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Seelenspezifika

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Chi, Prana, Geistfeuer, Äther, Seelenspezifika, feinstofflich, Nervengeist

Beginnen wir bei "hochprozentigen Spirituosen". Die daraus entweichenden Gase sind leichter als Luft und haben weniger Anteile an Materie und die Materieteilchen sind auch eher ungebunden.
Solch ein Äther ist dem Nervengeist (das "Feinstoffliche" der Nerven, ein Übergang zur Seele) ähnlich und deswegen saugt der Nervengeist gerne Äther auf und wird aber auch davon betäubt.

Dieser Äther ist also noch nicht völlig substanzlos, es gibt Abstufungen.

Überall ist dieser Äther oder Chi.

Was fließt in Meridianen?
Dies wird ebenfalls "Chi" oder "Qi" genannt - und ist nicht gleich Luft, wie manche behaupten, aber dennoch wird messbarer Druck erzeugt. Es ist also noch Äther mit Substanz, feiner als Luft.

Was hat Chi mit Elektromagnetismus zu tun?

Das zentrale Herz(chakra) erzeugt die stärksten elektromagnetischen Felder und nährt den Rest. 

Überall fließt "Strom", Pflanzen können sogar den Gedankenstrom der Luft wahrnehmen.

Jeder Gedanke erzeugt andere elektrische Felder
Bei Reuegedanken kommt Jesus und hilft bei der Umkehr! Also bei dieser "Frequenz".

Elektronen strahlen Photonen ab und nehmen sie auch auf.
Unverwüstlich (außer bei Zusammenstoß mit Positron). nicht größer als 10 hoch -19. Deutlich kleiner als Elektronenradius.

Prof. Meyl:

DNA geht mit Longitudinalwelle ("Skalarwelle") in Resonanz. Biologie arbeitet mit magnetischen Feldern.
Modulation Physik: Auf niedrigfrequente Wellen werden höherfrequente aufgepackt
Biologie umgekehrt

Brainwave ist konstanz (Erfahrung aus russischer Forschung)
Herzfrequenzrate variiert

1. Querwelle, ausbreitung konstant (Hertz belegt). Pixel für Pixel.
2. Longitudinalwelle in eine Richtung
Torsionswirbel, Feldwirbel erzeugt Longitudinalwelle (tesla nachgebaut)
3. Welle ist magnetische Welle. Überträgt Energie! Frequenz und ... können unabhängig voneinander moduliert werden! 
Resonanz: Entgegengesetzte Phasenlage, gleiche Frequenz. Gleiche Kurvenform

Dr. Klaus Volkamer

Misst mit ganz genauen Wagen die Zunahme von Materie innerhalb luftdicht abgeschlossenen Gläsern

Auch bei Schlafenden ändert sich das Gewicht vorübegehend auf bis zu 650g (von Dr. Volkamer bereits gemessen) oder bis zu 1kg bei Meditierenden, weil sich der Ätherkörper trennt und dieser hat Gewicht.
Bei Nahtodeserfahrungen kann dieser abgetrennte feinstoffliche Körper sehen, was los ist.

Bei Vollmond keinem die Samen anders als bei Neumond
Wir leben also unter verschiedenen Einflüssen, was z.B. auch durch Feng Shui gezeigt wird.

Elektromagnetische Phänomene haben feinstoffliche Begleiter. 
Bestimmte geometrische Figuren und passende Farben kommen dann nur mit den gut wirkenden Feldern in Resonanz! Rundum wird starkes Feld aufgebaut.
Die elektromagnetischen Strahlen von WLAN, etc. machen hingegen krank.
Das zerstörende Feld wird aber auch für bestimmte Vorgänge benötigt. Essen zerkleinern, usw.

Es gibt positiv und negativ gepolte Feinstofflichkeit, wobei man bei der Bedeutung aufpassen sollte, denn die positiv gepolte wirkt hierbei schlecht. Und dann kommt im Menschen darauf an, was überwiegt.
Dies ist durch die Einstellung (Wohlwollend im Gesamtsinne, in der Ordnung Gottes oder aber eigensinnig) änderbar.
Deshalb hat der eine Mensch langristig gute und der der andere schlechte Folgen und der tiefe Liebes-Sinn der Gebote hilft aus der Trübsal - denn wir bekommen Resonanz zum Wahren und Guten.  Oder anders ausgedrückt: Wir werden ein aufnahmefähiger Acker wie beim Gleichnis vom Sämann.
Diese "Ladungen" sind auch die verschiedenen Himmel- und Höllengrade im Meschen, die z.B. im Swedenborg-Werk "Himmel und Hölle" nachlesbar sind.



Was




 
Spezifika, Geistfeuer, Äther, Elektrizität, Fluidum

Andere Dichte auf Monden

[HG 1.5.31] Denn siehe, die Monde sind nicht fest, sondern sehr locker und sind gleich dem Schaume des Meeres, wenn er fester und gediegener wird, und sind kahl und ohne Wasser (Anm.: deswegen große Krater); und die Luft der Erde ist da wie das Wasser der Erden (Anm: Dürfte bei unserem Mond unterirdisch sein - und die Kruste also dadurch wie erhärteter "Schaum".) und die Luft gleich dem Äther zwischen Sonnen und Erden (Anm.: wird "keine Atmosphäre" genannt). Und sie sind bestimmt, die Weltsüchtigen aufzunehmen (Anm.: dürften also unterirdisch in dieser Art "Wasser" - als deren dichte Luft, auf der Rückseite des Mondes - leben), und zu fassen die Geister der Materie, und zu prüfen ihre Beständigkeit und sie reif zu machen zum Empfange der Gnade. (Beschreibung aus dem 19. Jhdt!)

Ätherisch sanfter weißglänzender "Überzug" (Aurateil) bei der demütigen Schönheit Naehme

[HG 1.38.6] Damit ihr aber doch sehet, wie dieses möglich war, so will Ich euch eine kleine Beschreibung ihrer Gestalt hinzufügen. Es ist diese Naehme dieselbe Gestalt, welche sich in das graualte, schwarze Heidentum als die Gemahlin eines Schmiedes und Götzin der Schönheit unter dem besonderen Namen ,Venus‘ verlor. Seit Sahra und Rachael hat körperlich nie eine so schöne Gestalt die Erde betreten als die der Naehme. Ihre Größe betrug fünf Schuh nach eurem Maße. Ihr Haar war schwärzer denn eine Kohle. Ihre Stirn war weiß wie ein frischgefallener Schnee, gegen die Augen ganz sanft gerötet. Die Augen waren groß und vollkommen himmelblau, der Stern feurig- schwarz, die Augenlider frisch und sanft, so auch die dunklen Brauen. Die Nase war gerade und verlor sich in sanfte, weiche Enden, unter denen die zwei Mündungen durch ihre sanft gerundete Form einen lieblichen Anblick gewährten. Der Mund war gerade von der Größe eines Auges, und seine sanft erhobenen Lippen brachten jede Rose zum Schweigen. Ihre Wangen, in der schönsten, heiter lächelnden, gerechten, Form, waren mit aller Rosen zartestem und sanftestem Rot leise angehaucht, und ihre Farbe glich einer mit Schnee bedeckten Rose, da der Schnee gleichsam den letzten Liebesstrahl dieser Königsblume bis zu seiner glanzweißen Oberfläche schimmern läßt. So auch war ihr Kinn, wie keines mehr in irdischer Form. Ihr Hals war weder zu lang noch zu kurz, sondern ganz gerecht, glatt und rund, ohne auch nur den allergeringsten Makel. Der Anfang der Brust unterschied sich vom Halse nur durch eine sanft-üppige, rasche Erhebung, so die Schultern und so der Nacken, jedes gerecht nach dem besten Verhältnisse. Der Busen sah mehr einer ätherischen, weißweichen Lebenserhöhung ähnlich als irgend etwas Fleischlichem, an deren erhabenst üppig sanfter Rundung zwei heitere, junge Rosen zu knospen schienen. Ihre Arme waren so voll, weich und sanft, daß ihr euch davon auch nicht den allerleisesten Begriff machen könnet; denn solche Arme kommen nur im Himmel vor. Und in diesem schönsten Verhältnisse war auch ihr ganzer Leib überzogen mit dem Glanzweiß des Schnees in ätherischer Sanftheit und Weiche.

Ermunternde Worte wirken befreiend wie ätherischer Lebensbalsam

[HG 2.78.9] Diese ermunternden Worte drangen wie ein ätherischer Lebensbalsam durch das ganze Wesen Rudomins, sein Herz ward frei von aller Beklommenheit und seine Zunge leicht gleich einer Federflaume; und also begann er auch mit einer mächtigen Riesenstimme alsbald zu reden, so laut zwar, daß sich seine Worte an den Wänden der nächsten Berge brachen und also verhallten.

Ätherisch steht auch für zart und sanft

[HG 2.122.19] Welch eine überhimmlische Anmut und allererhabenste Schönheit strahlt aus allen ihren Formen, welche Milde, welche Sanftheit in allen ihren Gliedern! Wie endlos zart in allen ihren Teilen – und dennoch: welche Macht der Liebe in ihrer mehr denn ätherisch zartesten Brust!

Leichtigkeit in den inneren Organen, passender Chi-Fluss

[HG 2.125.7] O wie doch gar so lebendig helle ist's nun geworden in allen Teilen meines Herzens und wie ätherisch leicht und wohl in allen meinen Eingeweiden!

Vor dem Sonnenaufgang den Herrn liebend besonders gutes Chi (gute Luftqualität) einatmend

[HG 2.271.10] Richtet dann eure Blicke auf die stets hehr wachsende Glorie des Morgens und beachtet es, wie ihr mit jedem Atemzuge eine vermehrte Fülle des göttlichen Gnadenlichtes einatmet, wie eure Brust stets weiter und lebendiger wird und jeder Blutstropfen in euch verklärter und wahrhaft himmlisch- ätherischer, je näher die herrliche Sonne des Herrn dem erhabenen Aufgange zueilt!

Bericht der Befreiung

[HG 3.9.3] Und der Sehel erwiderte dem Seth: „Leben dir, Leben in deiner Frage! Im Odem war ich; ein Beben durchschauert den Äther, der Sonne Gürtel zerriß, und frei stand ich, ein Leben im Unendlichen.

Verschiedenartige Seelensättigung

[HG 3.44.13] Man steht von der Tafel auf und begibt sich ins Freie, zum Beispiel auf einen kleinen Berg, oder in einen schönen Garten, allda sich dann die Seele sättigt 
an den schönen Formen, 
an dem Gesange der Vöglein 
und an den ätherischen, also seelischen Wohlgerüchen der Blumen, 
und an mehr derlei Annehmlichkeiten für die Seele.

Durch Demut ätherisch reinigen um himmlisches Licht fassen zu können!

[HG 3.66.8] Daher mußt du vorher ganz ätherisch gereinigt vor Mir stehen durch deine Demütigung, ehe du fähig wirst, Mein Licht in dir zu ertragen.

HG 3 - 88. Kapitel — Lamechs Frage: „Wie kann ein Geist durch die Materie gefangen gehalten werden?“ Henochs Antwort

[HG 3.88.1] Unterm Wege aber besprachen sich die Reisenden noch über so manches dieser schauderhaften Szene, das aber dennoch zu wenig einen allgemeinen, sondern nur einen für die damalige Zeit lokalen Wert hatte.
[HG 3.88.2] Eine Frage, von Seite des Lamech, an den Henoch gerichtet, als sie schon beinahe die Höhe erreicht hatten, aber ist von großem Werte, wie um so mehr noch deren Beantwortung, und darf daher in diesem neuen Buche des Lebens nicht fehlen; diese wollen wir noch hier hinzugeben. – Die Frage aber lautete also:
[HG 3.88.3] „Höre mich an, du mein geliebtester Bruder Henoch in dem Herrn, unserm allerliebevollsten Vater! Siehe, der große Erzfeind Gottes und alles Lebens ist doch nur ein Geist! Wie kann dieser wohl von der Materie gehalten werden, die für ihn so gut wie gar nicht da ist?! So aber ein Geist von der Materie nicht gehalten werden kann, was wird dann wohl das Einkerkern des Satans in dem Mittelpunkte der Erde für einen Nutzen haben? Wird er nicht dasein, sobald er es nur wollen wird?!
[HG 3.88.4] Ich weiß wohl, daß da des Herrn allmächtiger Wille den alten Bösewicht allenthalben binden und festen kann; aber ob da neben dem allmächtigen Willen des Herrn auch noch ein materieller Kerker im Zentrum der Erde vonnöten ist, das sehe ich fürwahr nicht so ganz recht ein! Darum bitte ich dich, gib mir darüber doch einen klaren Aufschluß!“
[HG 3.88.5] Und der Henoch lächelte den Lamech an und sagte dann zu ihm: „Höre, du mein geliebtester Bruder, daß du solches nun noch nicht klar einsiehst, liegt wohl darin, weil ein jeder Mensch das am schlechtesten sieht, was ihm sozusagen gerade auf der Nase sitzt!
[HG 3.88.6] Siehe, du bist deinem Leibe nach doch auch nur pur Materie, gleich wie da ist das gesamte Erdreich! Sage mir, ist diese nichts für deinen Geist? Kann er sich aus ihr entfernen, wann er will, auf ordentlichem Wege?
[HG 3.88.7] Ja, er, der Geist, kann wohl durch die Liebe zu Gott nach und nach stets mehr Meister der Materie werden und kann dieselbe durchdringen und dann in allen ihren Teilen vollkommen tätig sein; aber verlassen kann er dieselbe dennoch nicht eher, als bis es der Herr will!
[HG 3.88.8] Und wenn der Geist aber nach dem Willen des Herrn auch die Materie verläßt, da verläßt er sie aber dennoch nie als ein vollkommen reinster, freiester Geist, sondern er verläßt sie stets in einem neuen ätherischen Leibe, den er dann ewig nie verlassen kann.

Ätherleib (und "Ghost"), der an Materie hängt, bleibt von dieser gefesselt

[HG 3.88.9] Dieser ätherische Leib aber, da er auch einen gewissen Raum einnehmen muß, kann, so es der Herr will, aber gar wohl noch von der gröberen Materie festgehalten werden und kann sich von derselben nicht eher trennen, als bis es der Herr will! (Anm.: auch "erdgebundene Geister" nach dem körperlichen Tode)
[HG 3.88.10] Warum denn? – Weil die Materie an und für sich auch nichts anderes als der fixierte Wille Gottes ist und daher wohl tauglich ist, jeden Geist gefangenzunehmen, und durch nichts besiegbar ist als allein durch die größte Demut, Selbstverleugnung und Liebe zu Gott!
[HG 3.88.11] Verstehst du solches? – Ja, du verstehst es; daher wollen wir uns nun ans Ziel begeben! Amen.“

Gedanken wie Blitze (siehe weiter unten)

[HG 3.108.6] Ist er so ein Gedanke, der gleich einem Blitze so flüchtig hinfahret und dann im unendlichen Raume sich also erzeuget, wie da sich erzeuget die lockere Flocke des Schnees im dunstigen Äther der Erde?

Worte erzeugen bei Gemütsänderung auch Elektrizität in Gliedern, Adern und Eingeweiden

[HG 3.177.1] Diese Worte machten eine große Gemütsumänderung bei den neunundneunzig; besonders fuhr das Gleichnis des Auges, verglichen mit dem Herzen, allen wie ein elektrischer Funke durch alle Glieder, Adern und Eingeweide.

Gebundene Elektrizität war schon historisch ein Problem

[HG 3.194.6] So hatten sie Wurfmaschinen, mit denen sie Lasten von eintausend Zentnern meilenweit mit der furchtbarsten Heftigkeit zu schleudern vermochten, wobei aber freilich die Erfindung der gebundenen Elektrizität die Hauptrolle spielte, welche sie dergestalt zu intensivieren verstanden, daß sie damit wahrhaft Schreckliches leisteten.

Leicht entzündbares Erdgas

[HG 3.247.9] Es gingen aber noch eine Menge Kupferröhren auf den Pfeilern hinauf und waren durch alle Galerien geführt. Wo immer die Röhre eine Öffnung hatte, da auch durfte man nur mit einem Lichtchen hinfahren, und es brannte sogleich das sehr ätherische Öl der Erde.

Elektrische Manipulationskenntnisse

[HG 3.315.5] Nach der Zerstörung dieser Tempel und nach der beendeten Gold- und Silberausprägung, das hier über zwei Millionen Pfunde betrug, und zu dessen Fortschaffung zweitausend Kamele vonnöten waren, brach die Armee gegen den Tempel des Gottes der Winde auf, welcher Gott aber dem Fungar recht gewaltige Flausen machte, bis er unterjocht werden konnte. Denn fürs erste hatten die Priester den See auf seinen vier Abflüssen durch gewaltige Schleusen stets geschwellt gehalten. Hatte sich nun von einer oder der andern Seite etwas Feindliches genähert, so wurden die Schleusen geöffnet, und eine gewaltige Wassermasse stürzte sich wütend über die Feinde auf jedem möglichen Zugange zu diesem Tempel. Und fürs zweite waren diese Priester auch im Vollbesitze elektrischer Manipulationskenntnisse, mittels denen ihre Gegend geradezu unzugänglich gemacht wird.

Regen = Wasserschläuche des Äthers

[HG 3.360.5] Erst am hundertfünfzigsten Tage wandte der Herr wieder Sein Gesicht zur Erde, und die Brunnen der Tiefe wurden verstopft und die Wasserschläuche des Äthers vollkommen zugebunden; denn bis zum hundertfünfzigsten Tage hatte es immer ortsweise geregnet, wie nun bei Ungewittern ein Platzregen fällt auf die Erde.

Nachkommen "Adams" waren ätherischer und damit verwesbarer

[HG 3.366.23] Es könnte hier leicht jemand fragen, warum man nicht auch besonders in Siberien Überreste von Menschenkörpern vorfindet. Und die Antwort ist: weil der Menschenkörper viel ätherischer in allen seinen Teilen und somit auch verwesbarer vom Urbeginne an erschaffen ist, – das heißt, was die Nachkommen Adams betrifft!

Seele als Ätherleib des Geistes soll von der Urliebe in ihr durchdrungen werden

[HIM 1.400602.6] „Aus ganzem Herzen“; hier ist unter „Herz“ zu verstehen der Geist des Lebens, der als treues Ebenbild Meiner Liebe in der Prüfungsperiode in euch und eigentlich die pure Liebe ist. – Dann „aus ganzer Seele“; hier ist unter „Seele“ zu verstehen ein ätherischer Leib des Geistes, der ganz durchdrungen werden soll von der Urliebe in ihr, damit sie dadurch lebendig werde in allen ihren Teilen. – „Von ganzem Gemüte“; hier sind unter „Gemüte“ zu verstehen eure naturmäßigen Wißtümlichkeiten, die da alle sollen gefangen werden von Meiner Liebe in euch, damit die Seele, als Leib des Geistes, Festigkeit bekomme mit Haut und Haaren und bekomme Füße zum Stehen und Gehen und Hände zum Greifen und Handeln und Augen zum Sehen und Ohren zum Hören und Nase zum Riechen und einen Mund, versehen mit all dessen Bestandteilen und tauglich, zu nehmen höhere und bessere Speisen und selber zu reden Worte des Lebens aus Mir – welches alles hernach sind „all die Kräfte“, die da auch sein sollen voll Liebe!

Seelenentwicklung in der Natur

[HIM 1.400806.11] Wie nun dieses geschieht, so werden diese sehr beengten Organe durch seine Liebeswärme erweicht und erweitert, und er selbst wird dadurch ätherisch und wirklich lebendig durch seine Liebe.

[HIM 1.400806.19] Ein solcher Geist, der auf diese Weise sich an den Ansätzen liebend vereinigt hat mit dem Lebensfünkchen, wird nach der Vollreife der Frucht ätherisch frei und in eine, Meiner ewigen Ordnung gemäße höhere, intelligentere Wesenheit geführt, und so fort bis endlich zu euch Menschen selbst.

[HIM 1.400806.20] Sind nämlich durch einen solchen Baum, als eine materielle Erlösungs-Anstalt, eine möglichst hinreichende Anzahl der (Natur-)Geister erlöst worden, und haben diese erlösten Geister in ihrer ätherischen Freiheit aus den verschiedenartigsten Bäumen und Gewächsen sich liebend vereinigt, so daß sie einen Geist in höherer Intelligenz darstellen, so werden dann solche Geister in die tierische Welt übertragen und daselbst zur zweiten Stufe gebracht.

Kern in der Traube ist wie Kind im Mutterleib

[HIM 1.400809.9] Nun seht, der Kern der Traube ist also beschaffen, daß er in der Mitte der Beere wie ein Kind im Mutterleibe wächst und mit der Beere selbst heranreift. Da geschieht es denn, daß durch das Mark der Rebe, durch ein für eure Augen nicht sichtbares, mehr denn spinnengewebefeines Haarröhrchen, ein ätherischer Feuersaft emporsteigt. Wenn ihr die Rebe betrachtet, so werdet ihr sehen, daß sie sehr viele Glieder hat. Bei einem jeden solchen Gliede verfeinert sich dieses Röhrchen und wird an der Stelle, allwo sich die Frucht der Traube angesetzt hat, noch in viele Arme geteilt – was ihr aus dem ersehen könnet, so ihr die Kerne in einer Traube zählen würdet; denn ein jeder solcher Kern ist verbunden mit einem solchen Organe.

[HIM 1.400809.29] Diese Blätter aber läßt das Lebensfünkchen aus der Ursache entstehen, damit es erstens seine Fortbildung unter einem sanften Schatten vornehmen kann, und fürs zweite saugt es dann selbst für die Ausbildung des ihren Kern umgebenden Saftes aus dem Lichtmeere, welches da in Fülle entströmt aus Meiner Gnadensonne, den ätherischen Stoff in sich, in welchem eigentlich der vierfache Segen besteht.

Atome im Äther sind lebendig!

[HIM 1.400815.8] Die erste Klasse der Tierwelt sind die unendlich kleinen Bewohner des Äthers. Sie sind in demselben ungefähr das, was ihr in eurer Sprache „Atome“ nennet und sind so außerordentlich klein (wohlgemerkt nur eurem Auge), daß auf einem Punkte, den ihr nur unter einer starken Vergrößerung als solchen entdecken könnt, schon mehrere Trillionen überflüssigen Platz fänden.

[HIM 1.400815.15] Die nun freigewordenen Tierchen-(Seelen) sammeln sich dann gerade auf der spiegelglatten Oberfläche der atmosphärischen Luft in großen Massen und werden euch sichtbar als sogenannte „Lämmerwolken“. Bei diesen Tierchen, die noch immer unendlich klein sind für euer Auge, findet schon eine Reproduktion ihresgleichen statt, welche jedoch nicht permanent, sondern intermittierend ist. Denn wenn sie sich bis zu einer gewissen Masse und großen Anzahl vermehrt haben, dann werden sie vermöge der entlebten, freigewordenen Lebenshülschen schwerer und schwerer und sinken dann unter die Oberfläche des Luftmeeres. Dadurch geschieht wieder eine gewisse Vermählung erwähnter Tierchen-Massen mit dem in der Luft konzentrierten wärmehaltigen Lichte, welches unter dem sogenannten „elektrischen Stoffe“ verstanden wird.

[HIM 1.400815.20] Wenn dann nun die erlösten und freigewordenen Geister aus dem unteren Pflanzenreiche solches gewahr werden, alsdann treten sie nach Meiner Ordnug alsobald aus ihren Hüllen, vereinigen sich mit diesem gleichsam elektrischen Tierleben zu Millionen in eines und bilden die euch schon etwas bekannten sogenannten Infusionstierchen; wovon ihr euch überzeugen könnet, so ihr was immer für eine Pflanze nehmet, dieselbe ins Wasser leget und einige Zeit stehen lasset. Wenn ihr dann einen großen Tropfen unter ein gutes Mikroskop bringet, so werdet ihr da sobald schon in einem nur sandkorngroßen Punkte gar viele frei lebende und sich bewegende, geformte Wesen entdecken. Das ist nun die erste Tiergattung, die in der sichtbaren Materie dem aufmerksamen Beobachter zum Vorscheine kommt.

[HIM 1.400816a.14] Die atmosphärische Luft wird durch einen eigenen inneren, elektrischen Prozeß geteilt, dadurch sinkt das Schwere der atmosphärischen Luft als tropfbare Flüssigkeit in der Blase nieder und wird durch einen eigenen Kanal, der sich nur bei einer solchen Gelegenheit öffnet, alsogleich hinausbefördert. Das sehr leichte Gas aber strömt dann in die erwähnten vielen Röhrchen und benimmt der Fleischmasse des Fisches in gerechtem Verhältnisse dessen natürliche Schwere, so zwar, daß sein Körper annähernd gleichgewichtig wird mit der atmosphärischen Luft. Nun spannt der Fisch seine Flügel aus und kann mittelst dieser auf natürliche Weise fliegen wie ein Vogel. Dabei geben ihm seine Flossen nach seiner Intelligenz die Richtung, und seine Flügel erheben ihn zu jeder beliebigen Höhe.

[HIM 1.400823.15] Und durch diese Röhre wird bei dem Akte der Begattung ein ätherisch-geistiger Stoff mit großer Schnelligkeit in das Zentrum des Dotters geführt. Dieser Stoff aber ist das, was Ich schon vorher von der Vereinigung des tierischen Lebens aus den Wassern wie auch von der Erde erwähnt habe.

[HIM 1.400823.21] Der Magen hat immer einen kleinen Vorrat von Steinchen in sich. Er öffnet sich und nimmt aus dem Vormagen etwas weniges auf. Ist nun diese Speise zwischen seine Blätter gekommen, so fangen diese an, sich zu reiben, als wenn ihr euch die Hände reibet. Dadurch wird nun die Speise zermalmt mit Hilfe der im Magen befindlichen Steinchen, bei welcher Gelegenheit natürlich auch die Steinchen sich abnützen, indem immerwährend Teilchen von ihnen abgelöst werden. Durch diese Reibung wird aber zugleich auch eine elektrische Wärme entbunden oder erzeugt, durch welche diese abgelösten Steinpartikel chemisch zerlegt werden. Das Kalkartige wird verteilt an die euch schon bekannte Bestimmung; das Minneralische aber dient zur Nahrung, Erhaltung und Festigung dieser Magenblätter; und der grobe Niederschlag wird mit dem Kote weiterbefördert.

[HIM 1.400823.28] Die Leber aber ist beim Vogel von gleicher Beschaffenheit wie das Zellgewebe unter der Blase eines Fisches. Sie besteht aus einer großen Menge pyramidenähnlicher Bläschen, welche nur mit sehr leichten und mehr lockergehaltenen, schleimartigen Fäserchen aneinander gefestigt sind. Diese pyramidalen Zellen oder Bläschen haben die Eigenschaft kleiner elektrischer Fläschchen, saugen das durch die Reibung der Magenblätter entwickelte elektro-magnetische Fluidum in sich und werden nun der Reihe nach gefüllt gleich einer elektrischen Batterie. Dieses elektro-magnetische Fluidum wird dann allezeit, so oft der Vogel fliegen will, verwendet zur Bildung des schon bekannten Gases.

[HIM 1.400823.32] Was den schnellen Flug betrifft, so rührt dieser von der größeren elektro-magnetischen Quantität in einem Vogel her, welche sich sehr leicht aus seinem blitzwendigen Fluge entnehmen läßt.

[HIM 1.400913.8] Seht, da sage Ich euch, die Erde ist so eingerichtet, daß fürs erste beinahe vom Mittelpunkt des Erdkörpers aus eine zahllose Menge von verschiedenartigsten Quellen und Adern nach allen Richtungen zur Oberfläche führen. Ihr müßt aber nicht denken, daß etwa durch diese Quellen und Adern pur Wasser strömt; sondern da gibt es vorzüglich Feuerquellen, durch welche ein unterirdisches Feuer elektrischer Art unablässig nach allen Richtungen strömt, und zwar vorzüglich gegen die Pole der Erde. Dann gibt es mineralische Quellen, durch welche Metalle und Erze in flüssiger Gestalt heraufquellen. Ferner gibt es Fettquellen, durch welche das sogenannte Erdöl nach allen Richtungen strömt. Es gibt ferner noch vorzüglich sehr viele Schwefelquellen, dann Erdpechquellen und dergleichen, nebst den Wasserquellen – eine zahllose Menge aller erdenklichen Arten.

[HIM 1.401004.14] Sehet, diese Geister vereinigen sich alsobald mit den Geistern, die da kommen aus den freien Sphären des Lichtes, ziehen sich gegenseitig an, verbinden sich auf dem euch oft sichtbaren, meistens aber unsichtbaren sogenannten elektro-magnetischen Wege, welcher freilich besser „Natur-Liebe-Weg“ genannt würde, und fallen dann gewöhnlich im Regen, oft auch im Hagel und Schnee wieder, die Erde befruchtend, darnieder.

[HIM 1.401018.7] Die erste, gewöhnliche Art dieser Erscheinungen ist diejenige, welche in der Luft die unter ihr befindlichen Gegenstände verkehrt darstellt, wobei manchmal das Abbild ganz rein, manchmal etwas trüb und verunstaltet, manchmal vergrößert, manchmal verkleinert erscheint. Dieses geschieht auf ganz natürliche Weise, jedoch allezeit bei einem sehr niederen Barometerstande, wenn eine gänzliche Ruhe in der Luft eingetreten ist. Denn die Luft bildet vermöge ihrer spezifischen Schwere eine scharf abgeschnittene Spiegelfläche, auf welcher der Äther ruht, so wie die Luft über einem ruhigen Wasserspiegel.

[HIM 1.401018.23] So ist es auch bei dieser Erscheinung der dritten Art der Fall. Sehet, wenn in diesen südlichen Gegenden die Luft aus schon erwähnten Ursachen geistig und physisch die höchste Ruhe erreicht hat, und das zwar über großen, sandigen Ebenen, woselbst weder ein Gebirge noch sonst irgendein erhabener Gegenstand vorhanden ist, da geschieht es dann oft, daß der Spiegel der Luft so nieder über die Oberfläche der Erde zu stehen kommt, daß er dem Wanderer kaum über den halben Leib reicht, und dieser schmachtend, statt mit der atmosphärischen Luft, sich bloß mit der Einatmung des Äthers begnügen muß, welches ihn freilich zu einem sehr schnellen Atemholen zwingt und ihn nach kurzer Zeit betäubt auf den Boden niederzusinken nötigt.

[HIM 1.401018.29] Nun sehet, das ist denn auch hier der Fall! – Dieser große Luftspiegel ist ein optisches Werkzeug dieser Art, daß er vermöge seiner außerordentlich hellen Glanzfläche die Parallelstrahlen aufnimmt. Wenn noch dazu das Auge des Wanderers in dem Äther eine rechte Ausdehnung bekommt, alsdann erblickt er solche Gegenstände als getreue Abbilder anderer Weltkörper-Gegenden, zum Beispiele oft märchenhaft aussehende Städte, großartige Paläste, Berge, Wälder, Flüsse und Seen, ja sogar manchmal lebende Wesen und dergleichen mehreres, das sich vorfindet auf einem entfernten Weltkörper.

[HIM 1.401120.2] Wo immer die Liebe noch einen anderen Nebengrund hat, da hört sie auf, eine wahre, reine Nächstenliebe zu sein und ist dann gleich einem gewässerten Weine, in dem keine Kraft, kein „Äther des Lebens“ mehr inne ist, sondern der ein „Panschicht“, eine Ware schlechter Gastwirte ist! – Verstehe es wohl!

Atmung zur Aufnahme des gegenteiligen Poles

Flut und Ebbe. – 24. Oktober 1840

(Anmerkung: was als negativer und was als positiver Pol bezeichnet wird ist etwas verwirrend und einerseits von einige Dingen abhängig und anderseits von Dr. Vokamer teils umgekehrt bezeichnet. Weiters ist es im Himmlischen wiederum so, dass Gleiches Gleiches anzieht und nicht Gegenteiliges)

[HIM 1.401024a.14] Nun sehet, alles, was nur irgendein Leben äußert, hat eine gewisse ihm eigentümliche Atmung. Und hat diese aufgehört, dann sind auch die Lebensgeister der Materie entflohen; diese selbst aber sinkt dann in den Zustand der Trägheit zurück, stirbt und verwest und geht so in den Tod über. So ihr zum Beispiel was immer für ein Tier beobachtet, so wird und muß es atmen; denn hört dieser Akt auf, so lehrt euch schon die tägliche Erfahrung, daß alsdann der Tod in diese (Lebens-)Form getreten ist. Ihr sagt auch, so jemand den letzten Atemzug gemacht hat, daß er gestorben sei, und ihr habt recht; denn mit dem letzten Atemzuge ist es mit dem naturgemäßen Leben des Menschen zu Ende. So aber das physische Leben in seinem Zentrum aufhört, so hört auch alsobald mit dem Hauptleben alles vegetative Leben in einem Körper auf.
[HIM 1.401024a.15] Was ist demnach Atmung und wozu ist sie da? – Sehet, jedes Wesen bildet entweder eine positive oder negative Polarität. Wie aber eine jede Polarität ein Bedürfnis hat nach der entgegengesetzten Polarität und nicht entstehen und bestehen kann für sich ein negativer oder positiver Pol allein, sondern nur einer durch den anderen, sehet, so ist auch das ganze naturgemäßige Leben! Auch euer Leben besteht in einem negativen Pole, welcher gegeben ist zur Aufnahme des Positiven.
[HIM 1.401024a.16] Wie kann aber dies geschehen? – Dadurch, daß der negative Pol fortwährend durch die Atmung angeregt wird, durch welche Anregung immerwährend ein verhältnismäßiges Bedürfnis zur Aufnahme des Positiven bewerkstelligt wird.
[HIM 1.401024a.17] Nun sehet, ihr hättet zum Beispiel eine Elektrisiermaschine. Diese Maschine kann jahrelang auf irgendeinem Orte stehen und ihr werdet keine andere Erscheinung an ihr wahrnehmen als die ihrer Form selbst. Bringt nun aber jemand die Scheibe der Maschine in Umschwung, so wird dadurch die negative Elektrizität erregt und gleichsam in sich verzehrt.
[HIM 1.401024a.18] Nun fängt sie aber eben durch diese Aufzehrung ihrer selbst an, ein neues Sättigungsbedürfnis zu empfinden. Was kann denn nun geschehen? Obschon ihr es jetzt fast mit den Händen greifen könnet, so will Ich es euch aber doch der Ordnung wegen sagen, was da zu geschehen hat und muß. – Wie sich der Hunger nicht selbst stillen kann, so auch kann sich der sich selbst aufzehrende Pol nicht wieder selbst sättigen – gerade wie wenn euer Magen leer geworden wäre, ihr euch auch nicht sättigen könnet mit der Leerheit eines anderen Magens, sondern ihr werdet sagen: „Herr, mit dieser negativen Kost ist uns nicht gedient, wir haben das Bedürfnis nach einer positiven Kost!“
[HIM 1.401024a.19] Sehet, so ist es eben auch hier der Fall! Und so ist denn die positive Elektrizität eine Sättigung der negativen. Ist diese Sättigung vor sich gegangen, so wird an dem Konduktor alsobald der sättigende Erfolg in lebenstätige Erscheinung treten.
[HIM 1.401024a.20] Und so ist denn auch die Atmung dasjenige, was eure Lebens-Elektrisier-Maschine in Bewegung setzt, die negative Polarität erregt und euer Wesen hungrig macht nach der positiven Polarität. – Denn mit einem jeden Atemzuge wird eine beständige Reibung in euren Körperteilen bewirkt. Durch diese Reibung wird das negative Leben angeregt und fängt an, sich zu fühlen in seinem Hunger. Und je nach dem Grade des Bedürfnisses wird dasselbe mit jedem Atemzuge gesättigt, welche Sättigung darin besteht, daß der Stickstoff als negativer Pol den Sauerstoff mit großer Begierde in sich aufnimmt. Hört nun dieses Atmen auf, dann fängt die negative Polarität an, sich selbst aufzuzehren, wodurch es denn auch alsobald mit dem naturmäßigen Leben ein Ende hat.
[HIM 1.401024a.21] Nun denket euch, jedes lebende Wesen ist eine „Welt“ oder eine „Erde“ im kleinen Verhältnisse. Wie aber ein jedes solches Wesen ein Zentralleben besitzt und ein vegetatives Leben durch das zentrale behält, solange die Atmung fortdauert, sehet, geradeso ist es der Fall nicht nur mit der Erde, sondern mit jedem Weltkörper! – Freilich müßt ihr euch nicht denken, die Erde sei deshalb ein Tier, weil sie ebenfalls periodisch atmet; dessenungeachtet aber ist sie doch insoweit in ihren inneren Gefügen organisch eingerichtet, daß sie einer Atmung fähig ist.
[HIM 1.401024a.22] Demnach ist die Ebbe und Flut nichts als bloß die Folge des immerwährenden Aus- und Einatmens der Erde.

Geistige Beleuchtung von Ebbe und Flut. – 24. Oktober 1840 (Fortsetzung)

[HIM 1.401024b.1] Aber wodurch wird denn dieses Aus- und Einatmen der Erde bewirkt? – Gerade dadurch, wie es bei den Tieren bewirkt wird, nämlich durch das immerwährend neu eintretende Bedürfnis nach frischer Kost, wenn die vorhergehende verzehrt und dadurch wieder negativ geworden ist.
[HIM 1.401024b.2] Während des Verzehrens fallen die Organe wieder näher aneinander, bis zu einem gewissen Grade, da sie sich selbst in ihrem eigenen Hunger zu reiben anfangen. Alsdann geschieht alsogleich wieder eine Sättigung, durch welche sich die Teile natürlich wieder mehr und mehr ausdehnen. Daher kommt denn auch eben hernach die in Frage stehende Erscheinung: durch das Bedürfnis nach positiver Kost die Ebbe – und durch die Sättigung die Flut.
[HIM 1.401024b.3] Ihr werdet freilich sagen: Wenn dem so ist, so müßten wir ja diese Erscheinung auf dem Festlande und auf den Bergen ebenfalls wahrnehmen. – Ich sage aber, es ist dem nicht so. Erweitern sich wohl euer Kopf, eure Hände und Füße, so ihr atmet? – Und ihr werdet sagen: „Nein, diese Glieder bleiben ruhig“. – So sage Ich euch, so können auch die Festen der Erde gar wohl ruhig bleiben.
[HIM 1.401024b.4] Damit ihr euch nun diese Erscheinung desto einleuchtender versinnlichen könnet, so steiget denn einmal in eine Badewanne und bemerket dann wohl das Wasser, das euch in der Badewanne sparsam umgeben soll, und ihr werdet sicher bemerken, daß das Wasser bei jedem Atemzuge ein wenig steigen und beim Aushauchen fallen wird. Nun, so ihr dieses wohl überdenket, so werdet ihr sehr leicht einsehen, daß Ich ganz wohl verstehe, Meinen Pfeil ins Zentrum der Zielscheibe zu schießen.
[HIM 1.401024b.5] So euch aber jemand sagt: der Mond sei die Ursache der Ebbe und Flut – so fraget ihn, wie denn der Mond, wenn er sich gerade auf der entgegengesetzen Seite befindet, vermöge seiner Anziehung auf der ihm schnurgerade abgewandten Erdhälfte eine Flut zu bewirken vermag?
[HIM 1.401024b.6] Wer dieses behaupten könnte oder wollte, der wäre noch über den blinden Schützen, der sich mit dem Rücken gegen das Ziel wandte und zufälligerweise einen gegenüberstehenden Baum statt der Zielscheibe traf. Oder, wem könnte wohl einfallen, so er in einer Badewanne läge, zu behaupten, daß das Wasser deswegen steige und falle, weil mehrere Klafter über ihm ein Apfel an einer Schnur aufgehängt ist, welchem ein mutwilliger Knabe eine Schwingung beigebracht hat. Sollte dieser nicht lieber auf seinen eigenen Bauch sehen, woselbst ihm dann, um Mich auch eines gelehrten Ausdruckes zu bedienen, doch „empirisch“ klar werden müßte, daß nicht der Apfel, sondern nur sein Bauch das Fallen und Steigen des Wassers bewirkt.

Polarität im Auge des Geistes

[HIM 1.401024b.7] Nun, so hätten wir denn handgreiflich diese Erscheinung zur Genüge erläutert, jedoch wie schon gesagt, ist alles dieses nur eine äußerliche Erscheinlichkeit, welche, mit den Augen des Geistes betrachtet, nicht so aussieht, wie sie mit den fleischlichen Augen zu sehen ist. 
Sondern da ist positiver Pol: Geistiges – und negativer Pol: Naturmäßiges. 
Und ist positiver Pol: Substanz – und negativer Pol: aufnehmendes Gefäß. 
Und ist positiv: Inwendiges – und negativ: Äußeres. 
Und es ist das Positive gleich der Liebe und der Weisheit – und das Negative gleich der Erbarmung und der Gnade.
[HIM 1.401024b.8] Wenn das Negative nun nicht wäre, so könnte die Liebe und die Weisheit an nichts als an sich selbst sich offenbaren. Daher wurden aus Meiner Erbarmung Wesen. Und die Wesen sind Meine Erbarmung selbst, und diese Erbarmung ist das Gefäß Meiner Gnade.
[HIM 1.401024b.9] Wenn nun die Liebe nicht wäre, so könnte auch keine Erbarmung sein. Weil aber die Liebe, so ist auch die Erbarmung. Und so besteht, lebt und webt alles als Erbarmung aus Meiner Liebe!
[HIM 1.401024b.10] Wollt ihr nun also wissen, was die positive, nährende Polarität ist, so sage Ich euch, diese ist nichts anderes als Meine Liebe.

Himmel und Erde (Acker vom Gleichnis vom Sämann), Yang und Yin

[HIM 1.401024b.11] Die Erbarmung aus dieser Meiner Liebe aber hat gebildet Wesen zur Aufnahme der Liebe aus Mir. Und die Liebe nährt die Wesen fort und fort und bildet auf dem Wege ihrer ewigen Ordnung ein Wesen um das andere, ein Wesen für das andere und ein Wesen aus dem anderen – und bereitet so eine Stufenfolge von Leben, immer vollkommener und vollkommener, damit sich die Liebe immerwährend in stets größerem und größerem Umfange ihrer unendlichen Erbarmungen zu offenbaren und gleichsam Sich Selbst in Ihrer Unendlichkeit mehr und mehr zu beschauen und lebendiger und lebendiger zu werden vermöge.
[HIM 1.401024b.12] Daher ist alles so eingerichtet und geschieht alles so nach Meiner Ordnung, damit der Tod einst ganz zunichte werde, und die ganze Unendlichkeit ein ewiger vollkommener Inhalt der Fülle des Lebens aus Mir und in Mir werde!
[HIM 1.401024b.13] Dieses, was Ich jetzt mitgeteilt habe, überdenket in eurem Herzen recht wohl! Denn, habe Ich euch bisher auch schon so manches Große mitgeteilt und geoffenbart, so habe Ich euch aber doch noch nirgends so tief in den Plan Meiner ewigen Liebe und Weisheit blicken lassen, wie eben jetzt.
[HIM 1.401024b.14] Daher noch einmal – beherziget es wohl, was hier gesagt wurde! Denn sehet, Ich habe euch anfangs lüstern gemacht, und Ich wußte warum! Hätte Ich bloß nur eine einfache Birne in Meinem Sacke vor euren Augen verborgen gehalten, so hätte Ich euch nicht so lange zappeln lassen. Allein Ich habe diesmal einen reichen Schatz verborgen gehalten, und daher hielt Ich auch ein wenig inne, um euch dadurch eine desto größere Freude zu machen; zugleich aber auch, euch dadurch recht stark fühlen zu lassen, daß Ich nur ganz einzig und allein euer liebevollster, wahrer, heiliger Vater bin.
[HIM 1.401024b.15] Amen. Das sage Ich, euer liebevollster heiliger Vater. Amen.


[HIM 1.401122a.3] Und so atmen denn Amphibien, Würmer und Insekten ebenfalls; aber wie ganz verschieden ist das Atmen dieser kaltblütigen und sogar blutlosen Tier-Gattungen! Denn die Insekten haben kein Blut, sondern nur einen ihrer Beschaffenheit entsprechenden Saft, der sich beständig in einer hin- und herrollenden Bewegung befindet, durch welches Hin- und Herrollen denn auch die zum Leben solcher Tiere nötige Elektrizität in den Gefäßen entwickelt wird. Und wie ganz anders ist das Atmen jener Tiere, die unter dem Wasser leben. Und da es der Tiere unter dem Wasser außerordentlich viele gibt in Hinsicht auf Art und Gattung, so müßt ihr euch wohl denken, daß das Atmen wieder ebenso verschiedenartig ist wie die Verschiedenheit der Tiere selbst.

[HIM 1.401122a.16] Das nächste Atmen ist ein elektrisches Atmen. – Dieses elektrische Atmen ist nichts anderes als das Aufnehmen des magnetischen Fluidums, durch welches die beiden sich widerstrebenden Kräfte in ihrer Beharrlichkeit gestärkt werden. Diese Beharrlichkeit ist wieder nichts anderes als der sichtbare Ausdruck der gegenseitigen Polarität – und das zwar darum sichtbar, weil, wie ihr schon ohnedies hoffentlich ein wenig wissen werdet, die Materie in ihrer Erscheinlichkeit nichts anderes ist als die Polarisation der sich entgegenstrebenden Kräfte.

[HIM 1.401122b.16] Sehet, diese Spitzchen sind nichts anderes als lauter Elektrizitäts-Sauger. Sie saugen begierig dieses polarische Fluidum den ganzen Tag über in sich – und zwar am Tage das Positive dieser Polarität. Durch dieses Insichsaugen der positiven Elektrizität, welche entspricht der Zentrifugal-Kraft, da sie in sich eine Fülle ausspricht, werden die Organe ausgedehnt, wodurch dann die Räume größer und größer werden und die Luft durch die Poren notwendig in sich saugen müssen.

[HIM 1.401122b.17] Zur Nachtzeit aber ändert sich auch die elektrische Polarität, und das elektrische Fluidum entströmt durch die Spitzen oder entladet sich, wie ihr zu sagen pflegt, wodurch dann die Organe wieder enger aneinander treten und die durch die Polarität der Elektrizität selbst ausgeschiedene, unbrauchbare Kohlen(säure)- und Stickluft hinausstoßen, welche zwei Luftarten der negativen Polarität entsprechen.

[HIM 1.401125.10] Gehorsam ist also der Garten. – Das Leben im Gehorsam sind die guten Rosenstrauchwurzeln. Obschon noch in der dunklen, lichtlosen Erde, sind diese aber doch die Hauptträger des Strauches und endlich der Blüte selbst. – Die Kirche aber gleicht dem dornigen Strauche. Und es sind die Dornen daran all die Freiheitsprüfungen und mannigfachen Versuchungen der Welt, aber zugleich auch die Feuersauger der Liebe, wie die wirklichen Dornen am Rosenstrauche Sauger des elektrischen Feuers sind. – Die Rose aber endlich ist das schöne Symbol der Liebe selbst!

[HIM 1.401208b.4] Das Tier atmet nicht nur allein des chemischen Prozesses wegen, sondern es atmet auch noch ganz vorzüglich darum, weil es gröbere Nahrung in sich nimmt, damit es fester werde in seiner Beschaffenheit. So muß der Magen, der sich allezeit unweit der Lunge befindet, auch immerwährend durch die Ausdehnung der Lunge und anderer mit der Lunge durch die Arterien verbundener Organe gerüttelt und gewisserart, nach eurem Kunstausdrucke, „frottiert“ werden, damit die harte Speise in demselben immerwährend umgerührt wird, sich in ihren Teilen reibt und durch diese Reibung selbst die zur Verdauung gar so notwendige elektrische Wärme erzeugt.

[HIM 1.401208b.5] Sagt ihr doch selbst: „Ich habe mir mit einer Speise den Magen verdorben“ oder „ich habe mir den Magen verkühlt.“ Das will nichts anderes sagen, als daß ihr eine der Beschaffenheit eures Magens und der Tätigkeit eurer Lunge zu harte Speise zu euch genommen habt; oder ihr habt eine Speise zu euch genommen, die vermöge ihres negativen Verhältnisses zu wenig positiv elektrisch ist und durch sich nicht leichtlich zu irgendeiner Gärung gelangen kann.

[HIM 1.401208b.6] Zur Gärung ist nämlich die positive Elektrizität unumgänglich notwendig, und zwar aus dem Grunde, weil die Gärung an und für sich nichts anderes ist als das Freiwerden der Elektrizität, welche als das Prinzip allen organischen Lebens in den Zellen der Organe wie in kleinen Fläschchen vorhanden ist. Wenn die hier vorhandene Elektrizität durch äußere Umstände erhöht wird, dann zerreißt sie diese Zellen und springt entweder, sich mehr und mehr quantitativ vereinigend, frei über zur allgemeinen positiven Elektrizität der Luft oder geht, so diese Freiwerdung in einem tierischen Körper wie auch einem tierähnlichen Pflanzenkörper vor sich geht, als neuer, vitaler Nahrungsstoff in die Zellen des Organismus des Tieres oder einer solchen tierähnlichen Pflanze.

[HIM 1.401208b.10] Und ferner kann ein solches Beengen und Erweitern eines solchen beobachteten, leblosen Pflanzenpartikels daher rühren, daß da die positive Elektrizität, die noch immerwährend vorhanden ist, solange die Pflanze grün und frisch aussieht, noch irgendeinen betrachteten Teil erregt und etwas erweitert. Hat sich dann solch ein elektrisches Atom aus irgendeiner Pflanzenzelle (verschwindend) empfohlen, so schrumpft dann alsobald die Pflanze allda zusammen, wo sie einen solchen Verlust erlitten hat, und zieht dadurch auch die nebenbefindlichen Zellen enger an sich. Dadurch kann es dann wieder geschehen, daß die in solchen Zellen nun ebenfalls beengte Elektrizität in das leere Hülschen übertritt, wodurch dieses wieder etwas erweitert wird, und zwar so lange, bis die Elektrizität sich aus diesem wieder empfiehlt.

[HIM 1.401208b.11] Dadurch wird bei einem von dem Stamme abgetrennten Pflanzenteile jene Erscheinung ersichtlich, die ihr das sogenannte Welkwerden nennet. Denn da verliert die Pflanze ihre Elastizität und ihre Frische, die sie nur auf einige Zeit dadurch retten kann, wenn sie nicht gar zu lange nach dem Getrenntwerden alsbald ins Wasser gesetzt wird, wodurch dem Entströmen der Elektrizität ein Hindernis bereitet wird und die Elektrizität des Wassers der Elektrizität der Pflanze nicht nur das Gleichgewicht hält, sondern dieselbe sogar noch eine Zeitlang ernähren kann – besonders wenn die Pflanze nicht zu jenen gar zu sehr Elektrizitätshungrigen gehört (wie z.B. ein Buchsstäudchen und sonstige ähnliche elektrizitätsärmere Pflanzen), welche dann noch die längste Zeit mit dieser Nahrung vorlieb nehmen und fast wie an der Wurzel fortbestehen, nur mit bedeutender Unterbrechung der quantitativen Vegetation.

[HIM 1.410130.3] Wo aber dann im Leibesorganismus ein solcher Fremdteil sitzt, da hemmt er die ordnungsmäßige Tätigkeit der Organe und verursacht allerlei Störungen im Kreislaufe des Blutes und aller aus demselben entspringenden Säfte. Und so dann dadurch diese nicht zur rechten Zeit zur Sättigung zu den bestimmten Organen gelangen können, so werden die Organe dann hungrig, schrumpfen zusammen und verursachen ein krampfhaftes, schmerzliches Ziehen, werden matter und matter; und schließlich wird der Leib völlig abgespannt, und die Organe verlieren alsobald samt der Elektrizität ihre elektrische Spannkraft. Und die Folge davon ist, daß der Leib dadurch hinfällig und krank wird.

[HIM 1.410321.4] Sehet, dieses sehnsüchtige, gleichsam plastische Vorgefühl ist die erste Stufe des Zweiten Gesichts und hat seinen Grund in dem leisen ätherischen Überwehen dessen, was die Seele in ihrem gedrückten Zustande als wohltuend erwartet. Wenn nun jemand sich mehr und mehr vertiefen würde, so möchte er wenigstens zur Nachtzeit nicht selten die Bilder des Frühlings und des Sommers gleich matten Traumbildern vor sich vorüberziehen sehen.

[HIM 1.410321.5] Wenn aber irgendeine Seele noch mehr beengt wird durch leidende Verhältnisse, so geschieht mit ihr durch solchen Druck das gleiche, wie wenn die Luft in einem zu hohen Grade gedrückt wird: sie entzündet sich und tritt aus der leiblichen Sphäre hinaus. Es gibt nämlich in dem sichtbaren Raume ebensogut seelische Wirkungen und Bewegungen, wie es in dem weiten Lichtraume Wirkungen und Bewegungen des Lichtes gibt; nur mit dem Unterschiede, daß die Schwingung des Lichtes sich auf dem natürlichen Wege nicht anders als gradlinig fortpflanzen können; wogegen die seelischen mehr ähnlich sind den Schwingungen des Schalles und sich nach allen erdenklichen Richtungen, wie auch in allen erdenklichen Krümmungen mit mehr denn elektrischer Schnelligkeit fortpflanzen können.

[HIM 1.410321.9] Als zweites Beispiel: Eine Seele sieht in irgendeiner weiten Entfernung etwas geschehen. Auch dieses Schauen geschieht auf dieselbe Weise. Denn wo immer etwas geschieht, da Menschen zugegen sind, entweder bloß als Zuschauer oder als glücklich oder unglücklich Mitbeteiligte, da ist ja auch nichts natürlicher, als daß ein solches Faktum in das Seelenleben der andern alsogleich aufgenommen wird und sich dann in der seelischen Sphäre gleich einem allerzartesten magnetischen Fluidum, je nach der Größe und Art des Faktums, oft mehrere tausend Stunden fortpflanzt. Und wenn dann irgendein Mensch in einem erhöhten Seelenzustande sich befindet, so nimmt er solche Schwingungen alsogleich wahr und bekommt das Bild durch die Varietät der Schwingungen auf dieselbe Art zu Gesicht, wie irgendein materielles Bild durch die Varietät der Schwingungen des Lichts von dem Gegenstande, von dem sie ausgehen, zur körperlichen Anschauung durch das fleischige Auge gelangt.

[HIM 1.410327.13] Was sollen wir aber aus dem „Dorne“ machen? – Etwas Kleines, das sich daraus machen ließe, würde euch wenig fruchten; daher wollen wir diesem Dorne eine größere Ausdehnung geben und das Machwerk dann als einen Blitzableiter auf ein Wohnhaus setzten, und so wird dieses spitzige Gewächs, wie am Stauche, so nun, vergrößert, am Wohnhause unter derselben Elektrizität saugenden Eigenschaft gelassen.

[HIM 1.410428.1] Das Kreuz ist eine wahre Not(durft) des Lebens! – Wenn das Leben keine Not hat, so zerstreuet es sich und verflüchtigt sich wie ein Äthertropfen. Die kein Kreuz tragende Seele ermattet und stirbt und verliert sich in die Nacht des Todes.

[HIM 1.410428.2] Die Not des Lebens aber ist ein Gefäß des Lebens, in welchem dieses gefestet wird gleich einem Diamanten, der da auch nur ein gefesteter Äthertropfen ist, obschon nicht ein Lebenstropfen.

[HIM 1.410717.8] Wenn das Ei keine Wärzchen hätte, woran möchten sich in dem Gebärkanale einer Henne eigens daseiende Stoß- und Drucknerven stemmen, um dasselbe zur Außenwelt zu fördern. Und wenn das Ei dann in der atmosphärischen Luft sich befindet und hätte solche kleine Auswüchse nicht – womit sollte es zur ferneren dauernden Erhaltung des Lebensstoffes das demselben verwandte elektro-magnetische Lebensfluidum einsaugen und wodurch erst dann in der Brütezeit den erwärmenden Stoff aus der Brust der Henne oder aus den Strahlen der Sonne oder auch aus dem erwärmten Sande an sich ziehen?

[HIM 1.410717.16] Da aber die atmosphärische Luft ebenfalls immerwährend mit den Dünsten geschwängert sein muß, welche zum Teile aus dem unermeßlichen Äthermeere auf dem Wege der primitiv-animalischen Produktion herrühren, so sind die Berge gleich den Polypen im Meere allezeit als wahre Vielfraße schlagfertig, um jede ihnen nahekommende Feuchtigkeit aus der Luft an sich zu ziehen und in sich einzusaugen. Durch dieses „ätherische Wasser“ wird dann erst das unterirdische belebt und nach eurem chemischen Ausdrucke gewisserart geläutert, damit es dann zum nötigen Lebensgebrauche hinreichend tauglich ist. Denn das Wasser aus dem Innern der Erde ist zum Leben so wenig zu gebrauchen wie das lediglich ätherische.

[HIM 1.410717.17] Ihr müßt unter dem „ätherischen Wasser“ aber nicht etwa das Regenwasser nehmen, welches nur dann zum Vorschein kommt, wenn irgendwelche Wolken zuvor aus den naheliegenden Bergen hinreichend mit Sauerstoff sich gesättigt haben; sondern das rein „ätherische Wasser“ ist untropfbar in der Luft, namentlich aber auf den Bergen enthalten.

[HIM 1.410717.18] Die erste Sichtbarkeit des „ätherischen Wassers“ bekundet sich in den sogenannten „Lämmerwolken“. – Wenn diese nach und nach mehr und mehr elektrisch schwer werden, so fallen sie auch immer niederer und niederer, bis sie endlich bis zur mittleren Wolkenregion herabgezogen werden, allda sie dann schon anfangen, den Sauerstoff in sich zu saugen. Und wenn sie dadurch dann gewisserart auch lebensschwerer werden, so senken sie sich herab in die Nebelregion der Berge, welche dann anfangen, ihnen den elektrischen Stoff auszuziehen.

