material. Er kann aus allem noch etwas machen. Diese Weitherzigkeit ist aber keineswegs Nachlässigkeit oder Schwäche. Man muß gerade in Blütezeiten stets bereit sein, auch gefährliche Unternehmungen, wie das Überschreiten eines Flusses, zu wagen, wenn sie notwendig sind. Ebenso gilt es nicht, das Entfernte zu vernachlässigen, sonder mit Pünktlichkeit alles zu besorgen. Vor Parteiungen und Cliquenwirtschaft hat man sich besonders zu hüten. Denn wenn auch die Gleichgesinnten zusammen hervortreten, dürfen sie doch nicht durch gegenseitiges Zusammenhalten eine Partei bilden, sondern es muß jeder seine Pflicht tun. Diese vier Dinge sind es, durch die man die verborgene Gefahr allmählichen Erschlaffens, die in jeder Friedenszeit lauert, überwinden kann, und auf diese Weise findet man die rechte Mitte des Handelns.
Keine Ebene, auf die nicht ein Abhang folgt,
kein Hingang, auf den nicht die Wiederkehr folgt.
Ohne Makel ist, wer beharrlich bleibt in Gefahr.
Beklage dich nicht über diese Wahrheit,
genieße das Glück, das du noch hast.
Alles Irdische ist dem Wechsel unterworfen. Auf Blüte folgt Niedergang. Das ist das ewige Gesetz auf Erden. Das Schlechte kann wohl zurückgedrängt, aber nicht dauern beseitigt werden. Es kommt wieder. Diese Überzeugung könnte einen schwermütig machen. Aber das soll sie nicht. Sie soll nur bewirken, daß man im Glück nicht in Verblendung gerät. Bleibt man der Gefahr eingedenk, so bleibt man beharrlich und macht keinen Fehler. Solange das innere Wesen stärker und voller bleibt als das äußere Glück, solange wir innerlich dem Schicksal überlegen bleiben, solange bleibt das Glück uns treu.
Er flattert hernieder, nicht pochend auf Reichtum,
zusammen mit seinem Nächsten, arglos und wahrhaftig.
In Zeiten gegenseitigen Vertrauens kommen die Hohen ganz einfach, und ohne auf ihren Reichtum zu pochen, gemeinsam zu den Niedrigen. Das ist nicht Zwang der Umstände, sondern entspricht der innersten Gesinnung. Dann macht sich die Annäherung ganz zwanglos, weil sie auf innerer Überzeugung beruht.
Der Herrscher I gibt seine Tochter in die Ehe.
Das bringt Segen und erhabenes Heil.
 Der Herrscher I ist Tang, der Vollender. Er hatte bestimmt, daß die kaiserlichen Prinzessinnen, trotzdem sie im Rang höher standen als die Gatten, denen sie vermählt wurden, ebenso ihren Gatten zu gehorchen hatten wie andere Ehefrauen. Auch hier ist auf wirklich bescheidene Vereinigung von hoch und niedrig hingewiesen, die Glück und Segen bringt. 
Der Wall fällt wieder in den Graben.
Jetzt brauche keine Heere.
In der eigenen Stadt verkünde deine Befehle.
Beharrlichkeit bringt Beschämung.
Der schon in der Mitte des Zeichens angedeutete Wechsel ist eingetreten. Der Stadtwall sinkt wieder in den Graben zurück, aus dem er gekommen war. Das Verhängnis bricht herein. In diesem Fall gilt es, sich dem Schicksal zu fügen und nicht durch gewaltsamen Widerstand das Schicksal aufhalten zu wollen. Das Einzige, was übrig bleibt, ist, im engsten Kreis sich zu wahren. Wollte man auf dem üblichen Weg beharrlich dem Übel widerstreben, so würde der Zusammenbruch nur schlimmer, und Beschämung wäre die Folge.
 
 
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