[HIM 1.410717.40] Die Erde aber ist in Wahrheit ein „bestaubter Apfel“; denn es ruht auf ihr ein natürlicher urzeitlicher, anderweltlicher Ruinenstaub. – Sie ist ferner ein „bestaubter Apfel“, denn um dieselbe ist meilenweit gelagert ein ätherischer Atomenstaub. – Und drittens ist sie in geistiger Hinsicht ein also außerordentlich schmutzig-bestaubter Apfel, daß durch den dichten Staubwolkenschleier nur hie und da ein spärliches Licht von der großen Sonne der Geisterwelt auf diesen „Erdapfel“ eindringen kann.

[HIM 1.410717.8] Wenn das Ei keine Wärzchen hätte, woran möchten sich in dem Gebärkanale einer Henne eigens daseiende Stoß- und Drucknerven stemmen, um dasselbe zur Außenwelt zu fördern. Und wenn das Ei dann in der atmosphärischen Luft sich befindet und hätte solche kleine Auswüchse nicht – womit sollte es zur ferneren dauernden Erhaltung des Lebensstoffes das demselben verwandte elektro-magnetische Lebensfluidum einsaugen und wodurch erst dann in der Brütezeit den erwärmenden Stoff aus der Brust der Henne oder aus den Strahlen der Sonne oder auch aus dem erwärmten Sande an sich ziehen?

[HIM 1.410717.18] Die erste Sichtbarkeit des „ätherischen Wassers“ bekundet sich in den sogenannten „Lämmerwolken“. – Wenn diese nach und nach mehr und mehr elektrisch schwer werden, so fallen sie auch immer niederer und niederer, bis sie endlich bis zur mittleren Wolkenregion herabgezogen werden, allda sie dann schon anfangen, den Sauerstoff in sich zu saugen. Und wenn sie dadurch dann gewisserart auch lebensschwerer werden, so senken sie sich herab in die Nebelregion der Berge, welche dann anfangen, ihnen den elektrischen Stoff auszuziehen.

[HIM 1.410717.19] Da beginnen dann auf den Bergen gewöhnlich sehr heftige Winde zu wehen. Und wer da nicht glauben möchte, daß solche Winde nichts als die von den Bergen aus den Wolken (oder vielmehr nun Nebeln) entsogene Elektrizität sind, der verfüge sich nur mit einem sogenannten elektrosaugenden Schilde oder gemeinweg „elektrischen Drachen“ auf die Alpen und befestige diesen Schild auf einer klafterlangen, entweder ganz gläsernen oder wenigstens gut überharzten Stange und nähere sich alsdann, wenn er den Mut hat, einem solchen Schilde, so wird ihm alsbald zur Belehrung ein stark leuchtender und sogar zu tot niederschlagender Beweis in wahrhafter Blitzesschnelle entgegenkommen.

[HIM 2.420409b.5] Ich meine, das sollte euch genügen, um obigen Vers aus dem Grunde zu verstehen. Sollte aber jemandem trotz aller dieser handgreiflich enthüllenden Darstellungen der Vers noch dunkel sein, dann rate Ich ihm einen Versuch zu machen, wann er so recht hungrig ist, und zwar diesen, daß er sich sättige von einem bloß gedachten Brote – da es ihm unglaublich ist, daß da in der gewisserart groben, sichtbaren Materie des Brotes sich aufhalten solle ein ätherisches Brot zur Nährung und Belebung der Geister des natürlichen Lebens!

[HIM 2.430417.8] So sind auch Einzelstrahlen des lebendigsten Liebelichtes tötend für den, der sie aufnimmt in einem unvorbereiteten Zustande – während die alleinigen Gnadenstrahlen für niemanden tötend sind, gleichwie die Strahlen des Blitzes niemanden töten; wenn aber jemand vom Blitze selbst, d.i. von seinem Grundstrahle, getroffen wird, so wird er getötet, so er noch im Naturzustande ist. Ist aber jemand ein Somnambule, so hält er ein ganzes grundelektrisches Meer ohne den geringsten Schaden aus, da er in seinem Zustande demselben als Somnambule völlig verwandt ist.

[HIM 2.450217.1] Was sucht wohl der Mensch hienieden, daß er darob so sehr umstrüppet sein Gemüt? Was kann die kalte Zeit dem Steuermanne bieten, der sein Ruder fruchtlos an den Eisschollen zerschellet? Was bläst der Weltweise über beeiste Bergzinnen hinweg, als wollte er mit seinem Odem den Äther der Himmel durchfegen und die Elemente zügeln wie ein ungewaschener Fuhrmann sein elend Fuhrwerk?

[HIM 2.470228.1] Der sogenannte Schwefeläther ist eigentlich nichts anderes als ein reinster Wein- oder auch Obstweingeist, und es ist vom Schwefel kein Atom dabei. Denn was bei der Bereitung die kochende Schwefelsäure von ihrem Gehalte in Dämpfen aufsteigen läßt, das vereinigt sich mit den gleichzeitig aufsteigenden Wasserdämpfen, die in dem noch unreinen Wein- oder Obstweingeist enthalten sind, und fällt als eine schwere, tropfbare, sauere Flüssigkeit wieder in die kochende Schwefelsäure zurück.

[HIM 2.470228.2] Der reine Wein- oder Obstäther geht aber dann frei als eine höchst zarte und reine Flüssigkeit in die Vorlage über. Diese Flüssigkeit ist dann eben der sogenannte Schwefeläther.

In Alkohol ("Äther") sind die seelischen Spezifika freier und ungebundener 

[HIM 2.470228.3] Jeder Äther, als eine spirituelle spezifische Flüssigkeit, wirkt auf den Nervengeist betäubend. So auch der Wein, das Bier, der Obstmost und dergleichen noch eine Menge, weil in derlei Flüssigkeiten die seelischen Spezifika schon freier und ungebundener sind als im Wasser und in anderen ungegorenen Flüssigkeiten. Aber natürlich in dem reinen Äther sind die seelischen Spezifika schon nahe ganz frei und können nur in einem festverschlossenen Gefäße festgehalten werden. Wird ein solcher Äther dann durch das Einatmen in eine innere Verbindung gebracht mit dem leiblichen Organismus, in dem der Nervengeist waltet, so wird er gierigst von dem ihm verwandten Nervengeiste aufgefangen und zur Sättigung der inneren Nervenkammern verwendet.

[HIM 2.470228.9] Bei der Äther-Narkose aber ist eben der Äther das Substitut des Nervengeistes, wie beim natürlichen Traumleben der Magenäther aus den Speisen. Da kann der Nervengeist sich schon frei machen und völlig allein der Seele zu Diensten stehen – woraus denn auch die Rückerinnerung der Seele von dem, was sie in der Geisterwelt schaute.

[HIM 2.470228.10] Darin aber liegt sehr leicht begreiflich der Unterschied zwischen diesem Ätherbetäubungszustande und dem sogenannten magnetischen Schlafe, in welchem die Seele ihren Leib beschauen kann, weil der Nervengeist noch mit demselben verbunden ist (was aber bei der Narkose, wie gesagt, nicht der Fall sein kann, weil da beide außer Verband mit dem Leibe sind).

[HIM 2.470228.12] Dasselbe Bedürfnis wird auch der Seele durch die Äthernarkose eingepflanzt. Daher wird bei Menschen sich in gewissen Perioden diese Seelenentwischungslust unter manchen konvulsivischen Zuständen wiederholen, und das besonders bei Nervenstarken, obschon davon gerade auch nicht alle Nervenschwachen ausgenommen sind. Gegen dieses Übel kann dann der Somnambulismus und besser noch eine vollgläubige Handauflegung mit Gebet und Fasten als heilendes Gegenmittel angewandt werden.

[HIM 2.470228.13] Dies sonach zu eurer beruhigenden, gründlichen Wissenschaft über die natürlich-gute Sache des sogenannten Schwefeläthers.

[HIM 2.470228.14] Wo Ich dabei bin, da schadet auch das Gift der Hölle nicht, geschweige dieser Äther, der natürlich-gut ist und im gerechten Gebrauche gut sei! – Amen.

[HIM 2.470723.6] Daher nehme sich jeder wohl in acht, so er mit einer solches „verdeckten Speise“ von einer „Boa constrictor“ zu tun hat, sonst wird er bald gewahr werden, daß die Politiker schon lange vor Jackson den Schwefeläther erfunden haben, um harmlose Menschen zu Tode zu narkotisieren – was für sie auch wirklich nicht schwer war, da sie ja zu allernächst dem Schwefelpfuhle entstammen – ihr wißt schon welchem!

Untaugliche Spezifikalpotenzen sollen zersetzt werden

[HIM 2.480213.1] Das kleine Brustübelchen wird sich nach und nach schon verziehen, so das angeratene Mittel fleißig angewendet wird – natürlich hauptsächlich durch ein lebendiges Vertrauen auf Mich, den Arzt der Ärzte! Das Mittel muß aber auch recht angewendet sein, sonst zersetzt es die in der Brust angehäuften untauglichen Spezifikalpotenzen entweder nur sehr langsam oder auch wohl gar nicht.

[HIM 3.400617.3] Seht, der Mensch ist zusammengesetzt aus einem naturmäßigen Leibe, der da ist ein Gefäß, darinnen sich durch die verschiedenen Organe eine lebendige Seele ausbilde; denn im Entstehen durch die Zeugung wird nur das alleinige Wesen des Leibes konstruiert. Und erst im siebenten Monate, wenn schon das leibliche Wesen organisch, wenn auch noch nicht ganz der Form, doch aber all den Teilen nach ausgebildet wird durch das vegetative Leben der Mutter, – so erst wird in der Gegend der Magengrube ein für eure Augen nicht wahrnehmbares, vom Zeuger herrührendes Bläschen, darinnen die Substanz der Seele enthalten ist, geöffnet und teilt sich dann dem ganzen Organismus durch die Verbindung der Nerven mit, umwandelt dann ein in allen Nerven vorfindliches magnetisches Fluidum in die seinige und dringt dann in aller elektrischen Schnelle bald auch in alle übrigen Organe, namentlich aber zuletzt erst in die Herzmuskeln, was gewöhnlich erst am siebenten Tage, bei einigen manchmal etwas später erst geschieht.

[HIM 3.400617.4] Dann fängt ganz langsam das Herz an sich auszudehnen durch die allmähliche Füllung der Seelensubstanz, und wenn es so nach und nach voll geworden ist gleich einer elektrischen Flasche, so entladet es sich dann in die Adern durch eine obere Kammer. Dieses entladene Fluidum teilt sich dann allen dort befindlichen Säften mit und zwingt sie in alle Gefäße und so auch dann die in den Gefäßen selbst vorhandenen Säfte zur Bewegung wieder in die Venen und durch dieselben wieder zum Herzen zurück, während welcher Zeit das Herz schon wieder geladen wird und die dahin kehrenden Säfte alsogleich wieder weiterbefördert.

[HIM 3.400617.5] Und so beginnt dann der Pulsschlag und die Zirkulation der Säfte und etwas später des daraus hervorgehenden Blutes. Dadurch nun bildet sich durch den derart bewirkten beständigen Verkehr und Austausch der Säfte und zwar den des Blutes die Masse des Leibes – und durch die in den feinen Säften enthaltene Substanz die Solidität der Seele elektro-organisch aus. Und wenn dann auch der Magen vollends ausgebildet wurde zur Aufnahme von gröberen Säften aus dem Leibe der Mutter zuerst, zur Unterstützung der an die Bestimmung verwendeten Säfte und des Blutes, dann wird der Mensch abgelöst von den Nährbanden im Mutterleibe und wird geboren in die Außenwelt, begabt mit fünf naturmäßigen äußeren Sinnen, um aufzunehmen die Sinnenwelt oder eigentlich die verschiedenen Substanzen, als des Lichtes, des Schalles, des Geschmackes, des Geruches und endlich des allgemeinen Gefühles, welches alles nun bestimmt ist, auszubilden die Seele und nach deren Bedürfnis wachsen zu lassen den Leib, was dann mehrere Jahre nacheinander geschieht. Und so sind nun zwei Menschen in einem, nämlich zuerst ein materieller und in dem ein substantieller.

[HIM 3.401017.5] Nun sehet, genauso verhält es sich zwischen den Erden und der Sonne, welche Weltkörper nur dem Auge des Fleisches als solche erscheinen. Doch wer sie da beschauen könnte mit den Augen des Geistes, der würde alsobald statt der Weltkörper entsprechende Geister in den verschiedensten Liebe-Abstufungen erschauen – in jedem Tropfen Wassers, der Luft, des Äthers; ja in einem Sandkörnchen würde er ganze Vereine von gleichliebenden und dadurch gleichgesinnten Geistern entdecken. Ja er würde endlich gewahr werden, daß er selber ganz angestopft und umlagert von lauter Geistern ist, die mit ihm liebeverwandt sind, und würde auch in der Sonne erdverwandte Geister, und so auch umgekehrt, erblicken.

[HIM 3.410619.1] Ihr werdet beobachtet haben, daß sich in diesem Jahre schon frühzeitig eine ungewöhnlich warme und trockene Witterung eingestellt hat; auch werdet ihr bemerkt haben, daß während der anhaltend trocken-warmen Zeitperiode beständig mehr südliche Lüfte wehten und dadurch die Luft dem Strahle der Sonne erwärmen halfen; auch werdet ihr bemerkt haben, daß in dieser warmen Zeit sehr wenig elektrische Wetter zum Vorscheine kamen, und daß es nach jedem dieser wenigen elektrischen Wetter allzeit ein oder auch zwei Tage trübe blieb und auch mitunter regnete. So jemand ein sogenanntes Barometer hat, wird sicher, wenn er anders mit den Regeln dieses Instrumentes vertraut ist, die Erfahrung gemacht haben, daß es in einem hohen Stande der Silbersäule so gut wie in einem mittleren und niederen auch während des Steigens oder Fallens geregnet hat.

[HIM 3.410619.3] Dieser Forscher müßte nun notwendigerweise herausgebracht haben, weil die Luft von allen mittäglichen Gegenden der Erde sich gegen Norden bewegte, daß dadurch eben über dem bedeutenden Nordpol eine große Luftansammlung und Aufladung stattgefunden haben muß. Sehet, was unser Forscher schon alles für richtige Entdeckungen gemacht hat. Nun fragen wir den Forscher, so er übrigens nur ein wenig mit den Luftdruck-Experimenten vertraut ist: Was wird denn nun geschehen, wenn über dem eisigen Nordpole sich solche Massen der Luft übereinander lagern und dadurch eine Schicht die andere mehr und mehr zu drücken anfängt? Und der Forscher wird nach einem nicht gar zu langen Denken Folgendes zur Antwort bringen: Wenn mich übrigens die Erfahrung nicht trügt, was sicher nicht leichtlich der Fall sein wird, so muß die Aufschichtung der Luft über dem Nordpole ja dieselbe Wirkung hervorbringen, als so man zwei große Blasebälge mit ihren Luftausströmungsmündungen gegeneinander kehrt und an der Stelle, da sich die beiden Luftströme hartnäckig begegnen, ein Wasser durchträufeln läßt, wobei dasselbe alsobald zu einem Hagelkügelchen gefriert; und wenn die gegenseitige Strömung der Luft in ihrer Heftigkeit noch vergrößert wird, man da alsobald eine Menge kleiner Feuerfünkchen gleich den elektrischen nach allen Seiten zucken sieht, und zwar unter einem bekannten elektrischen Funkengeknister. Wenn demnach, sagt unser Forscher weiter, die gedrückte Luft stets dieselbe Erscheinung und Wirkung zum Vorscheine bringt, so muß ja über dem Nordpole vom Anfange solcher Luftansammlung an die Kälte eben auch mehr und mehr zugenommen haben, und zwar in demselben Verhältnisse, als die unterste Luftschicht von den sich stets mehr anhäufenden oberen Schichten mehr und mehr gedrückt wurde. Und hat der Druck den höchsten Grad erreicht, so muß ja die Luft sich alldort in ihrer untersten Lage ebensogut entzündet haben, wie im kleinen zwischen den zwei großen Blasebälgen. Sehet, unser Forscher ist im Ernste nicht uneinsichtig, denn seine Schlußfolge ist richtig.

[HIM 3.410619.8] Aus diesem Grunde haben sich bei euch auch wenige elektrische Wetter eingefunden, und das Steigen und Fallen des Silbers im Barometer ist bis jetzt noch nicht eine Folge der inneren Erdrinde-Erhöhungen, sondern wird bloß dadurch bewirkt, da bald eine größere und bald eine geringere Portion Luft vom Norden sich über die Erdfläche hinzieht und dadurch vermöge ihrer größeren oder geringeren Schwere auch das Fallen und Steigen des Silbers in der Röhre bewirkt.

[HIM 3.420806.6] Antwort: Die arg dummen Menschen der Welt, die auch ums blitzende Metall lieber flattern als um die lebendigen Bäume des Lebens und können sich nicht trennen von dem, was übertot ist und den ewigen Tod bringt, wie nicht selten auch diesen Tierchen ein mit elektromagnetischem Fluidum überfüllter vergoldeter Turmknopf. – Siehe, solches bedeutet dein geschautes Bild! –



Träge machende Spezifika im Bier

[HIM 3.470418b.6] Wenn noch irgend ein reines Gersten- und Hopfenbier zu haben wäre, so wäre davon ein mäßiger Genuß gerade nicht nachteilig, wenn auch eben nicht zu heilsam, weil es nur träge und sehr herabstimmende Spezifika in sich enthält. Aber ein Bier, wie es hier in diesem Orte fast allgemein bereitet wird, Ich sage es dir, ist ein barstes Gift. Denn es nährt nicht und löscht nicht den Durst, sondern es betäubt nur und erzeugt noch mehr Durst, damit die Leute desto mehr zu trinken genötigt werden. (Anm. Im 19. Jhdt waren die Inhaltsstoffe von Bier noch ziemlich schlimm)

In der Nacht in die Luft aufsteigende psychische "Spezifikalgesindel", das die Seele mit Begierden besudelt

[HIM 3.470418b.7] Aber nicht nur für den Leib, sondern noch bei weitem mehr für Seele und Geist ist das abendliche Gasthausschmausen bei Bier und Tabakdampf überaus schädlich, da dabei durch die schlechte Kost in den Leib allerlei scheußliche Spezifika aufgenommen werden, die dann Seele und Geist trübe machen. Zu dem gesellt sich aber noch die Nacht der Erde, in der auch das allerschlechteste psychische Spezifikalgesindel in den Luftraum der Erde aufsteigt und im selben wo und wie nur möglich durch das Fleisch, das es augenblicklich durchdringt, die Seele mit allerlei Scheußlichkeiten besudelt und nicht selten mit unkeuschen Gedanken und Begierden erfüllt.

Wichtig! Eine ruhige, vertrauensfeste Seele führt automatisch die passenden Spezifika an den richtigen Ort

[HIM 3.480903.9] Ich habe aber ja schon im vorigen Wort gezeigt, wie die Medizinen wirken und wie die Ärzte. Habt ihr zu einer Medizin oder zu einem Arzte zu wenig Vertrauen, so nehmet eine andere Medizin, desgleichen ist auch mit dem Arzte zu tun; denn Ich sage euch noch einmal: Nicht die Medizin und nicht der Arzt helfen im eigentlichen Sinne allein, sondern hauptsächlich das festere Vertrauen. Ja, der Arzt wie die Medizin sind zumeist gleichgültig, und beide wirken nur, wenn die ruhige, vertrauensfeste Seele sich die Zeit und Mühe nimmt oder nehmen kann, die in der Arznei vorhandenen Spezifika dorthin zu verwenden, wo sie zweckdienlich sind. Ist das bei der mehr oder weniger geängstigten Seele nicht der Fall, so wirken die besten Medizinen nicht nur gar nicht, sondern oft ganz verkehrt, weil sie von der unruhigen und vertrauensschwachen Seele nicht selten an einen anderen Ort geführt werden, als wohin sie hätten geführt werden sollen.

[HIM 3.480903.10] Die Arzneien haben zufolge ihrer Spezifika wohl allezeit eine Wirkung im Fleische. Gehen irgendwo im Fleische gewisse Spezifika ab, so können sie aus einer guten Arznei wohl ersetzt werden und dadurch ein krankes Fleisch gesund machen, so sie von der Seele dahin verwendet werden. Werden sie aber von einer ängstlich konfusen Seele irgendwo anders hingeführt oder manchmal sogar dem Zufall überlassen, da sie dann hinkommen, wo sie das stumme Blut hinführt oder die noch stummeren Magensäfte, – dann läßt sich auch schon von selbst erraten, wie es dabei mit der Heilung des Fleisches aussieht.

[HIM 3.480903.18] Wenn die Elisabeth so denken wird, und ihr alle mit ihr, da wird ruhig werden ihre Seele und wird an der Heilung ihres Leibes arbeiten können. Da wird dann auch die Heilung leicht und bald erfolgen, sonst aber nur langsam und schwer, auch – bei erhöhter Furcht – gar nicht, weil da nur der Zufall wirkt. Denn ergreifen die wirkenden Fleischgeister aus dem Medikament die rechten Spezifika, dann geht die Heilung etwas vorwärts; ergreifen sie aber die unrechten Spezifika aus dem Arzneimittel, wie allenfalls ein blinder Maler die Farben, so geht dann die Heilung wieder rückwärts. –

[HIM 3.480903.26] Auf daß ihr aber auch sehet, warum Ich das Eitergeschwür der Elisabeth ein Übelchen nannte, so sage Ich: Dies Übelchen bestand anfangs bloß in einigen wenigen unordentlichen Spezifiken, welche, als nicht zum Wesen gehörig, ihren Ausweg suchten, weil sie schon seit einigen Jahren durch ungeschickte Arzneien in das Fleisch der Elisabeth gekommen sind. Sie waren früher im Fleische zerstreut, aber nun haben sie sich gerade in der Brustgegend gefunden, vereinigt, und brachen da gewaltsam durch. Als sie sich den Ausweg bahnten, da hätte die Seele tätig mithelfen sollen, daß sie alle samt ihrem bösen Neste hinausgekommen wären. Da wäre alles schon lange gut. Aber da war die Seele zum Teil von Freude, zum Teil aber auch heimlich von einer kleinen Furcht beunruhigt und beschäftigte sich zu wenig damit, alles Fremde aus ihrem Hause zu schaffen.

[HIM 3.490406.40] Manche Menschen beiderlei Geschlechts haben gewisserart von Geburt an ein züchtigeres Fleisch und enthalten sich demnach auch um vieles leichter von all den sinnlichen Gelüsten des Fleisches. Diese Menschen triumphieren dann aber gewöhnlich nicht über sich selbst, sondern hauptsächlich über ihre Nebenmenschen, deren Natur nicht aus so keuschen Substantialspezifiken zusammengesetzt ist. – Diese also um vieles leichter keusch lebenden Menschen aber verachten dann gewöhnlich diejenigen, die es wirklich einen großen Kampf kostet, um sich der fleischlichen Werke zu enthalten. Ja, solche Menschen können oft beim besten Willen nicht das in die Ausführung bringen, was den andern ein leichtes ist.

Besonders viel ausströhmende überschüssige Lebenskräfte durch wenig Verwendung für die  Ausbildung der Intelligenzsphäre
Aura zieht auch Lebensspezifika aus der Luft an

[HIM 3.540224.2] Ein Gegenstand wird demnach desto heftiger in eine gewisse plumpe Tätigkeit versetzt werden, je lebenskräftiger Menschenseelen sind, die – durch eine Kette vereint – den Überfluß ihrer aus der Natur in sich aufgenommenen Lebenskraft diesem Gegenstande mitteilen. Bilden die Kette aber Menschenseelen, die infolge ihrer ausschweifenden Lebensweise keinen Überfluß an seelischer oder magnetischer Lebenskraft besitzen, so wird in dem berührten Gegenstand entweder keine oder eine nur höchst schwach übergegangene oder überwirkende Lebenskraft verspürt. Aus diesem Grunde bewirken Kinder, deren Seelen – abgesehen von ihrem oft sehr schwachen Leib – eine große Menge überflüssiges Lebensfluidum besitzen, nicht selten mehr des Staunenerregenden, und das oft in kürzester Zeit, als dem Leibe nach allerstärkste Männer.

[HIM 3.540224.4] Daß solche Menschen, besonders des weiblichen Geschlechts und vorzugsweise in der Jugend, wo die Seele die in ihr ruhenden überflüssigen Lebenskräfte noch nicht einmal zur Bildung ihrer Intelligenzsphäre zu sehr zu verwenden angefangen hat, bei den nun zu erläuternden Tischrückungs-Experimenten stets die staunenerregendsten Erscheinungen zustande bringen, wird auf Grund des bisher Gesagten nicht schwer zu begreifen sein. Und das um so leichter, wenn man folgerichtig annehmen muß, daß bei jedem Menschen fortwährend ein Ausfluß oder besser ein Ausströmen seiner überflüssigen Lebenskraft in jeder Sekunde stattfindet. Dadurch wird sogar außerhalb des Menschen eine odisch-magnetische Lebenssphäre gebildet, ohne die kein Mensch aus der ihn umgebenden Luft seine Lebensspezifika an sich ziehen könnte, aus welchen eben die Seelenbestands- und Lebenssättigungsteile durch den Nervenäther endlich als gewisserart naturgemäß substantielle Sättigung der eigentlichen Seele zugeführt werden.

[HIM 3.540224.5] Durch diesen jeden von außen her umgebenden seelischen Lebensätherkreis ziehen sich die Menschen, wie sogar auch die Tiere äußerlich an – oder stoßen sich ab, je nachdem der Lebensäther-Ausfluß einer Seele mit dem einer andern korrespondiert oder nicht.

[HIM 3.540224.6] Von der Qualität dieses Lebensäthers, der wie gezeigt die Außenlebenssphäre eines Menschen bildet, hängt auch zumeist die geschlechtliche Liebe ab. Es geschieht darum auch öfter und leichter, daß ein Mann in ein Weib, als umgekehrt, verliebt wird, weil eben das Weib stets einen größeren und kräftigeren Außenlebensätherkreis um sich gebildet erhält als der Mann, der seinen Lebensäther-Überfluß häufiger zu seiner inneren intelligenten Lebensausbildung verwendet und darum nach außen hin nur einen dürftig notwendigen und seltener einen überflüssigen Lebensätherkreis unterhalten kann.

[HIM 3.540224.7] Wird aber ein Weib sehr hochgebildet und gelehrt, so wird es auch weniger Anziehendes darzubieten imstande sein, weil ihr äußerer Lebensätherkreis darum ein magerer wird, weil ihr innerer sich gleich dem männlichen zu ihrer intelligenten inneren Seelensättigung verwenden lassen muß.

[HIM 3.540224.8] Es wird aber ebenso ein Mann, der sich mit geistigen Dingen wenig oder gar nicht abgibt, einen kräftigen Außenlebensätherkreis um sich erhalten und dadurch das weibliche Geschlecht um vieles mächtiger zur geschlechtlichen Liebe an sich ziehen als ein geistiger Mann. Und das alles ist Wirkung des Lebensäther-Überflusses einer Menschenseele, aus dem ein stärkerer oder schwächerer Außenäther-Lebenskreis beim Menschen, natürlich ohne ihr besonderes Zutun, gebildet wird.

[HIM 3.540224.9] Wenn aber oft Männer, die zwar für ihre innere intelligente Seelenbildung viel getan und dadurch unwillkürlich die Robustierung ihres Leibes beiseite gesetzt haben, in ein vorgerückteres Alter kommen, wo sie für die weitere Ausbildung ihrer Seele aus einer gewissen Bequemlichkeitsliebe nichts Besonderes mehr tun, so bildet sich dadurch bei ihnen auch wieder ein starker Außenlebensätherkreis, aus dem heraus und durch den sie dann viele Fähigkeiten besitzen, besonders auf das Weib od-psycho-elektromagnetisch einzuwirken, und das Weib kann durch die Berührung in den sogenannten magnetischen Schlaf gebracht werden. Der Mann wird aber dadurch sicher zur geschlechtlichen Liebe erregt und am Ende bis über die Ohren verliebt, besonders wenn er durch öfteres und anhaltendes Verweilen im weiblichen Außenlebensätherkreis seinen eigenen Außenlebensätherkreis zu sehr mit dem weiblichen amalgamiert hat.

[HIM 3.540224.10] Würde ein solcher Mann in einer solchen Periode sich möglichst zurückziehen, so würde am Ende ein solch mächtig angewachsener Außenlebensätherkreis die Seele sehr stark anziehen gleichwie ein gut gedüngter Boden den Keim zur künftigen Lebensfrucht, und der in der Seele ruhende Gottesfunke – Atma, Geist – würde in der Seele frei und voll göttlicher Tatkraft. Und das wäre dann die für das ewige Leben der Seele des Menschen bedungene Wiedergeburt im Geiste. Der Mensch würde dadurch erst zu einem vollkommenen Menschen, dem die ganze Natur in allem und jedem ohne irgendeinen möglichen weiteren Schaden für sein ganzes Wesen zu Gebote und zum vollen Genusse stünde. Aber diesen endlos großen Vorteil alles Lebens beachten solche Menschen nicht. Sie schwelgen lieber im Vollmaße ihres Außenlebensäthers, verpuffen ihn gewisserart, und lassen dadurch ihr Atma verkümmern.

[HIM 3.540224.11] Da wäre denn gezeigt, warum eigentlich beim Menschen sich fortwährend ein äußerer psycho-od-ätherischer Außenlebensätherkreis bildet. Aus diesem Kreis nimmt die Seele ihre substantielle Seelenleibes-Nahrung. Und ist in dem Fleischleibe der Seelenleib vollends ausgebildet und lebenskräftig, dann erst geht die weitere Lebensausbildung auf den Geist über. Denn in der großen Gottesschöpfung geschieht nirgends ein Sprung, sondern es zeugt immer sukzessive eins das andere, und eines geht aus dem andern hervor.

[HIM 3.540224.12] Der Mensch beginnt aus dem Samenkeime im Mutterleib zu werden und zu wachsen. Sind nach Verlauf der ordnungsmäßigen Zeit alle Bedingungen erfüllt, so wird der gewordene Mensch von den Banden seiner engen Werdenswelt gelöst und ausgeboren in die große Außenwelt. Im Augenblick verändern sich auch alle früheren Lebensverhältnisse. Der Mensch fängt an, Nahrung zu sich zu nehmen von der Außenwelt, und das doppelt: für das Wachsen und Gedeihen des Leibes und dessen zum Gebrauche notwendigen Naturleben durch den Magen – und für das Wachstum und das Gedeihen der Seele durch alle die am Leibe befindlichen Sinnesorgane, die ihre ihnen zusagende Kost aus dem od-psycho-ätherischen Außenlebenskreise nehmen.

[HIM 3.540224.13] Anfangs wird freilich das meiste zum Gedeihen des Leibes und dessen Naturleben verwendet, das hauptsächlich im fleischlichen Herzen seinen od-elektromagnetischen Sitz hat und so lange fortdauert, als die kleine od-elektromagnetische Lebensbatterie die gerechte und hinreichende Nahrung hat. Ist der Leib einmal ausgebildet, dann erst wird die Seele freitätiger und verwendet den Außenlebensätherkreis zu ihrer eigenen freien Ausbildung.

[HIM 3.540224.14] Geht nun die Seele nicht in eine gewisse träge Genußsucht über, sondern arbeitet tätigst an ihrer inneren Ausbildung, so belebt sie den Keim des Atma in sich, und dieser wächst dann schnell, wird endlich in der Seele selbst ausgeboren und nimmt sodann die ganze Seele in sich auf und wird eins mit ihr. Die also veredelte und vergöttlichte Seele wirkt dann auf den Leib zurück, veredelt dessen ätherische Lebensteile und macht sie zu den ihrigen, was dann eine wahre Auferstehung des Fleisches ist.

[HIM 3.540224.15] Ein solcher Leib, der schon bis auf seine allergröbsten Materieteile mit der Seele vollends unsterblich ist, veredelt und vergöttlicht dann aber auch den jeden Menschen von außen her umgebenden Lebensätherkreis, wodurch dieser dann zum intelligenten Leben wird und sich, wie die Fäden einer Spinne, nach allen Richtungen als intellektuell-lebendig fühlend ausdehnt.

[HIM 3.540224.20] Wie schon gleich anfangs berührt wurde, so kann und wird das sogenannte Tischrücken lediglich durch die vereinte Kraft von mehreren mit einer starken Außenlebensätherkraft versehenen Menschen – die solche Kraft irgendeinem Objekt mitteilen – auf eine ebenso unfehlbare Art bewerkstelligt, wie die vielfach erprobte mannigfache Wirkung der in einer Leidener Batterie angesammelten elektrischen Fünklein, die aus dem einfachen Konduktor nahe wirkungslos hervorspringen. Nur ist das bekannte elektrische Fluidum eine noch ganz rohe, wennschon auch in die transzendente Sphäre überragende Naturkraft; wogegen die od-psycho-elektromagnetische Außenlebenskraft eine weiter geläuterte und daher schon mit einer ihrer selbst bewußten Intelligenz versehene ist.

[HIM 3.540224.23] Daß bei so bewandten Umständen auch mehr oder minder verläßliche Erkundigungen aus der wirklichen Geisterwelt eingeholt werden können, kann durchaus nicht in Abrede gestellt werden. Sollen aber diese einen vollen Glauben verdienen, so müssen sie von der vereinten Außenlebenskraft geistig wenigstens zur Hälfte wiedergeborener Menschen ausgehen. Denn eine wenn noch so starke od-psycho-elektromagnetische Außenlebenskraft, wenn sie nicht durch das Atma gereinigt und veredelt ist, hat noch lange nicht das Vermögen, in den allersubtilsten reinen Geisterlebenssphären etwas zu erspähen und das Gefühlte dem Fragenden der Wahrheit gemäß kundzugeben. Da kommt entweder keine Antwort – oder eine Antwort höchstens aus der noch sehr materiellen Naturgeister-Sphäre, die heute so und morgen anders lauten kann, weil da ein jeder Mensch eine von der eines anderen Menschen verschiedene Außenlebenssphäre um sich gebildet hat, je nach der Beschaffenheit seiner Liebe und seines ganzen Lebenssensoriums.

[HIM 3.540224.36] So wird ein Mensch dem andern zum unerläßlichen Bedürfnis, und es würde dadurch ein Leuchten und Gegenleuchten unter den Menschen bestehen. Aber so da in einer für den ungebildeten Pöbelverstand sehr schweren oder zumeist wohl gar nicht begreifbaren Sphäre des transzendentalen inneren Wissens in bezug auf die od-psycho-elektromagnetischen Lebenskraft-Äußerungen ein jeder Schuhflicker experimentieren und dann mit der Fülle seines Unverstandes über die Sache selbst irgendein lächerlich dummes Urteil schöpfen und daraus Folgerungen ziehen will, dann muß die gute Sache, wie bedeutungsvoll sie auch in sich sein mag, offenbar ungeheuer verlieren und am Ende ins vollkommen Lächerliche übergehen – zumal, wenn sie sogar von den gelehrt sein wollenden Tagschreibern in ihren geistlosen und aller Wahrheit baren Quodlibetschriften, die in der Welt nun zumeist gelesen werden, als ein lächerliches Unding verschrieen wird.

[HIM 3.640320.7] Diese Grotten, wie auch das sie umgebende Erdreich auf eine ziemlich sie umgebende Strecke, wurden und werden zum Teile noch für heilig gehalten und dienen vielen armen Menschen, die dahin wallfahrten, zur oft monatelangen Unterkunft; denn fürs erste werden sie in solchen Grotten genährt und besonders Kranke auf eine eigentümliche Weise gestärkt und dadurch wieder geheilt. Wenn oft die vorfindbaren Grotten nicht hinreichen, so werden in das vorbesagte Erdreich Gräber gemacht und die Kranken und Hungrigen da hineingelegt, manche in einer Art von durchlöcherten Särgen, die meisten jedoch ganz nackt, bloß den Kopf in ein Tuch eingehüllt, und darauf mit etwa einem Schuh hoch Erde überdeckt, wo sie dann in solch einem Grabe ebenfalls mehrere Wochen lang aushalten können und darauf, wie von einem magnetischen Fluidum gestärkt und von ihren mannigfachen Krankheiten geheilt, sich in ihre Heimat begeben können – natürlich unter Hinterlassung etwelcher kleiner Opfer an die diese Grotten und Gräber bewachenden Priester. Und fürs zweite ziehen solche genährte und geheilte Pilger als lebendige Zeugen von diesem Wunder, das sie in sehr lebendigen Farben zu schildern verstehen, gar leicht viele Fremde also an, daß diese dann mit größeren Schätzen beladen zu diesen Wundergrotten und Gräbern hin wallfahrten und den dortigen Priestern für die vor ihnen ausgeführten Proben ganz erkleckliche Summen Goldes und Silbers hinterlassen.

[HIM 3.640320.9] Das hohe Tibet ist im Besitze weithin gedehnter Reihen der höchsten Gebirge der ganzen Erdoberfläche. Diese vielen überaus hohen Gebirgs- respektive Gletscherspitzen ziehen denn auch fortwährend die stärkste Portion des elektromagnetischen Fluidums zum größten Teil vom Nord- und als Austausch auch vom Südpole an sich. Das elektromagnetische Fluidum vom Norden (als positiv) verbindet sich besonders in den schon mehr südlich gelegenen Teilen dieses großartigen Gebirgsstockes mit dem aus Süden herströmenden negativen Fluidum und bildet daselbst einen ganz eigentümlichen Lebensstoff, der oft so mächtig ist, daß von den Bäumen abgehauene Zweige auf das Erdreich gelegt gar nicht vertrocknen, sondern gleichfort grünen, in das Erdreich neue Wurzeln treiben und abermals zu Bäumen werden, aus welchem Grunde man in jenen Gegenden noch auf Höhen von 14000 Fuß über der Meeresoberfläche eine so üppige Gras- und Gesträuchvegetation findet, wie sonst auf der ganzen Erdoberfläche nirgends. –

[HIM 3.640408.6] Die erste (an sich zweite) Reise nämlich macht sie um die Sonne, wie ihr seht, und die eigentlich erste Reise aber durch ihre eigene Umdrehung; die dritte, viel größere Reise macht sie mit der Sonne um die Zentralsonne, wie ihr schon wisset, in ungefähr 28000 Erdjahren; die vierte Reise, die noch ungeheuer größer ist und länger dauert, macht sie mit dem Sirius, der eigentlich die Zentralsonne dieses Sonnengebietes ist, um eine viel größere Sonnengebiets-Zentralsonne; die fünfte Reise macht sie mit all den vielen Sonnengebiets-Zentralsonnen, welche zusammen ihr ein Sonnen-All nennen könnt, um eine noch viel größere Sonnenall-Zentralsonne, welche Reise natürlich zwar schon eine ungeheuer schnelle ist, aber dessenungeachtet viele Billionen Erdjahre andauert, bis sie einmal vollbracht wird; die sechste Reise macht sie mit den großen Sonnenall-Zentralsonnen um die Urzentralsonne selbst; die siebente Reise, zu der gar lange dauernde Perioden gehören, ist die Wechselreise, bei der eine Sonnenall-Zentralsonne bald näher an die Urzentralsonne und bald wieder näher an die Hülse der großen Globe gelangt und dadurch einem ganzen übergroßen Sonnen-All die hinreichende Nahrung erteilt wird: in der größeren Nähe der Urzentralsonne die positive und in der Nähe der Hülse der Globe die negative. Und ist ein Weltkörper von diesen beiden psycho-elektromagnetischen Urstoffen hinreichend gesättigt, so kann er dann auch aus sich selbst alles hervorbringen und ernähren, was hervorzubringen und zu ernähren in seiner ursprünglichen Kraft und Wesenheit schon embryoartig zugrunde liegt. Einem Weltkörper wie dieser Erde liegt aber unendlich vieles zugrunde, daher kann er auch nahe unendlich vieles in naturmäßiger Hinsicht aus sich entstehen lassen.

[HIM 3.640408.7] Die eigentlichen beiden Urstoffe sind die dieser Erde innewohnenden beiden elektromagnetischen Potenzen, und zwar im höchsten Grade, aus welchem Grunde sie auch einer der dichtesten Weltkörper ist. Und vermöge dieser beiden Urlebenspotenzen besitzt sie denn auch die Fähigkeit, aus all den Sonnen der ganzen Hülsenglobe durch den Äther sich nahe endlos verschiedenfältiger Stoffe zu ihrem Gedeihen zu bemächtigen.

[HIM 3.640408.11] Die dabei entwickelten Gase strömten aber bei solcher Gelegenheit durch diese zahllos vielen Löcher zur Oberfläche herauf und schwängerten sowohl die Dunstatmosphäre wie auch das Meer – was wir noch Gewässer der Erde nennen wollen – mit dem, was die Chemiker jetzt Kohlensauerstoff nennen, der, wie ihr leicht begreifen könnt, aber schon an und für sich kein einfacher und unteilbarer Stoff sein kann, da ihm schon zuerst die positive und negative Elektrizität und der Urschwefel, Urkalk und die Kreide seine primitive Entwicklung verschafft haben. Aber dieser Stoff ist dennoch ein sehr hungriger zu nennen und ist fortwährend im höchsten Grade begierig, eine Menge anderer Stoffe an sich zu ziehen und sich mit ihnen zu vereinigen. Ist dieses geschehen, so wird er produktiv, und seine geistigen Lebensteile sind dann auch schon imstande, wenn auch noch in einem sehr plumpen Zustande, ohne eine vorhergehende Samenlegung auf den über den Wassern befindlichen festeren Teilen der Erde Wesen hervorzubringen. Sie bewirken nämlich eine Art Gärung, und aus dieser entwickelt sich bald ein plumpes Gewächs, ungefähr nach der Art, wie sich heute noch eine Unzahl von allerlei Schwämmen ohne vorhergehende Samenlegung auf jenen mehr sumpfigen Punkten der Erde entwickeln, die von den starken Winden besonders in den dichten Wäldern wenig heimgesucht werden, daher auch bei einiger Wärme in eine Gärung übergehen, auf welche dann bald das Erscheinen der verschiedenartigen Schwämme bei einem günstigen Wärmegrad ersichtlich wird.

[HIM 3.640408.17] Wenn ihr nun das wißt und so gewisserart mit Händen greifen könnt, so werdet ihr daraus schon vieles andere auf dieser Erde Vorkommende begreifen können. Je mehr nach dem Lauf der Zeiten der eigentliche Kohlenstoff mit den anderen Stoffen sich gemengt hat, desto weniger vermochte er auch den vielfachen anderen Produktionen als Hindernis erscheinen. In der Erde sammelten sich wieder durch das innere Feuer kompliziertere Gase, die schon selbst zum größten Teil durch die innere Erdelektrizität entzündbar wurden, hoben durch ihre explosive Kraft ungeheuer große Stücke des schon festen Meeresbodens zu einer oft enormen Höhe über den Wasserspiegel und lehnten sie gewisserart aufrecht und unterstützten sie durch nachgehobene innere Teile des Erdkörpers. In Zeiten von mehreren tausend Jahren waren die dadurch entstandenen weiten und tiefen Meeresbodenverwundungen mit neuem Schlamme angefüllt, der sich nach und nach wieder also festigte wie ein erster, und die Oberfläche der Erde war dann schon zur Hervorbringung einer größeren Menge von großartigen Bäumen, Gesträuchen und Kräutern fähig. Bei dieser Gelegenheit war auch schon wenn nur wenigen, aber dafür großen Tieren das Entstehen möglich.

[HIM 3.640408.24] Jeder eigentliche Urstoff ist gebundenes Geistiges, und wie es irgend frei wird, wird es in seiner Art auch tätig und bildet sich seine Form und seine Beschaffenheit mit steter Ein- und Beiwirkung eines entsprechenden jenseitigen Geistes. Diesen Geist wollen wir positiv-elektromagnetisch nennen und ihm auch den Namen Sideralgeist beilegen; jenen in der Erdmaterie, sowohl des festen Erdreichs wie des Wassers sowie der Luft, wollen wir den negativ-elektromagnetischen Stoff nennen oder den gerichteten diesirdisch gebundenen Naturgeist, der durch seinen entsprechenden jenseitigen Sideralgeist erst geweckt und in die seiner ihm innewohnenden Intelligenz entsprechende Tätigkeit gesetzt wird.

[HIM 3.640408.29] Aus dem euch nun hier Mitgeteilten habt ihr alles, was eure Fragen in sich fassen, und noch um sehr vieles darüber. Die Naturkunde und gegenwärtige Chemie aber kann ewig arbeiten, so wird sie zu diesem Endresultate dennoch nie gelangen. Denn fürs erste hat sie kein Bindungsmittel, um die negative und positive Elektrizität zu einem festen Körper zu verbinden, und noch weniger zur Hervorbringung des einen oder des anderen Elements das Mittel, um das Plus oder Minus miteinander zu verbinden, und so ist sie genötigt, das Bestehende zu zerlegen, aber vermag nichts Neues daraus zu schaffen.

[HIM 3.640410.1] Wo kommt denn der Phosphor am allermeisten vor? Sicher nur in jenen Erdstrichen, wo die positive oder sideralische Elektrizität am meisten daheim ist, von welcher dann in einem geringen Teil sogar die Mineralien und noch mehr die Pflanzen und am meisten die Tierarten, der Mensch dem Fleische nach nicht ausgenommen, durchdrungen werden und sich in diesen Körpern durch die Anwesenheit des Kalkes und des aus dem Kalke hervorgehenden Salzes in eine Verbindung setzen und gewisserart körperlich werden.

[HIM 3.640410.4] Daß die Luft das erste Aufnahmeorgan für diesen ursideralischen Stoff ist, könnet ihr an vielen Erscheinungen beobachten. Ihr dürft die Luft nur irgendeinem übermäßig starken Drucke preisgeben, so wird sich die positive Elektrizität oder der ureigentliche Phosphor in ihr entzünden und seine sideral-geistige Kraft zu erkennen geben. Die Elektrisiermaschinen geben dem schon seit lange her ein Zeugnis. Denn durch das Herumdrehen einer Glasscheibe oder eines Glaszylinders oder auch eines Harzkuchens mit einer dazu eigens bereiteten Platte, welche die Verbindung mit dem Glase oder Harzkuchen herstellt, wird die dazwischenkommende Luft gedrückt, und der in ihr leicht entzündbare Phosphor wird besonders von metallenen Spitzen angezogen und kann durch eine weitere Leitung in den gewissen Flaschen angesammelt werden, d.h., wenn sie innen ebenso wie auch außen mit Metall belegt sind. Auf die gleiche Weise entzündet sich der in der Luft überschwenglich vorhandene sideral-elektromagnetische Stoff ebenfalls nur durch die Reibung der gegeneinander strömenden Luft, und ihr habt diesem Stoffe die gefürchteten Blitze und den Donner zu verdanken.

[HIM 3.640410.6] Dieser Stoff gibt sich auch zu erkennen, wenn man zwei harte Körper aneinander reibt oder stößt. Wieder gibt sich dieser Stoff auch nicht selten auf der Oberfläche des Meeres in einer weiten, unabsehbaren Fläche durch das euch bekannte Meeresleuchten kund, bei welcher Gelegenheit sogar Stricke und andere Gegenstände, die mit dem Wasser in Berührung kommen, zu leuchten anfangen. Desgleichen gibt sich dieser Stoff besonders an langen und heißen Tagen auch kund an einer Menge Art von Insekten und Würmern, die vermöge ihrer körperlichen Beschaffenheit und Einrichtung die Eigenschaft haben, solch einen Stoff gleich einer kleinen elektrischen Leidener Flasche an sich zu ziehen.

[HIM 3.481118b.2] Das gestrige Licht- und Feuerzeichen am Himmel war wohl der äußeren Erscheinung nach ein natürliches, sogenanntes Nordlicht; aber der Grund dessen war und ist kein so natürlicher, als wie die Erscheinung in sich selbst, die freilich auch nur geistig ist, aber von den kurzsichtigen und nun zuallermeist blinden Menschen in ihrer wahren Wesenheit überaus stark verkannt wird, da sie bloß als eine Art elektrische Emanation und nicht als ein Geisterkonflikt betrachtet wird. Ich aber sage dir und euch allen, daß diese Erscheinung in sich selbst auch ganz geistig ist und daher auch etwas ganz anderes bedeutet als das, was die Menschen meinen.


[HIM 3.580423.34] Geht nun ein solcher Mensch auf einer Straße und hinter ihm fährt wenn auch noch in einer ziemlichen Entfernung ein Wagen oder es geht ziemlich eiligen Schrittes ein Mensch hinter ihm her, so werden dadurch sogleich die eigenschaftlich ähnlichen Leibesnaturhinterhaltsgeister infolge des Assimilationsdranges erregt und durch sie dann auch die Nerven und ihr Lebensäther oder Geist. Das merkt die Seele alsbald, wirkt dem gleich entgegen und schiebt ihren Leib auf die gefahrlose Seite und wartet sogar ab, bis alles Hinterhaltige vorgefahren oder vorgegangen ist, und es ist dann damit auch alles Mißbehagen verschwunden.

[HIM 3.640408.7] Die eigentlichen beiden Urstoffe sind die dieser Erde innewohnenden beiden elektromagnetischen Potenzen, und zwar im höchsten Grade, aus welchem Grunde sie auch einer der dichtesten Weltkörper ist. Und vermöge dieser beiden Urlebenspotenzen besitzt sie denn auch die Fähigkeit, aus all den Sonnen der ganzen Hülsenglobe durch den Äther sich nahe endlos verschiedenfältiger Stoffe zu ihrem Gedeihen zu bemächtigen.

[HIM 3.640408.8] Eine Art Urkalk, wie auch Kreide und Schwefel gehören zur Urmaterie der Erde. Durch diese hat sie bei ihrer großen Reise schon als Komet aus dem weiten Ätherraume sowohl eine große Menge von Wasser enthaltenden Dünsten an sich zu ziehen vermocht, welche Dünste sich mit den Zeiten verdichteten und zu Wasser wurden, durch die innere Kraft sich dann aber wieder auch in Dünste auflösten, welche über dem eigentlichen Wasserspiegel schwebten und nach und nach die atmosphärische Luft bildeten, zu deren gegenwärtiger Reinwerdung wohl gar sehr viele Millionen von Jahren notwendig waren.

[FL 0.2] So Ich euch nun in einem kleinen Liede eine unbeachtete Fliege etwas vorsumsen lasse, so denket, daß auch dieses geringe Tierchen nicht zu den Ungezählten gehört; denn so Mir die Atome des Lichtes und die Monaden des Äthers durch alle Unendlichkeiten und Ewigkeiten nach ihrer Zahl genau bekannt sind, wie soll es eine Fliege nicht sein, zu deren Bildung doch mehr als eine ganze Milliarde von Atomen nötig sind?

[FL 0.5] Ein Flügelpaar leicht, gleich dem Äther, hab' Ich ihr gegeben, / Damit sie sich sollte erleichtert in Lüfte erheben / Und kreisen da munteren Fluges in Strahlen der Sonne / Und saugen da Licht mit den Äuglein der goldenen Krone, / Dann tragen dasselbe zum Leben der toten Gebilde / Und zeugen der Härte von Meiner belebenden Milde.

[FL 2.9] Diese Härchen und Spitzchen sind lauter wohltaugliche Elektrizitätssauger, und diese von der Fliege dadurch in sich gesogene Elektrizität strömt dem negativen Teile nach, welcher zugleich auch der anziehende oder zusammenziehende ist, unablässig fort durch die Füßchen in die schon bekannten Glöckchen, wodurch dann diese Teile sehr hungrig werden nach der positiven Elektrizität. Da sich aber diese vorzugsweise an den polierten Flächen aus der Luft ansammelt, so ist es dann ja auch ganz natürlich, daß die Fliege auf jeder wie immer gestellten polierten Fläche zum Behufe ihres Gehens haften bleiben muß, indem sich schon altbekanntermaßen entgegengesetzte Polaritäten immerwährend anziehen.

[FL 3.9] Sehet, dieses Tierchen wird durch das Einsaugen des elektrischen Stoffes (auf die schon bekannte Weise) so leicht, daß es gegen die Anziehungskraft der Erde nicht das allergeringste Gewicht mehr äußert und darum von seinem kleinen Flügelpaare dann gar leicht in allen Richtungen der Luft herumgetragen wird.

[FL 3.11] Sehet, diese Millionen und Millionen Fliegen sind allda beordert, das von der Sonne zu reichlich ausgeströmte, sogenannte elektrische Feuer aufzuzehren und es auf diese Weise zu schwächen, damit es sich nicht durch die eigene Überladung in sich selbst entbinde und dadurch einer ganzen Welt den Garaus mache! Denn sehet, dieses elektrische Fluidum ist gar ein überaus mächtiges Feuer, – es versteht sich von selbst, in seiner bejahenden Sphäre! Solange die verneinende Elektrizität eines Erdkörpers im Gleichgewicht steht zu der bejahenden, die da entwickelt wird aus den Strahlen der Sonne, so lange ist keine Entbindung der bejahenden Elektrizität möglich. Wenn aber die bejahende Elektrizität nur um ein Tausendstel die verneinende übersteigt, so ist auch eine freie Entbindung der bejahenden so gut als gänzlich unverhinderlich. Wie wird sonach einem solchen allgemein verheerenden Übel vorgebeugt?

[FL 3.12] Sehet nun unsere Tierchen an, wie sie da allerfleißigst nach allen möglichen Richtungen hin und her schießen und in ihrem schnellen Fluge die Mehrheit der bejahenden Elektrizität in sich saugen, allwo ihre Polarität sobald verkehrt wird, indem diese Tierchen das Positive, das da gleich ist dem Sauerstoff, in sich verzehren, den negativen Teil aber also wieder aushauchen wie der Mensch den Stickstoff der in sich gesogenen atmosphärischen Luft, sobald die Lunge aus derselben den Sauerstoff zur Ernährung des Blutes aufgenommen hat.

[FL 3.14] Und Ich sage euch darauf: O ja, Meine Lieben! Denn sehet, eine einzige Fliege verkehrt an einem heißen Sommertage so viel bejahender Elektrizität in sich, daß – so diese könnte in ein Gefäß gesammelt werden – sie hinreichend kräftig genug wäre, in einem Augenblick einen zehnmal größeren Berg, als euer Schloßberg ist, in Staub zu verwandeln, – also wie auch mit der Menge der Luft, welche ein Mensch in einem Tage aus- und einhaucht, wenn sie sich entzünden würde, ganz Europa könnte also zerstört werden, daß es seine jetzige Gestalt so ganz und gar einbüßen würde, darum dann niemand mehr erkennen möchte, daß es einstens war, oder wie es jetzt ist, ein wohlbevölkertes und fruchtbares Land.

[FL 3.17] Also muß es euch auch nicht wundern, was Ich von der Elektrizität, die eine Fliege in einem Tage verkehrt, gesagt habe. Und so eine Fliege schon solches verrichtet, was werden da erst so viele Millionen und Millionen ausrichten?!

[FL 4.3] Sehet, Meine lieben Kindlein, an einem solchen sehr warmen Sommertage, besonders zu einer Zeit, so ihr irgend bemerket, daß das Quecksilber in der sogenannten Wetterröhre sehr nieder steht, werden zahllose Milliarden und Milliarden von atomischen Tierchen aus dem niederstehenden Äther in die atmosphärische Luft ausgeboren, denen zufolge ihr nicht selten die Luft also bläulich verdichtet ersehet, daß es euch schwer wird, auch nur einige Stunden entfernte Gegenden auszunehmen.

[FL 4.6] Sehet, derjenige Teil dieser „atomischen Äthertierchen“, welche der Mensch einatmet, ist seiner Gesundheit gerade nicht der gefährlichste, weil er sobald von dem zu dieser Zeit ohnehin am nötigen Sauerstoff armen Blute begierig und wohldienlich aufgenommen wird; aber ganz anders verhält es sich mit demjenigen Teile, der sich an der äußeren Haut ansetzt und vorzüglich an denjenigen Stellen, wo die Poren zumeist offen stehen.

[FL 4.8] Würde aber der äußere positive Pol plötzlich bis zu einem hundertsten Teile überwiegend gegen den inneren negativen Pol, sodann geschähe plötzlich eine sichtbare elektrische Entladung, durch welche der Mensch binnen wenigen Augenblicken also vernichtet werden möchte, daß da von seinem ganzen Leibe nichts als eine halbe Handvoll übelriechender Asche übrigbliebe.

[FL 5.5] Der negative Pol des Lebens aber entspricht ganz vollkommen dem gleichen der Erde. Wie dieser aber an und für sich der natürlichen Lebenstätigkeit widerstrebt, also auch der dementsprechende im Menschen, indem er die positive Elektrizität im Menschen mehr und mehr aufzehrt, und dieser somit die äußere Lebenstätigkeit auch mehr und mehr verliert, – bei welcher Gelegenheit dann jene zarten beweglichen Teile, als z.B. die Augenlider sind, diesen Nachlaß zuerst verspüren und sich darum auch nicht mehr aufrechtzuerhalten vermögen und bald nach ihnen sonach auch alle anderen Teile des Leibes in denselben geschwächten Zustand übergehen, welcher Zustand dann den natürlichen nächtlichen Schlaf beim Menschen ausmacht. Fängt dann wieder der Morgen und der Aufgang der Sonne sich zu nähern an, so vermehrt sich auch oder wird stets stärker und stärker der positive Pol, und der Mensch wird geweckter und geweckter, d.h. sein Schlafzustand wird schwächer, welches Abnehmen der negativen Polarität und verhältnismäßige Zunehmen der positiven so lange andauert, bis der Mensch vollkommen wach wird.

[FL 5.7] Dieser Tagesschlaf ist dem natürlichen Schlafe ganz entgegengesetzt, nachdem er nicht von einer Abnahme der positiven Elektrizität herrührt, sondern nur von der Übersättigung derselben, – und Übersättigung aus dem Grunde, weil ein weniger regsamer Körper all die aufgenommene Elektrizität nicht mehr aufzuzehren oder vielmehr auszutauschen vermag in die gerechte Vielheit der negativen.

[FL 5.10] Sehet nun, Meine Lieben, gerade also verhält es sich auch mit dem Menschen, so er am Tage vom Schlafe befallen wird, das heißt und wohlgemerkt, an einem mit Elektrizität überfüllten schwülen Sommertage! – Was haben aber da denn schon wieder unsere Fliegen zu tun?

[FL 5.12] Sehet, diese Tierchen umschwirren und umsumsen und umtrippeln gar sorgfältig einen solchen Tagschläfer und saugen durch ihre Füße und ihre sonstigen Härchen und Spitzchen die zu viele positive Elektrizität in sich, damit dadurch bei dem Schläfer diese positive Elektrizität – ungeachtet ihres übermäßigen Vorhandenseins – nicht gänzlich die negative unterdrücken kann und demzufolge der schlafende Mensch sein natürliches Leben auch forterhält.

[FL 5.13] Wenn aber solches nicht der Fall wäre, daß da solche unbeachteten Regulierer dieses natürlichen Lebensstoffes tätigst das möglichste Gleichgewicht aufrechterhielten, so wäre es mit dem natürlichen Leben auch in demselben Augenblick aus, sobald die positive Elektrizität die negative gänzlich besiegt hätte.

[FL 6.5] Ja, was tun denn aber die Fliegen dabei? – Sehet, da die Fliege, wie wir schon wissen, vermöge ihrer Einrichtung eine kleine herumfliegende elektrische Flasche ist, so ist sie auch nach allem begierig, was in ihr natürliches Gebiet einschlägt.

[FL 6.6] Diese verdorbene Luft ist negativ-elektrischer Art und sondert daher alle positive Elektrizität oft in einem so hohen Grade ab, daß da nicht selten entweder in einem solchen Zimmer oder noch mehr in den in einem solchen Zimmer genossenen Speisen sich kein Fünkchen positiver Elektrizität mehr befindet.

[FL 6.7] Jetzt kann sich dann ein jeder denken: Wenn in einem solchen Zimmer nicht häufig diese munteren Elektrizitätsträger sich einfinden würden, wie würde es da bald aussehen mit der leiblichen Gesundheit des Menschen? Aber das wäre noch das wenigste; denn solange die verdorbene Luft sich noch in dem ganzen Raume des Zimmers aufhält, hat sie auch noch immer soviel Spannkraft, daß sich wenigstens die Lunge bei der Einatmung derselben auszudehnen vermag. Wird aber diese Luft einmal aller ihrer Spannkraft ledig, so fällt sie dann als ein schmutzig dunstiger Tau namentlich auf die ihr verwandten Teile, wie da die Speisen es sind, nieder. Wenn sodann ein Bissen, den der Mensch genießen will, schon mehrfach also betauet ist, so setzen sich dann auch gerne eine oder mehrere Fliegen dahin und lassen vom Überfluß ihrer positiven Elektrizität über den Gegenstand ausströmen, den sie bekriechen.

[FL 6.17] Wir wissen schon aus dem Früheren, daß die Fliege zuallermeist eine negativ-elektrische Nahrung zu sich nimmt, und sie ist sonach ein wahrer Giftsauger, sowohl aus der Luft, von Menschen und von Tieren, als auch von all den Speisen, die der Mensch genießt.

[FL 6.18] So kann demnach auch ihr Unrat, wenn gerade auch nicht mehr schädlich-giftig, aber dennoch rein elektrisch negativ sein. Wir wissen aber auch, daß die positive Elektrizität sich zumeist an die polierten Gegenstände drängt. – Sehet, jetzt werden wir es bald heraushaben! – Damit sich dann aber in einem an positiver Elektrizität armen Gemach die wenige positive Elektrizität, die sich da an den polierten Gegenständen aufhält, gehörig verteilt, so bekleistern diese Chemiker sorgfältig solche polierten Gegenstände, wodurch dann diese stets mehr und mehr an der Kraft verlieren, die nötige und der Zimmerluft unentbehrliche positive Elektrizität anzuziehen. Wenn ihr etwa dieses schwer glauben solltet, so stellet nur vergoldete Gegenstände in ein solches Zimmer, und ihr könnet versichert sein, daß sie von diesen Chemikern binnen kurzer Zeit also bekleistert werden, daß ihr gar wenig vom Golde mehr werdet durchblitzen sehen.

[FL 6.21] Ihr müßt darauf antworten: Weil das Gold namentlich die positive Elektrizität außerordentlich stark an sich zieht. – Aber, werdet ihr sagen, die Fliegen beschmutzen auch die Fensterscheiben, und das Glas zieht bekanntermaßen die Elektrizität nicht an!

[FL 6.22] Das ist zwar wahr, aber Ich frage euch dagegen: Warum verwendet man denn gläserne Scheiben oder Zylinder als wohltaugliche Mittel, um die in der Luft freie Elektrizität durch eine geringe Reibung ersichtlich zu machen?

[FL 6.23] Sehet, jetzt habe Ich euch schon wieder gefangen und gebe euch zur Antwort: Weil die Elektrizität sich eben an den Glasscheiben vorzugsweise gerne ansammelt, und wenn diese dann nur ein wenig gerieben werden, so wird sie auch sobald ersichtlich!

[FL 6.24] Da wir nun solches wissen, so können wir ja auch füglich unsere kleinen Chemiker dahin schmatzen lassen, damit diese Elektrizitätshalter stets rauher werden und daher auch stets unfähiger, die Elektrizität an sich zu halten, und diese dadurch dann gezwungen wird, sich mit der anderen Zimmerluft gerechter zu vermengen.

[FL 8.7] Nun sehet, wenn ihr dieses ein wenig beachtet, so werdet ihr ja doch schon mit den Fingern leicht finden, wie gestaltet von Mir aus von Unendlichkeit zu Unendlichkeit die Wirtschaftung des Lichtes eingerichtet ist, und daß auf diese Weise auch nicht das allerkleinste Atom im endlosen Äther der Unendlichkeit zwecklos schwimmt!

[FL 10.6] Die Naturforscher lassen hier einen äußerst leichten und nachgiebigen Äther auftreten. Was würden aber die Physiker sagen, so sie ersichtlich dartun müßten, was denn dieser Äther an und für sich ist?

[FL 10.7] Wahrlich, eine solche Frage würde sich schwer einen Preis von fünfzig Dukaten erringen! Denn fürs erste läßt sich der Äther durch kein Mikroskop betrachten, nachdem schon die viel dichtere Luft von keinem Mikroskop mehr partiell empfunden wird; aber chemisch könnten die Physiker den Äther untersuchen, so sie in ihre Retorten irgend einen bekommen könnten. Aber da die Region des eigentlichen Äthers erst bei einer Höhe von zwei, drei, vier und bis gegen den Nordpol hin gar erst zehn deutsche Meilen hoch über der Erde beginnt, so wird es wohl allen Naturforschern etwas schwer werden, sich zum Behufe ihrer Untersuchung bei ihrem Leibesleben von dorther einen Äther zu verschaffen.

[FL 10.9] Und so sagen wir: Der Äther ist ebenfalls ein geistiges Wesen, welches sich zwar zu allen Planeten positiv, zu den Sonnen aber negativ verhält.

[FL 10.10] Den Äther bilden somit äußerst reine, friedliche und duldsame Geister; denn wären sie das nicht, wie schwer würden es da die Weltkörper haben auf dem Wege um die Sonne, welcher da ist eine weitgedehnte Bahn, durch welche sich der Planet mit außerordentlicher Geschwindigkeit bewegen muß!

[FL 10.11] Da aber diese Äthergeister alsonach äußerst reine, friedsame und nachgiebige Geister sind, so findet an ihrem Dasein nichts irgend ein Hindernis in seiner Bewegung, – und möge das sich bewegen wollende oder zu bewegen genötigte Wesen oder Ding noch so gering und unscheinbar sein.

[DZS 10.39] Auch dieses Schauen geschieht auf dieselbe Weise; denn wo immer etwas geschieht, da Menschen zugegen sind, entweder bloß als Zuschauer oder als glücklich oder unglücklich Mitbeteiligte, so ist dann ja auch nichts natürlicher, als daß ein solches Faktum in das Seelenleben der andern alsogleich aufgenommen wird, und pflanzt sich dann in der seelischen Sphäre gleich einem allerzartesten magnetischen Fluidum je nach der Größe und Art des Faktums oft mehrere tausend Stunden fort,


[MO 1.9] Damit ihr aber den Mond und seine Bewohnbarkeit vollends begreift, so müßt ihr wissen, daß der Mond eigentlich nur auf der dem Planeten zugekehrten Seite „Mond“ ist; auf der entgegengesetzten Seite aber ist er nicht „Mond“, sondern ein ganz fester Erdteil. Was also „Mond“ ist, das ist nicht fest, sondern sehr locker, beinahe so wie ein etwas gefesteter Schaum des Meeres, dessen festere Teile gleich Bergen hervorragen, dessen weichere Teile aber nischen- und trichterartig gegen das Zentrum des ganzen Weltkörpers eingesunken sind. In einigen von denen befindet sich noch nicht weichen könnende atmosphärische Luft, welche sich, durch starke Fernrohre betrachtet, fast so ausnimmt, als wäre sie ein Wasser. Alle Höhepunkte, wie auch die weniger tiefen Trichter, haben durchaus keine atmosphärische Luft, sondern nur Äther, wie er sich in den freien Räumen zwischen der Sonne und den Planeten vorfindet. Diese Seite des Mondes ist daher auch von keinem organischen Wesen bewohnt, sondern ihre Bewohner sind geistiger Art. Diese geistigen Bewohner waren bei Leibesleben lauter Weltsüchtige und werden nun zur Besserung dahin gebannt, damit sie sich auf diese Art an der Welt noch hinreichend vollgaffen können. Und wenn sie dann nach bedeutenden Zeitlängen gewahr werden, daß die Weltangafferei keine Früchte trägt und sie den dahin gesandten Lehrern Gehör leihen, so werden die Tatwilligen alsobald von da zu einer höheren, beseligenden Freiheitsstufe geführt; die weniger Folgsamen aber werden auf der Erde des Mondes wieder mit Leibern angetan und müssen sich da sehr armselig und kümmerlich durchbringen. Sie haben da fürs erste mit der großen Kälte und Finsternis zu kämpfen, fürs zweite aber dann auch mit einer unerträglichen Hitze; denn da dauert die Nacht beinahe 14 volle Erdtage und ebensolang auch wieder der Tag. Gegen das Ende einer jeden Nacht wird es dort so kalt wie auf der Erde am Nordpole, und um die Mitte und gegen das Ende des Tages wird es so heiß, daß da kein lebendes Wesen es auf der Oberfläche aushalten kann.

[MO 2.10] Allein diejenigen Geister, bei denen es nicht nötig war, in einen Mondmenschen eingelegt zu werden, daß sie sich besserten, sondern die als Geister schon einen allerbarsten Abscheu vor der Erde bekamen, werden von da weg in höhere Regionen geführt und können in das Kinderreich, als die höchste Seligkeitsstufe für sie, aufgenommen werden. Jedoch höher zu gelangen, wäre für sie unmöglich; denn ihre beschränkte Eigenschaft wäre nicht fähig, einen höheren Zustand zu ertragen, sowenig als es ein Mensch auf der Erde, solange er noch im Leibe lebt, im feinsten Äther lebend aushalten könnte.

[MO 4.5] Sehet, also ist es wohl auch um so mehr mit einer halben Oberfläche eines ganzen Weltkörpers der Fall; daher kann Ich euch darüber nur etwas im Allgemeinen sagen. Alle diese Ringwälle auf der Mondoberfläche sind fürs erste zur Aufnahme des Erdmagnetismus so gestellt, daß die Ränder der Wälle gewisserart Sauger dieses imponderablen Fluidums sind; fürs zweite aber sind dann die verschiedenartigen Vertiefungen Aufnahmegefäße für eben dieses Fluidum. Warum nicht alle von gleicher Größe und Tiefe sind, dafür liegt darin der Grund, weil diese Kraft eben so verschieden ausgeteilt werden muß, damit dann aus dem Durchschnitte solcher höchst genauen Verteilung jene wohlabgewogene Proportion also bewerkstelligt wird, daß ihr zufolge die ordnungsmäßige Erhaltung und Bewegung zweier sich gegenüberstehender Weltkörper unabänderlich bedingt wird. – Sehet, das ist im Allgemeinen eine Bestimmung der euch etwas sonderbar vorkommenden Bildung der Mondoberfläche!


[MO 4.6] Eine zweite Bestimmung fast aller dieser Vertiefungen ist die, daß in denselben, zur notwendigen Erhaltung all dieser Gebilde, beständig atmosphärische Luft sich vorfindet und erhalten wird gleich dem Wasser in den Vertiefungen der Erde. – Ihr werdet fragen, woher diese Luft komme!? Und Ich sage euch: Daher die der Erde kommt, – nämlich aus der großen Vorratskammer des unendlichen, überall mit Licht und Äther erfüllten Raumes! Zur Nachtzeit – d.h.: wenn die der Erde zugekehrte Seite ohne Licht ist – füllen sich diese Vertiefungen voll an mit atmosphärischer Luft. Kommt dann das Sonnenlicht nach und nach darüber, so bildet sich in diesen zahllosen Kesseln ein äußerst reichlicher Tau als Niederschlag, der darinnen enthaltenen atmosphärischen Luft. Dieser Tau befestigt dann von neuem wieder alle Teile der Mondoberfläche und sickert auch als reines Wasser durch den ganzen Mondkörper hindurch, zur Unterstützung der jenseitigen Wasserquellen, und daraus zur Bildung der Dünste und permanenten Luftschichten. – Sehet, das ist also eine andere Hauptbestimmung dieser euch sonderbar vorkommenden Mondoberflächenformation!

[MO 5.12] Was die letzte Frage betrifft, so ist euer Begriff, als bewirke der Mond solches Schlafwandeln, ganz irrig. Letzteres wird nur bewirkt um die Zeit des Vollmondes durch das intensiver werdende magnetische Fluidum der Erde selbst. Wenn der Mond im Vollichte der Sonne ist, so treibt das Licht das magnetische Fluidum vom Monde gewisserart wieder zur Erde zurück, auf welche Weise dann die Erde vollgeladener wird, und Menschen, die in ihrem Blute durch verschiedene Einwirkungen, entweder des Wassers, der Luft oder der Eßwaren, mehr Metall haben, haben dann auch die natürliche Fähigkeit in sich, eben dieses zurückströmende Fluidum leitend aufzunehmen.

[MO 5.13] Wenn ihre Nerven dann dadurch angefüllt sind und die Seele lästig zu drücken anfangen, dann erwacht diese, oder sie macht sich vielmehr los von ihren leiblichen Banden und will dem drückenden Leibe entfliehen. Der Leib besitzt nun noch einen ganz eigentümlichen Nervengeist, welcher fürs erste höchst verwandt ist mit dem magnetischen Fluidum, fürs zweite aber ebenso innigst mit der Seele, welche eben durch diesen Nervengeist mit dem Leibe zusammenhängt und mit demselben korrespondiert. Wenn die Seele sich nun aus dem Staube machen möchte, so erweckt sie dann auch den ihr innigst verbundenen Nervengeist und dieser natürlicherweise den Leib, und so geht dann der sogenannte Schlafzug also vor sich, als wenn drei Menschen hintereinander hergingen, die aneinandergebunden wären; jedoch der Geist bleibt in der Seele, darum sie auch lebendig ist. Wenn dann ein solcher Schlafwandler sein Gesicht gegen den Mond wendet und oft auf Dächer und Kirchtürme steigt, so geschieht es darum, damit er sich aus der magnetüberfüllten Tiefe der Erde erhebe und dadurch seine drückende Überfülle an diesem Fluidum vermindere, damit dann der Leib wieder geeignet werden möchte, seine Seele mit dem Geiste durch den Nervengeist wieder aufzunehmen und zu beherbergen. Wenn der Leib nun wieder frei geworden ist, so trägt ihn die Seele durch den Nervengeist an die vorige Stelle zurück und vereinigt sich daselbst erst vollends wieder mit dem Leibe. Natürlicherweise weiß nun die Seele nichts von dem Zustande, weil sie kein Gedächtnis hat. Dieses wird von den Philosophen irrig als ein Seelenvermögen erklärt, während die Seele nur das weiß, was sie eben erschaut, und die Erinnerung der Seele im Leibe ist nichts als ein wiederholtes Wiederschauen der entsprechenden naturmäßigen Eindrücke des künstlichen Organismus des Leibes, zu welcher Anschauung sie freilich erst durch die entsprechenden zahllosen Formen, welche der Geist in sich trägt, von selbem erweckt wird.

[MO 5.14] Nun wisset ihr alles bis auf die eigentliche Wesenheit des magnetischen Fluidums selbst. Was dieses ist, und worin es besteht, darüber läßt sich jedoch, um es unserem Verständnisse näherzubringen, mit wenigen Worten nichts Genügendes sagen; denn mit wenig Worten auf dem Wege der Weisheit würdet ihr es schwerlich je erfassen, und für viele Worte seid ihr schon zu müde!

[MO 6.25] Da wir nun alles Nötige vorausgeschickt haben, so wollen wir denn nun auch mit einem Hieb den gordischen Knoten des Magnetismus auflösen! Was ist also der Magnetismus? – Höret, und dann auch ein wenig – staunet! Der Magnetismus oder vielmehr das magnetische Fluidum ist in allem Ernste nichts anderes als Mein eigener, Meine Gedanken fortwährend erhaltender und leitender Wille; denn er erhält und leitet die ganze Schöpfung und erhält jedem euch sichtbaren Wesen seine Form und seine ordnungsmäßige Regsamkeit. Ihr selbst seid eurem formellen Wesen nach ihm für alle ewigen Zeiten untertan, und wäret ihr es nicht, so wäret ihr auch nichts, gleich den Gedanken, die noch nie gedacht worden sind! Aber in euch ist mehr als bloß Mein unendlich allwirkender Wille; und dieses Mehr ist, daß ihr Meine Lieblingsgedanken seid. Daher geht auch Meine Liebe, welche Mein eigenes Grundleben ist, in euch über und bildet euch gleich Mir zu selbständigen Wesen, welche, insoweit sie meine Liebe – vermöge des ihnen voraus erteilten freien Willens – aufnehmen, auch dadurch zu dem vollkommensten, eigentümlichen Besitze der vollsten Freiheit durch ebendiese Meine Liebe in ihnen gelangen können.


Nadelhölzer und Heilkräuter empfangen ätherische Stoffe vom Saturn

[SA 4.8] Vielleicht möchtet ihr auch wissen, warum dieser Baum gerade eine solche Trichterform hat? – Die Trichterform ist diesem Baum darum eigen, damit er in diesen seinen Trichter das Licht der Sonne und so auch das elektro-magnetische Fluidum desto wirksamer aufnehmen kann. In der Mitte des Trichters hat er eine Markröhre, welche besonders zur Nachtzeit einen förmlichen Nebel ausdünstet. Dieser Nebel ist für die andere Vegetation wie auch für die Menschen, wenn sie ihn einatmen, von etwas giftiger und zerstörender Art, solange nicht das Licht der Sonne ihn zerteilt. Aber der Trichter ist so beschaffen, daß er diesen Nebel nicht anders durchsickern läßt und davon auch nicht mehr, als nur gerade zur Befruchtung des Baumes die Nacht hindurch nötig ist, und das nur so lange, als die Frucht noch nicht zur halben Reife gelangt ist. Alsdann bei eintretender Reife verschließt sich diese Markröhre in dem Trichter und wird der Dunst dann hinausgetrieben zur regelmäßigen Aufblähung der Frucht, wodurch dieser Trichter eine solche nährende Lebensluft enthält, daß da viele Menschen auf geeigneten Leitern hinaufsteigen, sich in diesen Trichtern ein Lager errichten und da längere Zeit übernachten.


[SA 4.12] Dieser Baum gehört zum Nadelholz, und seine Blätter gleichen, freilich in sehr vergrößertem Maßstab, so ziemlich den Nadelblättern eurer Fichten; nur die Farbe ist nicht grün sondern blau. Die Nützlichkeit dieses Baumes ist in Hinsicht auf die Reinigung der Luft und Erfüllung derselben mit Lebensstoffen so außerordentlich, daß die heilende Kraft aus den Wipfeln und Zweigen dieses Baumes sogar bis auf eure Erde hinabreicht. Und vorzüglich beziehen eure balsamisch duftenden Nadelhölzer ihren ätherischen Stoff dorther.

[SA 7.7] Aber es gibt besonders in den höheren Gebirgsregionen noch außergewöhnliche Heilkräuter, deren ätherisch-aromatische Heilkräfte also stark- und fernwirkend sind, daß sie nicht allein die dortigen Bewohner stets bei der besten Gesundheit erhalten, sondern ihre heilsame Wirkung auch noch in eine Entfernung von mehr denn tausend Millionen Meilen durch den Äther hinausstreuen, so daß z.B. eure heilsamen Kräuter, vorzugsweise z.B. euer Holunderstrauch, euer Wacholder und andere, mit Stacheln besetzte Heilkräuter einen bedeutenden Teil ihres ätherisch heilenden Aromas von daher beziehen.

[SA 4.8] Vielleicht möchtet ihr auch wissen, warum dieser Baum gerade eine solche Trichterform hat? – Die Trichterform ist diesem Baum darum eigen, damit er in diesen seinen Trichter das Licht der Sonne und so auch das elektro-magnetische Fluidum desto wirksamer aufnehmen kann. In der Mitte des Trichters hat er eine Markröhre, welche besonders zur Nachtzeit einen förmlichen Nebel ausdünstet. Dieser Nebel ist für die andere Vegetation wie auch für die Menschen, wenn sie ihn einatmen, von etwas giftiger und zerstörender Art, solange nicht das Licht der Sonne ihn zerteilt. Aber der Trichter ist so beschaffen, daß er diesen Nebel nicht anders durchsickern läßt und davon auch nicht mehr, als nur gerade zur Befruchtung des Baumes die Nacht hindurch nötig ist, und das nur so lange, als die Frucht noch nicht zur halben Reife gelangt ist. Alsdann bei eintretender Reife verschließt sich diese Markröhre in dem Trichter und wird der Dunst dann hinausgetrieben zur regelmäßigen Aufblähung der Frucht, wodurch dieser Trichter eine solche nährende Lebensluft enthält, daß da viele Menschen auf geeigneten Leitern hinaufsteigen, sich in diesen Trichtern ein Lager errichten und da längere Zeit übernachten.

[SA 7.15] Nur eines ist hier noch zu berühren, das ist, wie eine solche Pflanze auf blankem Steine wurzelt. – Dieses geschieht so: Über den Felsen breitet die Pflanze ihre Wurzeln weit und breit aus, nicht unähnlich eurer sogenannten Steinflechte. Von diesen größeren, weitauslaufenden Flechtenwurzeln bohren sich allenthalben eine zahllose Menge feinster Haarwurzeln in die Steinporen hinein und halten den Stamm dieser Pflanze so fest an den blanken Stein angeklebt, daß keines Menschen Kraft imstande wäre, einen solchen Stamm vom Felsen zu reißen. – Es fragt sich nun, was saugen denn wohl diese Wurzeln aus dem trockenen, harten Stein? – Die Antwort ist sehr leicht! Sie saugen daraus eine Art Steinöl. – Wie aber entbinden sie dieses dem Stein? – Dies geschieht durch die ihnen innewohnende Kraft, welche ein eigenes Schmelzfeuer ist und sich kundgibt in kleinen, dem freien Auge unsichtbaren elektrischen Fünkchen. Diese haben gerade so viel Kraft, um die anliegenden Atome des Steines in ätherisches Öl aufzulösen, welches dann sogleich von den Wurzeln aufgesaugt und immer geläuterter in den Stengel, in die Blätter und Blüte und endlich in den ätherischen Samen geführt wird.

[SA 8.7] Aus der Mitte dieses Glockenkelches läuft eine blendendweiße Säule, zweimal so hoch wie die Glockenblume samt den Spitzen, über den Rand hinaus. Diese Säule ist der männliche Staubfaden, und die Spitzen am Rand sind eigentlich die weiblichen Fäden an dieser Blume. Wenn der männliche Staubfaden seine vollkommene Ausbildung erreicht hat, fängt er an, leuchtende Sternchen auszustreuen, welche dann von diesen Randspitzen gleich elektrischen Funken angezogen werden. Und dieser Akt ist die eigentliche Befruchtung dieses Gewächses.

[SA 12.13] Was die Majestät solcher Seen noch ums bedeutende erhöht, sind die vielen weißen Steinkegel, die besonders in der Mitte solcher Seen häufig vorkommen; das besonders aus dem Grunde, weil das Wasser eines Sees in der Mitte natürlich am ruhigsten ist und daher auch am leichtesten in die Fäulnis übergehen könnte. So ist dafür ganz vortrefflich gesorgt durch diese Steinkegel, an welchen das Wasser immerwährend eine kleine Brandung erregt, sich dadurch reibt und wieder auffrischt durch die Erweckung der ihm innewohnenden Elektrizität. Auch sind diese Kegel nicht selten mit der euch schon bekannten Heilpflanze bewachsen, welche durch ihre außerordentlich wohlduftende, ätherische Lebensaushauchung die Oberfläche eines solchen Sees unendlich erquickend machen, darum auch von den Saturnbewohnern sehr häufig zu solchen Kegeln hingeschifft wird.

[SA 29.5] Nehmet z.B. das magnetische Fluidum! Kann sich dieses denn nur, wenn es von irgendeiner Eisenstange aufgenommen wurde, polarisch vorfinden, oder ist es nicht vielmehr in sich selbst polarisch freiwirkend durch die ganze Unendlichkeit da? Seht, somit ist eine Eisenstange nur ein Weg, auf welchem dieses Fluidum sich euren Sinnen fühlbar äußern kann. Die Stange an und für sich aber kann doch unmöglich als das angesehen werden, welches das magnetische Fluidum selbst hervorbringt.

[SA 40.20] Diese schnelle Verwesung wird freilich naturmäßigerweise auch dadurch bewerkstelligt, daß der große Nadellaubbaum mit seinen Millionen Spitzen den unter ihm befindlichen Leichnam aller Elektrizität beraubt. Sobald aber diese aus irgendeinem naturmäßigen Körper völlig entweicht, vergeht auch der naturmäßige Körper so, als wäre er vom Feuer verzehrt worden.

[SA 48.5] Da aber durch solche Luftentzündungen zufolge der großen Kälte die Elektrizität der Luft noch mehr vermindert wird, so nimmt dann solche Kälte auch beständig zu, und das einen Zeitraum von fünfzehn Erdjahren hintereinander. Während der kältesten Zeit, welche acht Erdjahre andauert, finden dann keine Entzündungen mehr statt, weil da die Luft in eine ganz feste Masse übergegangen ist. Nach diesem Zeitraum aber fängt das zurückkehrende Licht der Sonne wieder an die gefestete Luft nach und nach aufzulösen, welche sich dann bei einiger Auflösung sobald wieder zu entzünden beginnt und durch solche Entzündungen und dadurch bewirkte Explosionen die Auflösung der gefrorenen Luft auch stets mehr und mehr dem einen oder andern Pole näher rückt.

[SA 48.7] Daß solche Geister feuer- und zerstörungssüchtig sind, könnt ihr aus den häufigen Luftentzündungen in den Polargegenden gewahren. Je mehr aber solche Geister sich erfreuen wollen, desto hartnäckiger werden sie von den Friedensgeistern gefangengenommen. Je höher irgendein Kältegrad steigt, desto intensiver ist auch die Gefangennehmung der feuerlustigen Unholde, welche, wenn sie manchmal mehrere tausend Jahre hindurch solche Gefangenschaft genossen haben, sich dann endlich geben und ihren Feuereifer so fahren lassen, wie eine mit Elektrizität gefüllte Wolke, wenn eisig kalte Winde ihren elektrischen Feuergehalt in einen freilich wohl manchesmal schädlichen Hagel umgestalten.

[GR 2.15] Sehet, dieser König der Berge hat einen weiter ausgedehnten Wirkungskreis zur Einsaugung der Elektrizität und des magnetischen Fluidums denn eure Wetter- und Blitzableiter auf den Dächern der Häuser!

[GR 2.17] Sehet, er ist eine unglaublich große und starke Ansammlungs- und Vorratskammer des elektrischen und magnetischen Stoffes! Wenn er dann durch seine Fernwirkung auf dem dreifachen euch schon bekannten Wege, namentlich durch die Bewässerung, wirkt, so versieht er auch alle die Wässer und vorzugsweise den Regen mit dem gehörigen Quantum von Elektrizität und magnetischem Fluidum.

[GR 2.20] Da wir nun solches wissen, so mache Ich euch nur einzig und allein darauf aufmerksam, daß diese hohen Schnee- und Eisgebirge, wie bei uns namentlich der Großglockner, ihre anderen schon bekannten Segnungen zuallermeist auf dem Wege ihrer Kinder und Kindlein über den Erdboden hin ausspenden; also spenden sie auch diesen elektromagnetischen Stoff zuallermeist auf diesem Wege aus.

[GR 2.21] Was aber hinter diesem elektromagnetischen Stoff noch steckt, und wie schnell dieser nach allen Richtungen hin ausgebreitet wird, werden wir erst im Bereiche der geistigen Darstellung dieses Gebirgslandesvaters näher kennenlernen.

[GR 3.8] Damit ihr aber das Außerordentliche dieser Erscheinung um so vollkommener begreifen möget, so dürft ihr nur eine Glaskugel nehmen und diese dann entweder in einem Gefäße, das mit Wasser angefüllt ist, oder in dem Sonnenstrahl, der da durch irgendein Fenster in das Zimmer fällt und ziemlich gesättigt ist mit dem gewöhnlichen Sonnen- und auch allfälligen Zimmerstaube, recht behende um ihre eigene Achse drehen, und ihr werdet euch überzeugen, daß diese sich drehende Kugel weder ein Wasserteilchen, noch ein noch so leichtes Stäubchen, wenn es sich nicht durch die elektrische Anziehung der Kugel an sie klebt, mit sich fortreißt, d.h. in dieselbe Bewegung zwingt, in welcher sich die Glaskugel selbst befindet.

[GR 3.18] Sehet, aus diesem Grunde sind die Berge scheinbar höchst unregelmäßig über die Erdfläche gestellt. Ich sage euch aber, diese Stellung ist eine mit allerhöchster Wissenschaft so geordnete, daß eben ihr zufolge die Luft immerwährend einen Spielraum hat und kreuz und quer über die Erde ziehen und sich dadurch mischen und reiben muß, durch welche Tätigkeit dann über den ganzen Erdboden die sogenannte Elektrizität, oder besser das natürliche Lebensfluidum in hinreichender Menge stets frisch erzeugt wird.

[GR 4.7] Einige Naturforscher haben dieses Licht, freilich ziemlich ungeschickt, also erklärt, als rührte es noch von den über den weiten Horizont des Nordens herüberbrechenden Strahlen der Sonne her; allein solches ist ganz grundlos und falsch. Dieses Licht ist ganz rein positiv elektromagnetischer Art und wird erzeugt durch die beständige Reibung solcher Gebirgsspitzen mit der sie umgebenden Luft.

[GR 4.11] Ihr wißt, daß eine gerechte Verteilung des elektromagnetischen Fluidums eine unerläßlich notwendige Bedingung alles naturmäßigen Lebens ist. Wären nun zu viele solcher Gebirgsspitzen in irgendeinem Lande, so würden dieselben dieses elektromagnetische Fluidum also gänzlich aufspeisen, daß vom selben nicht ein Atom sich in die Tiefe herab verlieren würde; wären sie aber gar nicht da, nämlich diese hohen Gletscherspitzen, da wäre in der Tiefe wohl niemand mit seinem Leben in Sicherheit, sondern stünde bei jedem Schritt in der Gefahr, von einem sich leicht aus der Luft entwickelnden Blitz erschlagen zu werden.

[GR 4.13] So aber doch jemand da wäre und folgendes einwendete: „Was hat demnach das weitgedehnte Flachland z.B. Polens oder auch zum Teile Ungarns von der elektromagnetischen Sorgfalt des Großglockners?“

[GR 4.15] Daß er aber ein Gletscher ist, rührt lediglich daher, weil er sich auf dem Punkte befindet, über welchem vom Nordpol aus eine hauptelektromagnetische Strömung sich bis zum Südpol hin erstreckt.

[GR 4.17] Wenn sonach auch die vorbenannten größeren Flachländer Europas keine eigenen Gletscher haben, so geht aber auch über sie keine so bedeutende Strömung; für unbedeutendere Strömungen aber gibt es verhältnismäßig kleinere Berge überall in gerechter Menge, welche gar wohl imstande sind, solche kleineren elektrischen Strömungen zu regulieren.

[GR 4.22] Und so gäbe es noch eine ganze Legion von Fragen. Allein diese drei überflüssigen mögen euch genügen, daß ihr daraus fürs erste einsehet, um wie vieles Ich weiser bin als die Menschen; und fürs zweite, weil Ich eben um vieles weiser bin als die Menschen, so weiß Ich auch am allerbesten, warum Ich die elektromagnetischen Strömungen also vereinzelt angeordnet und ihnen vorgezeichnet habe einen bestimmten Weg, auf welchem Wege unsere Gletscher ganz wohlgeordnete Meilenzeiger sind.

[GR 4.39] So höret denn! So gut wie jeder Leib eines Menschen, eines Tieres, ja sogar eines Baumes, Gesträuches und einer Pflanze gewisse Extremitäten haben muß, um sich mit Hilfe derselben in die Korrespondenz mit der Außenwelt zu setzen, also muß es auch die Erde haben. Und sonach sind unsere Gletscher Augen, Ohren und Hände der Erde, mittels welcher sie sich bei ihrer weiten Reise um die Sonne und mit der Sonne durch das weite Sonnengebiet in allerlei Korrespondenzen zu setzen hat, und zwar zuerst in die wichtige Korrespondenz des Schauens – denn ihr dürft es glauben, daß die Planeten durchaus nicht blind ihre Bahnen durchziehen –, und fürs zweite hat die Erde sich dadurch in die Korrespondenz zu setzen, um aufzunehmen die harmonischen Früchte der großen Bewegungen anderer Weltkörper und der Bewegungen des Äthers und des Lichtes und allerartigen Strömungen auf ihr selbst, – und fürs dritte hat sie dann mit diesen Extremitäten auch die gehörige Aktion auszuüben, welche sie nötig hat, um fürs erste ihre Bewegung selbst zu regulieren und fürs zweite dadurch auch zu der regelmäßigen Bewegung anderer Weltkörper beizutragen und fürs dritte alle die euch schon bekanntgegebenen nützlichen Verrichtungen zu bewerkstelligen.

[GR 8.11] Was ist denn die Wirkung dieser Geister? Die Wirkung dieser Geister ist die Direktion der Luft und des Äthers, – daher werden sie auch von den Alten manchmal „Luftgeister“ genannt.

[GR 8.14] Eine noch höher stehende Art dieser Geister, welche schon im Äther sich befinden, ist erschaulich in der seltenen Erscheinung der sogenannten Fata Morgana. Diese Erscheinung rührt nämlich daher: Wenn diese obersten Äthergeister die Luftoberfläche zur völligen Ruhe gebracht haben, so wird diese Oberfläche bild- oder formaufnahmefähig, und zwar auf dieselbe Weise wie ein ganz ruhiger Wasserspiegel oder ein Glasspiegel. Ist aber die Luftoberfläche von beständigen Wogen und Wellen zerrissen gleich wie die Oberfläche eines Sees, Stromes und Meeres, wenn sie durch Winde oder Flutung in Unruhe gesetzt wird, so ist da natürlich an keine Abspiegelung zu denken.

[GR 8.15] Was die Fata Morgana an und für sich ist, habt ihr ohnedies schon in einer ziemlichen Abhandlung empfangen; hier aber handelt es sich nicht mehr darum, daß ihr das Empfangene noch einmal empfangen sollet, wohl aber darum, daß ihr dasselbe vom geistigen Grunde aus verstehet. Der geistige Grund ist aber bereits kundgetan; hier wäre nur die Frage, warum solches geschieht. Nun, das ist freilich wohl wieder etwas ganz anderes. Solches geschieht darum, damit es den sich im hohen Äther aufhaltenden Friedensgeistern desto leichter wird, entweder das geheime Tun und Trachten der argen Geister in den Klüften und Schluchten der Gebirge zu beobachten, oder, wenn solche Geister sich in Gestalt der bekannten Wolken schon in die Luft erhoben haben, ihre heimlichen Gesinnungen mit großer Sicherheit auszuforschen.

[GR 8.18] Sie geschehen auf folgende Weise: Wenn ihr hoch im Äther ganz selten weiße Lämmerwölkchen erblickt, unter diesen – freilich wohl in sehr weiter Entfernung – aber schon Gruppen der wohlbekannten schwarzen und dunklen Wolken, so erscheint das Bild der schwarzen Wolken auf den Lämmerwölkchen dunkel abgedruckt. Das ist der Anfang dieser Erscheinung. Wenn dann dieses einige Minuten lang währt, so kann ein aufmerksamer Beobachter auf diesem dunklen Abbild eine Menge wohlgeformter Wesen erblicken, entweder in der Gestalt mannigfacher wilder Tiere oder auch in der Gestalt von allerlei zum Kampfe gerüsteten und sich zum Kampfe übenden Kriegern.

[GR 8.22] Sehet, das ist sonach die dritte Art der Geister, die namentlich und vorzugsweise mit den andern höheren Friedensgeistern sich bei ruhigen Gelegenheiten in der Gegend hoher Gletscher aufhalten und – wenn es notwendig ist – sich in Gedankenschnelle über alle Gegenden der Erde ausbreiten können; nur müßt ihr unter der dritten Art dieser Geister nicht etwa die Bildformen der unteren Wolkengeister, noch die Friedensgeister selbst verstehen, sondern allein die dem sterblichen Auge beinahe niemals zur Erscheinung kommenden Äthergeister, von welchen nämlich diese Ruhe der Luftoberfläche bewirkt wird.

[GR 9.11] Will er sich nun ihren Sphären wirklich nahen, so wird von den Geistern alsbald eine Rückantwort gegeben. Diese Rückantwort ist für den Geist, der da noch im Leibe schläft, fast dasselbe wie das, was ihr in leiblicher Hinsicht eine elektromagnetische Affektion nennt, oder was im weiteren Sinne das Magnetisieren selbst ist, durch welche Handlungsweise einem schwachen Organismus durch einen starken, lebensvollen auf eine Zeitlang eine neue Lebenskraft mitgeteilt wird; kurz und gut, auch der Geist, der da im Menschen noch schwach ist und schläft, wird von den Geistern also geistig magnetisch geweckt, – freilich nicht für bleibend, sondern nur auf eine kürzere oder längere Zeit.


Ton = geistiges Fluidum

[GS 1.1.7] Daß solches richtig ist, könnt ihr an so manchen Erscheinungen in der Natur beobachten. Nehmet fürs erste eine Glocke. Wo ist wohl der Sitz des Tones in ihr? Werdet ihr sagen: mehr am äußeren Rande oder mehr in der Mitte des Metalles oder mehr am inneren Rande? Es ist alles falsch. Der Ton ist das inwendigste in den materiellen Hülschen verschlossene geistige Fluidum.


[GS 1.1.8] Wenn nun die Glocke angeschlagen wird, so wird der Schlag von dem inwendigsten Fluidum, welches als ein geistiges Substrat höchst elastisch und dehnbar ist, als ein seine Ruhe störendes Etwas wahrgenommen. Dadurch wird das ganze geistige Fluidum in ein freiwerdenwollendes Bestreben versetzt, was sich dann in anhaltenden Schwingungen zu erkennen gibt. Wird die äußere Materie mit einer andern Materie bedeckt, welche von nicht so leicht erregbaren geistigen Potenzen durchdrungen ist, so wird diese Vibration der erregbaren geistigen Potenzen, vielmehr ihr freiwerdenwollendes Bestreben, bald gedämpft. Eine solche Glocke wird bald ausgetönt haben. Ist aber die Glocke frei, so dauert die tönende Schwingung noch lange fort. Umgibt sie noch dazu von außen ein sehr erregbarer Körper, etwa eine reine, mit Elektrizität gefüllte Luft, so wird dadurch das Tönen noch potenzierter und breitet sich weit in einem solchen miterregbaren Körper aus.

[GS 1.1.10] Nehmet ein magnetisiertes Stahleisen. Wo ist in dem Eisen die anziehende oder abstoßende Kraft? – Sie ist im Inwendigsten, d.h. in den Hülschen, welche eigentlich die beschauliche Materie des Eisens darstellen. Als solche inwendigste Kraft durchdringt sie die ganze Materie, die für sie kein Hindernis ist, und umfaßt dieselbe allenthalben. Daß dieses magnetische Fluidum die Materie, der es innewohnt, auch äußerlich umfaßt, kann ein jeder leicht aus dem Umstande erkennen, wenn er sieht, wie ein solches magnetisches Eisen ein ferne gelegenes Stückchen ähnlichen Metalles anzieht. – Wäre es nicht ein umfassendes und somit auch ein über die Sphäre der Materie wirkendes Wesen, wie könnte es einen ferne liegenden Gegenstand ergreifen und denselben an sich ziehen?

[GS 1.1.11] Wir wollen zum Überfluß noch ein paar kurze Beispiele anführen. Betrachtet einen elektrischen Konduktor oder eine elektrische Flasche. Wenn ein solcher Konduktor oder eine solche Flasche mit elektrischem Feuer von einer geriebenen Glastafel aus angefüllt wird, so durchdringt dieses Feuer die ganze Materie und ist sodann zugleich ihr Inwendigstes und ihr Durchdringendes. Wenn ihr euch aber einer solchen Flasche oder einem Konduktor nur ein wenig zu nahen anfanget, so werdet ihr alsbald durch ein leises Wehen und Ziehen gewahr, daß dieses Fluidum die ganze Materie der Flasche und des Konduktors umfaßt.


[GS 1.4.6] Die endlos zufriedenen Geisterengelwesen wandeln auf den Lichtgefilden umher und machen keinen Unterschied, ob da ist ein Land oder ein Wasser. Leicht erheben sie sich in den lichten Äther empor und schweben, wonnetrunken eine Seligkeit um die andere atmend, im selben herum. Wir sehen nur ganz niedliche Bäumchen; wo sind die Riesenbäume des Naturbodens? Auch sehen wir in all den niedlichen Gewächsen eine wunderbare Übereinstimmung. Aus einem jeden haucht ein unaussprechliches Wonnegefühl, hoch entzückend jeden Geist, der sich demselben naht. Ja, aus jedem Bäumchen, aus jeder zarten Grasspitze strömt ein anders geartetes Wonnegefühl; und doch sehen wir in den Bäumchen, in all den anderen Gewächsen wie an dem Grase nur eine Form und eine gänzliche Einheit im Unzähligen.

[GS 1.8.4] Dort sehet ihr lobsingende Geister sich in den leuchtenden Äther erheben. Auf einem andern Platze wieder seht ihr Liebende allerfreundschaftlichst und wonniglichst Arm in Arm miteinander wandeln. Dort wieder seht ihr eine Gesellschaft Weiser, die mit leuchtenden Angesichtern Meine große Liebe, Gnade und Erbarmung besingen. Auf den Ästen der zahllosartig herrlichsten Fruchtbäume seht ihr es wie leuchtende Sterne funkeln.

[GS 1.34.6] Der Stamm eines Baumes steht zwar mit seinen Ästen unter dem Lichte des Himmels und schlürft eine ätherische Kost aus den Strahlen der Sonne und niemand merkt, daß er dessen ungeachtet zuallermeist von der Wurzel seine Hauptnahrung bekommt. Wenn nun die Wurzeln sich gegen den Baum verschwören möchten und zufolge dieser Verschwörung sich von ihm lossagen, was würde da wohl gar bald mit dem Baume werden? Er würde verdorren und endlich keine Früchte mehr tragen.

[GS 1.58.5] Siehe, als ich noch als ein Mensch auf der Erde lebte, da ward ich, wie schon einmal bemerkt, in ein weibliches Wesen stark verliebt. Für meine Lunge hatte ich in diesem Zustande wohl überall genug Luft zum Einatmen. Wenn ich aber nicht in der Nähe dieses meines geliebten Gegenstandes mich befand, da war es mir dennoch trotz der Fülle der Lungenluft zum Ersticken. Befand ich mich aber wieder in der vollen Nähe meines geliebten Gegenstandes (du mußt es mir nicht verargen, wenn ich mich hier vielleicht eines unpassenden Ausdruckes bediene), da wäre mir die Luft, wenn es nicht anders hätte sein können, sogar eines Abtrittes zu einem wohlduftenden Äther geworden.

[GS 1.99.6] Sehet, die Prozession kommt uns näher und näher, und die weiblichen Geisterengel eilen mit ihren Körbchen nun voraus, um desto eher bei uns zu sein. Zwei sind schon hier. Betrachtet einmal die unendliche Zartheit und die allerwundersamst herrlich schöne Form. Alles ist in einer leuchtenden lichtätherischen Rundung an ihnen zu erschauen. Aus ihren Angesichtern strahlt eine wahrhaftige himmlischselige, heitere Freundlichkeit. Und ihre überaus zarte Kleidung beurkundet den großen Unschuldszustand dieser Wesen. Aber sehet, immer mehr und mehr kommen heran, und stets herrlicher und herrlicher beurkunden sich ihre Gestalten.

[GS 2.4.7] Nehmet z.B. euren Erdkörper. Der feste Boden und dessen bevölkerte Oberfläche bilde den ersten Himmel, die Region der Luft, namentlich die der Wolken, bilde den zweiten Himmel, die über den Wolken weitgedehnte Äther-Region den dritten und obersten. So greifen alle diese drei Himmel ineinander, sind aber dennoch voneinander so abgesondert, daß aus dem unteren Himmel wohl niemand in den zweiten und noch weniger in den dritten, wie auch vom zweiten in den dritten niemand gelangen kann; wohl aber ist es umgekehrt der Fall.

[GS 2.4.8] Auf jedem Erdkörper halten sich in diesen drei Regionen zahllose lebende Wesen auf. Auf dem Boden gröbere materielle, in der Wolkenregion geistigere und leichte, in der dritten Region ganz ätherisch leichte und völlig unsichtbare. Und dennoch stehen diese drei Wesengattungen auf jedem Erdkörper in beständiger wechselseitiger Korrespondenz.

[GS 2.4.10] Durch diese wechselseitige Einwirkung steht er denn auch in steter Verbindung mit dem ganzen Universum, und der ganze Einfluß setzt sich dann auf einem und demselben Erdkörper in all seinen drei Regionen wohl entsprechend in die stete Verbindung. Das Ätherische bleibt in dem Äther, das Atmosphärische in der Atmosphäre, und das Tellurische auf dem Erdkörper.

[GS 2.4.11] Dadurch stehen aber die Atmosphären aller Sonnen und Planeten stets also gegeneinander in wechselseitiger Entsprechung, daß sich das Ätherische fremder Planeten nur mit dem Ätherischen eures Planeten, das Atmosphärische mit dem Atmosphärischen und das Tellurische mit dem Tellurischen verbindet.

[GS 2.4.12] Da wir nun solche Verbindungen ersichtlichermaßen dargestellt haben, so können wir zur dritten Betrachtung unseres Bildes übergehen, und diese ist die entsprechend geistige. Vollkommen entsprechend Gleiches entspricht in geistiger Beziehung einer Fläche, die sich allenthalben durchaus gleich ist; demnach ist in der geistigen Erscheinlichkeit das naturmäßig oder tellurisch Gleiche aller Weltkörper wie eine endlos weitgedehnte Fläche, ebenso das Atmosphärische wie das Ätherische anzusehen.

[GS 2.4.18] Betrachtet aber nun die dritte ätherische Abteilung, in welcher naturmäßig alle zahllosen Weltkörper schwimmen. Diese ist allenthalben vollkommen konkret. Also ist demnach in entsprechender Form auch der höchste Liebehimmel so gestellt, daß er alle anderen umgibt, sie trägt und leitet. Es wird nun gar nicht schwer sein, zu begreifen, daß mit diesem höchsten Himmel sich alles andere am Ende wie konkret verflachen muß, indem alles von ihm werktätig durchdrungen wird.

[GS 2.4.19] Daher haben die seligen Geister der Erde in diesem Himmel denn auch diesen unbegrenzten Wirkungskreis aus der Liebe des Herrn. Sie können sich allenthalben hin verfügen. Überall ist für sie ein ebener Weg. Für sie gibt es nirgends ein „Auf“ und ein „Ab“ wie ihr in entsprechender Weise auch nicht annehmen könnet, daß ein ätherisch leichter Mensch, auf welchen kein Erdkörper mehr eine Anziehung zu äußern vermag, sich im lichten Äthermeere irgend leichter und schwerer, auf und ab bewegen könnte, indem er sicher nach jeder Richtung sich mit gleicher Leichtigkeit bewegen wird, also wie ein Gedanke, dem das „Auf“ und „Ab“ doch auch hier sicher einerlei ist.

[GS 2.15.3] Ich sehe wohl in euch soeben eine Frage betreffend die eben erwähnten drei weisen Sternkundigen aus dem Morgenlande. Ich weiß, daß ihr darüber auch schon eine Erläuterung bekommen habt. Aber solches wißt ihr nicht, daß eben aus den Himmeln keine Kunde völlig enthüllt zu den Menschen auf der Erde gelangen kann, sondern noch allezeit ist eine jede Kunde mit einer Hülse umschlossen. Denn ohne eine solche hülsige Umschließung könnte keine Kunde aus den Himmeln, welche rein geistig ist, zu den Menschen gelangen, so wenig als da jemand von euch imstande wäre, den für den Leib nur tauglichen ätherischen Nahrungsstoff ohne Beigabe gröberer Materie in sich aufzunehmen.

[GS 2.21.3] Sehet einmal diese Menschen an, von welch unbeschreiblicher Schönheit sie sind! Die Weiber, als wären sie vom feinsten ätherischen Lichtstoffe geformt, und die Männer sehen wie Feuerflammen aus, die sich ergriffen hätten zu einer wunderherrlichen, liebernst-majestätischen Menschenform.

[GS 2.21.10] Ein ähnlicher Fall kann sich denn auch hier ereignen, und das beinahe leichter als auf der Erde. Wenn so die Jünglinge zufolge ihrer Freiheit dann und wann so einen Hauptpalast besuchen und nicht selten allda der ätherischen weiblichen Schönheiten gewahr werden, dann fängt es sie an, ganz gewaltig lüstern zu jucken, und sie möchten dann alles aufs Spiel setzen, um in den Besitz einer solchen unaussprechlichen Schönheit zu gelangen. – Es ist aber eine Frage, ob sie so etwas nicht auf einem gerechten Wege erreichen können? Auch das können sie beinahe auf dieselbe Art, wie solches auf der Erde nicht selten der Fall ist.

[GS 2.21.14] Sehet, auf beinahe dieselbe Weise geht es auch hier. Auf dem einfachen Begehrungswege ist freilich wohl nichts zu erreichen; aber auf dem Wege des Verdienstes durch einen entschiedenen Grad von hoher Weisheit kann sich ein jeder Mensch der unteren Ordnung in den Besitz einer solchen ätherischen weiblichen Palast-Schönheit bringen.

[GS 2.26.13] Es gibt hie und da wohl recht große Freunde von hohen Bergen, die sie gern besteigen, wenn sie sich nur einigermaßen besteigen lassen. Aber was da diese überaus hohen Grenzgebirge betrifft, da lassen sich auch die größten Gebirgsfreunde den Appetit vergehen, denn fürs erste sind sie ihnen denn doch ein wenig zu hoch, dann hie und da auch zu steil; und die höchsten Kuppen kommen nicht selten schon zu nahe dem ätherischen Lichtstoffe zu stehen, in welchem selbst ihre Feuerleiber noch weniger aushalten dürften als eure Fleischleiber auf jenen Höhen eurer Erde, welche ebenfalls schon so ziemlich in den Luftätherstoff hineingreifen.

[GS 2.28.1] Sehet, es geht den Berg hinan nicht so steil, als es von außen her das Ansehen hatte; denn solche Berge sehen nur von einer gewissen Entfernung sehr steil aus, in der Wirklichkeit sind sie es bei weitem nicht, was sie zu sein scheinen. Sie nehmen aber eine desto größere Fläche ein, weil sie nur ganz gemächlich aufsteigen; und das ist aber auch notwendig, damit aus solcher weitgedehnten Waldfläche ein hinreichendes Quantum des grünen Lichtes, in das weiße Licht des angrenzenden Lichtstromes überströmend, aufnehmen kann den ätherisch sättigenden Teil.

[GS 2.28.2] Denn das weiße Licht des Stromes ist noch gänzlich rein ätherisch, oder wenn ihr es leichter verstehet, es ist in sich selbst ein Äther, der noch nichts anderes in sich aufgenommen hat, aber dessen ungeachtet in ungeteilter Weise alles in sich enthält, gleichwie allenfalls das Wasser ein Träger dessen ist, was die Erde nur immer aufzuweisen hat.

[GS 2.28.3] Der grüne Lichtäther aber ist gewisserart hungrig, nachdem er sicher alle anderen ätherischen Stoffe verzehrte bis auf den grünen, der darum auch ein ausstrahlender ist. Zufolge seines Hungers bekommt er eben durch die weiße Farbe des Lichtäthers, welcher dem Strome entstammt, die vollkommene Sättigung, welche sich dann durch die rötliche Färbung ausspricht.

[GS 2.28.8] Wie gestaltet aber stellt sich diese Lücke dar? – Seht, ihr versteht noch nicht, wie die eben erklärte gegenseitige Lichtfarbensättigung dem entsprechend verwandten Glauben, der Hoffnung und der Liebe entspricht. So habet denn acht, wir wollen die Sache gleich näher beleuchten. Die weiße Farbe entspricht dem Glauben. Wie aber die weiße Farbe als allerfeinstätherischer Stoff alle anderen Stoffe oder Farben in sich trägt, also trägt auch der Glaube in feinster geistiger Substanz schon alles Unendliche des Reiches Gottes und des göttlichen Wesens selbst in sich. Ein jeder Mensch aber ist gleich diesem mit grünstrahlenden Bäumen bewachsenen Berge, von welchem die grüne Hoffnungsfarbe beständig ausstrahlt. Und ihr werdet nicht leichtlich auf der ganzen Erde einen hoffnungslosen Menschen finden, während es eine Menge glaubens- und liebelose gibt.

[GS 2.28.13] Es strahlt freilich wohl die grüne Farbe ihr Grün aus und verzehrt alles andere des ätherischen Farbentums. Das eben aber ist ja auch das Charakteristische der Hoffnungen. Die Hoffnung verzehrt ebenfalls alles mit großer Begierlichkeit, und wir können uns keinen größeren Vielfraß vorstellen als eben die Hoffnung. Was hofft oft nicht alles übereinander und durcheinander der Mensch und malt sich das Erhoffte mit seiner Phantasie in den allerbuntesten Farben aus; es versteht sich dasjenige, was er hofft. Alle diese Gemälde verzehrt er fortwährend, nur die Hoffnung selbst verzehrt er nicht. Und kommt er in den Zustand, daß ihm sogar seine Phantasie kein Gemälde mehr zu liefern imstande ist, dann ist er aber auch schon am allertraurigsten daran, denn da beißt er in seine eigene Hoffnung hinein und verzehrt sie. Das ist dann der Blumentopf am vollkommen finsteren Orte.

[GS 2.33.7] Ja, meine lieben Freunde und Brüder, also verhält es sich auch mit dieser Sache. Alles, was ihr hier als beweglich erschauet, ist nur ein Spiel des Lichtes, welches auf den Zentralsonnenkörpern besonders stark zu Hause ist, und das um so stärker auf irgendeinem Punkte, je mehr sich dieser dem großen Äquator solch einer Zentralsonne nähert. Daher gibt es hier ein Material, welches an und für sich überaus fest ist, und eine große Politur annimmt, viel stärker als der feinste Diamant bei euch. Wenn so eine große Fläche dann gehörig geglättet ist, da nimmt sie auch um so begieriger die mächtigen Lichtstrahlen aus dem einen solchen Sonnenkörper umgebenden Lichtäther auf und wirft dann nach der Übersättigung eben diese Strahlen wieder zurück. Und so entsteht aus dem Ein- und Gegenstrahlen solch eine wogende Wirkung, in der Nähe als sich zu allerlei Lichtformen bildende, durcheinanderbewegende Wogen, in der Entfernung aber zu Kreisen. Warum denn? Weil in der Ferne alle Bewegungen wie auch alle Formen sich fortwährend mehr und mehr abrunden, was ihr schon auf eurem Erdkörper aus verschiedenen Erscheinungen entnehmen könnet.

[GS 2.40.14] Das Licht aber gibt sich hier der Wärme gefangen, und je mehr Wärme, desto mehr Licht wird sich auch derselben gefangen geben. Und aus diesen zweien geht dann eine vollreife Frucht hervor, die ihr genießen könnet und nehmet auf diese Weise dann mit der genossenen Frucht mit der leichtesten Mühe von der Welt das gefangene Licht notwendig in euch auf, und dieses gefangene Licht ist auch jener ätherische Stoff, der eurem Organismus die belebende Nahrung gibt.

[GS 2.43.12] Dieses Polyorganon saugt zufolge seiner mächtigen Attraktion zu der Flüssigkeit dieselbe fortwährend auf. – Dieses Polyorganon reicht aber auf der entgegengesetzten Seite des Reifes bis zu einem Drittel der ganzen Reifhöhe herab, und läßt die auf der anderen Seite eingesogene Flüssigkeit herabträufeln. Vor dem Ende des Polyorganons ist ein trichterartiger Tropfensammler angebracht, dessen unterste Röhre an ein wohlberechnetes löffelartiges Schaufelwerk geleitet ist. Dieses Schaufelwerk ist unmittelbar an der Spindel befestiget, an welcher die Kugel selbst im Kreise hängt. Wenn durch einen oder mehrere herabfallende Tropfen ein Schäufelchen voll geworden ist, so wird das Schäufelchen natürlich schwerer, senkt sich dann abwärts, und bringt auf diese Weise die ganze große Kugel zum Umschwunge. Hat das Schäufelchen zu unterst seine Flüssigkeit ausgegossen, so wird unterdessen schon wieder ein anderes gefüllt und sinkt wieder herab. Und da das Polyorganon ebensoviel Flüssigkeit fortwährend aufsaugt, als es auf dieses Schaufelwerk herabträufeln läßt, so ist das Perpetuum mobile unter den vorher angegebenen Bedingungen ja überaus leicht möglich, wenn ihr noch dazu bedenket, daß diese Materie, aus welcher die Spindel und überhaupt das ganze Ornament besteht, keiner Abnützung und somit auch keiner Reibung fähig ist. Die Glätte der Spindel und des Zylinders, in welchem die Spindel läuft, ist so außerordentlich groß, daß sie sich gegenseitig zur Umdrehung nicht das leiseste Hindernis setzt. Es ist, als möchte sich eine solche Spindel im reinsten Äther bewegen. Und da die große glasartige Kugel auch höchst mathematisch genau sphärisch gleichgewichtig in der Spindel hängt, so wird ihre Ruhe schon durch das Gewicht eines kleinen Tropfens hinreichend leicht gestört. Ein solches Fabrikat aber gehört bei diesen höchst weisen Menschen zu keinem Wunderwerke.

[GS 2.47.18] Ich meine, wir werden der Beispiele genug haben, aus denen ihr die Nichtsichtbarkeit der Gegenstände dieser Galerie gar leicht erklärlich finden werdet. Der Grund liegt nämlich darin, weil die Gegenstände in gleicher Farbe und gleicher Durchsichtigkeit mit dem sie allenthalben umgebenden ätherischen Lichtstoffe sind.

[GS 2.51.6] Und da sieh nur einmal die Säulen an. Fürwahr, äußerlich sind sie doch so glatt poliert, daß wir uns die Oberfläche des Äthers nicht glatter denken können; aber das Inwendige der Säule ist ja förmlich lebendig und entspricht in gedehnterem und ausführlicherem Maßstabe all dem wunderbar Erscheinlichen in den Kugeln. Es ist nun überaus wundervoll anzublicken, wie die Farben der mannigfaltigsten Formen, die sich innerhalb einer solchen Säule bewegen, fortwährend sanft abwechseln.

[GS 2.51.21] Sehet, hat der schlichte Mensch in seinem ganz einfachen Ausspruch nicht ums Unbegreifliche weiser gesprochen als das ganze hochweise philosophische Gremium zusammengenommen? Ja, bei dem kann man sagen: Der hat das Zentrum des Nagels getroffen und hat mit einem Schlage eine ganze Butte voll weiß glänzender Schmeißfliegen erschlagen, denn eine Schmeißfliege ist doch unstreitig das treffendste Bild und Symbolum für einen absoluten Philosophen; diese glänzt auch, als wäre sie mit lauter Gold überzogen. Wenn man diese Fliege im Freien sieht, da sollte man doch glauben, dieses Tier müsse die allerköstlichste Lichtäthernahrung in sich aufnehmen, durch welche es zu einer solchen äußeren Glanzpracht gelangt. Aber nur einen Haufen Exkremente, gleich ob menschliche oder tierische, irgendwohingestellt, und man wird sogleich ins klare kommen, welch Geistes Kind und von welcher Kost genährt dieses Tierchen ist. Findet es einen Schmeißhaufen, da saugt es so lange herum, bis es allen Succus demselben entwunden hat. In die Überreste legt es dann noch eine Menge Würmer, welche nach kurzer Zeit in dieser eben nicht zu ästhetischen Wohnstätte zu neuen Fliegen derselben Art ausgeboren werden.

[GS 2.55.2] Also das wäre der Boden, auf dem wir jetzt stehen; er ist wie eine mächtig strahlende Ätherfläche einer Sonne, und dennoch ist er fest wie ein Diamant. Was saget ihr zu dieser endlosen Pracht? Ihr seid stumm und möget kein Wörtlein hervorbringen. Ja, meine lieben Freunde und Brüder, das ist auch vollkommen begreiflich; denn wo es uns lichtgewohnten Geistern des Himmels schwer wird zu reden, da wird es auch euch sicher um so schwerer werden, indem ihr von dergleichen Lichterhabenheiten in solcher unermeßlichen Fülle noch nie in eurem Gemüte etwas zu sehen bekommen habt.

[GS 2.57.3] Sehet, so blank und flach eine allerfeinst gedrehte und polierte Kugel ist, da nirgends eine das ästhetische Auge störende Erhöhung zu ersehen ist, also blank flach abgerundet ist auch allenthalben der Leib eines solchen Weibes; und da ist kein Unterschied zwischen Jung und Alt, im Gegenteile, je älter hier ein Weib wie auch ein Mann wird, desto vollendeter bilden sich ihre Formen aus; ja im hohen Alter von manchmal mehr denn tausend Jahren werden diese Menschen so außerordentlich vollkommen schön, daß da ihre wahrhaft ätherisch seelische Schönheit durch keines Wortes Kraft und Macht dargestellt werden kann.

[GS 2.57.12] Sehet, ein solches Wesen kann dann in solch einer Materie wohl existieren; bringet ihr es aber von da in die freie atmosphärische Luft, so wird es in wenigen Minuten dahin sein. Umgekehrtermaßen aber wird es auch denjenigen Wesen ergehen, deren Lebenselement nur die freie atmosphärische Luft ist. Wenn aber ihr, die ihr nur in der atmosphärischen Luft zu leben vermöget, euch in den überaus leichten Äther begeben möchtet, so wird es euch da geradeso ergehen wie einem Fische, so ihr ihn vom Wasser in die freie Luft emporhebet.

[GS 2.57.13] Desgleichen gibt es aber auch eine zahllose Menge für euch nicht sichtbar lebender Wesen in der Region des Äthers; diese können nur im Äther und nicht mehr in der Luft und noch weniger in einer dichteren Materie leben. – Wesen aber, welche im Äther zu leben imstande sind, sind auch imstande stets mehr und mehr im Lichte zu leben. Sie haben freilich für euch nicht sichtbare Leiber; aber deswegen existieren sie dennoch, und zwar in einer solchen unendlichen Zahlfülle, daß ihr euch davon ewig nie werdet einen hinreichenden Begriff machen können.

[GS 2.57.14] So denn müsset ihr euch auch diese Menschen nicht als grobmateriell-körperlich denken, sondern überaus ätherisch-zart und feinmateriell, welcher Beschaffenheit aber dann das Licht in seiner größten Intensität auch nichts mehr anhaben kann.

[GS 2.57.15] Solche Verhältnisse gibt es ja auch im reinen Geisterreiche, wo es Geister gibt, die überaus schwerfällig und finster sind und daher ihr Leben auch nur in den dichtesten innersten Teilen der Erde fristen können; – und wieder gibt es Geister, welche etwas leichter sind und daher die oberen Teile der Erde wie auch die Gewässer bewohnen, allda ihr Leben fristen und ihr Wesen treiben; – und wieder gibt es Geister, die in der halben unteren Luftregion leben und in derselben ihr Wesen treiben; und wieder gibt es Geister, natürlich von vollkommenerer Art, welche die oberen reineren Luftregionen, etwa von der Gegend der Gletscher angefangen, bewohnen; – und wieder gibt es Geister, welche die erste Region des Äthers, und dann Geister, welche die höchsten und freiesten Ätherregionen und weiten freien Räume zwischen den Weltkörpern bewohnen; – und endlich gibt es allervollkommenste Geister, welche die obersten Sphären der Sonnen bewohnen, die da sind ein ewiges Licht. Und die Geister von unten bis nach oben können einander nicht erschauen, d.h. deutlicher gesprochen: die Geister einer unteren Stufe können die einer höheren Stufe nicht erschauen; wohl aber ist solches umgekehrt möglich und auch in der Ordnung gangbar.

[GS 2.57.19] Eine noch größere Frage wäre diese: Nach der auflösbaren Lichtstärke eines Brennpunktes aus dem Hohlspiegel zu urteilen, muß die Sonne auf ihrer ätherischen Lichtoberfläche ja eine so außerordentlich auflösende Kraft besitzen, daß ein noch bei weitem größerer Weltkörper, als da eure Erde ist, wie ein Wassertropfen am weiß glühenden Eisen im Augenblicke aufgelöst würde, sowie er sich solcher Sonnenlichtglanzfläche nur auf etliche tausend Meilen nähern würde.

[GS 2.60.8] Also bin ich der Meinung, da wir Bewohner dieser Welt nach unserer Wissenschaft nur mit dem Auge des Herrn korrespondieren, daß wir darum nimmer können Korrespondenten Seines Herzens werden, oder wir können nimmer die volle Kindschaft Gottes überkommen, außer wir müßten eher gänzlich zunichte gemacht werden. Alsdann erst ließe sich eine neue Umgestaltung unserer Bestandsordnung denken. – Solches aber geschieht sichtbar durch die Händeauflegung der Mutigsten auf den flammenden Altar, allda sie dann im Augenblicke zu sein aufhören und von ihnen nichts übrigbleibt, als jenes stumme Fluidum, welches in einem jeden Wesen, sei es eine Welt, ein Stein, eine Pflanze oder ein anderes lebendiges Geschöpf, mit dem Herzen des Schöpfers unbewußtermaßen in der Entsprechung steht.

[GS 2.70.22] Wie aber werden etwa diese Kapellen zeiträumlich voneinander unterschieden sein? – Ich sage euch: Obschon diese Zeiträume gewisserart sich nicht völlig gleichen, so könnet ihr aber doch von Kapelle zu Kapelle wohl Millionen von Jahren annehmen, und ihr werdet euch eben nicht zuviel irren. Denn wenn ihr die Größe der Erde betrachtet, so werdet ihr es auch begreifen können, welche Zeiten-Multiplikation dazu erfordert wird, um aus dem völlig nichtigen Lichtäther einen Tautropfen zu gewinnen und diesen hernach freilich wohl durch steten und stets mehr potenzierten Zuwachs bis zur gegenwärtigen Größe der Erde sich ausdehnen und endlich verfesten zu sehen. – Mehr brauche ich euch kaum zu sagen.

[GS 2.79.12] Was ist denn der Geist? Der Geist ist das eigentliche Lebensprinzip der Seele, und die Seele ist ohne den Geist nichts als ein substantiell ätherisches Organ, welches wohl zur Aufnahme des Lebens alle Fähigkeit besitzt, aber ohne den Geist nichts ist als ein substantiell-geistig-ätherischer Polyp, der seine Arme fortwährend nach dem Leben ausbreitet und alles einsaugt, was seiner Natur entspricht.

[GS 2.87.5] Ich meine, es werden hier nicht viele kritische Urteile vonnöten sein, um das überaus Luftige eines solchen Gebotes auf den ersten Blick einzusehen. Ein Gebot muß ja allezeit nur zu irgendeiner Sicherung einer festen Realität da sein, an deren Verlust einem jeden etwas gelegen sein muß. Was aber ein Luftschlösserarchitekt gegen einen andern Luftschlösserarchitekten verliert, so dieser sich im Ernste die gesetzwidrige Dreistigkeit nehmen sollte, seinem Gefährten ähnliche Luftschlösser zu bauen, ich meine, solch einen enormen Schaden abzuwägen, dazu würde wohl eine überaus feine, ja geradezu ätherisch geisterhafte Haarwaage vonnöten sein. Sollte auch nach der Meinung einer gewissen Sekte auf der Erde der Erzengel Michael mit dergleichen Instrumenten im Ernste zum Überflusse versehen sein, so bin ich aber doch fest überzeugt: ein so überaus zartfühlendes Gewicht-Maßinstrument fehlt ihm sicher.

[GS 2.127.12] Die Lunge ist da gleichsam ein zweiter Magen, eine zweite Küche, durch welche zu den in der ersten Küche bereiteten Speisen ätherische Kost hinzugegeben wird, damit die Speisen der ersten Küche lebendig werden und zur Unterstützung des Lebens taugen.

[JJ 4.13] Bei diesen Worten ward Maria von einem lichten Ätherhauche angeweht, und eine gar sanfte Stimme sprach zu ihr:

[JJ 37.23] Nachdem er aber des Pokals ledig geworden war, erschrak er und stand da, als wäre er von einem elektrischen Schlage berührt worden.

[JJ 172.7] Denn hier, wo sich des reinsten Äthers reinste Geister wiegen, ist keines Bleibens für eine unreine Seele!‘

[JJ 224.20] da werden sie von einer Unzahl Monaden (Äthertierchen) aufgenommen und durch sie wieder dem neu werdenden Weltkörper zu seiner vollkommeneren Ausbildung zugetragen.


[ER 4.2] Daß dieses richtig ist, ersieht jeder Mensch leicht an dem fortwährend neuen Entstehen und Wiedervergehen derselben Materie. Das Laub, das in einem Jahre den Baum ziert, fällt im Herbste ab, und kommt das Frühjahr, so ist schon wenig mehr vom abgefallenen Laube unter den Bäumen zu entdecken, höchstens noch einige wenige Blattskelette, von denen keines den nächsten Herbst in seiner Art erlebt. Also geht es mit dem Grase, wie auch mit den Früchten der Bäume; aber nicht nur diese vegetabilischen Gegenstände, sondern auch Mineralien und hauptsächlich Tiere jeder Gattung entstehen und vergehen. Berge, deren Spitzen vor ein paar Jahrtausenden sich über die höchsten Wolkenregionen erhoben, sind jetzt um wenigstens zwei Viertel niederer; denn die Schärfe der Winde, die auflösende Kraft des Blitzes und des Eises haben diese stolzen Spitzen verweht wie Spreu, und nichts als höchstens irgend ein zerbröckelter Felsblock löst sich noch irgend langsam in einem tiefen Graben auf, und ein nichtiges Gerölle muß sich's gefallen lassen, durch die Einflüsse von Regen, Wind und Elektrizität in den sandigen Alpentriften nach und nach verwittert und vernichtet zu werden. Alles das ist eine Folge des veränderten Schwerpunktes der Materie.

[ER 4.5] Was die endliche Vernichtung jener Urweltsbäume betrifft, deren Reste gegenwärtig noch häufig unter dem Namen Steinkohle angetroffen werden, braucht keine besondere Erklärung; denn alle diese feurigen und dampfenden Erfindungen dieser Zeit werden in eben nicht gar zu langer Zeit die letzten Reste aus der Erdrinde geholt und verzehrt haben. Und so verrichtet hier die neuerfundene Industrie der Menschen dieses letzte Vernichtungswerk durch Feuer und Dampf an den letzten Überresten dieser Urweltsbäume. Also verändert hier das Feuer noch den letzten Schwerpunkt dieser Materie, und sehet: von ihr bleibt nichts mehr übrig als eben wieder ein wenig Asche, welche auf Äcker und Wiesen gestreut in längstens einem Jahre durch die Einwirkung des Regens und der Elektrizität in der Luft gänzlich wieder aufgelöst wird, sodaß somit auch ein solcher Baum, der einst über hundert Morgen Landes bedeckte, in seinem letzten Reste vollkommen sein materielles Dasein verloren hat.

[ER 7.2] Dasselbe ist auch mit allen Pflanzen, Bäumen und Gesträuchen mehr oder weniger der Fall, da besonders ihre Wurzeln nichts als polypenartige Saugrüssel sind; ihre Blüten und namentlich die Staubfäden in denselben sind größtenteils als Freßrüssel zu betrachten, die, wennschon auf kurze Zeit, die befruchteten Blütenstaubeierchen in sich aufnehmen, sie alsbald zerquetschen und so den befruchteten Saft zur Belebung und ersten Ernährung der werdenden Frucht leiten. Zugleich aber hat noch jeder tierische sowohl als auch planetarische Körper eine Menge kleiner Saugspitzen auf sich, die durch ihre Beschaffenheit passendst geeignet sind, den elektrischen und ätherischen Lebensstoff aus der freien Luft in sich einzusaugen.

[ER 7.12] Sehet, da haben wir das Futter schon; dieses alles zieht dieser magnetische Erdmund mit großer Kraft in sich und leitet es in den großen Magen, an dessen Wänden und Querspreizen oder Stützen sich dann dieses Futter kristallartig ansetzt; und wenn der Magen gewisserart gefüllt ist, so tritt dann die Wärme des Erdherzens hinzu, setzt diese großen Magenwände in eine vibrierende Bewegung, und die inneren Querspreizen des Magens ziehen sich dann auch bald enger zusammen und dehnen sich auch bald wieder weit aus. Dadurch wird nun diese Kost gerieben, zermalmt und durch diese Aktion ein neuer elektrischer Stoff gewonnen, der in dem Magen die nahrhaften Wasserteile zersetzt und sie in die zahllosen Nährkanäle ableitet, während dann ein ausgeschiedener, negativ elektrischer Strom die unverdaulichen Überreste in dem Magen ergreift und sie dann durch den schraubenartig gewundenen Entleerungskanal mit großer Gewalt forttreibt, auf welchem Wege diese exkrementarischen Nährteile, zufolge fortwährender mächtiger Reibung, noch die letzten Reste ihrer erdernährenden Substanz abgeben müssen, aus welchem Grunde denn auch der nördliche Teil der Erde viel kompakter ist als der südliche, weil auf diesen letzteren auch zumeist die letzten und schlechtesten Nahrungsteile kommen.


[ER 7.13] Durch den endlichen Abtrieb der letzten Exkremente der Erde wird auch die Rotation des Erdkörpers bewerkstelligt, und zwar dadurch, daß diese freilich sehr luftig aussehenden Exkremente in der gewundenen Richtung hinaus auf den freien Äther stoßen und der Erde dergestaltig einen Rollschwung geben, wie eine Rakete, die um ein Rad gewunden ist, das Rad in Bewegung setzt, wenn sie angezündet wird, und das aus dem Grunde, weil die aus der Rakete entweichende Luft so heftig ist, daß ihr die äußere Luft nicht in gleich schnellem Grade ausweichen oder Platz machen kann, wodurch dann zwischen der ausströmenden Luft aus der Rakete und der äußeren Luft eine ununterbrochene Drucksäule gebildet wird, die das Rad, auf dem die Rakete befestigt ist, in den notwendigen Umschwung bringt, – so wie eine sogenannte Steigrakete eben eine ähnliche unter ihr schnell wachsende Luftsäule in die Höhe trägt.

[ER 9.6] Dieser Feuerherd im tierischen Körper, Milz genannt, besteht darum auch aus einer eigenen, lockeren Masse, die in ihrem kreuz und quer durchflochtenen Zellengewebe vollkommen geeignet ist, das elektromagnetische Feuer in sich zu erzeugen und zu erhalten, und zwar dadurch zu erzeugen, daß sie durch eine beständige Reibung ihres Zellengewebes dieses elektromagnetische Feuer bewirkt und dann in ihren zahllosen, beutelartigen Gefäßen wie in kleinen elektrischen Flaschen aufbewahrt und gewisserart immer damit gesättigt ist, um dadurch in jedem Augenblicke den negativen Teil dem Magen und den positiven Teil dem Herzen zuzuführen.

[ER 10.6] Wenn der wie Eiweiß aussehende Saft aus dem Magen in die Milz übergeht, so bleibt er in diesen perlschnurartigen Blutadern gewisse Perioden hindurch sitzen und rückt nur mit jedem Pulsschlage um eine Perle weiter. Zu gleicher Zeit aber wird mit jedem Pulsschlage eine Reibung der Milzkammern gemacht. Durch diese Reibung füllen sich diese Kämmerchen mit elektrischem Feuer, welches sich gegen die Magengegend hin als positiv und gegen die Herzgegend hin als negativ darstellt; daher auch die Kämmerchen gegen die Magengegend viel mehr scharfkantig sind, während sie in der Gegend gegen das Herz hin sich mehr ins Eiförmige verlieren.

[ER 10.7] Durch dieses elektrische Feuer werden die Kämmerchen natürlicherweise bald sehr ausgedehnt, bald wieder sehr zusammengedrückt; und da diese Kämmerchen an den Kanten sowohl unter sich, wie auch mit einem jeden solchen Blutgefäßkügelchen durch kleine Zylinderchen in Verbindung stehen, so wird dadurch bewirkt, daß die Säfte in den Blutgefäßen stets mehr und mehr in eine kleine Gärung geraten. Durch diese Gärung scheidet sich der in ihnen noch etwas zu häufig vorhandene Kohlenstoff aus und wird dann durch die Kämmerchen teils an die Galle, teils aber auch an das Fett abgeliefert. Zugleich entstehen durch diese Gärung lauter kleine Bläschen, welche, wenn sie unter die Herrschaft der negativen Elektrizität gelangen, mehr zusammenschrumpfen und eine linsenartige Gestalt annehmen.

[ER 10.8] Als solche werden sie dann mit eben dieser negativen Elektrizität zur Hälfte angefüllt, bekommen dadurch eine safranartig gelbliche Farbe und treten also schon als Blut in die Herzkammer; denn das Blut ist nicht eine kontinuierliche Flüssigkeit, sondern es ist ein kleinlinsenförmiger Brei, welcher in seinen Kleinlinsen, die auf ihrer Oberfläche sehr glatt und schlüpfrig sind, die negative Elektrizität in den ganzen Körper herumbringt und verteilt.

[ER 10.9] Diese Elektrizität erwärmt dann auch den ganzen Organismus; und wo diese Linsen dann durch sehr enge Gefäße getrieben werden, da zerplatzen sie, nach welcher Zerplatzung die Hülse flüssig wird und in die sogenannten lymphatischen Säfte übergeht, während der durch dieses Zerplatzen freigewordene elektrische Stoff als ein eisenhaltiger Äther zur Belebung der Nerven verbraucht wird.

[ER 10.9] Diese Elektrizität erwärmt dann auch den ganzen Organismus; und wo diese Linsen dann durch sehr enge Gefäße getrieben werden, da zerplatzen sie, nach welcher Zerplatzung die Hülse flüssig wird und in die sogenannten lymphatischen Säfte übergeht, während der durch dieses Zerplatzen freigewordene elektrische Stoff als ein eisenhaltiger Äther zur Belebung der Nerven verbraucht wird.

[ER 10.12] Sehet die graubraunen Wände, wie sie in jedem Augenblicke von zahllosen Blitzen durchzuckt werden; da ist fortwährend ein allergrößter Millionendonner zu vernehmen. Und sehet, aus den Kammern gehen weite Kanäle; durch sie stürzt eine gewaltige Flut herein; die fortwährenden elektrischen Flammen lösen die Flut in stark spannende Dämpfe auf; mit für euch unmeßbarer Gewalt dringen diese Dämpfe mit dem furchtbarsten Toben durch andere Kanäle weiter; wieder stürzen neue Fluten in die Kammer; da ist wieder ein Sieden, Brausen und Sausen, wie auf der Oberfläche der Erde so etwas noch nie vernommen wurde. Gehet aus der Kammer hinaus und sehet die Blutgefäße an, die sich in obbeschriebener gleicher Gestalt zwischen den Kammerreihen hinziehen, und horchet, wie durch dieselben die gewaltigsten Fluten stürmen, wie sich hie und da diese Kanäle, wo sie enger sind, gleich großen, urweltlichen Riesenschlangen grauenerregend zusammenziehen, bald sich wieder ausdehnen, um dadurch die in ihnen vorhandenen gewaltigen Fluten weiterzubefördern. Sehet, wie hier im Großen ein Gleiches geschieht und geschehen muß wie in der Tiermilz im Kleinen.

[ER 11.8] Auf diese Weise haben wir nun die vier Gefäßgattungen in unserer Leber kennengelernt, deren Aktion und Reaktion eben wieder, wie bei der Milz, durch das elektrische Fluidum bewerkstelligt wird, das in den vorerwähnten Kämmerlein, so wie bei der Milz, durch eine sich reibende Bewegung dieser Kämmerchen hervorgebracht wird. Natürlich aber wird das elektrische Feuer der Leber hauptsächlich durch das Feuer der Milz angeregt; denn die Leber wäre ohne die Milz ganz tot und untätig.

[ER 12.8] Wenn aber nun dieses Eingeweidestück eine so löbliche Bestimmung hat, so wird es auch nötig sein, dessen Bau ein wenig zu durchblicken. Der Bau dieses Eingeweidestückes hat eben wieder eine bedeutende Ähnlichkeit mit dem der Milz und der Leber, nur mit dem Unterschiede, daß dieses Eingeweidestück durch die bekannte polsterartige Abteilung sich von den andern wesentlich unterscheidet; es hat zu beiden Seiten gewisse Wamssäcke, welche durch eine bedeutende Eindrückung und durch ein weißlichtes Zellengewebe voneinander geschieden sind, und hängen nur mit der Mittellinie als ein Ganzes zusammen, welche Mittellinie ebenfalls ein weißes Zellengewebe ist, durch welches die Hauptwasserkanäle sich hindurchziehen und den edlen Samenstoff in die Wämse abliefern, welchen sie, wie schon oben bemerkt, von dem aus der Leber kommenden Wasser absorbieren. In den Wämsen wird dieser Saft durch die in ihnen erzeugte Elektrizität reifer gemacht und subtiler und flüssiger, als solcher er dann in die zarten Blutgefäße in diesem Eingeweide aufgenommen und mit dem Blute vereinigt zum Herzen geführt wird, von wo aus er dann erst wieder durch ganz eigene Gefäße in die für ihn bestimmten Vorratskammern geleitet wird, allwo er dann für seine brauchbare Bestimmung fortwährend von der sogenannten Beutelniere seine Nahrung und daraus erfolgte Brauchbarkeit erhält. Nun hätten wir auch, soviel für unsern Zweck nötig, den Bau dieses Eingeweidestückes durchschaut und können nun dasselbe Eingeweidestück in unserem Erdkörper aufsuchen.

[ER 13.10] Hat sie nicht mehrere ähnliche Kinder? – O ja, eine bedeutende Menge Kometen, die sich einesteils in dem weiten Ätherraume hinausgeboren kreisend befinden, teils aber sind solche Kinder, die von dieser Zeugung herrühren, die fast tagtäglich und zumeist um die Äquinoktialzeiten nahe zahllos zum Vorschein kommenden sogenannten Sternschnuppen. Daß sie nichts anderes sind als kleine, von der Erde neu ausgeborene, kometähnliche Planetchen, beweist ihr allzeit elliptischer Lauf und ihre runde Gestalt, wenn sie der Erde so nahe kommen, daß die Menschen mit ihrem Auge ihren Durchmesser näher betrachten können. Diese Planetchen werden jedoch von der Erde, so wie alle ihre sonstigen Zeugungen, wieder aufgespeist, ähnlich der Fabel des Saturnus, der seine Kinder verschlang.

[ER 13.12] Das ist somit ein Hauptgeburtskanal der Erde. Andere Geburtskanäle sind eine Menge Seen, Sümpfe und Höhlen in den Bergen, aus denen nicht selten solche Planetchen in eine bedeutende Höhe durch eine polarische Kraft hinausgeschleudert werden. Da sie aber zu wenig Körper haben, so wird – durch die überwiegende polarische Kraft der Erde – ihr kleiner Reichtum von der entgegengesetzten Polarität verzehrt, und sie werden von der Erde wieder an sich gezogen, auf die sie dann bald als schlackenartige Massen, manchmal auch als Steine, herabfallen; als Steine kommen sie aber nur dann wieder herab, wenn sie vorerst im Ätherraume explodiert sind und dann als Teile des Ganzen herabstürzen.

[ER 15.2] Die Erde zeugt als ein Doppelwesen in irgend einer Gegend aus ihren Eingeweiden heraus eine gewöhnlich zahllose Menge solcher Eierchen. Diese sind sehr klein und werden leicht durch die Poren und Kanäle der Erde hinausgetrieben. Durch den in ihnen zugrunde liegenden Gärstoff werden sie, je weiter herauf sie kommen, desto mehr ausgedehnt, wodurch sie am Ende leichter als die atmosphärische Luft werden, und steigen dann, so sie die Oberfläche der Erde erreicht haben, in der Gestalt dunkler Nebel nach Art eines Luftballons in eine bestimmte Höhe, wo sie in eine stark elektrische Strömung geraten, und das zwar leicht, weil sie von dieser eigens angezogen werden. In dieser Strömung werden sie dann schnell ausgereift und ausgeboren, und das nicht selten in einer Anzahl von vielen tausend Millionen. Weil sich diese Tierchen aber dann aus der Luft durch die elektrische Strömung einen spezifisch schwereren Leib gebildet haben, als die Luft selbst ist, so können sie sich auch in der Luft nicht mehr lange aufhalten, sondern senken sich zur Erde herab; aber, weil sie dennoch ziemlich leicht sind, nicht so schnell, daß sie durch einen solchen Fall plötzlich zerplatzten und somit natürlich alsogleich getötet würden, sondern sie kommen allezeit ziemlich wohlbehalten herab und können nach dem Herabfallen noch einige Stunden lang leben. Aber weil diese Gestaltung ein Stufenübersprung ist und nicht mit dem ordnungsmäßigen Vorwärtsschreiten geistiger Intelligenzen aus dem Erdkörper im Einklange steht, so vergehen sie auch bald wieder aus dem erscheinlichen Dasein, werden von der Erde wieder aufgesogen und in das Pflanzenreich getrieben, wobei zu bemerken ist, daß solche Erzeugnisse dann wohl früher in die vormals erscheinliche Tierstufe übergehen, als wenn solche Tierstufen nach der gewöhnlichen Ordnung vorerst eine ganze Legion Pflanzenleben durchmachen müssen. Denn man kann da sagen „Tierstufen“, weil sie schon als solche aus der Erde alsogleich als tierische Wesen in die Erscheinlichkeit treten, welche aber freilich vorher noch einen Schritt in das Pflanzliche zurücktun müssen, bevor sie den intensiv tierischen Charakter annehmen können.

[ER 17.2] Diese Fäden sind nicht Röhrchen, sondern lauter aneinandergereihte verschiedenartige Kristalle, welche wie Glieder einer Kette aneinander verbunden sind. Ihre Stellung ist so, als so ihr ungefähr mehrere dreikantige Pyramiden also aufeinander setzen würdet, daß die Spitze genau in die Mitte der unteren Fläche der nachfolgenden Pyramide zu stehen kommt, und zwar die eisenhaltigen Pyramiden also gewendet, daß die Spitzen gegen Norden gerichtet sind, und die platin- und kupferhaltigen die Spitzen gegen Süden gekehrt haben. Wenn ihr euch das so recht vor Augen stellet, so habt ihr ein richtiges Bild, wie diese Leitfäden konstruiert sind. Diese Leitung muß darum also mechanisch geordnet sein, weil jede anders geordnete, glatte Leitung, wie etwa durch einen Draht, das wirkende elektromagnetische Fluidum bei einer Länge von nicht selten dreitausend Meilen verlieren würde.

[ER 17.3] Daß glatte Leitungen mit der Zeit das Fluidum mehr und mehr verlieren, können in diesem Manipulationsfache mehr geübte Naturkundige schon aus dem abnehmen, daß ein weitgeleiteter elektrischer Funke nicht mehr jene kräftige Wirkung hat als in der Nähe eines Konduktors, der zuerst entweder von einer geriebenen Glasscheibe oder von mehreren in die Salz- oder Schwefelsäure getauchten Kupfer- oder Zinkplatten zunächst das elektromagnetische Fluidum aufnimmt. Allein diese Pyramidallinie würde auch noch nicht für einen etliche tausend Meilen fortlaufenden Konduktor völlig dienlich sein, so sie nicht in einer eigenen Röhre fortliefe, welche von einer solchen Masse gebildet ist, durch die kein elektrischer Funke durchdringt.

[ER 17.4] Aus diesem könnt ihr schon ein wenig ersehen, wie überaus kunstvoll dieser Mechanismus fortgewebt ist; aber damit wäre noch wenig gewonnen, wenn diese Fäden den elektromagnetischen Stoff hin und her wechseln ließen. Es müssen daher an gewissen Punkten, besonders in der Gegend der aufsteigenden Kanäle, Sammelkammern angebracht sein, in denen sich dieser Stoff sammelt; und wenn eine solche Kammer vollgeladen ist, so wirkt sie dann auf die Flüssigkeit im Kanale und verleiht ihm wieder neue Kraft. Das ist eine Bestimmung dieser zahllosen Sammelkammern, die bald größer und bald kleiner sind, und die auch bald negativ und bald positiv sind, auf daß, wenn die Substanz in einer aufsteigenden Flüssigkeit durch die positive Elektrizität zu gewaltig heiß gekräftigt würde, die negative dann wieder das Superplus in sich aufnimmt und sogleich in ihresgleichen verwandelt, oder so ganz deutsch gesprochen: Was die positive Elektrizität zu viel erhitzt, das kühlt die negative wieder ab.



[ER 19.5] Nun wüßten wir auch das. Das Reich der Fossilien haben wir schon letzthin angezogen; so bleibt uns für die natürliche Betrachtung des Erdkörpers nichts mehr übrig als die Luft, welche die Erde in allem bis zu einer Höhe von zehn deutschen Meilen in drei hauptunterschiedlichen Sphären umgibt. Und so wollen wir nächstens diesen äußeren Teil der Erde noch durchgehen und wollen uns endlich, wenn wir den Äther werden erreicht haben, auf seinen Lichtschwingen in die Geisterwelt hinüberschwingen.

[ER 21.1] Um, wie gesagt, noch gründlicher einzusehen, daß in der atmosphärischen Luft eine zahllose Menge von Grundluftstoffen oder – wie sie die Gelehrten der Welt nennen – Spezifika vorhanden seien, muß man dahin geleitet sein, wo man zu der Einsicht gelangt und gewisserart bei sich selbst unwidersprechlich einsieht, woher diese Spezifika rühren, und was der Grund ihrer Entstehung, ihres Daseins und auch ihres Aufhörens ist.

[ER 21.2] Dieses alles einzusehen, ist für den gar nicht schwer, der nur einigen guten Willen besitzt und nicht ein diplomatisch begründeter Gelehrter ist, welche Diplomatie ihm wie die Decke dem Moses vor den Augen hängt, nur nicht aus gleichem Grunde, auf daß er ja das nicht erschaue und begreife, was mit leichter Mühe der einfachste Mensch erschauen, wahrnehmen und begreifen kann. Wer also nur einigermaßen – Ich sage es noch einmal – einen guten Willen und keine Decke vor den Augen hat, der wird es mit Händen greifen, daß diese zahllosen Spezifika in der atmosphärischen Luft nicht irgend aus der Luft gegriffen sind, sondern so wie jedes Ding ihren vollkommen tüchtigen Grund haben.

[ER 21.3] Sehet hinauf: wie zahllos prangen die Sterne in den fernen Räumen des unendlichen Äthers, der nirgends einen Anfang und nirgends ein Ende hat! Der Mensch wird ganz entzückt, wenn das Schimmerlicht von all den Millionen Sternen in sein Auge fällt; und wie traurig ist er, wenn etwa manchmal einige trübe Nächte ihm den herrlichen Anblick des gestirnten Himmels verleiden.

[ER 21.8] Wenn aber das Licht der Sterne durch das Auge des Menschen im höchst verjüngten Maßstabe schon eine so entschiedene Wirkung hervorbringt, wieviel stärker wird die Wirkung des Sternenlichtes durch das große Erdauge auf die Erde selbst sein! Denn die atmosphärische Luft ist auf ihrer Oberfläche, wo der Äther auf ihr ruht, ein glänzender Spiegel, in dem sich ein jedes Gestirn schon sehr bedeutend groß abbildet. Das Bild wird nun ganz bis zur festen Erdoberfläche geleitet, und zwar in stets mehr konzentrierter Lichtkraft nach den bekannten optischen Grundsätzen. Die Einwirkung dieses konzentrierten Lichtes, oder dieses konzentrierte Licht selbst, ist in sich schon ein solches ganz einfaches Spezifikum in der atmosphärischen Luft, weil es auf die ihm zusagenden Teile in der Erde und auf der Oberfläche derselben entweder auflösend oder zusammenziehend wirkt. Nun dürftet ihr nur die zahllosen Sterne zählen – wenn ihr es könnt –, so werdet ihr sogleich auch die Unzahl der einfachen Spezifika in eurer atmosphärischen Luft haben. Alles, was körperlich auf der Erde und in der Erde vorhanden ist, ist alles gegenseitige Wirkung der Sterne, und das darum, weil Ich, der Schöpfer, den großen Weltenmechanismus also eingerichtet habe.

[ER 21.9] Astronomen auf der Erde haben schon zwei recht wichtige Beobachtungen gemacht. Der einen zufolge sind früher dagewesene Gestirne gänzlich verschwunden; da muß ja auch das durch sie bewirkte Spezifikum auf der Erde verschwunden sein und mit ihm jene Wesen, die durch selbes ins physische Dasein treten konnten.

[ER 21.10] Eine andere Entdeckung der Astronomen ist die, derzufolge das Licht von sehr entfernten Sternengebieten auf die Erde entweder jetzt oder manchmal erst nach vielen Jahren zum ersten Male eintreffen wird. Dieser Erscheinung zufolge müssen dann ja auch neue Spezifika auf der Erde zum Vorschein kommen und ihnen zufolge auch neue Gebilde auf der Erde, die für die früher schon vorhandenen Wesen entweder günstig oder nachteilig wirken, je nachdem der Stern, von dem das Spezifikum ausgeht, ein guter oder ein böser ist; denn es gibt gute und böse Sterne, so wie es ihnen zufolge gute und böse Pflanzen und gute und böse Tiere gibt.

[ER 21.14] Auf eine gleiche Weise üben auch die Kometen und andere Lichtmeteore, wenn sie noch so kurze Zeit dauern, einen merklichen Einfluß auf die Erde aus, sowie nicht minder der Lichtwechsel des Mondes und besonders fühlbar die Lichtdauerveränderung der Sonne; denn wer den Unterschied zwischen Sommer und Winter nicht verspürt, der ist sicher im höchsten Grade zu bedauern. Daß aber auch das Licht, wenn es noch so kurz dauert, auf irgend ein Ding auf der Erde sicher einen mächtigen Einfluß ausübt, beweist das gewiß allerkürzest dauernde Licht des Blitzes, welches bekanntlich die Krebse tötet, wenn sich diese nicht vor dem Gewitter in ihre Schlammgemächer verkrochen haben. Aus dem bisher Gesagten wird dem, der nur eine kleine, aber etwas bessere Einsicht hat, sicher handgreiflich klar, woher die vielen Spezifika in der Luft rühren, wie sie bewirkt werden, und was sie selbst notwendig bewirken.

[ER 22.6] Ebendasselbe ist scheinbar mit der Sonne der Fall, obschon da eigentlich nur die Erde der bewegte Körper ist und die zwölf Himmelszeichen durchwandert. Dessenungeachtet aber scheint es doch, daß die Sonne um ein Himmelszeichen ungefähr monatlich fortrückt; daher auch in den Kalendern in jedem Monate ein anderes Himmelszeichen angezeigt ist. Durch dieses Fortrücken unter diesen Hauptsternbildern geschieht es natürlich, daß, sowohl durch den Mond als durch die Sonne, fortwährend einige Sterne dieser Sternbilder durch diese zwei Himmelsgestirne bedeckt werden. Durch diese Bedeckung wird dann natürlicherweise auf eine kurze Zeit der Einfluß unterbrochen, welchen obige Sterne in den Sternbildern auf den Erdkörper ausüben. Zufolge solcher Erscheinlichkeit muß dann schon nach früher erwähnten Grundsätzen auf dem Erdkörper irgend eine Veränderung verspürt werden, und zwar besonders bei jenen Gegenständen, die aus dem Einflusse dieser Sterne eben mit diesen Sternen irgend eine ähnliche Beschaffenheit haben, weil ihr Bestehen ein Spezifikum vonnöten hat, das dem Lichte dieser Sterne entstammt.

[ER 22.13] Dazu sei aber gesagt, daß solch eine Behauptung sogar mathematisch unrichtig wäre; denn die Strahlen von jenen überaus vielen, sehr weit entfernten Sternen sind in dieser Höhe noch zu wenig kondensiert, können daher dort jene Spezifika noch nicht bewirken, die sie ungefähr um 1000 Klafter tiefer sicher bewirken, was schon aus dem Umstande leicht deduziert werden kann, daß man von einer solchen Höhe zur Nachtzeit Sterne der vierten, fünften und sechsten Größe mit freiem Auge gar nicht mehr erblickt, noch weniger jene der siebenten, achten und so weiteren Größe, während jedermann mit gesunden Augen, besonders an den Meeresküsten, in einer heiteren Nacht noch Sterne siebenter und achter Größe mit freiem Auge erblicken kann.

[ER 23.1] Daß die Sonne leichtbegreiflichermaßen nur die Unterstützerin, nicht aber die so ganz eigentliche Selbstspenderin des Lichtes ist, erhellt leicht aus dem, daß die Sonne zuvor das Licht aus den zahllosen Sonnen auf ihrer Glanzoberfläche aufnimmt und es dann wie ein vereintes Licht in die weiten Ätherräume hinauswirft. Dieses hinausgeworfene, vereinte Vielsternenlicht begegnet allenthalben auch denjenigen Lichtstrahlen, welche unmittelbar von den Sternen auf diese Erde einfallen, vereinigt sich dann mit diesen Lichtstrahlen und fällt dann gemeinschaftlich mit ihnen auf die Erde. Darin liegt die Unterstützung, und es wäre das alleinige Sonnenlicht sehr matt, wenn das Licht der Sterne nicht mit demselben wirkte; so wie das alleinige Licht des Mondes sehr schwach wäre, wenn dasselbe nicht von dem Sonnenlichte, wie dieses von dem Sternenlichte, unterstützt würde.

[ER 23.3] Auf der schon bekanntgegebenen Höhe der Berge kann aber diese Unterstützung darum nicht von solcher Wirkung sein wie in der tiefer gelegenen Gegend, weil, wie schon oben erwähnt, die Strahlen noch nicht die hinreichende Dichtigkeit erreicht haben, welches daher rührt, weil der Luftkreis um die Erde ein linsenförmig runder, durchsichtiger Körper ist, gleichsam wie ein großes Brennglas, bei dem der Sonnenstrahl, wenn er durch dasselbe geleitet ist, nicht sogleich hinter dem Glase die Brennstärke bekommt, sondern erst in jener Entfernung, die gleich ist dem halben Durchmesser jener Peripherie, aus der die kugelichte Oberfläche des Brennglases genommen ist; aber der Strahl tritt hinter dem Brennglase stets enger zusammen und wird daher auch stets wirkender, bis er endlich in der Brennpunktweite seine vollste Kraft erreicht. Der Brennpunkt der großen Luftlinse wäre freilich erst im Mittelpunkte der Erde, wohin aber nie ein Sonnenstrahl gelangt; aber dessenungeachtet wird der Lichtstrahl, der auf die Oberfläche dieser großen Erdlinse fällt, innerhalb derselben, gegen die Erde zu, sich gleichsam dem Brennpunkte nähernd, stets dichter und wirksamer. Gegenstände, als da sind die Berge, kommen dann schon mehr in den weniger dichten Teil der Lichtstrahlen als die tief gelegenen Täler und besonders die Meeresgegenden der Erde; daher die Strahlen aus den entfernteren Sternen da noch keine fühlbare Verdichtung haben können und daher auch noch keinen Einfluß auf die Vegetation ausüben, oder mit anderen Worten gesagt: Diese Lichtstrahlen bilden in solchen Höhen noch keine Spezifika; daher auch jene verschiedenen Pflanzengattungen, die derlei Spezifika vonnöten haben, auf solchen Höhen nicht mehr fortkommen.

[ER 23.5] Weil aber eben auf solchen Höhen oder, besser gesagt, in diesen Regionen die Strahlen aus den kleineren Sternen, wie selbst die aus der Sonne, zufolge ihrer geringen Verdichtung noch keine solche Wirkung haben können als tiefer herab, so ist eine solche Höhenregion gewisserart ein Übergangspunkt von der früheren Nichtwirkung zur gleich darauf schon mehr und mehr entstehenden Wirkung; oder: auf solchen Höhen fangen die Strahlen an, sich zu verdichten, teils durch ihre eigene Verdichtung und teils durch den Reflex oder jene zurückgehenden Strahlen, welche von der Erdoberfläche wieder abprallen. – Durch dieses Strahlen und Gegenstrahlen werden dann in dem Lichte gewisse Evolutionen bewirkt, welches in sich wie eine Art Wogen aussieht. Wenn dieses Wogen eine Zeit fortdauert, so wird durch dasselbe auch ein Spezifikum aus dem Grunde hervorgerufen, weil eben dieses Wogen schon ein, nach eurer gelehrten Art zu sprechen, chemischer Lichtprozeß ist; und dieses Spezifikum, das in sich natürlich ein gemengtes, gar vielfaches ist, tritt dann zuerst als ein Hochgebirgsnebel in die Erscheinlichkeit; und wird dieser chemische Lichtprozeß nicht durch etwas unterbrochen, so werden aus den Nebeln bald Wolkenmassen in dieser Höhenregion zum Vorscheine kommen, die sich nach und nach stets mehr verdichten und endlich gar in Regentropfen oder, in Winterszeit, auch in Schneeflocken zur Erde herabfallen.

[ER 23.8] Auf diese Weise entstehen alsdann, aus natürlicher Begebnisweise betrachtet, die Nebel und Wolkengebilde in unserer zweiten Luftregion, wobei aber freilich die gegenseitig polarisch wirkende Kraft des Nord- und Südpols, die besonders in dieser Region sich tätigst kundgibt, nicht außer acht zu lassen ist; denn durch sie werden diese Neugebilde mit der tellurischen Elektrizität gesättigt und bekommen durch diese Sättigung erst jene Kondensation, durch welche sie dann dem Erdkörper als eine Nahrung für dessen Pflanzen- und Tierwelt zugeführt werden.

[ER 23.12] Zugleich bekommen die meisten auch eine bedeutende, starke Lust zum Essen und zum Trinken und können oft auf einer solchen Höhe Speisen genießen, ohne irgend eine Magenbeschwerde sich zuzuziehen, welche Speisen sie in der Tiefe nicht einmal anschauen durften. Die Ursache davon liegt lediglich in der größeren Reinheit der Luft und hat eine große Ähnlichkeit mit dem Zustande der Seligen, die auch alles genießen dürfen, ohne daß es ihnen etwas schadet, weil in dem Reinen alles mehr und mehr gereinigt wird und das Schädliche dort nicht mehr schädlich werden kann, wo es in Ermangelung der dazu erforderlichen Spezifika keine weiter ausbildende Nahrung mehr findet.

[ER 24.1] Die dritte Luftregion ruht auf der zweiten ungefähr sogestaltig, als so jemand ein sehr reines, ätherisches Öl über ein reines Wasser geben würde, wo dieses Öl dann sich nicht mit dem Wasser vermengt, sondern, obschon knapp an der Wasseroberfläche liegend, aber jedoch nicht die Reinheit des Wasserspiegels beeinträchtigend, im Gegenteile diesem Spiegel einen doppelt schönen Glanz verleiht. Diese dritte Luftregion ist auch gleich wie ein ätherisches Öl; sie ist gewisserart das Schmalz, womit die beiden unteren Luftschichten geschmalzen werden, und ist zugleich das ätherische Salz, welches die unteren Luftschichten salzt und sie somit zum Genusse für Tiere und Pflanzen wohlschmeckend macht.

[ER 24.2] Alle Wohlgerüche kommen von dieser dritten Luftregion herab, wo sie durch das Licht und Salz – d. i. ein ätherisches Salz – herabgeführt werden, um durch die in der Nähe der Pflanzen angesammelte Elektrizität in die Pflanzen selbst geleitet zu werden und ihnen das ätherische Öl und mit demselben den mannigfaltigsten Wohlgeruch zu geben. Bei manchen Pflanzen kann man dieses Öl in sehr kleinen, höchst durchsichtigen Harzkügelchen mit freiem Auge, sehr gut aber mit einem Mikroskope, entdecken.

[ER 24.3] Kurz und gut, mit einem gesagt: Der Geruch, auch zum größten Teile der Wohlgeschmack, und die mannigfaltige schöne Färbung, besonders der Blumen wie auch der Früchte, rühren hauptsächlich von dieser dritten Luftregion her; denn der Geschmack, der Geruch, wie auch zum größten Teile die schöne Färbung, sind rein ätherische Substanzen und können daher nur von dort ihren Ursprung haben, wo sie am nächsten dem Äther sind, von dem alle diese zahllos vielen ätherischen Spezifikalsubstanzen herrühren.

[ER 24.4] Diese spezifikalätherischen Substanzen ergreifen sich in dieser dritten Luftregion und machen gewisserart ein Fluidum aus, welches aber in den durchgehenden, verschiedenartigen Strahlen aus den zahllosen vielen Sternen seine gewisserart chemische Verwandtschaft findet, sich mit denselben vereinigt und zu der Erde herabkommt und diejenigen Pflanzen oder Tiere substanziell erfüllt, welche mit den verschiedenen Lichtspezifikalgrundstoffen entsprechende Verwandtschaft haben.

[ER 24.5] Diese dritte Luftregion entspricht auch jeder Pflanze, und zwar dem Außenteile derselben; dieser Außenteil bei den Pflanzen ist allezeit die Knospe, die Blüte und auch die Frucht, sowie auch die Blätter und die elektrizitätsaugenden Spitzen an denselben. Alle diese Teile an den Pflanzen haben ein ätherisch reines Aussehen. Dieses ist gleichentsprechend der dritten Luftregion. Denn gewöhnlich ist es äußerst zart, subtil und wohlschmeckend, bei manchen Pflanzen freilich auch widerlich riechend; allein dieser widerliche Geruch ist nur eine Folge der Überwiegenheit der inneren, tellurischen Säfte, welche gewisserart von diesen reinen, himmlischen Substanzen nicht überboten werden können.

[ER 24.6] Bei den Tieren findet man noch auffallender die Substanzen aus dieser dritten Luftregion vereinigt. Aber freilich sind sie hier gewisserart schon in der zweiten Hand, daher auch nicht so rein ätherisch wie bei manchen Pflanzen; jedoch das Mark im Kopfe, welches gewöhnlich durch die Haare aus der Luft absorbiert wird, und ganz besonders die höchst reinen Flüssigkeiten im Auge – besonders jene unter der ersten Hornhaut, wie auch die Hornhaut selbst – werden durch die Augenbrauen und Augenlider aus der Luft absorbiert und dann in das Auge geleitet; und demnach ist diese dritte Luftregion dem Auge gewisserart ähnlich, und zwar auch aus dem Grunde ähnlich, da sie nebst den schon oben angezeigten Zwecken auch diesen Zweck hat für die gesamte Erde, welchen Zweck das Auge bei den Menschen und bei den Tieren hat.

[ER 25.1] Diese dritte Luftregion, die, wie schon oben bemerkt, als die reinste, somit auch durchsichtigste, wie ein ätherisches Öl auf der zweiten Luftregion ruht, hat nebst den bereits schon erwähnten Eigenschaften auch diese ganz besondere, daß sie durch irgend eine Störung sich überaus leicht entzündet; besonders aber leicht entzündlich ist sie an jenen Stellen, wo irgend ein Körper, als z.B. ein Meteorit, in ihre Region gerät und sie gewisserart eine bedeutende Strecke hin durchschneidet. Diese Entzündung ist jedoch ganz eigentümlicher Art, und das darum, weil dabei kein Verbrennen stattfindet. Es ist ein Leuchten, aber kein Verbrennen. Dieses Leuchten und diese ganz besondere Art der Entzündung zu erklären, wird für eure Begriffe freilich wohl etwas schwer sein; aber dessenungeachtet werden wir trachten, die Sache so klar wie möglich zu machen.

[ER 25.11] Nun sehet, da wir einmal den Akt des Entzündens für euch so faßlich als möglich erörtert haben, so ist es nun ein Leichtes, das Entzünden dieses Ätherluftgehaltes in der dritten Luftregion, wenn diese durch einen Körper in ihrer gewöhnlichen Ruhe gestört wird, zu erklären. Ein durch diese dritte Luftsphäre fallendes oder fliegendes Meteor reißt die Luft natürlich auseinander; dadurch bekommt diese Luft ob der gewöhnlich sehr schnellen Bewegung solcher Körper einen hohlen Raum. Dieser hohle Raum bildet aber eine Spiegelfläche, in welcher sich in dem Augenblicke die Lichtstrahlen von zahllosen Sternen wie in einem Hohlspiegel, oder noch besser, wie in einem Zylinderspiegel konzentrieren, und dieser Strahlenreflex hat, von der Erde aus gesehen, das Ansehen eines Feuers; allein es ist durchaus kein Feuer, sondern bloß die reflektierende, obbeschriebene Wirkung des Sternenlichtes in dem neugebildeten Luftzylinderspiegel.

[ER 26.2] Als eine besondere Erscheinlichkeit bei der Entzündung oder noch besser beim Leuchten der durch die dritte Luftregion fallenden Meteore ist das anzusehen, daß besonders der Kopf eines solchen Meteors am meisten leuchtet. Dieses Leuchten des Kopfes, solange derselbe die dritte Luftregion durchschneidet, ist ganz homogen dem Leuchten dessen Schweifes; es ist ein konzentrierter Strahlenreflex, und das darum, weil der feste Körper, der dazu noch gewöhnlich rund ist, um sich ganz natürlich die leichte, ätherische Luft auseinandertrennt und um sich, besonders am vorderen Teile des Kopfes, eine Lufthülse bildet, welche um den Körper eine hohlspiegelartig glänzende Fläche macht, die das Licht von den leuchtenden Weltkörpern aufnimmt und es dann weiter zur Erde herabspendet; und so jemand einen runden Stein sehr heftig in ein reines Wasser werfen möchte, der könnte sich von einer ähnlichen Erscheinung ein kleines Ebenbild machen, – denn wenn der Stein auch schwarz ist, so wird man ihn unter dem Wasser mit einem ganz weißen Kopfe vordringen sehen. Dieses Weiße des Kopfes ist nichts anderes als ein durch den schnellen Vordrang des Steines gebildeter Wasserhohlspiegel, der die in das Wasser fallenden Strahlen konzentrierter aufnimmt und wieder zurückwirft. Aus eben diesem Grunde erscheint auch der Schaum des Wasser weiß, weil die Wasserblasen gewisserart lauter Hohlspiegel sind, welche in sich eine Menge Strahlen aufnehmen und sie dann konzentriert wieder ausstrahlen lassen. Was hier das Wasser zeigt, das zeigt dort das Leuchten eines Meteors, nämlich nichts anderes als einen konzentrierten Reflex des Lichtes.

[ER 26.3] Wann aber ein dem Volumen nach größeres Meteor in die zweite Luftregion herabkommt, dann entzündet es sich oft wirklich, und zwar durch die Reibung in der schwereren Luftschicht. Ist die Bewegung sehr schnell, so kann ein solches Meteor sogar noch wirklich brennend auf die Erde herabkommen, was jedoch äußerst selten geschieht. Bei einer verzögerten Bewegung, welche in der dichteren Luftregion leicht erklärbar ist, tritt dann bald das Erlöschen ein, und der Körper fällt dann ganz finster irgendwo zur Erde nieder. Doch würde selbst ein größeres Meteor bei sehr schneller Bewegung sich dennoch nicht entzünden, wenn es nicht zuvor mit der sehr leicht brennbaren ätherischen Luft der dritten Region gesättigt worden wäre. Diese ätherische Luft ist dann das eigentliche brennbare Wesen eines solchen Meteors, wenn dasselbe in die dichtere Luftregion gelangt ist.

[ER 26.5] Ihr werdet schon oft so ganz weiße, fein geriegelte sogenannte Lämmerwolken gesehen haben. Diese Wolken sind äußerst subtil und so durchsichtig, daß sie selbst das Licht der Sterne beinahe ganz ungetrübt durchscheinen lassen. Diese Lämmerwolken sind die höchsten, die über dem Erdkörper vorkommen; diese Wolken entstehen durch eine gewisse Art Vermählung des reinen Äthers mit der Oberfläche der dritten Luftregion; sie sind eigentlich gar keine Wolken, sondern bloß wellenartige Bewegungen auf der höchsten Oberfläche der dritten Luftregion, die dadurch hervorgerufen werden, wenn durch den weiten Äther gewisse Lichtwesen sich der Erde zu nähern anfangen, welche Lichtwesen auf euch schon bekanntem Wege den Sonnenkörpern entstammen. Da diese substanziellen Wesenheiten schon eine gewisse Ponderabilität haben, so bringen sie durch den Aufsturz auf die leicht erregbare Oberfläche der dritten Luftregion eine wellenartige Bewegung auf selbiger hervor, welche Bewegung das auffallende Sonnenlicht nicht mehr geradlinig, sondern mit manchen Brechungen durchgehen läßt; und diese verschiedenartige Brechung auf den Wellen der dritten Luftregion bewirkt dann eben jene Erscheinung, die sich wie weiße, feingeriegelte Lämmerwölkchen ausnehmen läßt.

[ER 28.5] Der Geist zwar an und für sich, als das Urprinzip des Lebens aus Mir, braucht freilich wohl nichts aus dem Erdkörper zu seiner Vollendung; aber seine formelle Wesenheit, die da ist die Seele, diese muß das wieder in sich vereinen bis auf das letzte Atom, was ihr einst aus der endlosen Fülle Meiner sie formenden Idee gegeben ward. Dieses Gegebene besteht in den endlos vielen Intelligenzpartikeln, welche natürlicherweise beim Absterben des Menschen nicht auf einmal flottgemacht werden können. Da sind Teile seines Leibes und Spezifika, die er Zeit seines Lebens ein- und ausgehaucht hat, auch alle Abfälle seines Leibes, seine Tränen, auch sonstige Auswürfe seines Leibes, sogar seine Kleidung, seine Behausung; kurz alles, was er irgendwann durch seine Kraft hervorgebracht und getan hat, das alles muß mit der Zeit als gewisserart ein geläutertes psychisches Spezifikum von der Psyche aufgenommen werden, damit der Geist dann in sich selbst eine vollendete Beschauung und durch diese Beschauung eine klarste Rückerinnerung an alles das hat, was mit seiner kompletten Wesenheit vor sich gegangen ist, und wie der ganze, lange Weg beschaffen war, auf welchem er wieder zu dieser seiner urersten Vollkommenheit gelangt ist.

[ER 28.7] Wie aber erkennt da der Geist das Seinige? – Das liegt schon in der ewigen Ordnung. Wie jedes Gras sein Spezifikum aus dem endlosen Spezifikalgemenge genau herausfindet, noch genauer findet der Geist das Seinige.

[ER 28.12] Es kann aber jedoch auch Geister geben, die noch manches ihnen Gehörige aus euch schon bekannten Gründen in anderen Weltkörpern haben. Diese steigen dann auch zu den Sphären jener Weltkörper empor, woher sie entweder ihr Hauptspezifikum bezogen, oder wo sie einst schon körperlich gelebt haben, um auch dort das ihnen Gehörige abzuholen, – aber das alles auf dem Wege der Liebe, welche allein das anziehende Prinzip ist. Und das muß alles durch freie Wahl geschehen, in der ein jeder Geist anstrebt, in sich das zu sammeln, was Mein ist, und es Mir dann in seiner großen Liebe zu Mir vollkommen wiederzubringen.

[ER 29.2] Was immer seinen Leib betrifft und sein Vorgängiges, überhaupt alles Spezifikalische, erhält er in der ordnungsmäßigen Zeitfolge ohne sein Zutun; aber ein anderes ist es hinsichtlich seiner Befähigung, das alles wieder aufzunehmen, was einst zu seinem Wesen gehörte. Über die Befähigung wird er gewisserart tatsächlich zur Rechenschaft gezogen werden, und das darum, weil sich solche Befähigung jeder Geist aus den Vorschriften der reinen Religion erwerben kann und erwerben soll. Wer da nicht will tätig sein und vergräbt sein Talent und gibt sich lieber mit dem ab, was des Fleisches als was des Geistes ist, der muß es sich dann selbst zuschreiben, wenn er gerichtet wird durch das Wort, was ihm gegeben ward aus den Himmeln als ein getreuer Wegweiser, wie er das Leben wieder sammeln und dahin wiederbringen solle, von woher er ursprünglich gekommen ist.

[ER 29.3] Daß darob die schon rein gewordenen Geister längere Zeit noch in dieser dritten Region verweilen müssen, um ihre psychischen Spezifika aufzunehmen, oder mehr auf deutsch gesagt: weil sie in der dritten Region so lange warten müssen, bis gewisserart ihr Irdisches verweset und aus den Verwesungen in ihr Seelisches übergangen ist, so ist das nicht etwa als eine Strafe zu betrachten, sondern als eine gleiche Notwendigkeit wie die Dauer des Leibeslebens auf der Erde, welche auch eine gewisse Zeit währen muß, bei manchem kürzer, bei manchem länger, damit in dieser Lebensdauer der Geist Zeit gewinne, sich in seinem Wesen wieder mehr und mehr zu entwickeln und zu manifestieren.

[ER 30.2] In gleicher Weise können auch die Geister der zweiten Region in die dritte übergehen, wenn ihre Seelen oder gewisserart ihre substanziellen Leiber stets mehr und mehr sich vergeistigen und mit dem Geiste völlig eins werden. Die Seele für sich als ein Kompendium von zahllosen substanziellen Intelligenzpartikeln ist demnach auch angestopft von allerlei Trieben, die sie als Spezifika in sich enthält.

[ER 30.3] Wenn sich hie und da ein oder das andere Spezifikum mehr hervortut, so neigen sich alle anderen Spezifika auf den Punkt, wo eine solche Spezifikal-Eminenz auftritt. Eine solche Hinneigung bewirkt dann in der Seele irgend eine Leidenschaft; diese Leidenschaft aber kann alsbald mit einer andern ausgetauscht werden, wenn irgend ein anderer spezifischer Seelenintelligenzpunkt wie hervorragend auftritt, gewisserart alle anderen seelischen Spezifikalintelligenzpunkte übertäubt und überstrahlt und dieselben sich geneigt macht.

[ER 30.10] Alle diese Verschiedenheiten in der formellen Darstellung liegen in den zahllos verschiedenartigen Spezifikalintelligenzpunkten in der Seele. Je nachdem einer oder der andere von diesen Punkten vorherrschend ist, je nachdem auch richtet sich die Handlungsweise der Seele. Da geht also fortwährend ein anderer Wind; da kommen fortwährend neue Erscheinungen zum Vorscheine, und nie findet ein schon Dagewesenes eine vollkommene Wiederholung, besonders da schon am allerwenigsten, wo die produzierenden Intelligenzen sich unter keinem positiven Gerichte befinden, was eben bei den Seelen der Menschen der Fall ist, weil sie sich in die ursprüngliche Freiheit wieder hineinarbeiten müssen. Nur ist zwischen einer abgeschiedenen und einer noch im Leibe lebenden Seele der Unterschied:

[ER 30.12] Aber bei der abgeschiedenen Seele ist es anders: Bei dieser tritt gewöhnlich nur eine Hauptleidenschaft auf, beherrscht die Seele stets mehr und mehr und zieht nach und nach alle Intelligenzpartikel in ihr Bereich; darum auch ein Paulus spricht: „Wie der Baum fällt, so bleibt er liegen!“, – was eben nicht sagen will, daß eine abgeschiedene Seele gewisserart unverbesserlich ist, sondern nur, daß sie in einer ihrer Hauptleidenschaften gefangenbleibt, bis diese alle anderen Spezifikalintelligenzpartikel gewisserart aufgezehrt hat, was dann eine große Armut der Seele bewirkt, und diese dann in einen Zustand des Abödens übergeht, wo sie sich wie völlig nackt und in Nacht und Nebel befindet. In dieser Abödung kann dann erst der Geist frei werden und seine Seele zu durchdringen anfangen, und das ist dann der Übergang von der zweiten in die dritte Region. Aber bevor dieser Zustand nicht eingetreten ist, kann der Geist sich nicht ausbreiten und kann die Seele nicht durchdringen, weil deren Spezifika noch zu materiell und somit noch zu ungeistig sind.

[ER 31.10] Einen ganz gleichen Ursprung hat die vorjährige Erdäpfelseuche; wenn manchmal Korn- und Weizenfelder plötzlich brandig werden, so ist das wieder eine Frucht, die durch die Besitznahme solcher argen Geister materiell zum Vorschein kam. Nicht selten werfen sich solche Unholde auch über allerlei Tiere; da gibt es dann bald eine Art Seuche unter den Tieren, sogar die Fische im Wasser sind von ihnen nicht verschont. So ist auch meistens die eigentliche Pest, wie auch andere epidemische Krankheiten bei den Menschen, eine Folge solcher böser Geister, die die Menschenleiber irgend in Besitz nehmen und durch diese Besitznahme den Leib auf eine oder die andere Art gewisserart zerstören, auf welche Zerstörung leicht der natürliche Tod erfolgt, wenn nicht alsbald solche Spezifikalmittel in Meinem Namen angewendet werden, denen solche Unholde weichen müssen.

[ER 32.2] Ihr müsset euch nicht etwa denken, der Geist mit seiner Seele wird da etwa wie ein Bogen Papier zusammengeknetet, bis er endlich wie ein etwas ungeschicktes Kügelchen aussieht. Das ist mitnichten der Fall. Die menschliche Form des Geistes bleibt unversehrt, nur das Seelische, und eben auch nicht ihre Form, sondern ihre Spezifika werden in der Gegend des Herzens zusammengedrängt und kommen dann in dieser Zusammendrängung, je nachdem diese mehr oder weniger heftig ist, unter obgenannten meteorischen Gebilden in die Erscheinlichkeit.

[ER 33.6] Es wäre sehr schwer zu ermitteln, in welchem Regentropfen oder in welcher Schneeflocke ein natürlicher oder ein schon alle Natur verlassender Geist herabfiel, denn die äußere Erscheinlichkeit ist gleich; aber das kann ungefähr als etwas angesehen werden, wenn entweder die Regentropfen, Schneeflocken oder auch Hagelkörner größer und gewichtiger sind. In einem solchen großen Hagelkorne ist nicht selten ein gedemütigter Geist, der schon seine irdische Bahn durchgemacht hat. Was aber die kleineren Erscheinungen sind, das sind lauter sogenannte Naturgeister, deren es natürlich eine unaussprechlich große Anzahl geben muß, weil sie nicht als ganz, sondern als in unendlich viele geistig-spezifische Partikel geteilt zur Erde kommen, so wie nie eine ganze Seele mit all ihren geistigen Spezifiken der Erde entsteigt, sondern allzeit im höchsten Grade geteilt; und warum denn eigentlich so geteilt?

[ER 38.3] Warum sagt man hier „geistig“ und nicht komplett „Geist“? – Weil in dieser Region die geistigen, also auch seelischen einzelnen Spezifikalintelligenzen sich erst nach und nach ergreifen, vereinen und in eine ganze, vollkommene geistige Form wieder als komplett und als ein Wesen, seiner selbst bewußt, sich finden müssen.

[ER 38.5] Überall ist für die komplette Vereinigung aller der geistigen Spezifika ein gewisses Zentrum gegeben. Dieses Zentrum ist der eigentlich engst gefesselte Urgeist oder der Liebesfunke aus Mir. Dieser zieht mächtig all dasjenige an sich, was seines Wesens ist; und möge dieses noch so zerstreut sein, so wird es sich gerade an jenes geistige Zentrum anfügen, zu dem es gehört, und wird, wenn auch von gleicher Qualität, bei jedem Zentrum andereigenschaftlich.

[ER 38.7] Betrachtet z.B. die Bildung eines Menschen oder mehrerer Menschen in einer Schule. Hundert Schüler haben einen und denselben Meister, sie lernen aus denselben Büchern, sie lernen alle nach einer Vorschrift schreiben, – und betrachtet sie hernach als Menschen, die in dieser Schule gebildet wurden, da werden nicht zwei die vollkommen gleiche Denkweise haben, nicht zwei die gleiche Schrift, und dergleichen Unterschiede mehr! Und doch war die geistige Bildungsspezifikalkost die gleiche; aber jeder Geist dieser Schüler hat von dieser allgemeinen Unterrichtskost sein eigenes, ihm zusagendes Spezifikum genau herausgefunden, ohne daß für diesen Zweck der Lehrer nur im geringsten etwas beigetragen hat.

In Wasser, Luft, Erde und Licht sind Intelligenzspezifika - und jedes Zentralseelenspezifikum zieht das Passende an sich

[ER 38.8] Aus diesem Beispiele läßt sich nun ganz klar erschauen, wie ein jedes geistige Zentrum ganz genau aus der unendlichen Vielzahl der Intelligenzspezifika sein Eigentümliches findet, ebenso, wie das in einem jeden Samenkorn gegebene Zentralseelenspezifikum aus demselben Wasser, aus derselben Luft, aus derselben Erde, wie auch aus demselben Lichte genau dasjenige findet und an sich zieht, was zu seinem Wesen gehört.

[ER 38.16] Es ist nicht nötig, euch zu dem Behufe noch eine Menge Worte oder Begriffe herzusetzen, um diese Sache noch klarer zu machen, als sie es ohnedies schon ist; das könnt ihr euch selbst tun. Denn zu dem Begriffe „Liebe“, „Tugend“, „Demut“, „Gott“ und dergleichen mehr, gehört ebensoviel als wie zum „Gebot“; aber was im Gebote zu Gebot wird, dasselbe wird in der Liebe zur Liebe, in der Tugend zur Tugend, in der Demut zur Demut und in Gott zu Gott, – so wie dieselben Elementarspezifika im Klee zu Klee, in der Rübe zur Rübe, in dem Weinstocke zum Weinstocke usw. werden.

[ER 39.3] Wie es aber bei einem Hause, das erbaut werden sollte, der Fall ist, so das Material einmal vorhanden ist, ebenso ist es auch in geistiger Hinsicht in unserer unteren Bausphäre. Es ist hier Material im Überfluß, Intelligential-Seelenspezifika und geistige Zentra in Überfülle vorhanden; aber das Material, wennschon in einem jeden Partikel eine eigene lebendige Intelligenz ruht, kann sich doch nicht selber zu einem vollkommenen Menschenwesen erbauen, und das darum nicht, weil eine jede einzelne Intelligenz auch nur in sich ein Einziges aus dem zahllos Vielen erkennt. Wenn die zahllos vielen, zu einem Wesen erforderlichen Intelligenzen erst unter einer Form und in einem Wesen durch die geistigen Baumeister verbunden werden, sodann erst kann ein solches Wesen nach und nach auch zu einer allgemeinen, alle Ordnung übersehenden Erkenntnis gelangen, was aber freilich erst nach und nach geschehen kann, wie es euch eure eigene Erfahrung lehrt, derzufolge – wie ihr sagt – noch nie ein Gelehrter vom Himmel gefallen ist, noch weniger ein Weiser.

[ER 40.1] Ihr habt schon bei der natürlichen Darstellung der Erde gesehen, wie die Erde als ein organisch lebendes Wesen ihre Nahrung nimmt, dieselbe in sich verdaut und die Nährsäfte dann durch zahllose Organe hinaus bis zur Oberfläche leitet, und wie anderseits die gröberen, unverdaulichen Exkremente gegen den Südpol hingeleitet werden. Diese Nahrung oder Kost der Erde ist, wie ihr nun leicht begreifet, nur dem Sehen nach materiell, dem Wesen nach aber ist sie geistig; denn da dringen fortwährend eine zahllose Menge Geister und geistige Spezifika von besserer Art in das Innerste der Erde, wo gewöhnlich die ärgsten Geister gebannt sind.

[ER 40.3] Ein zweiter Grund dieses Hineindringens der Geister und geistigen Spezifika in das Innerste des Erdwesens ist der, daß es in diesem Innern wieder Geister gibt, die – so wie ihr zu sagen pflegt – für ihre Tollwut in dieser Gefangenschaft schon ein gehöriges Lehrgeld bezahlt haben, sehr stark gewitzigt worden sind und wieder einen sehnlichsten Wunsch haben, in die Freiheit zu gelangen. Solche Geister werden dann durch die hineingedrungenen besseren Geister auf den ordnungsmäßigen Wegen von ihrer Gefangenschaft befreit und herauf zu der größeren Freiheit geführt, wo sie dann wieder zur Tätigkeit verwendet werden. Da müssen sie zuerst, weil noch etwas Böses in ihnen ist, sich an die Giftpflanzen wie auch an giftige Tiere machen und die zum Wachstume erforderlichen psychischen Urspezifika ordnen und dadurch solch einer giftigen Pflanze oder giftigen Tiere jene Gestalt und Beschaffenheit geben, in der sie fortwährend ordnungsgemäß in die Erscheinlichkeit treten müssen. Tun solche Geister dann gut, so werden sie zu der Direktion besserer Pflanzen und Tiere geleitet; tun sie aber nicht gut – da sie oft ausarten und die schädlichen Spezifika, statt selbe in die Pflanzen zu leiten, sogleich in die Tiere oder Menschen leiten, wodurch dann epidemische Krankheiten entstehen –, so werden sie von solchem Geschäfte wieder weggenommen und in die Erde in engere Haft getan, wo sie sich mit der Bildung der Metalle und der Steine abgeben müssen, welche Arbeit natürlicherweise viel schwerer und langwieriger ist. Eine Befreiung von solch einem Zustande kann erst dann erfolgen, wenn ein solcher Geist nach sehr vielen Jahren sein angewiesenes Geschäft getreu und zum Nutzen für die Erlösung in der Materie gefangener Seelen vollführt hat. – Das ist also wieder ein Grund, aus welchem die besseren Geister in das Innere der Erde sich hinabbegeben.

[ER 40.4] Ein weiterer Grund ist der, daß die gefangenen Urseelen befreit und als freilich noch sehr stark geteilte Spezifika in der Erscheinlichkeit von allerlei Flüssigkeiten auf die Erdoberfläche heraufgeleitet werden und da ihren Erlösungsweg durch die euch bekannten Stufen des Pflanzen- und Tierreiches nach der Leitung der dieses Geschäft überwachenden und leitenden Geister geführt werden; denn in der Erde gibt es allenthalben gefangene Geister, die entweder schon den Weg des Fleisches durchgemacht oder die sich ohne diesen Weg als komplette Geister manifestiert haben, welche Geister euch schon näher bekanntgegeben worden sind. Es sind nämlich Erd-, Berg-, Wasser-, Feuer- und Luftgeister. – Neben diesen zwei Arten von Geistern aber gibt es noch eine zahllose Menge von Seelenspezifika, die erst flottgemacht und dann gesammelt und geordnet werden müssen in ein Wesen, das ihnen auf jeder Stufe ihres Emporsteigens ordnungsmäßig entspricht.

[ER 41.4] Hier merkt ein jeder leicht den Unterschied zwischen Materie und Substanz. Auch bei einer sogenannten Elektrisiermaschine unterscheidet jedermann leicht das Materielle von der Substanz. Materie dabei sind: die Glasscheibe, die Reibpolster, der metallene Konduktor und noch einige Flaschen. Wenn die Maschine ruhig steht, empfindet nichts, was sich der Maschine nähert, irgend eine Regung; wird aber die Maschine in den Umschwung gebracht, dann wird die in ihr und in der Luft ruhende Substanz aufgeregt, und so sich da jemand der Maschine nähert, da empfindet er gleich ein Ziehen an seinen Haaren, und wenn er sich noch mehr nähert, wird er auch die Substanz in knisternden Funken, die manchmal bedeutend stechen – und wenn sie stärker sind, Muskelschläge bewirken – erblicken. Ein solcher elektrischer Funke, obschon in der materiellen Zeit und im materiellen Raume ersichtlich, ist aber jedoch keine Materie mehr, sondern seelenähnliche Substanz oder Kraft, welche in der Materie ruht; wenn sie aber erregt wird, so äußert sie augenblicklich eine alles durchdringende Kraft, der kein materielles Hindernis als hemmend entgegengestellt werden kann.

[ER 42.5] Betrachtet einmal eine Spinne! In diesem Tierchen werdet ihr zwei vereinigte Intelligenzen finden. – Die erste ist die Erkennung der ihr zusagenden Nahrung; diese Nahrung in sich zu einem doppelten Zwecke zu benützen, nämlich zur Ernährung ihres Tierwesens und zur Bereitung jenes klebrigen Saftes, aus dem sie ihr Netz spinnt, das ist nämlich eben die eine Intelligenz. Die zweite Intelligenz ist die eigentümliche Kunst der Spinne, den Faden aus sich herauszuziehen, ihn an kleine Häkchen anzuhängen und ein Netz zu spinnen oder vielmehr zu flechten, dieses Netz dann mit einem perlartig klebrigen Safte zu überziehen, um dadurch jene Tiere zu fangen, die ihr neue Nahrung geben. Aus dieser Handlungsweise muß doch ein jeder ersehen, daß der Spinne doch offenbar eine Intelligenz innewohnen muß; und es ist da die Intelligenz dasselbe, was die Naturforscher – freilich etwas unrichtigerweise – „Instinkt“ nennen; denn Instinkt ist gewisserart ein innerer Trieb, eine gewisse Verrichtung in einer bestimmten Art ins Werk setzen zu müssen. Allein das, was die Gelehrten Instinkt nennen, das ist nicht mehr Intelligenz des Tierchens, sondern das ist schon Direktion oder Richtung von seiten höhergestellter Geister; denn es ist doch offenbar zweierlei: irgend eine bestimmte Fertigkeit zu besitzen, und: nach dieser Fertigkeit ein bestimmtes Geschäft zu vollführen. Mit dem Besitze solcher Fähigkeit ist die notwendige Vollführung noch nicht verbunden, sondern dazu muß ein anderer Trieb kommen, und da ist der Besitz solcher Fähigkeiten und Fertigkeiten in einem Wesen oder in einem psychischen Spezifikum eben die Intelligenz, während die Nötigung, nach solcher innewohnenden Intelligenz tätig zu sein, nicht in dem Wesen selbst als ein Instinkt niedergelegt ist, sondern das ist nötigende Leitung von seiten höherer und vollkommener Geister, die z.B. eben unserer Spinne den Ort, wo, und die Zeit, wann sie ihre eigentümlichen Fertigkeiten ins Werk setzen soll, anzeigen. Denn wäre das nicht der Fall, da würde eine Spinne entweder gar nie oder fort und fort spinnen und würde sogar das Gesicht des Menschen nicht verschonen und ihm ein Netz über die Augen herspinnen, was aber nie der Fall ist, sondern sie muß spinnen, so sie zu spinnen genötigt wird, und wo ihr Spezifikum zweckdienlich ist, so es sich mit dem Spezifikum der dortigen Materie in Verbindung setzt und dasselbe in sich sammelt zu einen höheren Leben.

[ER 42.6] Also spinnt auch die Seidenraupe ihren Faden, und das darum, weil sie in sich aus der Kost und aus dem freien Spezifikum in der Luft jene Intelligenzen in sich zusammensammelt, aus welchem sie dann jene Fertigkeit erreicht und gewisserart zu jener Einsicht kommt, aus der zu sich genommenen Nahrung zuerst in sich jenen zähen Saft zu bereiten und diesen Saft dann, wenn er zur rechten Reife gelangt ist, um sich herum wie ein Ei zu spinnen.

[ER 43.8] Aus dem geht aber hervor, daß all dasjenige, was auf die menschliche Seele irgend einen Eindruck macht, nicht tot, sondern insoweit intelligent lebendig sein muß, um in der lebendigen Seele sein gleichlebendiges Intelligenzspezifikum zu erregen und es als das ihm Ähnliche vor die Augen der Seele zu einer beschaulichen Vorstellung zu bringen, welche Vorstellung dann eben der obbezeichnete Eindruck ist, den irgend ein Ding oder eine Sache auf den Menschen gemacht hat. Aus dem aber geht auch noch hervor, daß es – was schon einige bessere Naturforscher schwachweg gefunden haben – in der Körperwelt selbst nirgends einen Tod gibt; sondern das, was der kurzsichtige Mensch „Tod“ nennt, ist nur ein Übergang von einer weniger intelligenten Form in eine höhere, wo die Intelligenzen schon vielfacher vereinigt sind.

[ER 44.3] Das Samenkorn für sich hätte wohl so wenig die Kraft, sich selbst die Nahrung zu suchen, als ein neugeborenes Kind, ja noch weniger als ein Kind im Mutterleibe, wenn nicht Geister da wären, die jenen seelischen Intelligenzspezifika jene Richtung gäben, durch welche eben diese Spezifika sich auf den bestimmten Punkt begeben müssen, allwo für sie der eigentümliche Wirkungskreis angewiesen ist.

[ER 44.4] Um dieses so recht bildlich zu sehen, nehmen wir nun ein Weizenkorn. Das Weizenkorn hat folgende Intelligenzspezifika in sich: zuerst Teilchen der Liebe, d. i. der eigentliche Nährstoff in dem Samenkorne des Weizens. Ein zweites Spezifikum ist das geistige oder eigentlich spirituelle Substrat, vermöge dessen aus dem Weizenkorne auch, so wie aus anderen Früchten, der Alkohol gewonnen werden kann. Ein weiteres Spezifikum ist der Kohlenstoff, der beim Verbrennen augenblicklich ersichtlich wird, daher es auch oft geschieht, daß, wenn in einem Halme zu viel dieses Spezifikums aufsteigt, das Samenkorn schon auf dem Felde brandig und endlich schwarz wird. Wieder ein anderes Spezifikum in diesem Korne ist der Sauer- auch Braustoff, vermöge dessen aus diesem Samenkorne auch, so wie aus Gerste, Hafer und Korn, ein wohlschmeckendes Bier bereitet werden kann. Noch ein anderes Spezifikum ist der ätherische Schwefel, welcher eben die Verbrennbarkeit des Samenkorns bewirkt. Und wieder ein anderes Spezifikum ist der Ölstoff, demzufolge aus dem Weizen-, wie aus jedem anderen Korne, ein recht wohlschmeckendes Öl gezogen werden kann. Wieder ein anderer Stoff ist der Zuckerstoff, der in dem Weizensamenkorne sehr reichlich vorhanden ist. Und noch ein anderer Stoff oder Spezifikum ist der gummiartige Schleimstoff, demzufolge das sogenannte Stärkemehl aus diesem Samenkorne gewonnen werden kann.

[ER 44.5] Dann ist noch in dem Samenkorne eine ganz tüchtige Portion des ganz reinsten und einfachsten Wasserstoffgasspezifikums, welches überhaupt einen Hauptbestandteil des Weizenhalmes, wie auch von allen anderen Pflanzengattungen, ausmacht; denn dieser Stoff oder dieses Spezifikum füllt fortwährend die hohle Röhre des Halmes aus und hält ihn eben aufrecht. Ohne diesen Stoff könnte der Halm nicht in die Höhe wachsen, und so ist demnach der hohle Halm ein an seine in der Erde steckende Wurzeln angebundener Ballon, der das Fleisch der Pflanze aufrecht hält, solange diese nicht die eigene notwendige Festigkeit bekommen hat. Hat aber diese einmal ihre nötige Festigkeit erlangt, dann zieht sich dieses Spezifikum stets mehr und mehr in das reifer und reifer werdende Samenkorn und wird da als ein Grundspezifikum aufbewahrt, um bei der nächsten Aussaat als erste Hauptsache beim Geschäfte des Wachsens in gerechtem Maße vorhanden zu sein.

[ER 44.6] Aus dieser Aufzählung der Spezifika in unserem Weizenkorne haben wir gesehen, wie vielerlei Grundspezifika vorhanden und tätig sein müssen. Wie werden sie aber angeführt? – Durch zu dem Behufe angestellte Geister, wobei aber immer eine Unterabteilung der Geister stattfindet, die ihr Geschäft territorialweise unter sich haben.

[ER 44.7] Von der untersten Art der Geister hat ein jeder nur etwa einen Acker, ungefähr so, wie die natürlichen Äcker unter die Menschen auf der Oberfläche der Erde ausgeteilt sind. Ein solcher Geist hat die dazu nötige Weisheit und Kraft und leitet die einzelnen Spezifika bloß mit seinem Wollen, und dieses Wollen ist wie ein Gericht für die freiwerdenden Seelenspezifika. Dieser Geist kennt genau die Spezifika in dem in die Erde gelegten Samenkorne; er kennt, wieviel davon aus der Erde, wieviel herab aus den Sternen vorhanden ist, und in welcher Art und in welchem Verhältnisse.

[ER 44.8] Wenn dann das Samenkorn in die Erde gelegt wird, so haucht er über den Acker seinen Willen, welcher Wille, homogen mit den bestimmten Spezifiken, diese Spezifika ergreift und sie dahin nötigt, wo für sie die bestimmte Stelle ist. Da strömen sie dann nach ihrer auf diesen Punkt gerichteten Intelligenz und beginnen da in der Form infusionstierchenartiger Wesen ihr Geschäft, zu dem sie Intelligenz und die angemessene Kraft besitzen. Da bilden sie die Wurzeln, die Röhren; andere steigen wieder in diese Wurzeln hinein und nähren oder vergrößern dieselben; andere steigen wieder durch die Wurzeln in den Stamm; es ergreifen sich da die Gleichen und Gleichen in der Ordnung ihrer Intelligenz, und eine Art von ihnen bildet die Röhrchen im Stamme, die andern bilden Klappen, Pumpen und Ventile; wieder andere und reinere steigen durch diese Röhren auf und bilden Blätter in der Ordnung und Form ihrer Intelligenz; wieder noch reinere steigen wieder höher durch die Röhren und bilden die Knospe, die Blüte; und die reinsten und durch diesen Akt selbst geläutertsten bilden die Frucht, und die gar geistigen, gewisserart Zentralintelligenzen vereinen sich in der Frucht zum Keime und umschließen sich mit einem Gewebe, durch das die äußeren und noch nicht so reinen Intelligenzen nicht dringen können.

[ER 44.9] Ist durch dieses Geschäft mit der Zeit die Reife bewirkt worden, dann hat der Geist dieses Ackers seine Arbeit auch verrichtet und überläßt das Weitere den Menschen und etwas dabei den Naturgeistern, welche dann die Verwesung, oder besser, die weitere Auflösung jener Teile bewirken, welche nicht zur Frucht gehören, damit diese Spezifika dann im nächsten Zeitraume in eine feinere Form aufsteigen können.

[ER 44.11] Die geringste Unaufmerksamkeit von seiten eines solchen geschäftsführenden Geistes hat einen Mißwachs und eine Mißernte zur Folge, was manchmal bei den Geistern eben nichts Seltenes ist, indem sie hinsichtlich dieses ihres Wirkens eben keinen gerichteten, sondern einen vollkommen freien Willen haben, was notwendig ist, weil in einem gerichteten Willen keine Kraft liegen kann. Daher braucht es nichts mehr und nichts weniger, so die Menschen mit einer Mißernte sollen gezüchtigt werden, als dieses Geschäft mehr lauen Geistern anzuvertrauen, die sich selbes nicht so sehr angelegen sein lassen, – und die Mißernte ist fertig. Denn wenn diese über die Vegetation wachenden Geister die ordnungsmäßig entbundenen Seelenspezifika nicht in rechter Ordnung und Anzahl gewisserart unters Dach bringen, so steigen die unbeschäftigten sogleich auf in die zweite Region, vereinigen sich da zu Selbstwesen und zu Naturgeistern, bewirken dann üble Witterungen, schlechte Miasmen, und das alles wirkt schlecht auf das Pflanzenwachstum.

[ER 44.13] Ein Gutsherr oder ein solcher Herr seines Bezirkes aber greift nicht hinüber in den Bezirk eines anderen. Damit aber doch in allen Bezirken eine gleiche Ordnung herrsche nach der Art der Bezirke, so ist über die Bezirksherren wieder ein geistiger Gouverneur gestellt, der gewisserart schon ein ganzes Land in allem übersieht und leitet. Das ist schon ein Geist aus der dritten Region. Ihr wisset aber, daß mehrere Länder ein Reich ausmachen; darüber wacht ein Engelsfürst. Über alle Reiche aber wacht der Fürst der Fürsten, wie Er auch wacht – was kein Geist tun kann – in einem jeden einzelnen Spezifikum; und es ist darum, daß des Herrn Auge überall sieht, was da ist und geschieht.

[ER 45.1] Das Pflanzenreich, über dessen Entstehung wir soeben gesprochen haben, ist gewisserart der Übergangspunkt vom Mineral und dem Äther, welcher aus den Gestirnen darniedertaut, in das Tierreich.

[ER 45.2] Im Grunde des Grundes aber gibt es weder ein Mineral- noch ein Pflanzenreich; denn sowohl das Mineral- als das Pflanzenreich ist im eigentlichsten Sinne auch ein Tierreich, und es besteht ein jedes Mineral aus ebensoviel sogenannten infusorischen Tiergattungen, als an ihm für den Geist der Weisheit einzelne psychische Spezifikalintelligenzen entdeckbar sind, was für den gewöhnlichen Verstandesmenschen freilich wohl etwas Undenkbares ist. Aber so jemand nur irgend etwas von der wahren Weisheit und Klugheit des Geistes besitzt, für den wird es eben nicht zu schwer sein, in jedem Mineral wie in jeder Pflanze die intellektuellen, psychischen Grundspezifika herauszufinden, und zwar auf dem Wege, wie er bisher gezeigt wurde.

[ER 45.3] Ihr dürft nur an einem Mineral oder an einer Pflanze alle möglichen Eigenschaften herausfinden, so werdet ihr damit auch ebenso viele Grundspezifika auffinden, von denen ein jedes ein ganz eigenartiges ist und daher auch nur mit einer Intelligenz einen bestimmten Zweck in dem Mineral erfüllt.

[ER 45.4] Damit aber ein Mineral das werde, was es ist und sein soll, so müssen eben die zu ihm gehörenden verschiedenartigen Spezifika sich wie in eins vereinen, um durch diese Vereinigung eben jenes Mineral darzustellen, welches der Ordnung gemäß notwendig darzustellen ist.

[ER 45.6] Nehmen wir das Eisen an! Wie viele Spezifika werden zur Herstellung dieses Metalles wohl erforderlich sein? – Wir werden durch die Aufzählung der einzelnen Eigenschaften dieses Metalles sehen, was zu seiner Darstellung vonnöten ist.

[ER 45.7] Einmal ist das Eisen schwer. Wodurch wird diese Schwere bewirkt? – Durch ein Spezifikum, das aus den innersten Gemächern der Erde aufsteigt, daher es, wennschon hier an dieses Metall gebunden, noch immerwährend seinen intelligenten Zug dahin richtet, wo es durch so lange Zeiten gebannt lag. Es ist gleichsam in diesem Spezifikum die Liebe nach unten.

[ER 45.8] Weiter bemerkt man die Eigenschaft der Härte an dem Eisen. Dieses eigenschaftliche, einzeln für sich dastehende Spezifikum birgt in sich die ledige Intelligenz der völligen Selbstsucht und somit Härte und Unbestechlichkeit gegen jede Nachbarschaft. Dieses Spezifikum ist, so wie die Schwere, von unten.

[ER 45.9] Ferner entdecken wir an dem Eisen eine geschmeidige Biegsamkeit. Das ist ein Spezifikum oder eine seelische Intelligenz, die, vielseitig durchgeprüft, in sich die Willfährigkeit trägt. Dieses Spezifikum ist darum auch schon mächtiger als die beiden ersten. Sie verlieren zwar durch das Beisein dieses Spezifikums in ihrer Eigentümlichkeit nichts, aber dennoch müssen sie sich nach diesem Spezifikum richten, das da eine demütige Willfährigkeit in sich birgt, – daher das Eisen auch um so beugsamer und geschmeidiger wird, so es erhitzt ist, und dieses Geschmeidiger- und Biegsamersein des Eisens im erhitzten Zustande entspricht um so mehr der willfährigen Demut, weil die Demut und der Wille desto geschmeidiger werden, je mehr sie durch die Feuerprobe versucht oder geprüft worden sind. Dieses Spezifikum ist zwar auch noch von unten, aber schon von guter Art, weil es sich fügt, da es durch viele Prüfungen sich fügen gelernt hat.

[ER 45.10] Ein weiteres eigenschaftliches Spezifikum ist die Auflösbarkeit; denn ihr wisset, daß sich das Eisen auflösen läßt durch Säuren, wie durchs Feuer. In diesem Spezifikum liegt die Intelligenz des Freiseins, welches Spezifikum alle die früher benannten mit sich reißt, wenn es in seiner Intelligenz die Unterstützung gefunden hat, sich frei zu machen und frei zu werden. Zugleich entspricht dieses Spezifikum auch in naturmäßiger Hinsicht der Zentrifugal- oder ausdehnenden Kraft, die, so sie keine Beschränkung hätte, sich bis ins Unendliche ausdehnen würde.

[ER 45.11] Damit aber das nicht geschieht, so entdecken wir gleich wieder eine andere Eigenschaft daneben oder ein Intelligenzspezifikum, welches gewisserart den ledigen Stoizismus in sich enthält. Dieses will sich daher auf das Minutissimum zurück zusammenziehen. Dieses Spezifikum ist daher der Kontrolleur für das frühere und beschränkt es in seinem Ausdehnungsdurste, während im Gegenteile aber auch das frühere Zentrifugalspezifikum dieses letztere Zentripetalspezifikum kontrolliert.

[ER 45.12] Wieder bemerken wir eine andere Eigenschaft dieses Metalles: es ist das leichte Glühendwerden am Feuer. Dies ist ein Zornspezifikum im Eisen, welches zwar sonst gewöhnlich ruht; wenn es aber erregt wird, dann tritt es mächtigst auf, verschlingt alle früheren Spezifika und setzt sie in seinen Zustand. Diese Spezifika, die wir bis jetzther an diesem Metalle aufgezählt haben, sind sämtlich von unten her und würden das eigentliche Eisen noch lange nicht darstellen, so sie nicht mit den edleren Spezifiken aus den Sternen gesättigt wären.

[ER 45.13] Wie aber kann man diese Spezifika erkennen? – So wie die früheren durch die noch weitere Aufzählung der verschiedenen Eigenschaften dieses Metalles.

[ER 45.14] Wenn das Eisen gerieben wird, so gibt es einen eigenen, metallsäuerlichen Geruch von sich. Dieser Geruch ist ein Spezifikum mit einer Intelligenz, in welcher sich schon tätige Liebe ausspricht; denn so wie in aller Säure oder in dem eigentlichen Sauerstoffe die euch bekannte Lebensluft vorhanden ist, ebenso ist es in geistiger Hinsicht die tätige Liebe, welche – wie ihr schon lange wisset – im ganz eigentlichsten Sinne das Leben ist. Dieses Spezifikum ist das hauptvereinende Prinzip dieses Metalles; denn es durchdringt dasselbe nicht nur ganz, sondern umgibt dasselbe auch wie eine eigene Atmosphäre; daher auch der Geruch des Eisens.

[ER 45.15] Eine andere Eigenschaft dieses Metalles ist, daß es zur Aufnahme der Elektrizität eine große Bereitwilligkeit zeigt. Die Ursache davon ist das gleiche Spezifikum in diesem Metalle; es ist die Intelligenz der Beweglichkeit und mit ihr der Durst nach gesellschaftlicher Vereinigung. Dieses Spezifikum ist ebenfalls nicht so wie die früheren ein festgebundenes, sondern, so wie das vorhergenannte, nur ein dieses Metall durchdringendes und umgebendes. Da es aber doch mit den früheren Spezifiken mehr oder weniger verwandt ist, so hält es bei ihnen gewisserart ein Standquartier und ist fortwährend bemüht, sie frei zu machen und sie dann für sich zu gewinnen. Es tritt gewöhnlich in der Erscheinlichkeit des Rostes auf, welcher Rost, wie ihr schon oft werdet erfahren haben, mit der Zeit das ganze Eisen in sich verkehrt und nach und nach ganz auflöst.

[ER 45.16] Der Rost für sich ist nicht das eigentliche elektrische Spezifikum, welches fortwährend frei bleibt, sondern das sind die anderen früheren, schon gewisserart an dieses freie Spezifikum angeschlossenen Spezifika, welche sich bemühen, jedes in seiner Art, diesem Spezifikum gleich zu werden. Sehet, dieses Spezifikum ist demnach auch von oben.

[ER 45.17] Wieder eine andere Eigenschaft ist das Schimmern oder Glänzen des Eisens, und zwar in einer weißlicht-grauen Farbe. Dieses Spezifikum faßt den Begriff „Ruhe“ in sich; nur in der Ruhe kann sich alles ausgleichen, und wenn alles ausgeglichen ist, dann tritt eine gleiche Fläche in Vorschein, und diese ist fürs Licht aufnahmefähig so wie die Fläche eines Spiegels. Dieses Spezifikum ist dem ganzen Eisen eigen; aber es ist kein an dasselbe fest gebundenes, sondern vereinigt sich erst dann mit demselben, sobald dieses auf seiner Oberfläche rein geputzt, geflächt und dann geglättet wird. Würden aber seine Teile, die auf der Oberfläche in die größte gleichmäßige Ruhe getreten sind, durch irgend etwas in derselben gestört, so ist dieses Spezifikum schon dahin, – und wenn nicht ganz, so doch teilweise, woraus aber auch hervorgeht, daß auch die Seele des Menschen in ihrer Komplettheit nur dann fürs Licht aufnahmefähig ist, wenn sie sich in die Ruhe ihres Geistes begibt. Denn der Geist ist das Hauptprinzip der Ruhe, aus welchem Grunde auch die alten Weisen einer abgeschiedenen Seele nichts außer Ruhe und Licht nachwünschten.

[ER 45.18] Um alle die Spezifika in diesem Metalle noch weiter aufzufinden, dadurch den Weg dieser wichtigen Arbeit noch mehr zu bezeichnen, das Tierreich im Mineral- und Pflanzenreiche recht erschaulich zu machen, und wie dann das Tierreich aus diesem hervorgeht, werden wir nächstens des Eisens siderische Spezifikaleigenschaften noch weiter verfolgen.

[ER 46.1] Wenn das Metall, Eisen nämlich, gehämmert wird, so wird es elastisch. Die Elastizität ist ebenfalls ein Spezifikum von oben und ist gleich einer geordneten Willenskraft, die nicht heute das und morgen etwas anderes will; sondern mag da diese Kraft beugen wollen, was da will, so bleibt sie aber dennoch niemals in dieser Richtung, sondern nimmt allezeit die früher geordnete wieder ein. Diese Spezifikalkraft ist eine der häufigsten, die sich in dieser unteren Luftsphäre aufhält und jedes Luftatom durchdringt, daher auch die Luft selbst im höchsten Grade elastisch ist.

[ER 46.3] Dieses Spezifikum ist dem Lichte nächstverwandt und besteht aus lauter Lichtatomen. Der Form nach ist es kugelförmig oder noch besser gesagt: Dieses Spezifikum wird in einem freilich wohl überaus kleinen und höchst durchsichtigen Bläschen getragen, welches in alle Poren der Materie hineindringt. Werden nun die Poren, wie beim Eisen, durch das Hämmern verrieben und verschlossen, so daß diese elastischen Spezifikalbläschen beim Beugen dieses Metalles nicht entweichen können, so lassen sie sogleich ihre kräftige Anwesenheit merken, wenn das Eisen gebogen wird, und lassen es nicht in der Richtung ruhen, in die es gebogen ward, sondern treiben es sogleich wieder in jene Richtung zurück, welche ihrer gedrückten Lage am entsprechendsten ist.

[ER 46.4] Diese Lichtatome werden von einigen Naturforschern auch ätherische Lichtmonaden genannt, welcher Name ziemlich gut ist, weil durch den Ausdruck „Monade“ gewisserart ein Einzelnes oder ein Alleiniges in seiner Art bezeichnet wird. Dieses Spezifikum ist, weil dem Lichte entstammend, höchst eigentümlich in seiner intellektuellen Sphäre. Es liebt die Ruhe und sucht dieselbe mit der größten Beharrlichkeit; aber eben darum, weil es in sich selbst gewisserart das Gesetz der Ruhe selbst ist, so übt es in jeder Beschränkung und Bedrückung, den vorigen Ruhestand suchend, die größte bewegende Kraft aus, welcher Kraft ebenfalls nichts widerstehen kann, wenn sie durch irgend etwas aus ihrem Gleichgewichte gebracht wurde.

[ER 46.5] Sehet, das ist sonach wieder ein neues Spezifikum, also eine neue Intelligenz in diesem Metalle und beurkundet sich in dem scheinbar toten Metalle, auf eine gleiche Weise wirkend wie bei den Pflanzen und Tieren, – woraus aber wieder hervorgeht, daß das Eisen unmöglich ein toter Körper sein kann, da in ihm eine und dieselbe intellektuelle Kraft ebenso wie bei den Tieren tätig wird, wenn sie durch die rechten Mittel erregt wird.

[ER 46.6] Worin besteht denn so ganz eigentlich dieses Spezifikum? – In einem für euch unbegreiflich kleinen Lichtfünkchen in dem vorerwähnten Bläschen. Dieses Lichtfünkchen ist eine psychische Willensbeharrlichkeitsintelligenz und bleibt so lange ruhig in seinem Kerkerchen, solange es nicht durch irgend einen Stoß oder Druck beleidigt wird; wird es aber beleidigt, dann erwacht es in seiner Hülse und treibt die Wände derselben auseinander, wie die Luft die Wände einer Blase, wenn sie in dieselbe kommt. Ist der Druck oder ein Stoß nur gering und schwach, da beurkundet es sein Dasein durch ein Zittern, von welchem gewöhnlich der Ton herrührt; wird aber der Druck oder Schlag heftiger, dann zerreißt es seine Hülsen und sprüht als helleuchtende Feuerfunken hervor, – daher auch im Feuer dieses Spezifikum frei wirkend in die Erscheinlichkeit tritt und alles zerstört, was ihm unterkommt.

[ER 46.7] Ich meine nun, nachdem ihr diese Spezifika kennengelernt und eingesehen habt, daß sie wirklich in diesem Metalle vorhanden sind – gleich so, wie sie in dem Pflanzen- und Tierreiche vorhanden sind –, was soll uns demnach hindern, mit gerechtem Grunde anzunehmen, daß das tierische Leben auch in den Metallen und anderen Mineralien so gut vorhanden ist als wie bei den Tieren selbst? Denn die einzelnen Intelligenzen sind immer dieselben, ob in Mineralien, Pflanzen oder Tieren, nur mit dem Unterschiede, daß in den Mineralien nur noch ganz wenig Intelligenzen vereint in die Erscheinlichkeit treten, während in den Pflanzen und besonders in dem ausgebildeteren Tierreiche schon eine bei weitem größere Menge wirkend vorhanden ist. Wo das Mineral etwa acht, neun, zehn, höchstens bis zwanzig Intelligenzen zählt, da sind bei mancher Pflanze schon viele Tausende, bei manchem Tiere viele Millionen und millionenmal Millionen und bei dem Menschen zahllose aus allen Sternen und aus allen atomistischen Teilchen der Erde.

[ER 46.8] Das Mehr oder Weniger aber schließt das tierische Lebendigsein in den Mineralien nicht aus, und das darum nicht, weil fürs erste diese intellektuellen Spezifika sich selbst in allerlei lebendigen tierischen Gestalten dem bewaffneten Auge eines Forschers offenbaren, und weil fürs zweite diese Intelligenzen in den Metallen und Mineralien auf ein Haar dieselben sind wie in den Tieren.

[ER 47.1] Es ist manchmal nicht überflüssig, um das Folgende desto mehr anschaulich und begreiflich zu machen, eine Wiedererinnerung dessen, was schon gesagt wurde; und so wollen auch wir über die verschiedenen Qualitätsverhältnisse der Spezifikalintelligenzen aus den drei Reichen einiges erwähnen. Es ist nämlich oben gesagt worden:

[ER 47.4] Die Steine stehen dem Pflanzenreiche schon etwas näher, haben auch schon mehr Spezifika als die Metalle, und zwar je gemeiner sie sind, desto edler und reichhaltiger in spezifischer Hinsicht, – daher, wenn man sie zerstört, sie nicht leichtlich in ihren früheren kompletten Zustand gesetzt werden können. Sie bleiben zwar auch als zerbröckelte Teile eines früheren kompletten größeren Steines noch dieselbe Materie, können aber nicht, so wie die Metalle, durch das Feuer zu einer und derselben materiellen Masse zusammengefügt werden; denn das Feuer versetzt sie schon in einen ganz andern Zustand, welcher dem früheren nimmer gleicht.

[ER 47.5] Die Ursache dieser Erscheinung ist die Mehrzahl von Spezifikalintelligenzen, welche schon in einer größeren Ordnung sich ergreifen müssen als wie in den Metallen; und wird diese Ordnung durch irgend etwas gestört, wodurch oder wobei sich mehrere Intelligenzen empfohlen haben, so wird die Materie nicht mehr dieselbe, als sie früher war.

[ER 47.6] Nehmet nur einen Kalkstein im rohen und dann im gebrannten Zustande. Im rohen mag er wohl tausend Jahre im Wasser liegen, so wird er sich nicht nur nicht auflösen, sondern nur fester werden, weil sich im Wasser mehrere Spezifika mit ihm vereinen. Werfet aber einen gebrannten Kalkstein ins Wasser, so wird er sich in wenigen Minuten in einen ganz weißen Brei auflösen. Die Ursache von dieser Erscheinung ist, weil durch das Feuer eine gewisse Anzahl von Spezifiken entwichen ist, welche früher dem Steine Dichtigkeit und Festigkeit gegeben haben; kommt endlich noch vollends Wasser dazu, so werden dadurch noch mehrere Spezifika frei, und die wenigen sich noch haltenden verlieren den nötigen Zusammenhang und fallen dann als ein Brei auseinander. Wird dem Brei das Wasser wieder genommen, so treten dann wieder einige frei gewordene Spezifika in den Brei zurück und bewirken, daß dieser Brei wieder zu einer größeren Festigkeit kommt, aus welchem Grunde er dann auch bei Mauerwerken als Bindungsmaterial gebraucht wird.

[ER 47.8] Aber welch ein ganz anderer Fall ist das schon bei der gemeinsten Pflanze; da ist schon eine so feste Ordnung, daß sie auch nirgends um ein Atom verrückt werden darf, ohne der Beschaffenheit der Pflanze zu schaden. Der Grund liegt darin, weil in der Pflanze, selbst von der allereinfachsten Art, schon alle Spezifika wohlgeordnet vorhanden sein müssen, welche sonst in dem ganzen Mineralreiche verschieden geteilt und gesondert anzutreffen sind.

[ER 47.9] Nehmen wir z.B. einmal eine Moospflanze her, oder gar einen von heute bis morgen wachsenden Schwamm. Da kann nicht das, was in der Wurzel ist, den Stengel bilden, und selbst in der Wurzel ist schon eine so feste Ordnung, daß ein Spezifikum, welches gegen Mittag in der Wurzel tätig ist, gegen Mitternacht am ungeeignetsten Platze wäre und in dem Gewächse eine solche Unordnung bewirken würde, daß es verdorrete und abstürbe.

[ER 47.10] Daher sollten sich auch die Gärtner, wenn sie ihre Bäume gut versetzen wollen, genau die Himmelsgegenden merken, unter denen ein Bäumchen mit seinen Wurzeln und Ästen früher gestanden ist; denn verkehren sie diese Ordnung, so wird das übersetzte Bäumchen entweder schwer oder gar nicht fortkommen, und das darum, weil zwischen den nördlichen und südlichen Spezifiken ein bedeutender Unterschied ist. Besonders heiklig sind in diesem Punkte die Nadelhölzer. Wenn bei diesen die Himmelsgegend nicht getroffen ist, so dorren sie ab. Dasselbe ist auch bei den Pfropfreisern der Fall. Ein Pfropfreis von einem nördlichen Zweige auf einen südlichen Zweig eines anderen Bäumchens gepfropft, wird allezeit verdorren, weil die Spezifika nicht homogen sind.

[ER 47.11] Aus diesem aber könnt ihr ersehen, mit welcher großen Genauigkeit die Ordnung in Hinsicht der Stellung der Spezifika gehandhabt werden muß; denn da hat ein jedes atomgroße Plätzchen eines Blattes schon ein anderes Spezifikum, welches zwar mit seinem Nachbar die größte Verwandtschaft hat, aber dennoch nicht völlig dasselbe ist. Denn wäre das nicht der Fall, da könnte nie ein Blatt konstruiert werden; und wer dieses bezweifeln möchte, der solle nur versuchen ein gleich rundes Stückchen aus einem Blatte herauszustechen und es auf einen gleich großen Ausstich desselben Blattes anzufügen, und er wird sich überzeugen, daß da nimmer eine Verbindung vor sich gehen wird. Ja, Ich sage euch, da ist schon eine so große Ordnung vorhanden, daß sie keine menschliche Weisheit je in der Fülle erfassen kann, solange der Geist des Menschen in seiner sterblichen Hülle wohnt. Und je weiter in die Extremitäten (äußerste Enden) einer Pflanze hinaus, desto reichhaltiger ist die Zahl der Intelligenzen und desto unverrückbarer ihre Ordnung, welche eben in den Zweigen, besonders junger Bäume, noch nicht so ausgebildet ist, – daher diese auch übersetzt oder ineinandergepfropft werden können.

[ER 49.1] Wie die Geister beim Mineralreiche und Pflanzenreiche die Spezifikalintelligenzen zu einem Wesen ordnen, und wie sie die siderischen und tellurischen miteinander verbinden, das haben wir bereits schon zur Genüge abgehandelt; es bleibt uns da nur noch der Übergang oder so ganz eigentlich das Werden des Tieres aus dem früheren Reiche zu betrachten übrig und zu beobachten, was alles hier die Geister dabei selbst zu beobachten und zu tun haben.

[ER 49.3] Wo hält sich wohl dieser Spiritus in der Traube auf, dieser feuriggeistige Äther? – In der Traube ist er noch sehr geteilt und kann nicht eine Wirkung äußern, da in einem jeden Traubensaftbeerchen unter tausend Spezifikalien auch ein solches ätherisches Spezifikum beigemischt ist. Wenn aber durch einen euch bekannten Sonderungsapparat dieses einzelne Spezifikum aus den vielen anderen Spezifiken herausgezogen und in ein Gefäß gesammelt wird, so äußert es dann erst seine Kraft.

[ER 49.4] Also ist es auch mit der Tierseele der Fall. Sie ist eine Ansammlung von einer Menge ätherisch substanzieller Spezifika, welche schon für sich ein insoweit intelligentes freieres Wesen bilden, je mehrartig sie sich zu eben diesem Wesen vereinigt haben.

[ER 49.9] Die ätherisch-substanzielle Psyche hat zuerst ihre Intelligenzen geordnet, oder diese Intelligenzen ordnen sich vielmehr von selbst nach den in ihnen wohnenden Gesetzen der Assimilation, da sich Schwarz eint mit Schwarz, Weiß mit Weiß, Rot mit Rot, Grün mit Grün, Blau mit Blau, Hart mit Hart, Weich mit Weich, Zähe mit Zähe, Süß mit Süß, Bitter mit Bitter, Sauer mit Sauer, Licht mit Licht usw. Da aber ein jedes solches ätherische und nun schon substanzielle Intelligenzspezifikum eine vollkommene Idee in sich trägt, welche Idee sich in einer bestimmten Form plastiziert, so geht diese Eigenschaft der Seele in der Bildungsperiode des Leibes eben auf den Leib über, und der Leib ist dann bei seiner vollen Ausbildung nichts als die typische Form der ganzen Seele, die da bei der Zeugung in den Mutterleib eines Tieres im Augenblicke der Zeugung gegeben ward.

[ER 49.13] Wenn dann der Leib durch diesen Vorgang ganz geregelt wird, alle Organe sich geöffnet haben, Pulsschlag und Verdauung in den geregelten Gang getreten sind, die Nerven gesättigt wurden und in ihnen sich ein der Seele nächstverwandter Nervengeist durch einen eigenen, elektromagnetischen Gärungsprozeß gebildet hat, so treten dann wieder Geister mit ihrem Willen hinzu, lösen die Bande zwischen dem Fötus und dem Mutterleibe und treiben dann das neue Wesen aus dem Mutterleibe hinaus, und das ist die Geburt.

[ER 49.15] Von dem Augenblicke an, wo der Leib seine Nahrung frei findet und genießt, fängt die in ihm wohnende Psyche nach der Leitung der Geister die materiellen Spezifika des Leibes in substanzielle zu verkehren an und bildet sich auf diese Weise durch die Lebensdauer ihres Leibes zu einer reicheren und somit auch vollkommeneren Seele aus, welche, wenn sie in einem Leibe die höchstmöglichste Ausbildung erreicht hat, dann denselben nach und nach stets mehr außer acht läßt.

[ER 49.17] Die Spezifika des abgelegten Leibes aber müssen wieder aufgelöst werden, weil sie noch nicht in eine bestimmte, sondern in eine nur notfällige Ordnung von der Seele zusammengerafft worden sind. Durch die nochmalige Auflösung aber werden sie dann in eine bestimmtere Ordnung gestellt und bilden im Verlaufe der fortrückenden Tierstufen die weibliche Psyche, während die freie, eigentliche Psyche, von der wir jetzt gehandelt haben, die männliche ist: und so kommt die „Eva“ überall aus den Rippen des Mannes hervor.

[ER 49.18] Man könnte hier freilich fragen: Was geschieht denn dann mit den Spezifiken abgelegter weiblicher Leiber? –

[ER 49.20] Wenn aber die Mutter nicht zugleich weibliche und männliche Spezifika in ihrem Leibe vereinigte, woher würde sie das Weiblein und woher das Männlein ernähren? Ich meine, diese Sache ist schon so klar, daß es eine förmliche leere Mundwetzerei wäre, ein mehreres davon zu sagen, und lächerlich und über die Maßen langweilig, so Ich euch speziell alles durch Worte zeigen möchte, wie allenfalls dem Vogel die Federn wachsen, der Sau die Borsten, dem Ochsen die Hörner und dem Esel die langen Ohren; denn das alles liegt in der Ordnung der Seele, wie nämlich diese auf vorbezeichnete Art ihre Intelligenzen nach den Gesetzen der Assimilation ordnet.

[ER 50.3] Die Seele muß natürlicherweise schon vor der Zeugung komplett da sein, d. h. sie muß alle substanziellen Spezifika in sich vereinen, welche sonst im ganzen Universum verteilt sind und ihr von allen Seiten zugeführt werden.

[ER 50.4] Ein solches vollkommenes substanzielles Spezifikalkompendium ist dann schon die Seele; nur sind die Spezifika in ihr gewisserart chaotisch also untereinandergemengt, daß man allenfalls sagen könnte: die Seele ist vor der Zeugung ein Knäuel, ein sogenannter gordischer Knoten, der erst entwirrt werden muß, um zu einer Form zu gelangen. Die Entwirrung dieses Knotens beginnt eben mit dem Akte der Zeugung; denn da wird dieser gordische Seelenknoten in den Mutterleib getrieben und umhülst.

[ER 50.5] Innerhalb dieser Umhülsung fangen dann die korrespondierenden Intelligenzen an sich zu erkennen, sich einander zu nähern und einander zu ergreifen. Damit sie aber das können, verschaffen ihnen die Geister in ihre Umhülsung Licht, in welchem Lichte sich diese substanziellen Spezifikalintelligenzen erkennen, aussondern, sich dann einander annähern, ergreifen und verbinden, und das alles durch die Nötigung aus dem Willen jener Geister, denen dieses Geschäft anvertraut ist. Diese Geister aber sind das, was ihr „Schutzgeister“ nennt, und es sind Engel und große Engel, die alle da Einfluß nehmen: und da gibt es keinen Menschen, der nicht wenigstens drei Schutzgeister, zwei Engel und einen großen Engel hätte, über die noch ein Siebenter wacht, Den ihr schon wohl kennet!

[ER 50.7] Hat die Seele einmal in ihrer Umhülsung die menschliche Form wieder bekommen, so werden ihr dann aus dem Mutterleibe entsprechende Spezifika zugeführt. Diese Spezifika verwendet endlich die Seele zu ihrer eigenen festeren Aneinanderbindung ihrer Intelligenzen.

[ER 50.8] Ist das geschehen, so strömen aus dem Mutterleibe schon wieder andere und neue Spezifika in den Ort der neuen Menschwerdung im Mutterleibe; diese werden schon zur Bildung der Nerven verwendet. Die Nerven sind gewisserart Stricke und Schnüre, die von der Seele überall ergriffen und angezogen werden können, um dadurch dem nachfolgenden Leibe eben durch diese Schnüre und Stricke jede mögliche Bewegung geben zu können.

[ER 50.9] Sind die Nerven in ihren Grundlagen und Verbindungen fertig, dann strömen schon wieder neue Spezifika nach. Diese werden zur Bildung der Eingeweide angeordnet; und sind die Haupteingeweide in den ersten organischen Grundlagen dargestellt, so werden sie dann sogleich mit den Hauptnerven verbunden.

[ER 50.10] Nach dieser Arbeit geht es dann mit schon wieder etwas anderen Spezifiken an die völlige Ausbildung der Eingeweide. Da aber natürlich in dem Kopfe die meisten Nerven zusammenlaufen, und zwar hauptsächlich im Hinterhaupte, in dem auch die Seele ihren Kopf hat, so beginnt zugleich mit der Bildung der Eingeweide auch die Bildung des Kopfes, welcher das entsprechendste Bild der Seele ist, weil alle Intelligenz der Seele sich durch gewisse Hauptausstrahlungen im Kopfe konzentriert. Und weil die Augen das allervollkommenste Symbol der Intelligenz sind, so wird auch der Kopf und besonders die Augen am ersten ersichtlich sein; denn in den Augen strömen alle Ausstrahlungen der einzelnen Intelligenzen der Seele durcheinander und bilden durch eben dieses Durcheinanderströmen die naturmäßige Sehkraft der Seele, mittelst welcher sie die Außenwelt in sich selbst hineinschauen kann.

[ER 50.11] Ist die Seele mit dieser Arbeit durch die Willenshilfe der Geister fertig, so werden ihr wieder neue Spezifika zugeführt; aus denen werden dann schon allerlei Dinge des menschlichen Leibes geordnet. Es braucht hier nicht des Machens oder Schaffens; die Sache macht sich von selbst, wenn ihr nur der Weg in die Ordnung angezeigt ist. Und so wird hier Fleisch, Knorpel, Muskeln, Sehnadern und Knochen gestaltet, und es ergreift sich von selbst, was zu einem und demselben gehört; nur würde die Richtung verfehlt sein, und dadurch auch die Form, wenn die Geister den Intelligenzspezifiken durch ihre weise Willenskraft nicht den rechten Weg vorzeichneten, was sogar manchmal geschehen kann, wenn sich die Mutter, die so ein Kind in sich trägt, manchmal in ihrem Gemüte in die Hölle begibt, wo dann freilich Meine guten Geister und Engel nicht volle werktätige Gesellschaft leisten können. Die Folge solchen Übels ist gewöhnlich eine Mißgeburt oder manchmal gar ein Einschiebling aus der Hölle, welchen das sogenannte gemeine Volk einen „Wechselbalg“ nennt, – daher es jeder Mutter zu empfehlen wäre, sich während der Schwangerschaft so christlich tugendhaft als möglich zu betragen.

[ER 51.1] Wenn die Seele obbeschriebene Knorpeln, Muskeln, Knochen und Sehnadern ausgebildet hat, so wird von ihr weitere Sorge dahin getragen, die äußersten Extremitäten durch richtige und ordnungsmäßige Verwendung der dazu gehörigen Spezifika zur völligen Vollendung zu bringen.

[ER 51.4] Hat das Blut einmal den ersten Kreislauf gemacht, so wird der Magen in Tätigkeit gesetzt und beginnt sogleich die in ihm liegenden Nährsäfte in eine größere Gärung zu bringen, wodurch dann schon die edleren, mehr substanziellen Spezifika ausgesondert, die gröberen, unverdaulichen, schleimigeren Flüssigkeiten aber hinausgestoßen werden durch den natürlichen Entleerungskanal, wodurch dann auch die Flüssigkeit in der Mutterblase herkommt, welche gewisserart nichts anderes ist als der Unrat des nun schon im Mutterleibe leiblich lebenden Kindes.

[ER 51.10] Daher sollte sich auch jedermann vor solchen Menschen, die viele und ansehnliche obbeschriebene Muttermale am Leibe tragen, ein wenig in acht nehmen; denn nicht selten werden die höllischen Spezifika in einem solchen Wesen mehr oder weniger wach, – und wenn sie wach sind, dann ist dasjenige Individuum, das mehrere solche und ansehnlich große Zeichnungen am Leibe trägt, nicht selten böse in einer oder der anderen Sphäre. Entweder glauben solche Menschen nichts, oder sie sind der Unzucht oder bösem Leumunde ergeben, und es kann in einer Hinsicht auch hier die Warnung gelten: „Nehmet euch in acht vor den Gezeichneten!“ Denn die Hölle zeichnet alles, was sie gibt, damit es ihr nicht abgenommen werden könnte und sie das Ihrige wieder nach abgelaufener Frist wohl erkennend rechtwähnig zurückfordern möchte.

[ER 51.13] Jedoch müßt ihr diese Muttermalzeichnung nicht so genau nehmen; denn wenn diese Male nur wenige und sehr klein sind, so haben sie entweder nur sehr wenig und zumeist auch gar keinen Bezug auf obige Beleuchtung. Wie es schon oben gezeigt wurde, so verhindern die schützenden und werkführenden Geister die Hölle an solch argem Tun und Treiben; und wenn auch ein Kind da während des Kampfes der guten Geister mit den bösen einige Zeichen bekommt, so sind aber das dennoch nur Zeichen, die keine Folgen in sich tragen, weil die höllischen Spezifika von ihnen weggeschafft sind.

[ER 51.17] Wenn das Kind vom Mutterleibe ausgeboren wird, so wird die Lunge in die Tätigkeit gesetzt, und das Kind fängt dann an, aus der Luft durch jeden Atemzug eine zahllose Menge Spezifika in sich aufzunehmen, welche sofort zur Bildung des Nervengeistes und zur Kräftigung der Seele verwendet werden, d. h. was ihr substanziell-formelles Wesen betrifft. Was aber ihre innere Spezifikal- und Intelligenzialnahrung betrifft, das bekommt sie durch die Sinne des Leibes, und das alles geordnet von den guten Geistern in dieser Sphäre.

[ER 53.5] Noch auffallender aber stellt sich diese Teilbarkeit in der geistigen Welt durch zahllose allerseltenste Erscheinlichkeiten dar. Eine Seele, die durch einen solchen Lebenswandel die irdische Zeit durchlebt hat, der nicht in den strahlenden Paragraphen des Lebensbuches geschrieben ist, oder welcher Lebenswandel nicht nach dem Evangelium in allen Teilen genügend durchgeschult ist, erscheint in der geistigen Welt notwendig unter den mannigfachsten Gestaltungen, welche sich bis zu den scheußlichsten Tiergestalten zurückerstrecken. Der Grund davon ist, weil die Seele durch das irdische Leben eine Portion zu ihrer Vollgestaltung nötiger Spezifika vergeudet hat. Diese sind nach der Abscheidung der Seele vom Leibe nicht mehr da, daher die Gestalt der Seele außerhalb des Leibes nur eine höchst unvollkommene sein muß, – so wie auch einige und gar viele Seelen sich auf ein oder das andere sinnliche Wesen zu sehr hinneigen und dadurch ein zu großes Übermaß der für ihr Wesen nicht mehr tauglichen und nötigen Spezifika erlangen. Solche Seelen bekommen dann in der geistigen Welt, sobald sie außer dem Leibe sind, eine Menge der seltensten und zumeist grausigsten Auswüchse. Stützköpfe z.B., weil das noch eine tierische Eigenschaft ist, bekommen nach dem Maße ihrer Stützigkeit Geweihe oder Hörner; Unzüchtige, die nur mit den weiblichen Genitalien sich beschäftigen, strotzen oft am ganzen Wesen von lauter weiblichen Genitalien, so auch umgekehrt das weibliche Geschlecht von den membris virilibus.

[ER 52.12] Das Licht geht, wie ihr z.B. auch schon bei der Sonne seht, fortwährend gleichmäßig von ihr aus; aber ohne Gegenstand kann kein Auge sein Dasein merken. Eine mondlose Nacht hat ebensoviel von der Sonne ausgehendes Licht als eine mondhelle; aber im ersten Falle hat das Licht keinen Gegenstand droben im hohen Äther, und darum merkt es niemand, daß es vorhanden ist. Steht aber der Mond als ein tüchtiger Körper zur Nachtzeit im hohen Äther, da wird das ausgehende Sonnenlicht gleich sehr gewaltig wahrgenommen, und jedermann, der nur einigermaßen mit der Sternkunde vertraut ist, wird es leicht merken, wie und woher der Mond von der Sonne beschienen wird.

[ER 53.6] Je nachdem hier irgend ein Mensch vorzugsweise eine sinnliche Neigung hat, eben nach dem wird sich diese ausprägen in der Seele, und dies ob des Übermaßes solcher substanzieller Intelligenzspezifika, die nach der Regel des Lebensbuches und nach dessen festgestellter Ordnung nicht mehr zur rein menschlichen Form der Seele gehören.

[ER 53.7] Bei manchen Menschen sind ähnliche Abnormitäten der Seele schon im noch irdischen Leibe ersichtlich, was freilich nicht immer der Fall ist, weil der Leib nicht so leicht fremde Spezifika so empfindlich aufnimmt wie die Seele; nur wenn die Seele schon zu frühzeitig oder manchmal auch zufolge der elterlichen Sünden untaugliche Spezifika aufgenommen hat, so werden sie auch, wenn der Leib noch aufnahmefähiger ist, auf denselben wohlmerklich übertragen.

[ER 54.1] Es ist euch schon zum Teile gezeigt worden, und zwar in der Darstellung des Mineral- und Pflanzenreiches, wie da fortwährend eine zahllose Menge tellurischer Spezifika aufsteigt, die sich ergreifen und verbinden und sich ordnen nach dem dazwischenkommenden Willen der Geister, welche dies Geschäft zu besorgen haben, und daß gewisserart alles Seele ist, was immer nur auf der Erde in die Erscheinlichkeit tritt. Dieses brauchen wir demnach nicht mehr zu wiederholen; aber etwas Selteneres und überaus Denkwürdiges kommt hier als ein heller Zuwachs.

[ER 54.4] Er ist auch wirklich in diesem Wahne, daß er durch solche seine Tätigkeit schon beinahe seine ganze gefangene Seele frei gemacht hat; darum treibt er fortwährend die psychischen Spezifika aus dem Innern der Erde heraus. Daß aber diese Spezifika dann hier von den mächtigeren Geistern aufgefangen und zu neuen, vollkommenen Menschengestalten eingeordnet werden, von dem weiß er wenig oder nichts.

[ER 54.5] Aber eben diese Spezifika, die von dorther kommen, sind natürlich ganz höllischer Art und sind grundböse; daher sie durch eine übergroße Wesenstufenreihe aufsteigen und durchgären müssen, bevor sie zur Konsistierung eines Menschen tauglich sind.

[ER 54.6] Das Höllische dieser Spezifika zeigt sich an den vielen Wesen ganz klar, die dem Menschen vorangehen. Betrachtet das giftige Wesen fast sämtlicher Metalle, das Gift in den Pflanzen, dann das Gift in den Tieren, die große Wut derselben, besonders bei den reißenden Tieren, und die gräßliche Verschmitztheit und Tücke des giftigen Gewürms, – und es wird euch das höllisch Böse in diesen Wesen nicht entgehen. Ja selbst bei den Menschen äußert sich dieses Böse, rein Höllische, oft noch in einem so hohen Grade, daß nicht selten zwischen manchem Menschen und zwischen dem Fürsten der Finsternis wenig oder gar kein Unterschied vorhanden ist.

[ER 54.7] Dieses rein höllisch Böse wird erst durch die Dazwischenkunft des mächtigsten Spezifikums, des Wortes Gottes, einer neuen Gärung ausgesetzt, in welcher erst dann das Höllische gesänftet und in Himmlisches verkehrt wird, – aber auch nicht mit einem Male.

[ER 54.8] Die Spezifika in der eigentlichen Seele des Menschen werden zwar für sich schon rein himmlisch, wenn sie von dem Geiste im Leibe durchdrungen worden sind, aber der Leib oder das Fleisch des Menschen ist in all seinen Teilen noch eitel böse, also noch immer höllisch; daher muß dieses Fleisch noch eine Menge demütigende Prüfungen erleiden, bis es erst nach und nach ein übereinstimmender Teil der schon früher reineren Psyche werden kann.

[ER 55.11] Der Sitz dieses bösen Geistes ist der eigentliche festeste Mittelpunkt, auf den alles eindrückt, auf daß er sich nicht allzu gewaltig bewege und zerstöre all das Wesen der Erde; denn man dürfte ihm nur ein wenig Luft lassen, so wäre er in einem Augenblicke nicht nur mit dieser Erde, sondern mit der ganzen sichtbaren Schöpfung fertig. Es liegt nämlich in ihm eine ungeheure Kraft, welche nur durch die allerschwersten Bande, die allein Ich als der Herr schmieden kann, niedergehalten werden kann. Wenn er aber auch schon noch so sehr gebunden ist, so verabsäumt er aber dennoch nie, sein Erzböses in die aufsteigenden Spezifika zu hauchen, welcher Willenshauch noch mächtig genug ist, den Tod in alle Seelenspezifika einzupflanzen, welcher Tod sich an allen Kreaturen der Erde noch gar getreulich beurkundet; denn alles Organische ist zerstörbar, und alle Materie ist fähig, den Tod zu geben und die Zerstörung zu bewirken. Das alles rührt her von dem Willenshauche des Allerbösesten, dessen Bosheit oder Böses in sich so unbeschreiblich schrecklich ist, daß ihr euch davon nimmer einen nur geringsten Begriff zu machen imstande wäret; denn der kleinste Begriff von dem eigentlichen Bösen dieses Geistes wäre selbst schon dergestalt tödlich, daß ihn kein Mensch denken und leben könnte. Und würde Ich euch nur eine höchst kleine Beschreibung von dem eigentlichen Bösen dieses Geistes machen, so würde sie euch im ersten Augenblicke töten; denn alles, was ihr über diesen Geist schon gehört habt, sind nur allerleisteste und allerentfernteste Schattenbilder und sind von Meiner schützenden Gnade nach allen Seiten umhüllt und reichen hin, um dieses Wesen für euer Bedürfnis zu ahnen.

[ER 55.12] Eine nähere Bekanntschaft mit diesem Wesen wäre höchst verderblich. An der Unerbittlichkeit und an der schrecklichsten grausamen Bosheit seines Wesens könnt ihr euch schon an manchen Erscheinungen auf der Oberfläche dieser Erde ein freilich allerwinzigkleinstes Schattenbild nehmen. Betrachtet jene vehementen giftigen Gewächse der tropischen Länder! Wie schaudererregend ist ihre Wirkung, und niemand kann hinzu, solch ein Gewächs zu zerstören; denn wer sich nur auf etliche Stunden so einem Baume oder Gewächse nähert, fällt alsbald tot darnieder. Und doch hat so ein Gewächs nur ein unendlich kleinstes Spezifikum in sich, das aus der Nähe des Aufenthaltes dieses bösen Geistes heraufkommt zur Oberfläche und in die Ordnung eines solchen Baumes tritt. Bei dem Anblicke eines solchen Gewächses, das außer sich kein Leben duldet, kann sich schon jedermann einen Begriff machen – freilich nur in kleinster umhüllter Potenz –, wie des Satans eigentliches Böse aussieht.

[ER 55.13] Auch der Anblick eines Tigers ist in dieser Hinsicht belehrend. Dieses Tier hat ebenfalls nur ein Äonstel Spezifikum aus der psychisch-spezifischen Nähe des Aufenthaltsortes dieses allerbösesten Geistes in sich, und dieses Spezifikum genügt, dieses Tier zu dem grausamsten aller vierfüßigen Tiere zu machen; denn dieses Tier ist schlau, hat keine Furcht und schont nichts, was ihm unterkommt.

[ER 56.7] Durch den Ausdruck „Leviathan“ wollte man bloß nur seine Kraft und Macht bezeichnen, und zwar nach dem Begriffe eines einstmaligen Meerungeheuers, das wohl das größte, kräftigste und unverwüstlichste Tier der ganzen Erde war. Seine Größe war wie die eines Landes, seine Gestalt wie die eines Riesendrachen, der solche Kraft besaß, daß er in seinen Eingeweiden ein starkes Feuer erleiden konnte, ohne einen Nachteil davon zu haben, wenn dieses Feuer nicht selten in dem gräßlichsten Flammensprühen durch seinen Rachen und durch seine Nüstern drang. Aus eben dem Grunde wurde unser böser Geist auch nicht selten der „Feuerdrache“, auch der „Drache des Abgrundes“ genannt. Dieser also entblödete Geist – d. h. soviel als: der von all seiner Seele entbundene und lediglich in seinem geistigen reineren Wesen freilich sehr gebundene Geist – machte Miene zu verschiedenen Malen, so ihm dies oder jenes gestattet würde, sich zu bessern, was er auch allerdings hätte tun können, da er, soweit es nur tunlich war, von all seinen bösen Seelenspezifiken entblödet wurde. Also dieser entblödete Geist verlangte, daß man ihm gestatten solle, auf eine Zeitlang göttlich verehrt zu werden, und so er es einsehen würde, daß ihm diese Verehrung nicht mehr munde, da würde er völlig umkehren und ein reinster Geist werden. Das wurde ihm denn auch gestattet. Das ganze Heidentum, das nahe so alt ist als das Menschengeschlecht, gibt dafür Zeugnis; daher Sich auch der Herr ein einziges kleines Völklein auf der Erde ursprünglich ausgesucht hat; alles andere, jedoch unbeschadet der Freiheit, konnte dem Wunsche dieses Geistes gleich den Tieren ungestraft nachkommen.

[ER 56.10] Das muß nicht etwa also verstanden werden, als wären solche Geister wirklich in einer Schule des Satans gebildet worden, sondern sie bildeten sich selbst zufolge jener Spezifika, die sie aus den Banden dieses Geistes in sich aufgenommen haben. Diese Geister, weil sie ebenfalls Grundböses in sich haben, heißen zwar „Teufel“, soviel als „Schüler des Satans“, unterscheiden sich aber dennoch gewaltig von ihm; denn bei ihnen ist nur das Seelische homogen mit dem bösen Geiste, aber ihr Geist ist, obschon hart gefangen, dennoch rein, während der Geist des Satans das eigentliche Böse ist. Daher wird und kann es geschehen, daß alle Teufel noch gerettet werden, bevor der Satan in sich selbst die große Reise zu seinem ewigen Sturze zu unternehmen genötigt wird.

[ER 59.8] Die erste Zeit wird bei einem solchen Ehepaare bloß mit der sinnlichen Lust zugebracht, so daß binnen kurzer Zeit fast alle Spezifika, die dahin bestimmt sind, um Zeugungskraft zu bilden, bis unter Null verbraucht werden. Dann tritt gewöhnlich bald eine gänzliche Erschlaffung des Fleisches und besonders der Genitalien ein. In solchen Fällen sucht dann der solchen Leuten innewohnende Fleischteufel darin einen Regreß, daß er der Seele, besonders durch die Nieren, einflüstert – wie gewisserart ein Hausarzt –, sich an anderes Fleisch zu wenden. Dadurch wird dem Manne sein Weib bald zum Ekel – und der Mann seinem Weibe. Sie fängt an, nach und nach sich nach jugendlichen Hausfreunden umzusehen; er aber geht gewöhnlich abends frische Luft suchen, und wenn er vermögender ist, so macht er Reisen wegen größerer Luftveränderung. Und so geht die Sache fort, bis sich mit der Zeit ein solches Ehepaar dergestalt überdrüssig wird, daß es sich bald scheiden läßt, oder es läßt einander ohne gerichtliche Scheidung sitzen; oder wenn es in einem Hause mehr nobel und adlig zugeht, so wird dahin eine Konvenienz getroffen, daß ein jeder Teil bezüglich seiner sinnlichen Lust tun kann, wie es ihm am besten gefällt. – Derlei Erscheinungen, die gegenwärtig sehr an der Tagesordnung sind, sind lauter Früchte der Ball- und Tanzunterhaltungen und sind Folgen vom Besessensein von oberwähnten argen Fleischpatronen.

[ER 59.17] Es ist zwar wohl schon gesagt worden, daß jede Seele nach dem Tode zuerst in die Gesellschaft der Engel kommt, wo ihre böse Gesellschaft augenblicklich weichen muß. Das geschieht zwar auch hier in diesem Falle; allein solch eine Seele bleibt nicht fortan in der Gesellschaft der Engel, sondern wird von denselben in eine solche Lage versetzt, wo es ihr möglich wird, sich zu ergänzen, – noch deutlicher gesprochen: sie wird auf einen solchen Ort gestellt, wo sie durch eine gewisse freie Tätigkeit jene zu ihrer Ergänzung nötigen Spezifika wieder gewinnen kann, die sie auf dieser Welt vergeudet hat.

[ER 60.4] Was wird wohl die Folge davon sein? – Diese Kinder schon werden von diesen in ihnen wohnenden Geistern dahin angetrieben, stets mehr und nur stets mehr Spielzeug zu besitzen; ja mancher Eltern Kinder haben so viel Spielzeug, daß dieses schon ein tüchtiges Kapital ausmacht. Die Kinder vertiefen sich endlich in diese Spielerei und haben beinahe keine Rast und Ruhe, etwas anderes zu denken als nur an ihr Spielzeug. Die Knaben haben Reiter, hölzerne Reitpferde, papierene Soldatenhelme, blecherne Schießgewehre und Säbel; wenn sie aber herangewachsen sind, wollen sie die hölzernen Pferde in lebendige umgestaltet haben, und statt der blechernen werden wirkliche Gewehre beigeschafft, – denn es ist ja notwendig, daß ein junger Mensch vor allem tanzen, reiten, fechten und schwimmen lernt. Auch eine Übung, mit Pistolen zu schießen, kann nicht schaden. Nebst dem versteht sich von selbst, daß ein junger Mensch cavalièrement – wie ihr zu sagen pflegt, – bevor er noch seine Muttersprache kennt, auch ein paar moderne fremde Sprachen würgen lernt, natürlich sich dabei auch im Modejournal auskennt, die Glacéhandschuhe schon in der ersten Jugend sich so fest an die Hand zu pressen gewöhnt, daß die Finger darin wie Prügel steif sind! Und glücklich der, der schon als Knabe auf einem Kinderballe den ersten Vortänzer machen kann, worüber die Eltern eines solches Genies manchmal beinahe vor lauter Entzücken krank werden und viele Freudentränen vergießen, welche Tränen freilich als aufgelöste Spezifika bei der Seele jene merkwürdige Wirkung verursachen, welche darin besteht: weil eben diese Tränen so einen lächerlichen Abschied von den Augen nehmen mußten, so suchen sie hernach bei den Ohren derselben Seele ihre Zuflucht, wodurch aber eben die Ohren an der ungewöhnlichen Verlängerung sehr stark zunehmen.

[ER 61.9] Es ist aber bei vielen Menschen gerade nicht notwendig, daß dieser Fleischteufel die eigene Selbständigkeit völlig erlangt; sondern die böse Spezifikalausdünstung pflanzt sich durch den ganzen Leib fort, und zwar zunächst durch das Blut, welches sehr leicht aufbrausend wird, wenn es mit diesem Spezifikum schon ziemlich gemengt ist. Durch das Blut gelangt es in die Nerven, durch diese in den Nervengeist und durch den Nervengeist in die Seele.

[ER 61.10] Hat dieses böse Spezifikum auch die Seele durchdrungen, dann ist der Mensch auch schon wenigstens ein halber Teufel, und es ist nicht gut, mit solch einem Menschen Gemeinschaft zu machen.

[ER 61.15] Wird nun ein solches Kind älter, größer und stärker, da wären so manche Eltern mit ihrem Leben nicht sicher, wenn nicht Ich durch so manche Krankheiten diesen Fleischteufel bändigen würde in dem Fleische solcher ungeratenen Kinder. Nur diese Krankheiten treiben diesen bis zu einem gewissen Grade wieder aus, besonders in der Zeit, wenn er sich des Blutes bemächtigt hat. Scharlach, Friesel, Flecken, Blattern und noch andere Krankheiten sind Abtreibmittel des Verderbers der menschlichen Natur. Sie treiben aber natürlich dieses böse Spezifikum nicht ganz aus, sondern nur insoweit es sich in das Blut gewagt hat.

[ER 61.18] Da muß wieder Ich ins Mittel treten und das Fleisch des Kindes mit einer Ruhr oder starkem Husten heimsuchen, damit dieses Spezifikum von den Nerven wieder abgeleitet wird, wodurch dann dem Fleische des Kindes, wenn es derlei Hilfsmittel auszuhalten imstande ist, wieder eine Zeitlang geholfen ist, – wo es aber schon beinahe allezeit besser ist, wenn der Seele des Kindes solch ein impestifiziertes Fleisch früher genommen wird, bevor noch durch dasselbe der Fleischteufel die Seele hat ergreifen können.

[ER 61.24] Hie und da aber geschieht es dennoch wohl und muß es auch der Welt wegen geschehen, daß dergleichen Zorngeister aufwachsen. Wenn die Eltern noch zeitlich genug den Zorn und Eigensinn solcher Kinder energisch bekämpfen, so können aus ihnen recht brauchbare, in einem oder dem andern Fache sehr eifrige Menschen werden; wird aber ihrem Zorne und Eigensinn nicht eifrig begegnet, so werden aus ihnen Raufbolde, Meuterer und womöglich nicht selten gräßliche Peiniger der Menschheit. Daher ist das allen Eltern ans Herz zu binden, die bei dem einen oder bei dem andern ihrer Kinder Zornsucht, Eitelkeit, Eigendünkel, Selbstsucht und eine gewisse Zierbengelei entdecken, diesen Leidenschaften mit aller Energie zu begegnen. Die Folge davon wird sein, daß sie daraus recht tüchtige und brauchbare Menschen gewinnen werden, weil dadurch das böse Zornfeuerspezifikum in ihnen in ein gutes verkehrt wird durch einen eigenen psychisch-chemischen Prozeß.

[ER 62.4] Säugt die Mutter das Kind an der Brust, so enthalte sie sich von geistigen Getränken und hauptsächlich von Gemütsbewegungen; denn durch alles das setzt sie Spezifika in ihre Brust, die eine Nahrung dieses Feuergeistes sind, – kurz und gut, sie enthalte sich von solchen Speisen und Getränken, die zu sehr die Galle erzeugen oder die schon erzeugte aufrütteln. Hülsenfrüchte, besonders Bohnen, sind einer solchen Mutter durchaus nicht zu empfehlen, wohl aber mäßige Fleischbrühen, auch Braten vom Fleische reiner Tiere und Mehlspeisen von Weizen, Roggen und weißem Mais; auch Wassergerste oder Reis ist einer solchen gedeihlich in nicht fetter Milch gekocht.

[ER 67.14] Zu dieser Klasse von inneren Visionen gehört auch das Schauen der Somnambulen, wie auch – was euch schon einmal erklärt wurde – das Schauen in der sogenannten Schwefeläther-Narkose. Diese Visionen haben daher auch schon in sich einen gewissen Verband und eine gewisse Ordnung, weil hier der Seele von den sie umgebenden Geistern schon ein mehr reiner Wein eingeschenkt wird.

[ER 80.12] Diese setzen gewisse ihnen materiell verwandte Gegenstände in Brand, und Menschen und Tiere, wenn sie von diesen Rädern und Kränzen gestreift werden, bekommen elektrische Schläge und manchmal wohl auch bedeutend schmerzliche Brandwunden; aber am allergefürchtetsten sind in diesem Lande die sogenannten tanzenden Feuersäulen, welche im Grunde nichts als Feuerhosen sind.

[JS 4.14] Die Tiergestalt hat darin ihren Grund, weil solche Menschen ihr wüstes Leben hindurch die feineren Menschenseelen-Spezifikalpartikel völlig vergeuden durch ihre Wollust und nur die gröberen tierischen in resto behalten. – Bei diesem ist doch noch wenigstens die Affenseele geblieben. Aber da gibt es andere, die bis zu den scheußlichsten Amphibien sich ganz verpfuschen!

[JS 5.11] Darauf verläßt der zweite Engel die sich stets mehr rührende Asche; aber der erste Engel bleibt. Dieses Rühren aber ist nichts anderes als ein neues Zusammenordnen der ganz zerstörten, zerstreuten und höchst zerrütteten Seelenspezifikalpartikel, was nun unmittelbar durch Meine Kraft geschieht. Nun aber wird sich auch sogleich zeigen, wieviel und was von dieser Mädchenseele noch übriggeblieben ist! –

[JS 10.12] Die Mutter entschuldigt sich als Mutter und spricht weinend: „O Herr, kann ich wohl anders als weinen? Mein siebzigjähriger, auf den Tod kranker Mann liegt überhungrig auf purem Stroh; wir alle haben zwei Tage nichts gegessen. Diese Spätherbstzeit ist naß und schon sehr kalt, und wir haben kein Spänchen Holz, um uns unsere feuchte und kalte Wohnung zu erwärmen. Ich selbst bin schwach und krank. Diese drei Mädchen waren unsere einzige Stütze, und diese habt ihr uns zu Krüppeln geschlagen! O Gott! Wie sollte ich dazu schweigen können? Wie könnt ihr mir das gerechte Weinen verbieten? Seid ihr denn kein Mensch, kein Christ?!“

[JS 12.13] Denn wo immer jemand schon in der gerichteten Materiewelt irgendeine starke Tätigkeit ersieht – wie etwa einen heftigen Sturm, eine starke Meeresbrandung, eine starke Reibung zweier Gegenstände gleicher oder ungleicher Art, einen mächtigen Druck zweier harter Körper aufeinander und derartiges mehr, – da wird er dabei, besonders zur Nachtzeit, auch eine Feuer- und Licht- oder wenigstens eine Schimmerentwicklung bemerken, welche von den Naturgelehrten mit dem allgemeinen, aber eben nicht immer tauglichen Namen Elektrizität bezeichnet wird, – im Grunde aber und ganz eigentlich der vollen Wahrheit gemäß nichts als eine Erregtheit der in aller Materie mehr oder weniger hart gefangenen Naturgeister ist, die stets desto eher und leichter erregt werden können, je härter sie gefangen sind. Sind sie aber leichter gehalten, wie etwa in der Luft, im Wasser, im Lehm und in allerart anderen flüssigen und weichen Körpern, so gehört auch im Verhältnis eine heftigere Bewegung (Tätigkeit, s.o.) dazu, damit die ihr nicht so schnell ausweichen könnenden Naturgeister erregt und durch ihre höchst schnell vibrierende Bewegung innerhalb ihrer sie gefangen haltenden leichten und höchst durchsichtigen Hülse als ein Licht oder als ein Glühen ersichtlich werden.



[JS 12.16] Die Furcht ist die erste Erregung der in jeder einzelnen Seele vorhandenen endlos vielen seelisch-geistigen Spezifikalpotenzen. Wenn alle Potenzen in ein immer heftigeres Beben geraten, so wird der ihnen gegebene Formraum bald zu eng. Da aber die äußere Form, innerhalb der alle die zahllosen Potenzen zu einem Leben vereinigt sind, bald zu eng wird – weil sie nicht so leicht erweitert werden kann und darf –, so ist die Folge davon dann notwendig ein immer heftigeres Drängen und Drücken nach allen Seiten hin, wodurch in dem konkreten Gesamt oder besser gesagt Ein-Leben das Gefühl der Angst zum Vorschein kommt.

[JS 12.17] Wenn das Drängen und Drücken stets heftiger werdend andauert, so entsteht daraus eine geistige Gärung, die man Ärger nennt. Wie aber schon in der Natur das Resultat einer stets heftiger werdenden Gärung eine volle Entzündung ist, ebenso ist das Endresultat der großen Gärung der seelischen Spezifikalpotenzen eine volle Entzündung, und diese heißt Zorn. Und von solchem Zorn rührt dann auch die Erscheinlichkeit des Glutschimmers her, der, so er heftiger und heftiger wird, endlich in einen vollen Brand übergeht, der als böseste Erscheinung des Lebens Wut und im eigentlichsten Sinne Hölle heißt und ist.

[JS 13.17] Nun fängt auf dieser Erde wieder das Frühjahr an, und es wird sicher ein recht gutes werden; denn wir merken das wohl an der besonderen Tätigkeit der Naturgeister, die sich nun gar bunt durcheinander zu tummeln anfangen. Es ist doch wahrlich sonderbar, in welchen Formen von der höchsten Mannigfaltigkeit und Verschiedenheit sie sich auf einmal wie durch einen Zauberschlag in unserer Ätherluft entwickeln, sich gruppieren und dann gleich tätig werden. Die höchste Verschiedenheit der zusammengemengten Formen und Gruppierungen stellen eine neue Form als ein neues Ganzes dar. Man sieht nun die neue Form, aber man sieht in ihr auch die einzelnen Spezialformen in ihrer wunderbar geordneten Verbindung, und das übertrifft weit alles, was man auf der Erde auch durch die vollendetsten Mikroskope sehen und entdecken kann. Denn was man mit den fleischlichen Augen sehen kann, das sind schon gefestete Formen, mindestens auf der zehnten Potenz der fortschreitenden Formen- und Wesenverbindung stehend. Es ist das gewisserart schon ein umhäutetes und eingepupptes Geistiges, das erst aus solch einer Puppe dann in der materiellen Welt in die entsprechende Erscheinlichkeit tritt. Aber welch eine Riesenmenge der seltensten Vorformungen und Zusammengruppierungen gehen in der geistigen Naturwelt einer obbenannten Einpuppung voran!

[BM 7.3] Unser Mann bringt aus lauter Verliebtheit nichts als sein nun stark zitterndes und nimmer endenwollendes Ooooooooh heraus; denn der überschöne, goldblond gelockte Kopf, die freundlichsten großen, blauen Augen, der Rosenmund, der ätherisch wallende volle Busen, die schönsten, runden Hände, wie die noch ätherischeren Füße bringen unsern Mann beinahe von Sinnen.

[BM 49.16] Ebenso ist es auch mit jedem Menschen der Fall: sein Leib, seine Sinne, sein äußerer Verstand, seine Vernunft – das sind Blüten und Laub. Aus diesen geht hervor eine reife Seele. Und diese gerechte, gute Reife der Seele faßt dann in sich auch einen reifen Kern. Dieser Kern ist der unsterbliche Geist, der in seiner Vollreife alles ergreift und in seine eigene Unsterblichkeit verwandelt, – gleichwie ein verwesliches Fleisch, das mit dem ätherischen Öle der Unverweslichkeit gesalbt wird, auch mit unverweslich wird.

[BM 54.25] Schau, schau, da bin ich ja schon; es ist richtig Nr. 1! Aber wo ist denn die Wiese? Schau, die ist schon weg; ich sehe nichts als einen sehr dichten, grauen Nebel! Stellt sich denn dieser Spätherbstgast der Erde zuweilen auch hier in der Geisterwelt ein? – Warum denn nicht? Gibt es doch himmlische Wolken, warum sollte es da nicht auch einen himmlischen Nebel geben! Aber hinausgehen werde ich nun doch nicht. Denn man kann eigentlich nicht wissen, wem alles man in solch einem Nebel begegnen könnte!

[BM 70.27] Also sind auch diese Erscheinungen nichts als mit herübergebrachte Krankheiten der Seele, die alle sämtlich hinausgetrieben werden müssen, und zwar durch geistige Medizinen wie die leiblichen durch leibliche, körperhafte Spezifika. Sonst könnte die Seele nimmer gesund werden und der Geist in ihr nimmer erstehen.

[BM 100.8] Diese Chanchah ist zwar ein selten reines Wesen voll echt morgenländisch feuersprühender, Ambra-Äther duftender Anmut. Aber eine Chinesin ist sie im vollsten Sinne des Wortes dennoch bei alledem. Sei daher außerordentlich vorsichtig mit jedem Worte, sonst wird sie dir zur unerträglichen Laus in deinem Rocke, und du wirst zu tun haben, sie auf eine gute Art loszuwerden!“

[BM 129.12] Siehe, wie herrlich diese Gebirgsgegend nun ist, wie majestätisch diese lichten Felsen in den Lichtäther hineinragen gleich großen Diamantkristallen, und wie auch diese Hochfläche geziert ist mit den herrlichsten Blumen von für dich sicher unbeschreiblicher Pracht, und wie sanft dieser Weg sich auch dahinzieht wie ein strahlenreichster Regenbogen, – so ist aber all diese Herrlichkeit dennoch eine pure Armseligkeit gegen die Harmonie, die dir unten im Tale in einem einzigen Blick eines Sonnenmenschen entgegentönen wird!

[BM 148.7] Denn seht, wir sind ja eben durch die rechte Weisheit schon jetzt als Kinder in diesirdischen Leibern um sehr vieles reingeistiger, als ihr es je werdet. Das Geistige liegt doch sicher nicht im Leibe, sondern im eigentlichen Geiste, der doch stets derselbe ist und bleibt, ob in einem gröberen oder feineren ätherischen Leibe.

[BM 148.8] Auch müßt ihr unsere Leiber nicht nach denen bemessen, die ihr auf eurem sogenannten Heiligen Planeten getragen habt, die gröber, schwerer, finsterer und plumper waren als die gröbsten Steine dieser Welt. Ihr seht ja doch selbst, daß da unsere Leiber schon bei weitem ätherischer und dem Lichte verwandter sind als eure Geister, wie sie hier zu sehen sind. Sie vereinen bei weitem größere Reinheit und rechte Ordnung in sich, weil sie von dem ihnen innewohnenden Geiste allzeit durchwirkt werden.

[BM 148.9] Daher ziehet nur ganz voll guter Dinge mit uns! In unseren Wohnungen sollt ihr sicher lauterer werden, als ihr nun seid. Aber dessenungeachtet geschehe eurer Schwäche nicht der leiseste Zwang durch die überwiegende Stärke, die wir nicht also prunkend ausstecken wie du, Freund Martin: ehedem, als du lächerlicherweise von einer Kraft – trotzdem du der Schwächste wärest – an dir sprachst, mit der du unsere große Welt etwa wie die zarte Knospe einer ätherischen Lichtstaubblume zwischen Daumen und Zeigefinger leicht zerreiben könntest!

[BM 149.9] Aber Du wirst es Selbst am besten bemerkt haben, wie sie an meiner Brust selig waren und gewisserart Liebe erlernen wollten. Deren Süßigkeit priesen sie so sehr, daß darob ihre Begleiter mir Gewalt antun wollten und sogar ihre Geister beriefen, die ihnen dann freilich einen ganz anderen Bescheid gaben. Da war ihnen die Liebe alles! Nun aber ward sie von eben ihnen als eine stumme Vegetativkraft deklariert: ungefähr als ein Unding, das für sich gar nichts ist, sondern bloß nur den freieren Wesen zur Fortpflanzung als ein unbewußtes stummes Motiv dient, das wahrscheinlich in einem nichtigen elektromagnetischen, höchst imponderablen Fluidum besteht!

[BM 183.26] Möchtet ihr aber fortfahren, wie bis jetzt zu geilen in eurem und eurer Töchter Fleische, würde euch die geistige Zeugungskraft bald genommen werden. Statt diesem eurem leichten, ätherischen Leibe würdet ihr einen plumpen, schweren, häßlichen und mit allerlei Krankheiten behafteten Leib überkommen, in dem sich der unsterbliche Geist nur sehr schwer und mühsam bewegen würde. Dazu käme dann noch der Tod über euch, den ihr bisher noch nie gefühlt und geschmeckt habet.

[BM 188.9] Sprechen Uhron und Shonel: „O Vater, wir merken nicht den allergeringsten Unterschied! Wie ist das wohl zugegangen und wie sollen wir das verstehen? Denn siehe, unsere Abgeschiedenen sehen als Geister viel leichter und ätherischer aus, diese aber, als hätten sie noch völlig ihren früheren irdischen Leib! Auch hinterlassen unsere sonstigen Abgeschiedenen ihren toten Leib, den wir dann an einen bestimmten Ort bringen, wo er bald vollends aufgelöst wird. Aber bei den dreien ist ja gar kein Leib zurückgeblieben! Wie wohl möglich ist das also zugegangen?“


[RB 1.7.4] Zugleich aber fängt er auch an, nachzudenken, was denn etwa doch die Ursache dieses sehr hellen Blitzes war? Er denkt nun hin und her und auf und ab. Er geht alle ihm bekannten Gründe zur Erweckung der Elektrizität durch. Aber er findet hier nichts zur genügenden Erklärung dieser ersten Lichterscheinung in diesem, für ihn noch immer unbegreiflichen Zustande. - "Denn", denkt er bei sich, "zur Erweckung der Elektrizität müssen die notwendigen natürlichen Bedingungen vorhanden sein, als da sind: die mit Sauerstoff gefüllte atmosphärische Luft - und in ihr negativ elektrische Körper, entweder flüssige oder auch harte. Hier im Reiche des reinsten und absolutesten Nichts aber kann doch sowohl vom einen wie vom andern nicht die Rede sein. Denn wo nichts ist, da ist vollkommen nichts, da der Begriff ,nichts' logisch richtig jedes wesentliche Sein gänzlich ausschließt!

[RB 1.7.6] "Aber jetzt geht mir ein neues Gedankenlicht auf! - Ja, ja, so ist es! O du herrliche, echtdeutsche Philosophie, du unversiegbarer Born der wahren Weisheit! Du bringst jedem das rechte Licht, der dich, wie ich, mit aller Glut und Liebe ergreift und dich in allen noch so sonderbaren Lebenszuständen als einzigen und verläßlichsten Ratgeber und Wegweiser benützt! Schau, wie geschwind habe ich nun mit deiner Hilfe diesen gordischen Knoten gelöst! Wo im Reiche des Nichts ein individuelles Sein sich vorfindet, da können sich ja irgend in selbem Nichts noch eine Menge anderer, entweder gleich oder anders gearteter Sein vorfinden! Und so können außer diesem meinem Sein sich noch eine Menge allerartiger Wesenheiten (hier) befinden, die zur Erweckung der Elektrizität tauglich sind, ohne das eigentlich uns alle umfassende Nichts nur im geringsten zu beeinträchtigen. Bravo, so ist's gut! Und ich weiß es nun, daß es außer mir in dieser Nacht des Nichts doch noch irgendwie geartete und gestaltete, wesenhafte Nachbarn gibt. Ich bin somit durchaus nicht gar so ganz allein hier, wie ich es mir eine leider jetzt schon sehr geraume Zeit vorgestellt habe! O das ist gut, das ist sehr gut!

[RB 1.7.9] Nach einer langen, stummen Ruhe konnte er erst wieder seine Gedanken wahrnehmen und selbe auch nach und nach tiefer zu fassen anfangen. Sein erster, wieder etwas geordneter Gedanke war folgender: "Aha, aha, nun weiß ich's erst, woran ich bin! Dieses Blitzen deutet aus ein starkes Gewitter, das sich nun in der Nacht über Wien hermachen wird! Ich erwache nun nach und nach aus meiner, durch die Todesangst erregten, großen Betäubung, kehre nun wieder ganz sachte ins Leben zurück. Wahrscheinlich hilft diese, vom elektrischen Fluidum sehr schwangere Luft mir dazu, und ich werde unter Blitz,- Donner und Hagel wieder ins Leben zurückkehren!? Donnern höre ich zwar noch nicht; aber das Wetter kann auch noch sehr weit von hier stehen. Es hat wohl sehr stark geblitzt, und der Donner könnte jetzt wohl schon, wenn auch sehr dumpf, da sein!

[RB 1.9.2] "Es ist am Ende doch noch ein Wetter, dessen Gewölke sich nun nach dem dritten Blitze aus einer Seite ein wenig zu lichten anfängt. Nur eines geht mir dabei nicht so ganz ein, und das ist, daß ich erst jetzt, da ich meine Umgebung etwas besser ausnehme, recht klar gewahr werde, daß ich mich, ganz vollkommen gleich einem Vogel, in freier Luft oder im freiesten Äther, ohne alle Unterlage, befinde. Es hätte solch ein Zustand in der früheren, derbsten Nacht wohl noch als ein Gefühlstrug angenommen werden können; aber nun ist es kein Trug mehr, sondern volle Wahrheit.

[RB 1.9.3] "Jetzt wenigstens wird es mir wohl klar, daß ich dem Leibe nach wirklich gestorben bin, da man doch unmöglich annehnmen kann, daß sich ein schwerer Leib so lange frei im Luft- oder Ätherraume erhalten könnte! Ich sehe aber auch außer mir nichts. Weder unter mir noch über mir ist irgend etwas Gegenständliches wahrzunehmen. Ich muß mich sonach sehr ferne von irgendeinem Weltkörper befinden?! - Hm, sonderbar, sonderbar!

[RB 1.11.1] Spricht Robert weiter: "Sollte auch er etwa, mir gleich, sich irgendwo in dieser Freie befinden und verkehrt nun mit mir, als einem Manne ungefähr seinesgleichen, auf diese ganz unschädliche elektrische Art und Weise, die ihm für diese Welt noch eigen geblieben ist? - Ja, ja! Denn er soll besonders im Fache der ägyptischen natürlichen Magie, und das hauptsächlich durch die Kenntnis der innersten Naturkräfte, einer der erfahrensten Männer gewesen sein, - woraus auch seine, durch die Zeit freilich schon sehr entstellten, sogenannten Wundertaten sehr wohl zu erklären sein dürften, - besonders so die über alles Vieh dummsten Osmanen die große Bibliothek zu Alexandria nicht verbrannt hätten!

[RB 1.11.3] "Dein Name, und für die Folge irdischer Zeiten auch der meinige, werden wohl noch lange auf der Erde fortklingen und werden gelobt und gerühmt und bewundert werden; aber was haben wir beide davon?! Wir können uns hier in der endlosen Wesenleere bloß durch eine eigene Art elektrischer Blitztelegraphen andeuten, daß wir beide uns hier, vielleicht nicht gar zu ferne voneinander abstehend, befinden.

[RB 1.11.5] "So wie wir beide schweben auch vielleicht noch zahllose andere Wesen? - Die Weltkörper sind vielleicht ursprünglich auch das gewesen, was wir nun sind?! Nach Trillionen von Erdjahren haben sich zahllose Atome um sie angesammelt, und so sind aus ihnen am Ende ganze Weltkörper entstanden, in deren Mitte noch dieselben Geister oder Seelen wohnen, um die sich durch die Ansammlung der Ätheratome ganze Welten gestaltet haben!

[RB 1.11.9] "Mein großer Freund Jesus - aha, aha! - hat schon wieder geblitzt! - Allein das macht nichts! Was habe ich denn eigentlich sagen wollen? - Ja, ja, jetzt habe ich es schon wieder! Mein großer Freund, der nun schon wahrscheinlich zu so einer kleinen Kometwelt angewachsen ist, hat meinen sehnlichsten Wunsch vernommen und bietet nun alles auf, um zu mir zu kommen. Und so er zu mir kommen kann, da wird er mich sicher zu ihm in seine junge Weltmitte ziehen, wird auf diese Art die Anziehungskraft der äußern Ätheratome verstärken und somit desto eher und leichter zu einer Vollwelt anwachsen!? Ja vielleicht hat er auch schon eine größere Menge ihm verwandter Wesen bei und um sich?! Das kann sehr leicht sein! Denn Wesen, wie ich, hat es schon so manche gegeben.

[RB 1.19.1] Rede Ich weiter: "Stelle dir vor, daß alle Weltkörper mit der für ihre Bestimmung nötigen Intelligenz und freien Einsicht ausgestattet sind. Siehe, diese großen und sehr kräftigen Körper schweben alle im für deine bisherigen Begriffe sicher freiesten Ätherraume. Warum sind sie denn so eigensinnig und bewegen sich seit vielen Jahrtausenden stets in gleichen Kreisen um eine bestimmte Sonne, die sie gewisserart um keinen Preis verlassen wollen oder mögen?

[RB 1.19.3] "Wenn dann so ein großer Wanderer durch den freien Ätherraum nach manchmal zehn und mehr, von seiner Sonne wie stiefmütterlich behandelten, immer gleich fleißigen Umläufen am Ende doch (der Sache) überdrüssig würde, sich ernstlich vornähme, die ihn regierende Sonne zu verlassen und dann so einen absoluten Freischwärmer durch den endlosen Weltenraum machen möchte, was würde wohl von solch einer planetarischen, nach der absolutesten Freiheit schwindelnden Idee die unvermeidlichste Folge sein?

[RB 1.19.9] "Tiere ein und derselben Art haben (in der Regel) eines unter ihnen, das gewisserart ihr Leiter und Führer ist, wenn dieser sich rührt, dann sind alle wie durch einen elektrischen Schlag zur gleichen Bewegung angefacht. Siehe eine Rinderherde an, sie hat einen Leiter unter sich! Der Hirte, der solches aus Erfahrung weiß und auch bald merkt, welchem Stücke aus seiner Herde die andern nachgehen, hängt solchem Tiere eine Schelle an den Hals. Und so er abends die Herde heimführen will, da horcht er bloß, wo die Schelle läutet. Wo er sie vernimmt, da begibt er sich auch hin und findet seine ganze Herde daselbst versammelt. Will er sie heimführen, dann braucht er bloß den beschellten Leiter zu führen, so gehen alle anderen von selbst, wohin der Leiter geht. Der gleiche Fall ist sogar mit den sehr dummen Schweinen, besonders wo sie ständig in der freien Natur leben; ebenso bei den Ziegen, Schafen, Pferden, Eseln und hundert anderen Tiergattungen! Das gleiche kannst du nur zu sprechend sogar an den verschiedenartigsten Insekten entdecken, an den Vögeln und nicht minder anden stumpfsinnigen Fischen und anderartigen Wassertieren.

[RB 1.20.5] "Warum sind wohl auf der Erde die Berge da? - Und hier meine Ich ganz besonders die erste Art. Siehe, ihre Zwecke sind verschieden. Fürs erste sind sie die Regulatoren (Ausgleicher) der freien elektromagnetischen Strömungen, auf daß diese über den ganzen Erdboden gehörig verteilt werden. Fürs zweite verhindern sie, daß die Luft um die Erde, so diese ihre tägliche, schnelle Drehung um ihre Achse macht, stehenbleibe, während die Oberfläche der Erde sich fortbewegt, und dadurch eine über alle Orkane heftigste Gegenströmung hervorbringe, durch die wohl kein Wesen auf der Oberfläche der Erde bestehen könnte. - Fürs dritte ziehen sie die zu mächtigen, durch den Sauerstoff und Wasserstoff bewerkstelligten Feuchtteilchen aus der allgemeinen Luft an sich (Weshalb ihre höchsten Kanten und Spitzen auch meistens umdünstet und somit selten sichtbar erscheinen). Diese vereinen sich hier durch die stets mächtig vorhandene Elektrizität und fallen dann zumeist als Schnee und Eis auf die steilen Abhänge der Berge nieder. Von da stürzen sie nach größeren Anhäufungen als mächtige Lawinen in die Gräben, Schluchten und in die Hochgebirgstäler und bilden daselbst durch ihre starke Anhäufung die sogenannten Gletscher, die dann wieder die besondere Eigenschaft haben, die Kälteteilchen aus der gesamten Luft anzuziehen und dadurch die niedriger gelegenen Fruchtgegenden vor den alles erstarrenden und zerstörenden Frösten zu bewahren. Zugleich aber schwächen (die Gletscher) auch sehr die manchmal zu stark angesammelte Luftelektrizität und ordnen den Kreislauf des Wassers durch die Atmosphäre, ohne welche Tätigkeit die Ebenen der Erde nahe unausgesetzte, allerheftigste Wolkenbrüche auszustehen hätten!


[RB 1.36.2] "Und da du mir denn nun auch eben nicht gar zu schwer verständlich angedeutet hast, wie es da um mich her, sowie an und in mir so gewisserart leer ist, wie etwa in dem Haupte des Vierfüßlers, der seinen Lebensäther aus Heu und Stroh beziehet, - so kann ich wirklich nicht umhin, für die Folge zu bitten, daß du, so ich schon durchaus ein Esel bin, mir das so ganz deutsch ohne vorhergehende Umschreibung glattweg heraussagest! Denn so du in mir denn im ernste nichts findest, das da zu irgendeinem weiteren Ausbaue meiner Erkenntnisse taugete, wenn in mir kein anderer Stoff vorhanden ist als wie etwa in dem Haupte eines Esels, so sage es mir ohne Vorhalt heraus, und ich werde mich darob gar nicht kränken; denn wo nichts ist, da ist einmal nichts!

[RB 1.42.14] "Siehe, wir sind nun noch auf unserer dürftigsten, kleinen Welt beisammen, und du erschauest noch nichts außer dieser Welt, die uns einen kärglichen Standpunkt bietet. Du hast gemeint, diese Welt sei so ein kleiner, angehender Komet, auf dem sich etwa nach Trillionen von Erdjahren allenfalls ein Planet bilden könnte, und entstehe etwa zufolge der Anziehungskraft Meines Wesens, durch die sich Atome aus dem endlosen Äther um Mich her ansammeln. - Allein, dem ist nicht also, sondern ganz anders!

[RB 1.43.13] "Daß du Mich aus allen deinen Kräften liebst, das wohl ist Mir das angenehmste Lob! Denn nur durch die alleinige Liebe bin Ich als Vater für jene Geschöpfe, die Meine Kinder sind, erreichbar; durch die Weisheit aber ewig nicht. Denn alle Weisheit aller Meiner ohne Zahl und Ende vorhandenen Engel und Geister ist gegen Meine ewige Weisheit kaum das, was da ist ein Tautröpfchen gegen das ewige Äthermeer, das da erfüllet den unendlichen Raum!

[RB 1.51.5] "Du sprichst in dir: »Das ist sicher und wahr; aber wo so ganz eigentlich? Schweben sie etwa auch, mir gleich, noch irgendwo zwischen Himmel und Erde im Äther? Oder sind sie etwa gar hier in der Nähe dieses Hauses irgendwo in einem Winkel verborgen?«

[RB 1.51.6] "Ich sage es dir: Nicht im Äther und nicht in irgendeinem Verstecke, etwa in der Nähe dieses deines Hauses, das da gleich ist dem Innern deines Herzens. Sondern wie sie in deinem Herzen durch dein liebvolles Gedenken an sie gegenwärtig sind, so sind sie auch in der Wirklichkeit in diesem Hause gegenwärtig! Eine einzige Türe scheidet sie noch von dir und Mir. So wir diese Türe öffnen, da wirst du sie noch ganz so, wie sie die Erde verlassen hatten, antreffen.

[RB 1.97.11] "Und nun möchtest du mich auch an jenen saubern Ratstisch hinziehen, an dem so Erhabenes von einer mit einer ätherischen phosphoreszenz übertünchten Lerchenfelder Trudl beschlossen wird - sogar ein Gericht über uns Männer, darum wir auf der Welt oft tierisch dumm genug waren, uns so weit zu vergessen, daß wir uns mit solchen Kloakenkreaturen abgeben mochten! Freund, da kannst du hübsch lange warten! Glaubst du denn, daß ich dir nun wie ein Gimpel gleich auf ein dreckiges Leimspindelchen aufsitzen werde? Oh, da hat es Zeit und seine sehr geweisten Wege! Brüderl, kehre halbrechts nur wieder um und sage deiner phosphorstrahlenden Gesellschaft: Nur die Gimpel fängt man so; andere Vögel sitzen nicht so leicht auf, besonders wenn eine Lerchenfelder Glorifizens mit Einverständnis ihres Pseudo-Jesus Esel auf den Vogelfang aussendet! - Wenn du zurückkommst, so richte ihr von mir einen schönen Gruß aus!"

[RB 1.104.6] Spricht darauf Dismas: "Freund! Solange der Mensch auf der Erde als eine quasi (sozusagen) Erdlaus herumkriecht, will ich deine Lausfabel goutieren (mir gefallen lassen). Aber wir haben (hier in dieser geistigen Welt) bereits das Lausmäßige abgelegt, und dieser Leib, den wir hier haben, ist kein fleischlicher, sondern ein rein ätherisch-geistiger Leib, in welchem wir alles dessen gewahr werden, was uns der große Meister Jesus auf der Erde verkündigt hat. So wir aber nun sicher im höchsten Grade a priori (von vornherein) das alles an uns bestätigt finden durch das Fortleben nach des Leibes Tode, durch die Erinnerung an unser irdisches Leben und durch das Erkennen, daß wir dieselben sind, wie und was wir im Leibesleben waren - so wollen wir denn hoffentlich doch nicht zweifeln, daß derjenige Lebenslehrer, der auf der Erde gleich einer Sonne den Sterblichen zuerst die Augen öffnete und ihnen ihre wahre, ewig unvergängliche Heimat und ihren wahren Vater zeigte und kennen lehrte, denn doch etwas mehr sein mußte, als alle Menschen zusammengenommen, indem Er der Einzige und der Erste war, die Menschen ihrer wahren Bestimmung zuzuführen, und wir nun als Geister die lebendige Überzeugung haben, daß es genau also ist, wie Er es durch Worte und Taten gelehrt hat! Wenn Er es nicht ist, sage, wer ist es dann?!

[RB 1.126.17] "Welch einem nur einigermaßen geweckteren Geiste hätte bei genauer Kenntnis der römisch-katholischen Theologie nur in einem allerentferntesten Sinne einfallen können, solch eine Lehre für rein göttlich zu halten?! Ich selbst habe auf Grund ausgestochenen Oblaten mehrere tausend allerechteste Christusse gemacht und habe sie dann wieder getötet und zum größten Teile auch selbst bei Butz und Stengel aufgefressen. Was aber soll ein ehrlicher Mensch sich von einer Gottheit oder vielmehr von einer Lehre denken, die einem unter solchen Aufpizien aufgebürdet wird, über die ein jeder ehrliche Chinese hoch auflachen muß. Wie oft habe ich nach einer verrichteten Messe gedacht, wenn ich darauf die große, schöne, freie Erde betrat und einen Blick zur großen Sonne und abends zu den Myriaden Sternen sandte: »Also Der, den du heute morgen durch die sogenannte Konsekration auf einer runden Oblate, aus Stärkemehl gebacken, zum allerhöchsten Gott machtest und Ihn darauf als quasi lebendig gegessen hast - soll dies alles gemacht haben?!« - O Herr, das war für den Glauben eines Sterblichem denn doch ein wenig zu viel! Wer das ganz ruhig glauben kann, dem ist wahrlich nicht zu gratulieren. Denn der kann doch kein noch so kleines Fünklein irgendeines Geistes in sich besitzen! Er ist und bleibt eine bloß durch ein elektrisches Fluidum auf eine kurze Zeit belebte materielle Maschine, der es eins ist, ob sie äußerlich mit Kot oder mit Gold überzogen wird und ob ihr inneres Räderwerk aus Holz, Eisen, Kupfer oder Gold ist - Wohl verrichtete ich den sogenannten Gottesdienst vor den Augen der blinden Welt vollkommen vorschriftsgemäß; aber ich selbst glaubte unmöglich daran, weil die Urschrift in meinem Herzen und in der ganzen Schöpfung mich denn doch allzeit eines ganz andern belehrte.

[RB 2.181.13] "Spricht Cado: »Törin, zähle die Sonnen im endlosen Raume, zähle die Planeten alle, die nicht selten zu Trillionen wie Atome im Äther um eine einzige und letzte Zentralsonne umherkreisen, die noch lange keine Haupt-Zentralsonne ist! Zähle den gerichteten Sand nur eines kleinsten Planeten! Summiere alle die atomistischen Materiepartikeln, die im endlosen Äthermeere des ewigen Raumes als gerichtet rasten und über ihren kleinen Rücken das Licht von einer Unendlichkeit zur andern tragen müssen! Sieh, alles das ist arg gerichtet aus deinem höchsteigenen Gerichte! Wie lange wohl müßtest du da zählen und wie viel denken, bis du den Grund eines jeden gerichteten Atoms der ganzen Unendlichkeit durchsähest und durchdächtest, um dich in dir selbst dann darüber hinaus erheben zu können!? Sieh, das wäre im höchsten Grade eitel und töricht! Daher tue du das, was ich dir zu deiner wahren Freiwerdung anrate, und du wirst der ganzen, ewigen Großrechnung nicht bedürfen, um wahrhaft frei und dadurch auch der allmächtigen Gottheit in Ihrer Jesus-Menschheit wohlgefällig zu werden!«

[RB 2.236.9] Spricht der Offizier: "Nein, nein, mein liebes Kind, so meine ich es aber ja auch nicht! Sieh, ich meine es nur also, daß man in einer gebildeten guten Welt wenigstens also reden solle, wie man schreibt - aber nicht gar also provinzialistisch, was einem gebildeten Ohre geradeso unangenehm klingen muß wie schlechte und in Grund und Boden falsche Musik. Schau, du bist, je länger ich dich betrachte, ein so schönes Kind, daß ich wahrlich in meinem ganzen Leben noch nie ein schöneres Wesen gesehen habe, was doch gewiß sehr viel sagen will, da ich in der Art beinahe in ganz Europa sehr viel gesehen habe. Hättest du auch eine mehr gebildete Sprache dazu, so wärest du eine reine Göttin. Aber wenn du redest, dann streifst du den ganzen himmlischen Schönheitsnimbus herab, und man wird dadurch von der höchsten göttlichen Poesie in die alleralltäglichste Prosa versetzt. - Schau, du hast dich ehedem als eine Himmelsbewohnerin ausgegeben, was ich dir deiner Gestalt nach auch gar nicht in Abrede stellen möchte; denn diese ist schön genug, um auch in einem noch so phantastisch schönen Himmel Aufsehen zu erregen, schön genug, um in den goldenen Gärten der Hesperiden zu glänzen. Aber so du dann mit deiner hundsgemeinen Sprache kommst, so fällt dann ein hochlyrisch-poetisches Gemüt, wie das meine, ja gleich von einem siebenten Himmel in den schmutzigsten Patsch der Erde zurück. Daher, so du schon durchaus ein himmlisches Wesen sein willst, so mußt du auch wirklich durchaus himmlisch sein in der Sprache wie in der Gestalt, sonst glaubt dir's ewig kein Kuckuck, daß du eine Bewohnerin des Äthers menschlich-lyrischer Phantasie bist."

[RB 2.243.1] Rede Ich: "O Weib! O Tochter! Dein Glaube ist groß, und viel Liebe wohnt in deinem Herzen! Dir geschehe nach deinem Glauben und nach der Macht deiner Liebe! - Meine liebe Tochter, du stehst nun hungrig, durstig und nackt vor Mir, denn das, mit dem du auf der Erde deine Seele gesättigt hast, war eine schlechte und magere Kost. Wärest du nicht in der ersten Zeit deines Erdenlebens im Geiste vorgenährt worden und wäre deine Seele in das Pfützen- und Kloakenleben des gemeinsten und ekelhaftesten Gewürmes mit ganz stummem Geiste übergegangen, so wärest du wohl verloren, und es wäre beinahe unmöglich geworden, dich je zu retten. - Denn so unmöglich es ist, einen Fisch außerhalb des Wassers in der freien Luft am Leben zu erhalten, ebenso unmöglich ist es auch, Seelen, die sich selbst zum Pfützen- und Kloakengeschmeiß hinab- und hineingelebt haben, in dem Lichtäther der Himmel am Leben zu erhalten. Denn wo der Drache lebt ein totes Leben, da lebt dem Tode auch sein Gewürm!

[RB 2.244.9] Der Offizier aber sagt nach einer Weile: "Ich war auf der Erde und auch hier in dieser Welt sein Vorgesetzter; und nun ist er in der Weisheit ein Seraph, und ich, bei all meiner auf der Erde erworbenen theosophischen Kenntnis, die dazu hier noch eine große Ausbildung bekam, ganz glattweg ein Esel! Seht nur diese herrlichen Bilder, diese Weichheit, Zartheit, dieser ungezwungenste Schmelz seiner so herrlich angebrachten historischen Episoden! Nein, so man ein Stein wäre, so müßte man bei solch einer Rede ätherweich werden! O wenn er diese Rede nur aufgeschrieben hätte! Wahrlich, ich könnte sie gerade tausendmal nacheinander lesen. Wie herrlich ist z.B. Der Satz:

[RB 2.264.8] Sage Ich: "Das freilich wohl nicht. Aber solcher Narren, wie er einer war und noch ist, gibt es in allen Landen gar viele. Bei diesen Geistern aber geht die Sache wie durch eine elektrische Kraftverbindung. So auch in einem allerverborgensten Winkel irgendein Geist in was immer erregt wird, so werden im selben Augenblicke alle Geister gleicher Art erregt und in die besondere Tätigkeit versetzt. Ist diese in irgend etwas Meiner Ordnung schroff zuwider, so werden dann auch alle solchen Geister auf einmal in allen Landen gepackt und zurechtgewiesen durch ganz taugliche Mittel. Aber mit dem Besserwerden geht es dann nicht also gleichartig und plötzlich wie mit dem gleichzeitigen Erregtwerden zum Bösen; sondern da geht es dann sehr allmählich vorwärts, beinahe also, wie wenn auf einem Felde tausend Menschen in Reih und Glied stünden und durch einen Erdstoß plötzlich umgeworfen würden. Fallen werden sie sicher alle zugleich; aber mit dem Aufstehen, was dann natürlich einem jeden frei zusteht, wird es wohl schwerlich also gehen. Einige werden sich sogleich wieder aufrichten; besonders so sie durch den Fall keine Verletzung erlitten haben. Andere hingegen, die sich mehr oder weniger beschädigt haben, werden sich mühsam erst nach und nach ganz langsam emporzurichten anfangen. Und einige, die dabei schwer verletzt worden sind, die werden zum Aufstehen wohl sehr viel Zeit und Mühe brauchen. Ja einige darunter werden als Totgewordene liegen bleiben. Und siehe, gerade also geht es auch bei diesen Sondergerichten! Gefangen werden sie alle sozusagen auf einmal; aber frei werden sie nicht also, weil das Freiwerden nicht von einer äußeren Macht, sondern rein nur von ihrer eigensten Lebenskraft abhängt.

[RB 2.265.2] Sage Ich: "Das sind geistige Spezifikalpotenzen oder einzelne Ideen Meines Herzens. (Ur-Lebensfunken aus Gott) Wenn sie durch allerlei Kleingerichte gehörig vorbereitet und durch allerlei ihnen gegebene Tätigkeiten in Meiner Liebe ausgegohren sind, dann werden sie auch in (materielle, pflanzliche und tierische) Formen gehüllt und werden am Ende ihres Kreisweges zu Seelen der Menschen mit aller Intelligenz, auf daß in ihnen dann Mein eigenster Liebegeist zu einem mit solchen Seelen auf ewig unzertrennbar verbundenen Wesen werde.

[RB 2.294.7] "Solch eine Seele ist dann gänzlich verdorben. Ihre erste Gesamtheit muß durch des Feuers Gewalt in ihre einzelnen Spezifikalpotenzen (Urlebensfunken) aufgelöst und darauf, mit ganz neuen gemengt, auf langen Wegen durch die Pflanzen- und Tierwelt eines andern Planeten in einem ganz fremden Sonnengebiete in eine höchst untergeordnete Form eines Menschen übertragen werden. Auf diese Weise bleibt dann von der Urwesenheit solch einer Seele ganz verzweifelt wenig mehr übrig. Und das ist das eigentliche Schlimmste, denn solch eine Seele kann dann auch unmöglich mehr je zu Meiner Anschauung gelangen, weil sie dann bloß nur Seele ohne Meinen Geist in ihr ist und bleibt.

[RB 2.295.7] "Ja, da gäbe es schon wieder Tausende von Fragen aller Art! - Zum Beispiel: Wir sind denn doch, als wir von der Erde hier in dieser Stadt ankamen, ebenerdig in Dein heiliges Haus getreten und haben da von keinem solchen Balkone etwas bemerkt. Nun sind wir im selben Hause zu ebener Erde, und siehe da, das Zimmer, sicher so groß und herrlich wie der Saal über uns, hat zwölf Türen, durch die man auf die Aussichtsbalkone gelangt, von denen zuvor aber auch nicht die leiseste Spur zu entdecken war! Und man entdeckt da nun ferner, daß dieses Haus, anstatt auf irgendeinem Grunde zu stehen, gleich einem Weltkörper frei im Äther umherschwebt - während man dabei von einer weiteren Stadt, die doch eine endlose Ausdehnung hat, nicht ein Häuschen mehr erblicken kann! Auch gingen in gleicher Linie drei ganz gleiche Tore an einer und derselben Wand in dieses sehr rätselhafte Freie hinaus - und siehe da, ich sehe sie nicht mehr. - Herr und Vater! Das ist wahrlich etwas stark! Wer das so recht aus dem Grunde begreift, der muß, wie man sagt, ein Kind guter Eltern sein!

[RB 2.295.12] "Also mich juckt es nicht so wie den Bruder Robert, die Gründe von all diesen Wundern einzusehen. Nur etwas möchte ich wissen, und das ist, wer etwa doch jene Geister sind, die vor uns im freien Äther gespielt haben. Daß sie in ihrer Art auch sehr glücklich sein müssen, habe ich aus der großen Freundlichkeit ihrer Gesichter wahrgenommen; aber wer sie eigentlich sind und was ihre Bestimmung ist, das kann Dir, o Herr und Vater, ganz allein nur bekannt sein. Wenn es Dir genehm wäre, so möchte ich darüber wohl einen kleinen Aufschluß haben."

[RB 2.298.14] "Ich schaue nun auch dies Licht mit einer großen Leichtigkeit an und habe darob eine ganz unbändig große Freude; denn ich fange nun an, durch überaus klarste Ätherflammen eine ganz ungeheure Wunderwelt zu entdecken und sehe ungeheuer weitgedehnte Wohngebäude, in denen wahrscheinlich die vom Herrn ehedem bezeichneten Feuergeister wohnen werden. Merkwürdigermaßen besteht ein solches Gebäude eigentlich aus einer Unzahl von symmetrisch errichteten ungeheuer hohen Türmen, die untereinander mit unzählbar vielen Arkaden neben- und übereinander verbunden sind. Und nun ersehe ich auch wirklich menschenähliche Wesen auf den Arkaden umherwandeln. Ihre Bewegung ist aber schon eine ungemein schnelle! Das geht ja wie Blitze hin und her! Haben denn diese Geister gar so dringende Geschäfte, weil sie gar so hin und her rennen, als ob sie so ein wenig, wie man auf der Erde sagt - besessen wären?"

[RB 2.299.8] Sage Ich: "Das ist eine Haupt- und Urmittelsonne, um die sich genau sieben Millionen Sonnen-Allalle drehen und bewegen. Sie ist aber auch genau um eine Million Mal größer als alle die sieben Millionen Sonnen-Allalle. Ihr Durchmesser beträgt bei zwei Oktillionen irdischer Wegmeilen. Das Licht in größter elektro-magnetischer Schnelligkeit, auf die Sekunde vierzigtausend irdische Wegmeilen (1 deutsche Meile = 7,5 km; das Licht macht in 1 Sekunde rund 300000 km) gerechnet, hätte viele tausend Trillionen Jahre der Erde zu tun, um von einem Pole zum andern dieser Sonne zu gelangen!"

[HS 1.10] Denn wo immer ursprünglich irgendeine Schwäche in der Seele, das heißt in ihren substantiellen Teilen auftritt und die Seele selbst auf einem geordneten Wege sich in den geschwächten Teilen keine Stärkung verschaffen kann, da wendet sie sich dann an ihren eigenen Nervengeist und zieht aus ihm das ihr Mangelnde an sich. Dafür aber entsteht dann, wie in entladenen elektrischen Flaschen, in den Nerven ein offenbarer Mangel an jenem Lebensfluidum, durch das allein sie in der rechten Spannung erhalten werden.

[HS 1.16] Erstens eine spezielle, die in ihren Erfolgen notwendig unsicherer ist, weil selbst ein noch so geschickter Arzt nicht stets sicher erkennen kann, wo und welche Teile in der Seele geschwächt sind. Er kann daher denn auch das rechte Seelenspezifikum nicht in Anwendung bringen. Ein im Geiste wiedergeborener Arzt kann das freilich wohl; aber für einen noch nicht völlig oder zumeist gar nicht wiedergeborenen Arzt ist so etwas bei all seiner Verstandesgeschicklichkeit schwer oder gar nicht möglich.

[HS 1.35] Wenn ein Arzt eine kranke Seele genau erforschen könnte, welche Lebensspezifika in ihr schwach geworden sind oder gar mangeln, und kennete daneben auch das Kräutlein, das eben dieselben Lebensspezifika in sich enthält, so würde er dadurch einer kranken Seele oder – was dasselbe ist – einem kranken Menschen die volle Gesundheit sicher wiedergeben können.

[HS 1.39] Da wir nun dieses notwendig vorangeschickt haben, durch das jedermann begreifen kann, wie die verschiedenartigen Lebensspezifika aus den Sonnenstrahlen sich mit der Natur verbinden, so können wir nun zu einer Art eines solchen Sonnenstrahlen-Auffangapparates übergehen.

[HS 2.2] Wenn ihr ein solches Gefäß euch angeschafft habt, welches am tauglichsten ist, so nehmet dann die euch bekannten Milchzuckerkügelchen und streuet sie auf den Boden der Tasse also auf, daß nicht etwa 2 oder 3 Kügelchen einander decken. Stellet dann die Tasse mit den Kügelchen längere Zeit hindurch den Sonnenstrahlen aus, so werden diese Kügelchen den Sonnenstrahl und dessen sämtliche Lebensspezifikalgeister in sich aufnehmen. Und so dann bei irgendeinem Krankheitsfalle nach vorhergehender rechter Diät, 1, 2 bis höchstens 3 solcher Kügelchen dem Kranken – am besten vor dem Sonnenaufgange – eingegeben werden, so wird es von drei bis längstens sieben Tagen völlig besser mit ihm. Denn die Seele wird sich davon das Mangelnde nehmen, dadurch gestärkt das Unbrauchbare von sich schaffen und sodann mit Leichtigkeit in ihrem Leibe die rechte Lebensspannung bewerkstelligen.

[HS 2.11] Den Eheleuten ist noch besonders zu bemerken, daß sie sich während der Kurzeit des Beischlafes streng zu enthalten haben; denn der Same beiderlei Geschlechts ist ein Hauptlebensspezifikum und darf der Seele bei der Herstellung ihres Leibes nicht entzogen werden.

[HS 4.8] Gut gekochtes und gesundes Fleisch – mäßig genossen – schadet auch nicht, nur soll es mit gekochtem Obst, Äpfeln und Birnen, auch Zwetschgen, genossen werden, und das mäßig; denn das Fleisch enthält gleichfort Seelenspezifika gröberer und untergeordneter Art. Wenn es aber mit Obst genossen wird, so werden diese Spezifika gemildert, und es wird solche Speise dem Kranken gut zustatten kommen.

[HS 4.9] Die sogenannten Grünspeisen aber sind – wenigstens die Zeit der medizinischen Behandlung hindurch – hintanzuhalten, denn die seelischen Nährspezifika der genießbaren Kräuter und Wurzeln sind noch viel unlauterer als die im Fleische der Tiere und sind daher, wie gesagt, hintanzuhalten.

[HS 5.10] Die Diät ist aber dabei ebenso sorgfältig zu beachten wie bei den früheren Arten. Nur muß der Kranke sich von sauren Getränken und Speisen wenigstens um 14 Tage länger enthalten als bei den früheren Arten; denn dieses Salz enthält überaus intensive Seelenspezifika, die auch in jeder andern Säure mehr oder weniger zu Hause sind, und es würde daher in der ersten Zeit aus den in den Magen und Leib gekommenen andersartigen Säuren die ihm ähnlichen Seelenspezifika im Leibe anziehen und sie dadurch über das Maß vermehren, was am Ende dieselben Wirkungen hervorbringen würde, als so man gleich zu Anfang eine doppelte oder dreifache Portion eingenommen hätte.

[HS 6.6] Aber Blut von einem anderen Tiere, wie auch das Blut des Rindes und der Schafe, dürft ihr nicht nehmen; denn wenn derlei Tiere sich einmal vom Grase zu nähren beginnen, so werden ihre Seelenspezifika im Blute auch gröber und unlauterer, und diese würden dann aus den Sonnenstrahlen nur das ihnen Homogene einsaugen.

[HS 9.8] Man kann sich eine ähnliche Asche auch aus der Salbeistaude bereiten, die dann auf die gleiche Weise zu behandeln ist; nur ist da das Bürstchen nicht in puren Zwetschgengeist zu tauchen, sondern in einen mit ätherischem Salbeiöl geschwängerten, ungefähr vierziggradigen Weingeist.

[HS 9.9] Den Weingeist aber schwängert man mit dem ätherischen Salbeiöl dergestalt, daß man auf 1/8 Seidel 8 bis 10 Tropfen Salbeiöl gibt, dann das Fläschchen wohl verstopft, es gut durcheinanderschüttelt und 5 bis 8 Tage hindurch den Sonnenstrahlen aussetzt, darauf das Fläschchen entweder mit einer dunklen Farbe bestreicht oder mit dunklem Papier umwickelt und es alsonach zum Gebrauch an einem trockenen Orte aufbewahrt.

[DTT 17.6] sagte Ich über ihn: „Löse dich, und werde zu Äther als deinem ursprünglichen Elemente!“

[DTT 17.9] Was würden uns Römern all unsere vielen Legionen der tapfersten Krieger gegen dich nützen?! Denn du darfst nur wollen, und sie erleiden das Schicksal dieses Steines und sind im Moment deines Wollens nicht mehr hier, sondern aufgelöst in Luft und Äther! Und somit erkläre ich, daß du unfehlbar ein rechter Messias deines Volkes bist und keine Macht je mit dir sich in einen gänzlich fruchtlosen Kampf einlassen wird!“

[GEJ 1.131.20] Die Pharisäer bedankten sich überaus hoch und teuer bei Mir und dem Obersten, entfernten sich dann eiligst nach Hause und schwiegen sorglichst; denn sie alle fürchteten den Kornelius überaus. Aber in ihren Herzen brüteten sie desto unausgesetzter, wie sie Mich verderben und sich am Obersten rächen könnten, mußten jedoch, da sich ihnen durchaus keine Gelegenheit darbieten wollte, zum für sie bösen Spiele eine gute Miene machen; denn es hing nun ihr Sein oder Nichtsein davon ab. Für Meine Sache aber war das dennoch gut; denn Ich konnte nun eine geraume Zeit hindurch, nahe bis zum Spätherbste, in den Städten und Märkten in ganz Galiläa das Evangelium vom Reiche Gottes unbeirrt verkündigen und daneben heilen allerlei Seuchen und Krankheiten des Volkes. (Matth.9,35)

[GEJ 1.160.8] Dazu spricht Moses von einer Feste am Himmel, die eigentlich im natürlichen Raume nirgends besteht, indem Sonne, Mond und alle Sterne sowie diese Erde selbst im völlig freiesten, mit nichts und nirgends eingeschränkten Äther schweben und durch das in sie gelegte Gesetz in ihrem zweckdienlichen Stande erhalten werden, eine freie Bewegung haben und nirgends an irgend eine himmlische Feste angeheftet sind!

[GEJ 1.164.13] Siehe, die großen und somit auch überschweren Weltkörper schweben frei in der endlos weit nach allen Seiten und Richtungen gedehnten Ätherluft und haben für deine Begriffe eine nahe fabelhaft schnelle Bewegung!

[GEJ 2.51.5] Wenn fremde Reisende um vieles Geld und heiligst beschworener Verschwiegenheit das alte Wunder besichtigen wollen, so wird ihnen das ohne allen Anstand bewilligt, aber erst am nächsten Tage nach der erteilten Bewilligung. Da wird dann die Feuersäule wieder künstlich dargestellt, aber wohlgemerkt, nicht über der wirklichen, alten, sondern über einer aus Metall künstlich nachgemachten Lade! Diese Lade hat zuoberst, in der Mitte eingerichtet, einen schwarzen Becher, aber so, daß man dieses Bechers, der im Oberdeckel befestigt und bis auf dessen Fläche in ihn eingesenkt ist, in der für sich ganz dunklen heiligsten Kammer der hervorquellenden hellen und sehr dichten Flamme wegen nicht leichtlich ansichtig werden kann. In diesen Becher wird feinstes, ätherisches Naphthaöl, mit andern wohlriechenden feinsten Ölen vermengt, gegeben und etwa eine Stunde vorher angezündet; also brennt es dann bei sechs Spannen hoch empor und stellt also die Feuersäule vor.

[GEJ 2.120.6] Sage Ich, der Ich bei dieser Erzählung etwas düsterer geworden bin: „Nein, nein, du Meine allerliebste Jarah, du hast nur ein ätherleichtes Geblüt; aber es ist dein Traum von großer Bedeutung! – Doch nun nichts weiter mehr davon, die Zeit wird dir darin eine Lehrerin sein; aber selig bist du, die du solches im Traume geschaut hast! Nur wenigen Propheten war es gegönnt, solches in ihren Gesichten wahrzunehmen.

[GEJ 2.128.10] Wir sahen es, wie bei Ihm Wille, Wort und vollendete Tat gerade in eines zusammenfallen. Die Himmel öffnen sich auf Seinen Wink, und zahllose Scharen der anmutigsten Ätherwesen stehen zu Seinem Dienste bereit; Er gebietet es ihnen, und die leeren Speisekammern strotzen vor Fülle der köstlichsten Speisen, und alle leeren Schläuche und Krüge werden voll des köstlichsten Weines! Ja, ist das denn wohl im Ernste nichts?

[GEJ 2.134.1] Als die Jarah solchen Gesang vernimmt, sagt sie ganz entzückt: „Herr, hier ist wahrlich schwer zu unterscheiden, was hier schöner und herrlicher ist, ob der Gesang, die Worte, oder ob das herrlichste tausendfarbige Licht oder die wunderschönsten Gestalten dieser zahllosen ätherischen Sänger! Ah, jetzt habe ich erst einen Begriff, was so ganz eigentlich die Himmel Gottes sind! Oh, jetzt möchte ich gleich sterben, und dann zu diesen schönsten Sängern übergehen! Aber sage mir doch, so es Dir, o Herr, gefällig ist, wer und was denn diese herrlichen Sänger in sich etwa doch sind! Sind sie wirklich das, was sie zu sein scheinen, oder sind das bloß nur von Dir für diesen Augenblick neugeschaffene Wesen?“

[GEJ 2.134.2] Sage Ich: „Das sind Engel und wurden endlos lange eher geschaffen, als irgendeine Spur von einer materiellen Schöpfung vorhanden war. Berufe nur einen, und du wirst dich überzeugen, daß er wie alle seinesgleichen höchst vollkommene wahre Wesen sind! Und Ich muß dir hinzu noch die Bemerkung machen, daß, so leicht und ätherisch sie auch aussehen, dennoch jedem von ihnen eine so große Stärke, Kraft und Macht innewohnt, daß aus ihnen der Kleinste und Schwächste in einem Augenblick die ganze Erde also zerstören könnte, daß von ihr aber auch nicht das kleinste Stäubchen übrigbliebe! Da du nun das weißt, so berufe einen von ihnen und stelle mit ihm einige Proben an!“

[GEJ 2.141.9] So einen lebendigsten Geist gar nichts hindern kann, so ist sein Hier und Dort ja notwendig ein und dasselbe. Keine Materie kann daher eine uns Geistern gleich schnelle Bewegung annehmen, weil sie selbst im allerfeinsten Äther dennoch immer ein Hindernis findet, durch das ihre Bewegung gehemmt wird.

[GEJ 2.141.15] Und sieh, das kann ich und jeder Geist meiner Art, weil für uns in der ganzen ewigen Unendlichkeit kein noch so allerleisestes Hindernis vorhanden ist; die Materie aber findet allerlei Hindernisse selbst im freiesten Ätherraume und kann daher eines Geistes Schnelle nie erreichen! – Sage mir nun, du holdseligste Tochter Gottes, ob du das wohl so ein wenig begriffen hast!“

[GEJ 2.216.3] Wenn eine einmal ganz beisammenseiende Seele die gehörige planmäßige Konsistenz in der Luft erreicht hat, so steigt sie tiefer und tiefer bis zu den Wohnungen der Menschen herab, bekommt dann aus dem Außenlebensätherkreise, den ein jeder Mensch um sich hat, eine gewisse Nahrung und bleibt, wo sie angezogen wird durch die Homogenität (Gleichartigkeit) ihres Wesens.

[GEJ 2.216.4] Wenn dann irgend Gatten sich durch den Naturtrieb genötigt fühlen, eine Begattung zu begehen, so erhält eine solche vollreife und dem Gattenpaare zunächststehende freie Naturseele aus dem Außenlebensäther eine momentane Kunde, oder sie wird durch die vermehrte Kraft des Außenlebenskreises der Gatten als homogen angezogen, tritt mit einem gewissen Zwange während der Begattungshandlung in den Strom des Mannes und wird durch diesen in ein kleines Ei gelegt, was man die Befruchtung nennt. Und siehe, von da an gleicht die Lebensseele dann schon dem Samenkorne, das irgend ins Erdreich gelegt ward, und macht im Mutterleibe alle die Stadien entsprechend durch bis zur Ausgeburt in die Welt, die das Samenkorn in der Erde durchgemacht hat, bis es den Keim treibt über den Erdboden!

[GEJ 2.216.9] Mit der Zeit aber werden auch diese Säfte oder Wässer für das über ihnen schwebende Leben der Pflanze wieder zu grob und könnten das Leben ersticken; und es wird darum ein dritter Ring, mit gar sehr dünnen Röhrchen versehen, von dem über den Gewässern schwebenden Geiste gezogen. Durch solchen dritten Ring können nunmehr nur äußerst ätherisch zarte und mit dem stets noch über ihnen schwebenden Lebensgeiste schon sehr verwandte Säfte mit Mühe dringen. Der Lebensgeist merkt es aber wohl, ob die Säfte über dem dritten Ringe ihm zur ferneren Ausbildung ganz taugen oder nicht. Findet er sie mit der Zeit noch zu grob und noch zu sehr Spuren des Gerichtes und des Todes enthaltend, so wird noch ein vierter, fünfter, sechster, auch siebenter Ring gezogen, bis endlich die Säfte also ätherisch rein sind, daß in ihnen vorderhand keine Spur des Todes mehr zu entdecken ist.

[GEJ 2.216.11] Hat die Blüte diesen Dienst geleistet, dann wird sie abgeschieden als ein eitler Weisheitsprunk, durch dessen Schönheit und Reiz eigentlich der Liebelebensäther angezogen wird, der aber selbst in sich alles ist und keines weiteren Außenprunkes bedarf. Denn sieh, jede Blume ist eine wohlgeschmückte Braut, die dadurch ihren Bräutigam in ihr Garn zu ziehen trachtet, daß sie sich zuvor recht schmückt! Hat der Bräutigam aber die Braut einmal als sein eigen ergriffen, da wird der flitterige Brautschmuck ehest abgelegt, und der demütige Lebensernst nimmt seinen Anfang.

[GEJ 2.217.8] Wenn die Frucht auf dem ordentlichen Wege die nahe Vollreife erlangt hat, werden in die in ihr ruhenden Körner Lebenskeimfünklein in zarte, schon vorbereitete Hülschen gelegt; darauf sperrt sich der Kern von der andern Frucht auf eine Zeitlang ganz ab und konsolidiert sich wie für sich, aber dennoch immer zur Hälfte aus dem Lebensäther der ihn umgebenden Frucht.

[GEJ 2.220.4] Alle diese noch tat- und regungslosen Gedanken und Ideen der göttlichen Weisheit werden auch höchst treffend verglichen mit dem ,Wasser‘, in dem auch zahllose Spezifikalelemente wie zu einem einfachen zusammengemengt sind, aus dem aber endlich dennoch alle Körperwelt ihr höchst verschiedenartiges Dasein nimmt.

[GEJ 2.242.22] Aber der Engel sagt zu ihm: „Sieh, das ist aber alles noch nichts! Gib nun acht, ich werde diesen Stein sogar bloß durch meinen Willen im Augenblick völlig zunichte machen!“ – Darauf spricht der Engel zum Steine: „Löse dich in den entsprechenden Äther auf und werde flüchtig, gleich dem feinsten Äther!“ – Auf diese herrschenden Worte war im Augenblick der Stein völlig unsichtbar geworden, und kein Mensch sah irgendwo mehr etwas vom Steine. – Da fragte der Engel den jungen Pharisäer: „Nun, wie gefällt dir das, mein Freund? Könntest du mir das wohl nachmachen?“

[GEJ 3.79.12] Oder erbarmen dich die Wurzeln eines Baumes nicht, darum sie stets in dem finstern Modergrunde der Erde stecken müssen, während des Baumes Äste gar stolz im Luftäther und im alles erquickenden Lichte prangen?

[GEJ 3.91.12] Es hatten aber auch alle Römer, selbst Cyrenius nicht ausgenommen, ihre Augen auf die schöne Griechin geworfen, und es kostete sie eine rechte Mühe, irgendwoanders hinzuschauen denn nur auf die schöne Helena, deren Leib wie aus einem reinsten Lichtäther geformt zu sein schien und darum nun fast mehr Anziehung hatte als die ganze wunderbare Scheinsonne.

[GEJ 3.174.1] (Jarah:) Siehe, die Sonne ist eben auch, dieser unserer Erde ähnlich, eine bewohnbare und auch vollauf bewohnte Welt; nur ist sie um tausendmal tausend Male größer denn diese unsere Erde, die, wie du siehst, doch auch nicht klein ist. Aber das Licht, das von jener großen Welt ausgeht, ist nicht die bewohnte Sonnenerde, sondern nur eine sie allenthalben umgebende Luft, deren glatteste Oberfläche fürs erste, in steter großer Reibung mit dem sie nach allen Richtungen umgebenden Äther, in einem fort eine unberechenbare Menge des stärksten Blitzlichtes erzeugt und fürs zweite auf solch einem ungeheuren Rundspiegel das Licht von Äonen Sonnen aufnimmt und wieder nach allen Richtungen hinaus zurücksendet.

[GEJ 3.180.17] Der Grund davon liegt darin, daß der alle Lebenskräfte der Seele durchdringende Geist des Herrn auch die nervengeistigen Teile des Leibes durchdringt und ihnen dadurch alles Vergehungsgefühl benimmt. Dieses wird aber wieder dadurch zustande gebracht, daß durch den Geist am Ende alle eigentlichen, ätherischen leiblichen Lebensstoffe gleich den Lebenssubstanzen der Seele unsterblich werden.

[GEJ 3.183.10] Als solche Sehnsucht, Dich gewisserart persönlich kennenzulernen, den höchsten Kulminationspunkt erreicht hatte, da wardst Du denn auch erregt in Deinem Gottesherzen und eröffnetest des Menschen innere Sehe, schufest Dir für den Moment eine ätherische Menschenform und zeigtest Dich also dem nach Dir lechzenden Menschen.

[GEJ 3.222.6] Es war damals wie jetzt auch ein Engelsgeist mit einem ätherischen Leibe bekleidet unter uns, das heißt als der Herr uns in Kane besuchte von Kis aus. Dieser Engel löste mir auf das Geheiß des Herrn die Binde von den Augen meiner Seele, und es kehrte darauf sogleich das volle Bewußtsein meines vor- oder besser anderweltlichen Seins in mein ganzes Wesen zurück.

[GEJ 3.233.5] Sagt der Engel: „Dieser Klumpen war vor einer halben Stunde noch ein Anteil der Sonne. Durch einen großen Feuerkrater, darin es gewaltigst tobte, ward er nebst vielen andern mit einer unbegreiflich großen Gewalt hinausgeschleudert in den großen Weltenraum. Wie zufällig bekam dieser Klumpen die Richtung gegen diese Erde. Mit mehr als des Blitzes Schnelligkeit flog er durch den Äther und erreichte schon hinter dem Weltteile Europa die Atmosphäre dieser Erde, die er anfangs nur an der Oberfläche streifte. Als er im nächsten Moment aber tiefer sank und einen großen Widerstand an der stets dichteren Atmosphäre dieser Erde fand, ward seine Wurfschnelle sehr gemindert; bis er in diese Region kam, machte er in vier Augenblicken Zeit nur zwanzig Stunden Weges. Als ich ihn einholte, war er dennoch schon nahe über ganz Asien und wäre in zehn Augenblicken ins große Erdmeer gefallen; aber es wollte der Herr also, daß ihr auch in dieser Hinsicht eine Aufklärung erhaltet und nicht in einem fort glaubt, daß da ein böser Geist über die Erde fliege, um ihr und den Menschen einen Schaden zuzufügen. Nun habt ihr den bösen Geist vor euch und könnet daraus lernen, daß dies eine ganz natürliche Erscheinung zwischen den großen Weltkörpern ist.“

[GEJ 4.20.14] Das Warten wäre schon recht, so in mir statt einer wißbegierigen Seele ein toter Stein seine Trägheit pflegete; aber meine Seele ist kein Stein, sondern ein stets nach Licht dürstender Geist. Seinen Durst löscht kein kühler Labetrunk, sondern ein erklärend Wort, das aus dem Munde eines schon getränkten Geistes kommt. Ihr habt dieses ätherischen Getränkes in Hülle und Fülle und seid getränkt bis über den Hals; aber mir, dem Heißdurstigen, wollet ihr von eurem Überflusse auch nicht einen Tropfen auf meine glühende Zunge träufeln lassen! Sehet, das aber ist es eben, was mich nun am meisten bekümmert und am meisten meine Sinne verwirrt macht! Wenn ich unter solchen Umständen so ein wenig konfus werde, – kann das, hoher Freund, dich wohl wundernehmen?

[GEJ 4.51.3] Zinka machte darum große Augen, als Zorel ihm auf die Gedankenfrage zur Antwort gab: „Na freilich hat die Seele auch einen, zwar nur ätherischen Leib, – aber für die Seele ist ihr Leib ebenso vollkommen Leib, wie dem Fleische das Fleisch vollkommen Leib ist. Nichts fehlt dem Seelenleibe, was immer da innehat der fleischliche Leib. Du siehst solches mit deinen Fleischaugen freilich wohl nicht, aber ich kann das alles sehen, hören, empfinden, riechen und schmecken; denn auch die Seele hat dieselben Sinne, wie sie der Leib hat als Verkehrsmittel zwischen sich und seiner Seele.

[GEJ 4.51.6] Aber im gleichen Maße würden der Seele die schärfsten Sinne des Leibes nichts nützen, so sie nicht selbst in ihrem ätherischen Leibe ganz dieselben Sinne besäße! Weil aber auch die Seele dieselben Sinne besitzt wie der Leib, so nimmt sie denn auch leicht und bestimmt mit ihren feinen Sinnen wahr, was vorausgehend die Sinne des Leibes von der Außenwelt wahr- und aufgenommen haben. – Nun weißt du, wie die Seele auch eine leibliche Form ist.

[GEJ 4.51.10] Du hast auch eine Seele, wie ich selbst nun eine völlig freie Seele bin; aber du wußtest auch wenig oder nichts von dir selbst. Der Grund davon liegt im finstersten Fleische, mit dem eine Zeitlang eine jede Seele umhüllt ist. Erst nun, weil ich dir durch des noch lebendigen Leibmundes Stimme einige Eindrücke in deines Hinterhauptes Nerven machte und du als Seele nun durch solche Eindrücke die gleichen Urmerkmale in dir selbst liesest, so weißt du nun auch als Seele und nicht als Fleisch, daß du eine Seele hast und auf Grund deines Denkens und Wollens selbst Seele bist, die in ihrem ätherisch-leiblichen Wesen die gleiche Gestalt hat wie dein Leib.

[GEJ 4.56.6] Im Lichte drückt sich das Bedürfnis der Liebe in Formen aus. Aber die Formen entstehen und vergehen gleich wie bei einem Menschen von einer erhitzten Phantasie bei geschlossenen Augen die Augenliderbilder, wie man sie also benamset; es kommen aber dafür stets wieder andere, sie werden größer und nehmen nach und nach weilendere und bestimmtere Formen an. Aber bei den vollendeten Menschen, wie bei mir nun freilich nur für eine kurze Dauer, wird der Gedanke in seiner Form erhalten, weil er, vom Willen erfaßt, sogleich durch eine schnelle Umhäutung in der aufgetretenen Form erhalten wird und dieselbe nicht mehr ändern kann; da die Umhäutung aber ursprünglich nur höchst ätherisch zart und somit und sonach durchscheinend ist, so dringt vom Schöpfer des nun eingefangenen Gedankens stets mehr Licht und Wärme hinein. Dies vermehrt des eingefangenen Gedankens eigenes Licht und eigene Wärme, aus welch beiden geistigen Elementen er ursprünglich entstand, und der also eingefangene Gedanke fängt bald an, sich mehr und mehr zu entwickeln, und wird nach dem Lichte der Weisheit und der vollendetsten Erkenntnis, der die noch so künstliche Konstruktion klarer als der hellste Tag ist in allen ihren notwendigen Teilen, Verbindungen und Gliederungen, notwendig und zwecklich organisch eingerichtet. Hat der Gedanke einmal die Organeinrichtung, so fängt dann schon an, sich in ihm ein eigenes Leben seiner selbst bewußt zu werden und sich zu richten.

[GEJ 4.83.9] Daher wird solch ein Mensch den Tod des Leibes auch nie fühlen und schmecken, weil der gesamte ätherische Leibesteil – als der eigentlich naturlebige – schon diesseits mit der Seele und ihrem Geiste unsterblich geworden ist.

[GEJ 4.89.22] Diese Steine aber werden in der Sonne nicht etwa in der Natur schon also angetroffen, sondern auch erst durch die Kunst und durch die Hände der dortigen Menschen dazu präpariert. Sie werden zumeist schon in der runden Form gefunden in der Gegend großer Gewässer und entstehen stets bei Ausbrüchen. Es werden da im höchsten Grade geschmolzene mineralische Elemente weit in den mit Äther erfüllten Raum hinausgetrieben und nehmen im freien Raume stets die runde Gestalt eines Tropfens an, nach dem in alle Materie gelegten, dem Mittelpunkte zustrebenden und denselben suchenden Ruhegesetze.

[GEJ 4.90.6] Und so höret Mich: Die Seele als ein Gemengtes und sich ergreifend Zusammengesetztes ist durch und durch ätherisch-substantieller Beschaffenheit. Da aber der Leib in seinem Wesen auch im Grunde Ätherisch- Substantielles in sich faßt, so ist solches verwandt mit der substantiellen Wesenheit der Seele. Und dieses Verwandte ist das Eigentliche, das da die Seele mit dem Leibe so lange verbindet, solange es nicht mit der Zeit zu sehr in das pur Materielle übergegangen ist, woselbst es dann mit der seelischen Bestandwesenheit eine zu geringe und oft aber auch gar keine Verwandtschaft mehr hat, – und wenn schon noch welche vorhanden ist, so muß diese erst durch den Verwesungsprozeß aus dem Körper geschieden und jenseits der gewisserart nackten Seele zugeführt werden.

[GEJ 4.94.8] Das Leben der Seele muß sich durch die verschiedenen Naturelemente durchseihen. Vorerst ist es im Äther; da sammelt es sich durchs Ergreifen des Gleichen mit Gleichem, Ähnlichem und Verwandtem. Dadurch wird es schwerer und sinkt vorerst in sich selbst in sein eigenes Zentrum, wird schwerer und schwerer und wird aus sich die schon schwerere und fühlbare Lebenssubstanz.

[GEJ 4.94.9] Als Luft sammelt es sich wieder wie oben im Äther, daraus werden Wolken und Nebel, und diese sammeln sich wieder, werden zu Wassertropfen und fallen zur Erde im Regen, Hagel, Schnee, Tau und in gewissen Gegenden als bleibende und fortwährende Dunstbildungen und feuchte Niederschläge aus der Luft.

[GEJ 4.94.10] Das Wasser, als ein zwar noch sehr untergeordnetes, aber schon über Äther und Luft stehendes Lebenselement, muß nun schon recht vielseitig den wieder höher stehenden Lebenskondensationsanstalten (Kondensation = Verdichtung) zu dienen anfangen. Es muß einmal das mehr und ganz zu Stein verhärtete Leben in der groben Materie erweichen und zur Aufnahme und Weiterbeförderung in sich selbst, das heißt, ins Element des Wassers, aufnehmen; das ist ein erstes Dienen.

[GEJ 4.103.6] Im harten Gesteine kann das Leben erst dann zu einer Äußerung gelangen, wenn der Stein in langer Zeitenreihe von Regen, Schnee, Tau, Hagel, Blitz und noch anderen Elementen erweicht und stets morscher und morscher wird. Dadurch entfleucht dann etwas Leben als Äther in die Luft, ein Teil bildet sich eine neue und leichtere Umhülsung, anfangs in der Form der zarten Schimmel- und dann Moospflanzen; aber für die Dauer mit dieser Umhülsung unzufrieden, ergreift sich das freiere Leben und schafft sich alsbald eine neue Umhülsung, in der es sich freier und selbständiger bewegen kann.

[GEJ 4.105.6] Aber bald erhob sich da derselbe Anstand, wie bei den früheren Zentralsonnen. Die höheren Geister, als die wenigeren an der Zahl, wurden nach und nach von den noch immer zahllos vielen untergeordneten Geistern zu mächtig gedrückt, ergrimmten bald wieder und rissen sich zu vielen tausendmal Tausenden mit großer Gewalt vom gemeinsamen Klumpen los, mit dem festen Vorsatze, nun endlich ins völlig rein Geistige überzugehen. Undenkbar lange Zeiten schwebten sie als voneinander weit getrennte Ätherdunstmassen im weiten Schöpfungsraume.

[GEJ 4.105.13] Bald darauf wurden sie als dunstige Kometen mit einem langen Schweife schon materiell ersichtlich. Was besagt dieser Schweif? Er zeigt an den Hunger der schon materiell werdenden Geister und die große Gier nach materieller Sättigung. Diese Gier zieht aus dem Äther ihr zusagendes Materielles, und so ein Komet, als ein Kompendium (Zusammenfassung) von schon sehr materiell gewordenen Geistern, irrt dann gar viele Jahrtausende im großen Ätherraume umher und sucht Nahrung wie ein reißender Wolf.

[GEJ 4.106.5] Darum kann aber auch nur eine solche Seele auf dieser Erde eingefleischt werden, die entweder aus einer Sonne, in der noch alle Urelemente beisammen sind, herstammt, alldort aber schon einen Fleischweg durchgemacht hat und somit alle jene Seelenintelligenzspezifika in sich faßt, die für die Vollendung eines höchsten Geisteslebens nötig sind, – oder eine Seele stammt unmittelbar von dieser Erde und hat zuvor alle die drei sogenannten Naturreiche durchgemacht von der plumpsten Steinmaterie durch alle Mineralschichten, von da durch die gesamte Pflanzenwelt und zuletzt durch die ganze Tierwelt im Wasser, auf der Erde und in der Luft.

[GEJ 4.117.11] Die gröberen derartigen Pflanzenseelenspezifika bleiben in der Materie sitzen, als im Stamme und im Holzfaserstoffe, die edleren kommen in das zartere Blätterwerk, die noch edleren bestimmen die Frucht selbst und was derselben vor- und nachgehet, und die alleredelsten vereinen sich dann schon zu einem in sich intelligenten Keimleben, das dann schon fähig ist, entweder sich selbst zu einem gleichen Leben von neuem zu erwecken, um die alte Tätigkeit von vorne herein zu beginnen oder durch den Genuß von seiten eines Tieres oder eines Menschen sogleich in die Tier- oder gar Menschenseele überzugehen.

[GEJ 4.119.17] Und wir sehen da nun eine ausgebildete, fruchtbare Henne vor uns, die nun wiederum das Vermögen hat, teils aus der Luft, teils aus dem Wasser und zum größten Teile aus der ihr zusagenden schon beseelten organischen Nahrung die sie ernährenden Seelenspezifikalteile in sich aufzunehmen, die geistigen zur weiteren Ausbildung ihrer Lebensseele und die gröberen nicht nur zur Erhaltung ihres Organismus, sondern auch zur Neuschaffung von Eiklümpchenansätzen zu verwenden, aus denen nach dem ordnungsgemäß euch nun gezeigten Verlaufe wieder eine Henne, Männlein oder Weiblein, zum Vorscheine kommt.

[GEJ 4.124.11] Da nun aber der Esel als schon vollkommen fertig dasteht, so ist eine Umwandlung in ein anderes Tier wohl kaum mehr möglich! Es gibt zwar nichts, das bei Gott unmöglich wäre; aber da müßte denn dieser Esel zuvor doch ganz aufgelöst werden, und alle Grundspezifika müßten sich zu einem ganz andern Organismus verbinden mit der Annahme neuer Spezifika und mit Ausschaffung vieler nun das Wesen eines Esels bedingenden. Dies aber wäre doch sicher eine hundertfach größere Mühe und Arbeit, als aus den Urgedanken im rechten Verhältnisse ein ganz neues Wesen zu schaffen, das zuvor noch nie dieser Erde Boden betreten hat.

[GEJ 4.133.1] Sage Ich: „Ganz gut und wahr hast du deine Erzählung von dem, was du selbst erlebt hast, vorgetragen. Die bestiale Gestaltung der Seelen der bewußten sieben großen Verbrecher hat ihren Grund eben in einer gewissen freien Ordnung, aber freilich dahin nur, wie sich in einem Leibe die darin wirkenden Seelenspezifikalteile von neuem ergreifen oder umtauschen, was dem gleich ist, als wie ihr einen Knaul Würmer sehet, die da durcheinanderkriechen und -steigen und gewisserart eine ihnen stets bequemere Ruhelage suchen. Haben sie entweder in ihrer guten oder bösen Art eine gefunden, so wird die äußere Form gewiß stets eine der guten oder bösen Art entsprechende.

[GEJ 4.134.4] Höret! Es war schon sehr spätherbstlich an der Zeit. Der hohen Berge Spitzen lagen im Nebel, und ein durchaus nicht freundlicher Nordwind wirbelte die dürren Blätter der Bäume durch die Luft; nur im Osten gab es noch etliche Stellen, durch die die lieblichen Sterne wie verweint zur Erde herabblickten, welche Naturszene ich und mein Vater, der ein großer Freund der Natur auch in deren unfreundlichem Wirken war, nahe bis gen Mitternacht hin betrachtet haben. Als wir aber anfingen uns anzuschicken, ins Haus zu gehen und darin unser Ruhelager zu nehmen, da entdeckten wir einen Menschen eiligen Schrittes, mit einer Schafurinblasenlaterne in seiner Hand, gerade auf unser Haus losziehen, und es währte kaum etwelche Augenblicke, und ein ziemlich betrübter, noch recht junger Mann stand vor uns.

[GEJ 4.146.9] Aber nicht nur auf den Planeten werden die freien Naturlebensgeister zu einem Etwas-Werden durch das Sonnenlicht erregt, sondern auch im freien Ätherraume; denn da entstehen durch ein solches Sich-Ergreifen der freien Naturlebensgeister oft Dinge, von denen sich eure Weisheit noch nie etwas hat träumen lassen.

[GEJ 4.158.9] Nun, dieser Giftwesen Seelenspezifikalpotenzen samt ihrer Intelligenzfähigkeit ergreifen sich am Ende, und es wird aus ihnen am Ende auch eine Gestalt, aber stets nur eine weibliche, gebildet, die aber dann ganz natürlich auch nicht ohne eine noch ganz besonders giftige Beigabe dasteht. Diese Seelen kommen endlich auch auf den Weg des Fleisches durch den irgendwo verübten Akt der bekannten Zeugung durch den Beischlaf.“

[GEJ 4.159.4] Denn dieses ihrem Leibe innewohnende Gift ist nervenätherischer Art und dringt in der Person Außenlebenssphäre. Wer es durchs Einatmen oder durch längeres Verweilen in solcher vom Gifte durchschwängerten Sphäre mit dem eigenen Nervenäther in eine gar leicht erfolgte Verbindung bringt, der ist leiblich verloren, besonders so er das Gegengift nicht kennt.

[GEJ 4.159.7] Der dir sichtbar gewordene Blaudunst, in dem mehrere dir eben nicht zu sehr liebsame Tiere herumschwammen, war so ein Auserguß des Giftäthers und zeigte durch seine ersichtliche Inwohnerschaft ganz klar und deutlich, wessen Geistes Produkt er war.

[GEJ 4.159.8] Als dein Vater die der Witwe Inneres sehr aufregende Furcht durch seine kluge Beredsamkeit bedeutend milderte, zog sich der böse Äther in die beruhigte Milz und Leber zurück; der Überfluß aber verharrte in der Galle des Magens, ward in vier Tagen endlich von der gewissen Brühe total aufgenommen und durch den natürlichen Gang hinausgeschafft, und die Witwe ward darauf wieder vollkommen gesund. Die Stimme aber, die dir das Mittel angab, kam von einem Geiste her, der der Witwe Geisteshüter war.

[GEJ 4.162.4] Übrigens ist Adam wohl dem Leibe nach aus den Ätherteilen des feinsten Erdlehms durch Meinen Willen nach der gesetzten Ordnung, wie Ich sie euch nun gezeigt habe, geschaffen und geformt worden; und als er voll gemachter Erfahrung durch Meinen Willen einmal zu jener Kraft gediehen war, durch die sich bei ihm eine äußerst intensive Außenlebenssphäre hatte bilden müssen, und als er einmal arbeits- und reisemüde in einen tiefen Schlaf verfiel, so war es denn auch an der Zeit, eine sich aus allen euch bekannten Naturstufen zusammengeklaubte Naturseele in die Außenlebenssphäre Adams zu versetzen.

[GEJ 4.162.10] Also steht es auch mit der Rippe, aus der die Eva stammen soll! Sie, die Rippe, ist nur ein Zeichen für die Sache; die Sache aber ist Adams inneres, mächtiges Liebeleben. Und die Rippe, als der Schutz dieses Lebens, ward von Moses darum in die Schrift genommen: erstens, weil sie das Leben schützt und somit, ein äußerer Schild des Lebens seiend, auch dasselbe bildlich darstellt; zweitens ist aber später ein gutes, treues und liebbraves Weib auch als ein Schutz, Schild und Schirm des Lebens des Mannes anzusehen und kann daher entsprechend auch ganz gut als eine Rippe des Mannes angesehen werden; und drittens ist der Außenlebensäther auch ein allergewaltigster Schutz des inneren Seelennaturlebens, ohne welchen der Mensch nicht zehn Augenblicke lang leben könnte.

[GEJ 4.162.11] Nun ist aber die Eva aus der Überfülle dieses Adamischen Außenlebensäthers, dem zarten leiblichen Wesen nach, entstanden; und da dieser Lebensäther aus der Gegend der Rippen und der Brustgrube ausdunstet und hernach den Menschen weithin allseitig umgibt, so konnte ein Moses, dem die entsprechende Bildsprache höchst geläufig zu Gebote stand, die Eva ganz richtig aus einer Rippe Adams entstehen lassen und von Gott dem Adam die Wunde mit dem Fleische der Eva zudecken oder vertreten lassen. Denn eben die Eva war ja das aus dem Außenlebensäther Adams gewordene Fleisch, mit dem Gott dem Adam den Abgang seines Außenlebensäthers ersetzte und ihm sonach die wunde Stelle mit dem dem Adam höchst angenehmen Fleische der Eva zudeckte, was denn eigentlich auch ein Fleisch Adams war.“

[GEJ 4.177.2] Hätte Ich in den Magen nicht die materielle Eßgier gelegt, würde jemand wohl jemals eine Speise zu sich nehmen? Auf welch andere Weise könnten Naturspezifikalgeister in das Blut und in andere Säfte des Leibes, von da in den Nervenäther und, in solcher Weise geläutert, in die Seelensubstanz übergehen? Durch Meine Willensmacht allerdings wohl in der primitiven Ordnung; aber wie stünde es dann mit der ewigen Bestandfähigkeit? Anders nicht, als durch ein hartes, bleibendes Gericht; wie sähe es dann aber mit der Selbständigkeit und einstigen geistigen Lebensfreiheit aus?!

[GEJ 4.178.3] Ich bedarf der Fische zu meiner Nahrung nicht, wohl aber zur Bildung jenes naturgeistigen Äthers, aus dem ich mir nach dem Willen des Herrn diesen sichtbaren Leib bilden und zeitweilig erhalten muß, der, obschon geistig, des Fleisches und Blutes nicht ermangelt. Sieh her, sind das keine Blutadern, ist das nicht Fleisch?!

[GEJ 4.178.5] Ist darum aber dein Leib nicht aus Fleisch und Blut bestehend, weil ich ihn in einem Augenblicke auflösen könnte?! Oder bestehet darum die Erde nicht aus allerlei festester Materie und aus Wasser, Luft und einer zahllosen Menge von Urstoffen, so ich sie auch mit des Herrn Zulassung in einem dir nicht denkbar schnellsten Augenblicke auflösen könnte in die urgeistigen Spezifikalteilchen, deren Volumen deinem Auge, so es auch ein materielles Etwas wäre, ein barstes Nichts wäre?!

[GEJ 4.198.7] Ich habe dir und euch mehreren ja doch erklärt, wie groß die Sonne ist und sein muß, und wie klein dagegen die Erde! Diese muß um die Sonne in einer entsprechenden Entfernung und Geschwindigkeit kreisen, ansonst sie in dieselbe fallen oder bei übertriebener Geschwindigkeit sich von derselben ins Unendliche entfernen müßte. Im ersten Falle würde die Erde in der Lichtglut der äußersten Sonnenatmosphäre in den Urätherstand oder in die in ihrer Materie gefangengehaltenen Urnaturgeister nahezu in einem Augenblicke aufgelöst werden; im zweiten Falle aber würde sie aus Mangel an Wärme zu einem härtesten Eisklumpen gefrieren! In beiden Fällen wäre an kein Fleischleben auf der Erde Triften zu denken.

[GEJ 4.217.7] Wird aber bei dem Menschen das Gemüt zuerst und vor allem gebildet, und kommt darauf dann erst eine ganz leicht zu bewerkstelligende und wirkungsreiche Ausbildung des Verstandes hinzu, so wird der also geweckte Verstand zum lebendigen Lichtlebensäther, der die Seele also umfließt wie der Lichtäther die Sonne umflutet, aus dem heraus dann alle jene herrlichen Wirkungen zum Vorscheine kommen, die ihr diese Erde allenthalben beleben sehet.

[GEJ 4.219.3] Wäre die Sonne ein ganz finsterer Klumpen, was sie trotz ihrer Größe ebensogut sein könnte wie ein schwarzer Kalkstein, so würde sie kein Naturleben auf den Welten bewirken. Aber ihre innere großartige, für euer Verständnis freilich noch unbegreifliche organische Einrichtung ist also bestellt und beschaffen, daß sich aus ihren inneren Eingeweiden fortwährend eine ungeheure Menge von feinen Luftarten (Gasen) entwickeln muß. Dadurch wird der übergroße Sonnenkörper fürs erste genötigt, sich um seine Achse zu drehen, welche Drehung dann die große Atmosphäre der Sonne mit dem auf ihr lastenden Äther (Urluft) in eine beständige Reibung bringt, durch die fürs zweite die Tätigkeit der in der großen Sonnenatmosphäre rastenden zahllos vielen Naturgeister stets von neuem erregt wird, welche Tätigkeit sich dann den im Äther ruhenden Naturgeistern derart mitteilt, daß diese, als sehr leicht erregbar, dann in einem Augenblick über zweihunderttausend Feldweges [10 Feldwege = 1 Meile / 400 000 : 10 = 40 000 Meilen = Bewegung des Lichtes in der Sekunde / 1 deutsche Meile = 7,5 Kilometer.] weit von der Sonne in gerader Linie entfernt miterregt werden und in jedem darauffolgenden Augenblick um dieselbe Entfernung weiter und weiter, und so in jedem Augenblick (soviel als eine Sekunde) noch fort und fort weiter bis in eine für euch unermeßliche Ferne von der Sonne hinweg.

[GEJ 4.224.8] Jedes von Mir zu euch gesprochene Wort verstehet ihr wohl, soweit ihr als Menschen es verstehen könnet; alles aber, was darin in einer endlosen Fülle verborgen ist, fasset ihr noch lange nicht! Ihr fraget auch nicht darum, weil ihr nicht wahrnehmet, was ihr nicht verstehet! Warum nehmet ihr aber das nicht wahr, und warum hat es der Oubratouvishar an euch wahrgenommen, daß ihr Meine Erklärung nicht völlig verstanden habt? Weil sein möglichst urvollkommener Außenseelenlebensäther euren noch ziemlich unvollkommenen sehr leicht durchfühlt, wie ihr sogar bei der stockfinstersten Nacht an jemandes Haupte wahrnehmen werdet, ob er viele Haare hat, oder ob er ein Kahlkopf ist, so ihr dessen Haupt mit euren Händen betastet!

[GEJ 4.225.4] Doch will Ich aus euch nicht Wundertäter, sondern wahre Wohltäter der Menschen machen! Wenn Mein in euch erweckter Geist volltätig wird, da wird es licht und helle werden in eurem Verstande, und durch den werdet ihr auf ganz natürlichen Wegen der Natur ihre Kräfte ablauschen und euch dienstbar machen ihre Geister oder respektive die seelischen Urspezifikalsubstanzen; dadurch werdet ihr erreichen große irdische Lebensvorteile, die ihr aber zu Wohltaten für die ärmere Menschheit zu verwenden haben sollet!

[GEJ 4.236.6] Wenn aber dann kommt der stark hinkende Bote, die böse Krankheit und ihr folgend, der Tod, dann geht ihre verkümmerte Seele von einer großen Angst in eine stets noch größere, endlich in die volle Verzweiflung, Ohnmacht und endlich gar in den Tod über, und lachende Erben teilen sich dann in die hinterlassenen großen Schätze und Überflüsse des verstorbenen Weltnarren. Und was hat dieser dann jenseits? Nichts als in jeder Hinsicht die größte Armut, die größte Not und das größte, für diese Welt unbeschreibbare Elend, und nicht etwa nur so auf eine kurze Zeit, sondern auf für eure Begriffe undenkbar lange Zeiten, die ihr ganz sicher mit dem Begriffe ,ewig‘ bezeichnen könnet, was aber auch ganz natürlich ist; denn woher soll eine Seele, die nie für etwas anderes gesorgt und gearbeitet hat als nur für ihren Leib, die Mittel nehmen, um sich zu vollenden in einer Welt, die in nichts anderem bestehen kann und darf als nur in dem, was eine Seele in sich hat und dann durch ihren geistigen Außenlebenslichtäther in eine sie umgebende Wohnwelt umgestaltet.

[GEJ 4.255.13] ,Ja‘, saget ihr und mit Recht sogar, ,wie ist dem Geiste denn solch ein schnellster Totalüberblick möglich?‘ Und Ich sage und antworte euch: In einer vollkommensten Art eben auf die Weise, wie einer vollkommenen, naturordnungsgemäß gediehenen Seele das Fern- und Durchfühlen mittels ihres Außenlebensäthers möglich ist, – wie ihr solches an den Schwarzen hinreichend erprobt habt. Aber bei der nur substantiellen Seele ist solch eine Eigenschaft immerhin bei aller ihrer noch so großen Intensität gegen die ähnliche des Geistes in keinen rechten Vergleich zu stellen, weil sie notwendig noch räumlich beschränkt und da nur unter gewissen transzendent-naturmäßigen Urelementen außer ihrer Grundform zu denken und zu fühlen imstande ist, und das, je näher ihrer eigentlichen Menschenlebensform, desto fühlbarer und gediegener. Nach sehr weit weg gelingt es ihr dann selbst in ihrem vollkommensten, natürlich bloß seelischen Zustande schlecht; und mag eine Seele eine noch so kräftige Außenlebenssphäre besitzen, so wird sie, als von hier ausstrahlend, bis nach Afrika hin schon gar nichts mehr wahrzunehmen imstande sein.“

[GEJ 4.256.1] (Der Herr:) „Ah, wenn zu Zeiten eines gewissen Verzücktwerdens auf einige Augenblicke der Geist mit seinem Urlebensfeueräther in die vollkommene Seele überstrahlt, dann wird das Fernfühlen, Fernwirken und – schauen sehr potenziert, und der Seele ist es dann in solchen Momenten möglich, sogar bis zu den sehr weit abstehenden Sternen zu reichen und sie dort mit einer großen Genauigkeit zu überblicken; aber wie der Geist sich in der Seele wieder ordnungsmäßig zurückzieht, so kann die Seele mit ihrer puren Außenlebenssphäre nur so weit wirksam reichen, als wieweit sie im günstigsten Falle noch etwas ihr elementar Entsprechendes findet. Es gleicht ihre Außenlebenssphäre der Ausstrahlung eines irdisch ersichtlichen Lichtes. Je weiter von der Flamme abstehend, desto matter und schwächer wird sie, bis am Ende von ihr gar nichts mehr übrigbleibt als Nacht und Finsternis.

[GEJ 4.256.2] Aber nicht also steht es mit der Außenlebenssphäre des Geistes. Diese ist gleich dem Äther, der den ganzen, endlosen Raum als völlig gleich verteilt erfüllt. Wenn der Geist denn einmal, als in der Seele frei auftauchend, sich erregt, so erregt sich auch seine Außenlebenssphäre im selben Augenblick endlos weit hinaus, und sein Schauen, Fühlen und Wirken geht dann ohne die geringste Beschränkung so endlos weit hinaus, als der Äther zwischen den Schöpfungen und in denselben den Raum durch und durch erfüllt; denn dieser Äther ist – unter uns gesagt – eigentlich ganz identisch mit dem ewigen Lebensgeiste in der Seele. Dieser ist nur ein kondensierter Brennpunkt des allgemeinen Lebensäthers, der die ganze Unendlichkeit erfüllt. Und wie er als ausgewachsen durch die Seele mit dem Außenäther in die Berührung kommt, so vereint sich sein Fühlen, Denken und Schauen augenblicklich mit dem unendlichen Außenlebensäther in die endlosesten Fernen hin ungeschwächt, und was der große Lebensäther im endlosen Raume allenthalben alles umfließend und durchdringend fühlt, sieht, denkt, will und wirkt, das fühlt, sieht, denkt, will und wirkt auch im selben Augenblick der Sondergeist in einer Seele, und das sieht, fühlt, denkt, will und wirkt dann auch die Seele, solange sie von ihrem Geiste durchdrungen wird und dieser im Verbande steht mit dem ihm innigst verwandten unendlichen und allgemeinsten Außenlebensäther.

[GEJ 4.256.3] Der Unterschied zwischen der Außenlebenssphäre einer noch so vollkommenen Seele für sich und dem Außenlebensäther des Geistes ist demnach gar leicht begreiflich ein endlos und unaussprechlich großer, und ihr werdet nun etwa wohl schon so einen kleinen Dunst davon zu bekommen anfangen, wie es einem Geiste dann so ungefähr möglich ist, sich fühlend, sehend, denkend, wollend und wirkend in eine noch so große Ferne hin zu versetzen, ja die ganze Unendlichkeit für sich zu durchdringen, weil er in der ganzen, ewigen Unendlichkeit als völligst ununterbrochen auf allen Punkten des ganzen, ewigen Raumes ungeschwächt einer und derselbe ist.

[GEJ 4.257.10] Sage Ich: „Ja, wenn du das nun noch nicht verstehst, so hast du ehedem eben Meine Enthüllungen vom Außenlebensäther des Geistes nicht tief genug aufgefaßt! Das wirst du doch begriffen haben, wie der ewige Schöpfungsraum ewig und unendlich ist, und wie er mit nichts anderem erfüllt ist als nach allen Seiten ewig fort und fort mit Meinem Geiste, welcher da ist pur Liebe, also Leben, Licht, Weisheit, klarstes Selbstbewußtsein, ein bestimmtestes Fühlen, Gewahrwerden, Schauen, Hören, Denken, Wollen und Wirken.

[GEJ 4.257.11] In Mir ist zwar dieses ganz einen und ewig gleichen Geistes Brennpunkt, der aber eins ist mit seinem unendlich großen und alle Unendlichkeit erfüllenden Außenlebensäther, der bei Mir mit dem Hauptlebensbrennpunkte stets mit allem, was er faßt, in der innigsten Verbindung steht. Dieser Mein Außenlebensäther aber durchdringt alles und umfaßt alles in der ganzen, ewigen Unendlichkeit und sieht, hört, fühlt, denkt, will und wirkt überall auf eine und ganz dieselbe Weise.

[GEJ 4.257.12] Auf eine gewisse Ferne vermag das ja deine Seele auch, und es würde jemandem schwer sein, in deiner Nähe einen bösen Gedanken zu fassen, ohne daß du solchen sogleich erkennetest. Wie du solches aber vermagst mittels der kräftigen Außenlebenssphäre deiner Seele, die mit ihr stets im innigsten Verbande steht und somit dein klares Ich weit über dich hinaus ausbreitet, – also ist es auch bei Meinem Geistesaußenlebensäther der Fall, nur mit dem Unterschiede, daß deiner Seele Außenlebenssphäre nur auf einen gewissen Raum beschränkt ist, weil sie als Substanz, wegen der Verschiedenheit der ihr begegnenden fremden Elemente, sich nicht weiter ausbreiten kann.

[GEJ 4.257.13] Des Geistes Außenlebensäther aber kann ewig auf keine fremden Elemente stoßen, weil im Grunde alles er selbst ist; und so kann er auch allerfreiest und ungehindertst endlos über alles alles sehen, fühlen, alles hören und bestens verstehen. Und siehe, darauf basiert denn ganz klar und leicht faßlich die dir so schwer begreifliche Allwissenheit Gottes! – Sage, bist du nun darüber im klaren?“

[GEJ 4.261.3] Also steht es auch mit der puren Seele. Die glühige, mit Asche umlagerte Kohle gleicht einer ganz ins Fleisch verwachsenen Seele. Sie braucht all ihr mattes Lebensfeuer nur zur Bildung ihrer sie umlagernden, finsteren Materie; da ist es sonach mit der Bildung einer Außenlebenssphäre soviel als nichts! Und solch eine sehr materielle Seele kann unmöglich je von einer besonderen und höheren Eigenschaft etwas verspüren. Da ist es nichts mit der Meisterschaft über alle Kreatur, ebenso nichts mit dem Schauen in die Sphären des seelischen Lebensbereiches, nichts mit dem Vernehmen einer innern Geistesstimme und noch viel mehr nichts mit einem Verstehen der Tier- oder gar Pflanzensprache, – lauter Dinge, die den Altvätern so bekannt waren wie euch die allerbekannteste Außenform eines Dinges oder irgendeiner Sache. Denn was sollte doch der Seele geistige Außensphäre als lebendig beleuchten, wenn sie als selbst leuchten sollend nicht so viel des Lebensleuchtäthers über sich hinausbringt, daß sie sich selbst erschauete, daß und wie sie ist?!

[GEJ 5.14.6] Auf einer solchen Fläche wirst du zwar das Bild der Sonne auch noch widerstrahlend erschauen, aber ganz klein, und du wirst nichts mehr merken von einer Wärme. Bei diesem zurückstrahlenden Schimmerlichte wird sich ewig nichts entzünden, und wäre es selbst ein allerleichtest entzündbarer Naphthaäther! Das tut der Hochmut der Seele, so sie sich auf etwas höchst wenig Sagendes sehr viel einbildet. Und je mehr eine solche Seele da ihre Einbildung erhöht, desto ordentlich spitzrunder wird ihr Spiegel und desto kleiner das Abbild der geistigen Sonne auf solcher nahe spitzrunden Erkenntnis- und Wissensspiegelfläche.

[GEJ 5.14.15] Kurz, Meine wahren Kinder werden sogar mit jenen Kräften Meines Herzens und Willens ordentlich herumspielen können, die Ich in engster Beziehung noch so wenig je in eine tatsächliche Anwendung gebracht habe, als Ich je diese Erde einmal darum ganz knapp an die Sonne hingeschoben habe, um einige Bergspitzen des Scherzes wegen an ihrer für euch unaussprechlichen Hitze abzuschmelzen, was nicht möglich wäre, ohne gleich die ganze Erde mit in den alten Äther zu verwandeln. Was Ich sonach weder im Großen und noch weniger im Kleinen tun darf, das können Meine Kinder mit den magischen Spiegeln einmal schon natürlich und dann um so mehr geistig verrichten!

[GEJ 5.66.2] Sage Ich: „Es erfüllen mit Liebe und Wahrheit und glauben an Meinen Namen und befolgen Meine Lehre! Denn werdet ihr vollernstlich das tun, so werdet ihr nicht mehr mit Trug und Lüge, sondern mit aller Wahrheit und echten Liebe der Welt zu nützen imstande sein; aber alle die Werkzeuge der Trugmagie müssen von euch verworfen werden. Ist aber eines und das andere darunter, das, in sich besserer Art – als Elektrophoren (Elektrizitätserzeuger) und andere derartige Maschinen –, sich als naturnützlich erweist, so treibet damit keinen verkehrten, sondern einen wahren und der Natur der Sache angemessenen Gebrauch und belehret das Volk, was es ist, und wie die Maschine irgend wirkt der Natur nach, wie sie gebaut ist, so werdet ihr damit wahrhaft viel Gutes zu bewirken imstande sein!

[GEJ 5.71.6] Wird die Materie aufgelöst, so geschieht das auch der Seele. Sie wird, wenigstens zum größten Teile, in die substantiellen, psychoätherischen Urkraftatome aufgelöst, und es bleibt dabei der eigentlichen Seele nach dem Abfalle des Fleisches nichts als etwa ein oder der andere licht- und oft nahe völlig lebenslose tierskelettartige Grundtypus übrig, der mit dem Wesen eines Menschen keine leiseste Ähnlichkeit hat.

[GEJ 5.86.5] Aber da Ich schon des Steines erwähnt habe, so muß Ich dir auch etwas von der besonderen Eigenschaft dieses Steines kundgeben. Weil der Stein eine überaus spiegelglatte Oberfläche hat, so entwickelt sich auf seiner Oberfläche auch gleichfort eine Art elektromagnetisches Feuer, oder für dich nun verständlicher gesagt: es spielen um seine überglatten Flächen gleichfort eine Menge Naturgeister der edelsten Art. Sie drängen sich haufenweise hin und umlagern ihn nach allen Seiten und erzeugen durch ihre beständige Tätigkeit auch ein gewisses, besonderes Leuchten seiner Flächen, was diesem Steine denn auch in den Augen der Menschen einen besonderen Wert verleiht.


[GEJ 5.104.7] Sagt Stahar: „Ja, was da in meinen Kräften steht, werde ich auch unfehlbar tun; aber wie du selbst es recht gut merken wirst, so sind meine Kräfte nicht mehr irgend weit her, – denn mit etlichen siebzig Jahren Alters kehrt man keine Häuser mehr um! Wohl bin ich sonst noch ganz rüstig und fühle mich noch so recht jugendkräftig, besonders an schönen, heiteren Tagen; aber es verhält sich mit der jugendlichen Springkraft eines Greises ungefähr also wie mit der Anmutsdauer eines schönen und warmen Spätherbsttages. Einige Stunden läßt er nichts zu wünschen übrig; aber gleich darauf erhebt sich ein schaurig kalter Wind, und mit der Anmut des Tages hat es sein Ende!

[GEJ 5.109.1] (Der Herr:) „Sehet an die Berge voll Wälder und Gesträuche! Sehet, diese saugen alle die ihnen zusagenden Naturgeister (Elektrizität, magnetisches Fluidum) im entsprechend gerechten Maße auf! Gehet hin und entwaldet alle die Berge, und ihr werdet die Folgen davon gar sehr bitter schmeckend allerjüngstens schon verspüren! Es werden dadurch gar große Massen von freien und rohesten Naturgeistern die über die ganze Erde lagernde Luft stets mehr und mehr zu erfüllen anfangen. Diese werden, weil sie keine für sie entsprechend tauglichen Wohn- und Tätigkeitsstätten finden, anfangen sich massenhaft zu ergreifen und werden durch ihre Unruhe und durch ihren Hunger und Durst (Assimilationstrieb) die bösesten und alles verheerenden Stürme verursachen und ganze Länder derart gänzlich zugrunde richten, daß darauf in hundert, oft tausend Jahren nichts als hie und da ein Moospflänzchen zum Vorscheine kommen wird, wie es auf der weiten Erde noch heutzutage solche viele Tagereisen weit gedehnten Plätze und Flächen gibt, die ebenso vegetationsleer dastehen wie ein wüster und tauber Kalkstein an den Ufern des Toten Meeres in Unterpalästina, dahin der Jordan fließt.

[GEJ 5.109.7] Wollen die Menschen eine abermalige Sündflut, so dürfen sie nur fleißig die Berge ab- und durchgraben, und sie werden dadurch den unterirdischen Wässern die Schleusen öffnen! Wollen sie die ganze Erde in Flammen sehen, so dürfen sie nur fleißig alle Wälder vernichten, und die Naturgeister (Elektrizität) werden sich derart vermehren, daß die Erde auf einmal in ein Blitzfeuermeer eingehüllt sein wird! Werde dann etwa auch Ich die Erde durchs Feuer heimsuchen wollen?! Darum lehret die Menschen weise sein, ansonst sie selbst die Gerichte über sich heraufbeschwören werden! Ich weiß es aber, daß es also kommen wird, und dennoch kann und darf Ich nicht hindernd dagegen auftreten durch Meine Allmacht, sondern nur durch die Lehre. – Verstehet ihr das?“


[GEJ 5.114.2] Eines jeden Menschen Organismus hat nahe in der Mitte des Herzens seinen Lebensnerv, ein kleinstes Klümpchen, von dem aus der ganze andere Leibesorganismus belebt wird. Dieses einen Herzensnervklümpchens Teile haben eine solche Einrichtung, den Lebensäther aus dem Blute und aus der eingeatmeten Luft derart an sich zu ziehen, daß sie dadurch fürs erste selbst überaus lebenstätig verbleiben und dann fürs zweite diese Lebenstätigkeit dem ganzen Organismus mitteilen und dadurch den ganzen Leib beleben auf dem geeigneten Wege.

[GEJ 5.142.1] (Roklus:) „Was die andern wissenschaftlichen Spielereien betrifft, so können sie ja bleiben; denn davon haben wir ja ohnehin nie einen andern Gebrauch gemacht, als dann und wann den Gästen eine ganz unschuldige Unterhaltung zu verschaffen. Wir können sie aber auch zerstören, so wird niemand etwas dagegen haben können. Vor allem aber muß der künstliche Vollmond weg; denn der ist fürs erste zu plump und taugt nicht einmal mehr zum optischen Betruge für die dümmsten Leute. Die redenden Bäume, Gesträuche, Statuen, Säulen, Quellen und Brunnen werden ausgerottet und an ihre Stelle etwas Besseres gesetzt. Die elektrischen Sachen aber können bleiben, sowie die verschiedenen Brennspiegel; denn diese Dinge gehören in das Fach der Wissenschaft, und man kann mit ihrer Hilfe verschiedene Krankheiten heilen. Dahin gehören auch unsere apothekerischen Künste und die Kunst, Glas zu machen, es zu schleifen und zu glätten.

[GEJ 5.152.2] Spricht der Pharisäer ganz leichten Gemütes: „Hoher Gebieter! Nur einen kleinen Blick in die alte Kriegführung gemacht, – und die berühmte und so sehr vergöttlichte Bundeslade ist fertig! Der Kasten selbst war nach der altägyptischen Art ein wohlkonstruiertes, Elektrizität im größten Maße erzeugendes Instrument. Hinter dem höchst komplizierten Kasten waren eherne Karren zum Rauchmachen. Man füllte sie mit allerlei stark rauchenden und zumeist aber auch sehr stinkenden Sachen, wie Federn, Haaren von allerlei Tieren und auch Menschen, bestreute solche Rauchingredienzien mit Schwefel, Pech und Salniter (Salpeter) und zündete dann einen solchen Karren an. Das gab einen dickmächtigen Rauch, der in kurzer Zeit hinter sich, besonders bei einem schnellen Karrenzuge, den Weg, einem dichten Nebel gleich, verhüllte und dem nachziehenden Feinde die Aussicht auf die Wendungen und Stellungen des verfolgten Heeres benahm, zugleich aber auch, als den Kamelen, Pferden und Elefanten zu unausstehlich widrig, diese Kriegstiere zur Umkehr und zum Rückzuge brachte, was für den verfolgenden Feind sicher keine wünschenswerte Sache war. Daß hinter einem flüchtigen Heere oft mehrere der nun beschriebenen Karren gezogen wurden, läßt sich wohl von selbst denken. – Da wäre nun im wahren Bilde die so wundervolle und gar überheilige Bundeslade Mosis, und ich kann zu dir, allerhöchster Gebieter, auch mit gutem Gewissen sagen: SAPIENTI PAUCA!“ [Dem Einsichtsvollen genügt weniges!] 

[GEJ 5.152.4] Sagt der Pharisäer, einen hübsch lauten Lacher voranschickend: „Na, das wird etwa doch mit den Händen zu greifen sein! Man erzählt sich von den alten Ägyptern mit der größten Bestimmtheit, daß sie mittels der rechten Benutzung der Elektrizität die Schiffe der Feinde zertrümmerten und verbrannten. Hier sehen wir die gewisse Lade mehrere Male um Jerichos Mauern wandern, – und Josua wird es wohl der Wahrheit nach gewußt haben, warum er das getan hat! Er muß mit der Behandlung und Wirkung der Lade sehr vertraut gewesen sein! Ich meine da auch wieder: Sapienti pauca!“

[GEJ 5.152.5] Sagt Cyrenius: „Ja, die Sache läßt sich hören; aber so die Lade nichts als so eine pure Elektrizitätsmaschine war, so müßte sie ja noch heutzutage das sein!? Warum macht sie denn heutzutage nicht dieselbe Wirkung?“



[GEJ 5.175.1] Sagt Aziona: „Na, das käme jetzt erst darauf an, ob es völlig in meinem Willen läge! Freilich nehmen wir nicht leichtlich etwas an, so wir zuvor nicht irgend auffallende Wirkungen gesehen haben. Nun, an der ersichtlichsten Wirkung aus dem von dir mir offen angegebenen Grunde fehlt es hier durchaus nicht; meine Speisekammer ist voll Eßwaren, und nun hier der Wein aus reinstem Wasser! Das wären denn doch, wie man sagt, so hübsch handgreifliche Beweise dafür! Aber jetzt kommt es nur darauf an, klar zu wissen, ob ihr denn nicht doch so ganz geheim irgendein Spezifikum besitzet, durch dessen noch so geringe Beigabe jedes reine Wasser zu Wein werden müßte! Es wird das wahrscheinlich der Fall nicht sein; aber man kann sich bei der Betrachtung dieses reinen Wunders eines solchen Gedankens nicht ganz erwehren; solange man aber das nicht kann, ist es mit der gänzlichen Zweifellosigkeit wie mit der Wirkung des von dir gut gezeichneten Vollglaubens nichts! Und ich sehe darum schon zum voraus nur zu gut ein, daß wir sämtlichen Bewohner dieses Ortes nie auch nur einem Tropfen Wassers den Geschmack des Weines werden zu verschaffen imstande sein!

[GEJ 5.175.2] Wir sind hier zwar so armselig wie möglich plaziert – unsere Nahrung besteht nur aus Ziegenmilch, Fischen und Wasser; denn etwas anderes gedeiht in dieser reinen Wüste nicht –; aber wir sind damit zufrieden in unserem allerpursten Naturzustande. Dieser schließt die von uns allerorten vielfach gemachten Erfahrungen nicht aus. Weit und breit in aller Welt sind wir herumgekommen; denn wir waren Sänger und Magier, und ich habe in Athen die Apothekerkunst gelernt, gewisse geheime Spezifika zu bereiten, mittels welcher man für die vielen Laien eine Menge Wunder hat zustande bringen können.

[GEJ 5.184.3] Sagte Johannes: „Viel weniger als für die Präexistenz! Es ist mit dieser schon auch etwas, aber eben nicht so frei individuell wie mit der Nachexistenz; denn damit eben das Geistessein nicht fortwährend ein an und in den Urgeist der ewigen und unendlichen Gottheit schroffst gebundenes bleibe, hat eben die Gottheit Selbst zwischen Sich und den Mensch werden sollenden Geist die Materie gestellt, daß der ursprünglich göttliche Menschgeist, so er zu einer gottähnlichen Selbständigkeit gelangen will, sich aus den mehr ätherisch- seelischen Teilen ein ihm ähnliches Wesen schaffe, es mit einer substantiellen, aber dennoch auch geistig-intelligenten Seele belebe und diese dann ganz unvermerkt fortbilde in der möglichsten Freiheit ihres Willens. Und hat diese Seele in aller guten Erkenntnis und daraus erfolgten Tätigkeit also sehr zugenommen, daß sie ihrem urgöttlichen Geiste ähnlich geworden ist – hauptsächlich durch die wahre Erkenntnis des einig wahren, ewigen Gottes, in der Liebe zu Ihm wie auch daraus zum Nächsten – und dabei voll Demut, Geduld und Bescheidenheit ist, dann geschieht eine für Ewigkeiten untrennbare Einigung der Seele mit ihrem urewigen Geiste.

[GEJ 5.199.3] Zum Beispiel: Fest nebeneinander sitzen zwei einzelne Nerven. Beide erhalten dieselbe Nahrung und werden vom selben Lebensfluidum belebt, und ihre Wirkung ist, zwei fest nebeneinanderstehende Haare auf dem Haupte zu unterhalten und wachsen zu machen. Nun, diese zwei allerunbedeutendsten Nerven sollten einander doch als gleiche Ursachen von haargleichen Wirkungen auch bestimmungsweise völlig ähnlich sein! Ich aber sage: O mitnichten! Diese zwei Nervchen sind sich einander bestimmungsweise ebensowenig ähnlich wie Mann und Weib, und es ist darum auch ihr innerer Organismus ein durchgängig verschiedener.

[GEJ 5.229.3] Seht, die ganze Schöpfung und alles, was ihr mit euren Sinnen nur immer wahrnehmet, sind fixierte Gedanken, Ideen und Begriffe Gottes, – auch ihr Menschen eurem sinnlichen Leibe nach; und inwieweit die Seele mit dem Leibe durch seinen Nerven- und Blutäther verbunden ist, ist auch sie im Gerichte und somit im Tode desselben haftend, von dem sie sich aber dadurch, daß sie durch ihren freien Willen nach den Gesetzen Gottes dem rein Geistigen nachstrebt, befreien und ganz eins werden kann mit ihrem Geiste aus Gott, wodurch sie sonach als selbsttätig und selbständig von ihrem alten Tode in das freie, ewige Leben übergegangen ist.

[GEJ 5.233.2] Aber freilich wird dazu noch eine überaus lange Zeit von mehr denn äonenmal Äonen von Erdjahren erforderlich sein. Es ist aber das nicht also zu verstehen, als würde einmal diese gegenwärtige Schöpfung urplötzlich aufhören und dafür eine ganz neue ins Dasein gerufen werden, sondern das geschieht nur teilweise, so wie da in einem Urwalde zwar die alten Bäume aussterben, verfaulen und am Ende ganz zu Wasser, Luft und Äther werden, also in ein anderes, geistigeres Sein übergehen, aber an ihrer Stelle stets wieder eine Menge anderer Bäume dem Boden entwachsen. Wie aber der Geist Gottes wirkt im Kleinen, ebenso wirkt er im Großen, wenn man Gott gegenüber überhaupt etwas ,groß‘ nennen kann.

[GEJ 5.238.1] (Der Herr:) „Unter der Auferstehung des Fleisches aber verstehe du die guten Werke der wahren Nächstenliebe! Diese werden sein das Fleisch der Seele und sogleich mit ihr an ihrem geistweltlich jüngsten Tage nach dem wahren Posaunenrufe dieser Meiner Lehre zum ewigen Leben als gediegener ätherischer Leib auferstehen. Ob du hundert Male auf der Erde getragen hättest einen Leib, so wirst du jenseits aber nur einen Leib, und zwar nur den bezeichneten haben. – Hast du das nun verstanden?“

[GEJ 6.20.15] Ihr habt nun gesehen die Macht des göttlichen Willens in Mir, und Jerusalem und der Tempel hätten es lange verdient, daß Ich mit ihm das täte, was Ich nun mit dem Steine getan habe. Aber nein, er soll sein und walten bis zu seiner Zeit. Durch sein Walten wird er sich selbst zerstören, aber nicht also, wie Ich nun diesen Stein zerstört habe, der dadurch von seinem alten Gerichte nur in ein freieres, seelengeistig freies spezifikales Sein übergegangen ist, sondern wie sich ein Selbstmörder zerstört, dessen Seele dann dadurch in ein noch härteres Gericht und in einen vielfachen Tod übergeht. Darum lassen wir sie bis zu ihrer Vollmaßzeit, auf daß sie dereinst nicht sagen können: ,Ihr habt uns keine Kunde gegeben und habt uns dennoch zerstört!‘ – Begreifet ihr nun dieses Zeichen, das Ich nun vor euren Augen gewirket habe?“

[GEJ 6.29.2] Du wirst schon die fliegenden Sterne gesehen haben. Manche von ihnen sind nicht selten so groß, daß man sie eine kleine Erdenwelt nennen könnte. Das ist mehrfach durch unterirdische Sturmausbrüche von den Sonnenweltkörpern in den weiten Ätherraum hinausgewehter Weltenstaub, der nach und nach infolge der starken Anziehungskraft eines solchen Sonnenweltkörpers wieder dahin zurückfällt, von wo er hinweggeweht worden ist, wenn er nicht etwa einem andern Weltkörper zu nahe gekommen ist und von diesem angezogen wurde, was jedoch seltener der Fall ist.

[GEJ 6.32.1] (Der Herr:) „Siehe, da ist ein Weizenkorn in seiner ganzen Einheit und Einfachheit! Seine Bestimmung ist offenbar eine zweifache. Erstens dient es als Nahrung dem Menschen, und zweitens ist es als Samenkorn sich selbst dienend zu seiner eigenen Fortpflanzung und Vermehrung. Als Nahrung teilt es dem menschlichen Leibe und durch ihn dann auch dem formell substantiellen Leibe der Seele seine vielfachen Spezifika mit und vegetiert sogestaltig in ein höheres und freieres Sein hinüber. Wie dieses ist und geschieht, das werdet ihr erst in eurer Wiedergeburt im Geiste genauest erfahren, wenn hier auch nicht ganz vollkommenst – weil unter dem Einflusse dieser Sonne nichts völlig Vollkommenes existieren kann und jedes Wissen und Erkennen mehr oder weniger ein Stückwerk ist –, aber desto vollkommener dann jenseits, wo auch ihr euch eurem Geiste nach außer dem Einflusse der Zeit und des Raumes befinden werdet und euer Schauen, Erkennen und Wissen kein Stückwerk mehr sein wird.

[GEJ 6.44.20] Sagte Ich: „Ihr möget streiten und zanken, wie ihr wollet, und es ist dennoch also, wie Ich es euch gesagt habe. Und Ich sage euch nun noch bei weitem mehreres: Werdet ihr nicht essen das Fleisch des Menschensohnes und trinken Sein Blut, so habt ihr kein Leben in euch!“ (Joh.6,53) (Was das Fleisch bedeutet, ist bereits gezeigt worden; das Blut als das eigentlich physische Lebensfluidum, das dem Leibe das Leben gibt, ihn erhält, ernährt und ihm den fortpflanzenden Lebenskeim gibt, ist das eigentliche, innere Lebensgeistige im äußeren Buchstabenworte.)

[GEJ 6.107.9] Warum sage Ich denn zu euch: ,Tut nach Meiner Lehre, so wird sich das ewige Leben in euch selbst allerhellst offenbaren!‘? Wenn aber also, wie mögt ihr denn hernach noch so blind sein und sagen, die höchst stoischen Weiber dieser Priester hätten im Grunde recht, daß sie also redeten? O ihr sehr blinden Toren! So Ich es wollte und es euch irgendeinen Nutzen brächte, so könnte Ich euch im Augenblick die innere Sehe öffnen, und ihr würdet von einem Heere von Geistern nach allen Richtungen hin euch umlagert sehen! Aber was würdet ihr dann sagen? Ich sage es euch: nichts anderes als die stoischen Weiber! Ihr würdet da, wenigstens in euch, also urteilen: ,Ja, solange wir leben, fühlen und sehen, ist es leicht, uns einen blauen Dunst vorzumachen; aber man gehe hin in die Begräbnisstätten und mache den Toten das vor, – die werden davon doch nichts mehr hören, sehen und fühlen!‘ Und Ich sage euch: Da habt ihr vollkommen recht; denn diese sind auch durchaus nicht mehr bestimmt zu leben, obwohl auch in ihnen noch gerichtete Seelenlebensspezifika vorhanden sind, die nach ihrer völligen Ausreifung auch noch einmal für ein anderes Individuum zu einem freien Leben erweckt werden.

[GEJ 6.111.16] Sagte Ich: „Er ist euch sieben Male im Traume erschienen und hat euch stets den gleichen Grund angegeben, warum er euch nicht anders denn nur im Traume besuchen kann. Warum glaubtet ihr ihm denn nicht? Weil ihr als sehr schöne Töchter eines Oberpriesters schon zu eitel und zu hochmütig geworden seid und euren braven Mentor schon bei seinen Lebzeiten nur mehr belacht denn irgend mit einem freudigen Lebenseifer angehört habt! Eure Seelen verkrochen sich zu mächtig ins Fleisch; dadurch verloret ihr die zum Geistersehen notwendige Außenlebensäthersphäre, und da war es dem Geiste unmöglich, sich euch ersichtlich zu zeigen.

[GEJ 6.120.8] Nun, dieser Menschen Seelen bestehen aus der Substanz des Mondweltkörpers und haben somit, besonders in ihrem Traumleben, einen hervorragenden Zug dahin, von wo sie ausgegangen sind, was sich besonders zu der Mondvollichtzeit am stärksten wirkend zeigt, weil sich durch das Mondlicht eine größere Menge substantieller Seelenspezifika zur Erde senken und die bezeichneten Mondseelenmenschen erregen und anziehen.

[GEJ 6.133.3] Siehe, alle Materie dieser Erde – vom härtesten Steine bis zum Äther hoch über den Wolken – ist Seelensubstanz, aber in einem notwendig gerichteten und somit gefesteten Zustande. Ihre Bestimmung aber ist, wieder ins ungebundene, rein geistige Sein zurückzukehren, so sie eben durch diese Isolierung die Lebensselbständigkeit erreicht hat. Um aber diese durch eine stets erhöhte Selbsttätigkeit zu erlangen, so muß die aus der gebundenen Materie frei gemachte Seele alle möglichen Lebensstufen durchmachen und muß sich in jeder neuen Lebensstufe auch wieder von neuem in einen materiellen Leib einpuppen, aus dem sie dann wieder neue Lebens- und Tätigkeitssubstanzen an sich zieht und solche sich zu eigen macht.

[GEJ 6.182.5] Übrigens muß ich ganz offen gestehen, daß ich auf gar keinen Propheten je etwas Besonderes gehalten habe; denn erstens war noch ein jeder so langweilig und düster wie ein nebliger Spätherbsttag, zweitens so unverständlich wie der gestirnte Himmel und drittens so finster und unfreundlich wie eine Gewitternacht in Ägypten. Wer kann sich mit solchen Menschen wohl je befreunden? Allein das ist nur so ganz meine Privatansicht, die ich niemandem aufdrängen will; denn ich werde wahrlich nie eine Prophetin, und da ist mir schon alles eins, was die Menschen glauben, wenn sie nur sonst ganz gut und ehrlich sind.“

[GEJ 6.232.3] Ein solcher Komet ist demnach eine langsam werdende Sonne, die sich aus dem im endlosen Raume sich begegnenden Lichtstoffe bildet, der sich im freien Äther stets mehr und mehr verdichtet und also aus der anfänglich geistigen Substanz in materielle überzugehen beginnt und nach für euch undenklich langen Zeitläufen zu einer wirklichen Sonne wird, aus der, wenn sie zu ihrer Vollreife kommt, erst dann Planeten oder Erden, wie diese da ist, gleichsam wie Küchlein aus einem Ei ausgeboren werden, aber anfangs auch nur zumeist als höchst lockere Dunstmassen mit sehr wenig irgend schon festeren Körpermassen. Sie werden von der inneren, großen Naturkraft der Sonne in den weiten freien Raum gleichsam hinausgeschleudert; und haben sie die ihrer Größe und speziellen Schwere hinreichende Entfernung erreicht, so fangen sie an, vermöge der großen und starken Anziehungskraft der Sonne gewisserart wieder in die Sonne zurückzufallen.

[GEJ 6.233.9] Siehe, der dir erklärte Komet hat in großer Entfernung von der Sonne gar keinen Schweif, sondern nur einen nebelartigen Dunst um seinen Kern! Erst wenn er in die Nähe der Sonne kommt, bildet sich sein Schweif infolge seiner sehr schnellen Bewegung. Denn durch diese schnelle Bewegung, die bei manchen solchen Kometen so außerordentlich ist, daß sie in der Nähe der Sonne oft in wenigen Augenblicken 80, 90-100000 Stunden Raumweges durchzucken, kann der höchst leichte Lichtätherdunst den Raum nicht so behende durchfliegen wie der offenbar schwerere Kern und der ihn in der nächsten Nähe umgebende dichtere Dunst, und so geschieht dadurch im großen ungefähr dieselbe Erscheinung, als wenn du ein noch stark glühendes und ebenso stark rauchendes Stück Holz nähmest und würfest es auf eine weite Strecke hin durch die Luft; da würdest du sehen, wie der Rauch als ein sehr leichter Körper hinter dem glühend fliegenden Stück Holz eben auch einen förmlichen Kometenschweif darstellt.

[GEJ 6.233.10] Diese atmosphärische Luft ist freilich um sehr vieles dichter als der reine Äther; aber für eine so schnelle Bewegung gibt auch schon der Äther einen Ausschlag. Denn auch er ist noch in Zeit und Raum enthalten und ist somit ein materielles Etwas, obschon seine Urgrundstoffe gegen die verdichteten Stoffe einer Erdenwelt beinahe gewichtlos sind, gleichwie auch diese Erdluft, die für sich immerhin schon ein gewichtiger Körper ist – ansonst sie bei einer starken Bewegung nicht oft die mächtigsten Bäume entwurzeln könnte –, unterm Wasser wie vollends gewichtlos ist.

[GEJ 6.233.11] Weil aber der Äther für sich auch ein materielles Etwas ist, so kann er den Dunst eines Kometen bei dessen höchst schneller Bewegung schon auch in einen nachziehenden Dunstschweif verwandeln. – Das wirst du nun wohl verstehen?!“

[GEJ 6.245.19] Außerhalb dieses Weltenmenschen geht nach allen Richtungen der freie Ätherraum ewig fort, den dieser Mensch in einem für eure Begriffe wahrhaft endlos großen Kreise, durch Meinen Willen getrieben, mit für euch unbegreiflicher Schnelle durchfliegt, und das wegen des Nährstoffes aus dem endlosesten Äthermeere, das er gewisserart wie ein Fisch durchschwimmt. Da es im freien, großen Ätherraume nirgends oben oder unten gibt und kein Wesen weder auf die eine noch auf die andere Seite irgendwohin fallen kann, so steht dieser Mensch also ganz gut und fest im Ätherraume wie diese Erde, die Sonne und alle die äonenmal äonen Sonnen in einer Hülsenglobe.

[GEJ 6.248.2] Sagte Ich: „O ja, die Bewegung um ihre eigene Achse, und das darum, damit ihre Haut sich fortwährend an dem sie allenthalben umlagernden Äther reibt und dadurch eine gerechte Menge elektrisches Feuer gleich dem der Blitze erzeugt, das dann als Hauptnährstoff für alle in einer solchen Globe seienden Weltkörper dient; denn die allerungeheuerste Masse dieses Stoffes, die bei solch einer Globenreibung mit dem Außenäther erzeugt wird, erfüllt den Ätherraum in der Globe. Durch die Bewegung der zahllos vielen Weltkörper innerhalb einer Globe wird dieser Stoff mittels der Atmosphären, die sie umgeben, wieder erregt, teilt sich zuerst den Atmosphären in reichlichem Maße mit und durch diese den Weltkörpern selbst. Je größer ein Weltkörper – wie etwa eine Sonne oder gar Zentralsonne – und je vehementer seine Bewegung ist, desto mehr dieses Licht- und Nährstoffes wird auf ihm erzeugt. Von den Sonnen aus wird das Überflüssige an die Planeten gespendet.

[GEJ 6.248.3] Aus dem kannst du aber dann schon sehen, daß sonach auch eine Hülsenglobe ihre Bewegung haben muß, und ihre Achsendrehung, die eine ungeheuer rasche ist, gibt (reicht) schon für ihren großen Bedarf mehr als hinreichend aus; und noch ausgiebiger ist die Bewegung des Großen Weltenmenschen im großen, ganz freien Ätherraume. Die Schnelle seiner Bewegung in einem unendlich großen Kreise ist so außerordentlich, daß er in einem Augenblick tausend Hülsenglobenweiten vorwärts kommt, aber doch hundertmal tausendmal tausend Sonnenjahre dazu vonnöten hat, um wieder am alten Flecke anzugelangen.

[GEJ 7.17.5] So ist eine werdende Sonne zuerst ein purer, lichtschimmriger Lichtäther oder ein Sich-Ergreifen von zahllos vielen Gedanken und Ideen Gottes infolge des in ihnen eigens zugrunde liegenden und entsprechenden Willensanteiles aus Gott. Diese ziehen dann eben durch den in ihnen zugrunde liegenden Gotteswillen das ihnen Gleiche aus dem endlosen Äther fort und fort an sich, und so wird der früher lichtschimmrige Äther schon dichter und bekommt nach und nach die Dichtigkeit dieser Erdluft. Diese verdichtet sich nach und nach auch mehr und mehr, und es wird Wasser zum Vorscheine kommen; aber auch dieses verdichtet sich nach und nach, und es wird daraus Schlamm, Lehm, Steine und somit ein schon festeres Erdreich.

[GEJ 7.42.8] Hier sagte der Engel zu ihnen: „Ihr sehet, daß ich keinen der Steine in euren Händen auch nur mit einem Finger anrühre. Sowie ich aber mit meinem Willen sagen werde: ,Löset euch auf in euern ätherischen Urstoff!‘, so soll kein Stäubchen von diesen Steinen in euern Händen übrigbleiben!“

[GEJ 7.42.9] Sagte der Grieche: „Junger Freund, das wird wohl nur so ein Wortspiel von dir sein! Ein Stäubchen wird von diesen Steinen freilich nicht in unseren Händen verbleiben, aber wohl die ganzen Steine, und aufgelöst werden sie ganz natürlich sein, weil wir sie selbst vom Boden ,auflösten‘, und auch in den Äther werden sie übergehen, weil wir sie schon mit unseren Händen in den Luftäther emporhalten. Habe ich recht oder nicht? Erlaubst du, junger Judengott, daß wir diese Steine, wenn du sie mit deinem Willen völlig aufgelöst und somit vernichtet haben wirst, nach dir werfen dürfen?“

[GEJ 7.56.5] Jetzt aber bei Tage bemerkte Nikodemus erst so recht die blendende Schönheit Raphaels und konnte sich nicht satt sehen an ihm. Nach einer Weile des innern, tiefen Staunens sagte er zu Mir: „Aber Herr und Meister, wo ist denn dieser überirdisch schöne Jüngling her? Wie heißt er denn? Nein, ich habe noch nie eine ähnliche männliche Schönheit gesehen! Unweit von ihm steht zwar auch, wenn man es recht betrachtet, ein gar sehr liebliches Mädchen; aber wie irdisch ist es doch gegen diesen schon überhimmlisch schönen Jüngling! Seine Goldlocken, wie sie so schön geordnet über seinen ganz ätherisch weichen Nacken, der beinahe schneeweiß ist, herunterwallen! Welch eine unbeschreibliche Anmut in seinem Angesicht! Wie weich, voll und zart und sanft seine Arme und Füße! Es ist an ihm alles so geordnet und gewählt, wennschon ganz einfach, daß ich als ein Ältester der Stadt und des Tempels noch nie auch nur in einem Traume etwas Ähnliches gesehen habe. Wahrlich, dieser Jüngling kann kein Kind dieser Erde sein! Wenn er nach dem Muster der Cherube, die im Allerheiligsten des Tempels die Lade bewachen, Flügel hätte, so wäre er ein vollkommener Engel Gottes!“

[GEJ 7.61.3] Sagte Ich: „Erstens siehst du wohl, daß dieser Geist ebensogut ißt und trinkt wie Ich Selbst, der Ich in Meinem Wesen doch der allerhöchste Geist bin. Da aber nun dieser Geist für die Zeit seines Hierseins doch auch einen Leib haben muß, um sich euch sichtbar zu machen, so muß er solchen Leib, wenn er auch noch so ätherisch-zarter Art ist, auch mit der Kost dieser Erde ernähren, auf daß er für euch sichtbar bleibt, solange es nötig ist; wenn es aber nicht mehr nötig sein wird, dann wird er auch selbst im schnellsten Momente seinen Leib auflösen und euch als ein reiner Geist nicht mehr sichtbar sein.

[GEJ 7.61.4] Im Himmel der reinen Geister aber wird auch gegessen und getrunken, aber geistig und nicht materiell. Die geistige Speise aber besteht in der reinen Liebe und in der Weisheit aus Gott. Diese durchdringt die ganze Unendlichkeit und nährt alle die zahllosen Wesen, und zwar zuerst die Geister und dann durch diese alle materielle Schöpfung, und von dieser vorerst den unermeßlichen Ätherraum, in dem die zahllosen Myriaden Sonnen und Planeten oder Erden wie Fische im Meere und wie die Vögel in der Luft umherschwimmen. Aus dem Äther bekommen dann erst die Weltkörper ihre notwendige Nahrung und aus den Weltkörpern dann auch alle Geschöpfe auf und in ihnen. Bei den Weltkörpern aber wird zuerst die Luft aus dem sie allenthalben umgebenden Äther und durch sie erst der Weltkörper ernährt. – Hast du das nun aber auch wohl verstanden?“

[GEJ 7.61.5] Sagte Nikodemus: „Ja, Herr und Meister, so gut ein schwacher Mensch eine solche Sache Deiner unbegrenzten Weisheit nur immer verstehen kann! Wenn ich einmal geistiger sein werde, dann werde ich derlei Geistiges auch sicher klarer verstehen; doch jetzt geht mir noch gar vieles ab, da ich nicht weiß, was eigentlich ein reiner Geist ist, und wie er als solcher aussieht, und auch nicht weiß, welch ein Unterschied zwischen Äther und Luft besteht, und ebenso gar keinen Begriff habe, was da so ganz eigentlich eine Sonne ist, wie groß sie in ihrem Körperinhalte ist, und wie weit sie von der Erde absteht. So sprachst Du von mehreren Sonnen, um die Deine Weisheit wohl wissen wird. Doch woher sollte ich das wissen?! Aber so ich das, was da diesweltlich ist, noch so gut und klar wüßte, so kann ich doch von dem, was das Reingeistige ist, unmöglich etwas wissen, weil das für unsere materiellen Sinne nicht zugänglich und somit für unseren Verstand auch unfaßbar ist und bleibt.

[GEJ 7.66.5] Die Seele des Menschen ist eine rein ätherische Substanz, also – wenn du das fassen kannst – aus sehr vielen Lichtatomen oder möglich kleinsten Teilchen zu einer vollkommenen Menschenform zusammengesetzt durch die Weisheit und durch den allmächtigen Willen Gottes, und der reine Geist ist eben der von Gott ausgehende Wille, der da ist das Feuer der reinsten Liebe in Gott.

[GEJ 7.66.7] Die Seele ist gewisserart durch die Kraft des Geistes wieder aufgelöste Materie, die in des Geistes eigene Urform, durch seine Kraft genötigt, übergeht und sodann, mit ihrem Geiste vereint, gleichsam seinen lichtätherisch- substantiellen Leib ausmacht, so wie die Seele aus der sie umgebenden Fleischmaterie, wenn diese völlig verwest und aufgelöst worden ist, sich durch ihren rein geistkräftigen Willen ihr einstiges Kleid formt und bildet.

[GEJ 7.67.7] Da seine Seele in jener Urzeit der Menschen dieser Erde in der höchsten und reinsten Liebe zu Gott entbrannte, so löste eben solche Liebe seinen Leib in eine ätherische Substanz auf, mit der die freie Seele bekleidet ward und sofort für immer ein Erzengel der höchsten Himmel Gottes, das heißt der höchsten göttlichen Freiheit, wurde, was du wohl daraus ersehen kannst, daß sie hier zu nächst um Mich ist.“

[GEJ 7.72.3] Aber steigen wir nun höher, so ungefähr zehn Stunden hoch über die Erde hinaus, so werden wir gar keine Luft, wie sie uns hier umgibt, mehr antreffen, sondern den reinsten Äther, der für eure Augen wie ein so gänzliches Nichts wäre, daß ihr euch etwas so Nichtiges nicht leicht vorstellen könnet. Denn sehet ihr über die Erde in eine Ferne von mehreren Stunden Weges hin, so wird die noch so reine Luft, die den Raum zwischen euch und den fernen Bergen erfüllt, eben vor den Bergen als blauer Dunst erscheinen; aber wenn diesen Raum nur der reine Äther erfüllte, so würdet ihr die Berge nicht blau, sondern in ihrer ganz ungetrübten Färbung ersehen. Ja seht, zwischen der Erde und der Sonne ist eine so große Entfernung, daß ich nun wahrlich nicht imstande bin, euch auf dieser Erde dafür ein begreifliches und richtiges Maß anzugeben, – wie euch solches auch der Herr Selbst schon erklärt hat! Und dieser für eure Begriffe ganz entsetzlich weite Raum ist mit solchem für eure Sinne völlig nichtigen Äther erfüllt.

[GEJ 7.72.4] Aber dieser Äther ist trotz seiner scheinbar völligen Nichtigkeit durchaus nicht so nichtig, wie seine Erscheinlichkeit euch das zeigt; denn in ihm sind alle die zahllosen Stoffe und Elemente in einem noch ungebundeneren Zustande als in der allerreinsten atmosphärischen Luft dieser Erde. Aber sie sind da noch mehr freie Kräfte und sind dem Urfeuer und Urlichte um vieles näher und verwandter und nähren die Luft der Erde, diese dann das Wasser und das Wasser die Erde und alles, was auf ihr lebt, webt und strebt. Wenn aber solches alles schon im Äther sich vorfindet, so ist er ein ganz tüchtiges Etwas und kein Nichts, wenn er auch euren Sinnen also vorkommt.

[GEJ 7.72.5] Aber der Äther ist noch lange kein Reingeistiges, sondern er hat mehr innere Ähnlichkeit mit der Substanz der Seele, aber nur insoweit, als er ein räumliches Medium ist, durch das zahllose Urkräfte aus Gott sich begegnen, sich verbinden und endlich wie ganz gemeinsam wirken.

[GEJ 7.72.8] Auf der Erde aber merkst du derlei Unterschiede leicht; doch im Äther, in der Luft und im Wasser kannst du sie nicht merken, und das weder durch dein Gesicht noch durch dein Gehör, noch durch deinen Geruch und Geschmack, noch durch dein gesamtes Nervengefühl, obschon all die zahllosen verschiedenen Arten der Kräfte und der von ihnen produzierten Urstoffe und Elemente im Äther, im Wasser und in dieser Luft noch entschiedener voneinander abgesondert sind, als dir solche Unterschiede die Dinge auf der materiellen Erde kundtun.

[GEJ 7.72.9] Also hinter der Substanz des Äthers ist das deinen Sinnen nicht sichtbare Geistfeuer eine ewig waltende Kraft, die, von Gott ausgehend, ewig den unendlichen Raum erfüllt und in einem fort wirkt und schafft. Gott Selbst aber ist der ewige Urgeist und der ewige Urmensch in Seinem Zentrum und erfüllt die ewig aus Ihm hervorgehende Unendlichkeit mit Seinen großen Gedanken und Ideen, die, durch Seine Liebe erfüllt zu einem Ihm gleichen Lebensfeuer, durch Seine Weisheit zu geordneten Formen und durch Seinen Willen zu voneinander abgesonderten und wie für sich bestehenden Wesen werden, in welche die Fähigkeit gelegt wird, sich selbst als solche ewig fortzupflanzen, fortzubilden und auf der Stufenleiter der ewigen Ordnung Gottes sich mit der Zeit zu einen und zur Gottähnlichkeit emporzusteigen.“


[GEJ 7.73.8] Wenn du nun darüber etwas weiter nachdenkst, so wirst du dich selbst offenbar fragen müssen und sagen: ,Ja, wie können denn eben die gleichen Kräfte die stets verschiedenartigsten Wirkungen hervorbringen?‘ Ich sagte dir freilich, daß all die endlos vielen seelischen Substanzen zuerst im Äther, dann in der Luft und im Wasser vorhanden sind; aber das schärfste Menschenauge und der allerempfindlichste Geschmacks- und Geruchssinn findet weder in den einen, noch in den andern Urallgemeinelementen irgend etwas nur von dem Geschmack und von dem Geruch irgendeiner Pflanze und ihrer süßen, sauern oder bittern Frucht heraus, – über ihre Gestalt und Farbe wollen wir ohnehin kein Wort verlieren. Nun, wie kommt es denn hernach, daß ein jeder verschiedene Same aus der gleichen Erde, aus dem gleichen Wasser, aus der gleichen Luft, aus demselben Lichte und aus derselben Wärme nur diejenigen Urstoffsubstanzen an sich zieht und sie in sich in seiner Art verkörpert, die er als stets der gleiche und unveränderte Same schon vor mehreren tausendmal tausend Jahren an sich gezogen und verkörpert hat?

[GEJ 7.77.7] Solange aber das Samenkorn in der Erde nicht stirbt und zerfällt und sich also auflöst, daß seine früher festen Teile in die Ähnlichkeit des Geistes überzugehen anfangen, so lange auch bleibt der Geist untätig und verborgen. Wenn aber das Fleisch des Samenkornes sich in der Erde zu erweichen und aufzulösen beginnt und in seinen stets ätherischer werdenden Teilchen dem im Keime wohnenden Geiste ähnlicher wird, dann fängt der Geist die ihm ähnlichen Teile zu ordnen an und durchdringt sie stets mehr und mehr, und es tritt da – wie du das bei jeder emporkeimenden und fortwachsenden Pflanze gar wohl merken kannst – ein sicher ganz neuer Seinszustand ein. Und was du im kleinsten Maßstabe bei einer oder der andern Pflanze merkest, das geschieht denn auch in einem großen und allumfassenden Maße beim Menschen, wenn er alle seine seelischen und auch leiblichen Gelüste und Begierden für die Außenwelt durch seinen ernsten Willen in sich zerstört, auflöst und in allem dem inwendigsten Geiste ähnlicher und ähnlicher zu machen anfängt.

[GEJ 7.110.4] Sagte Raphael: „Da irret ihr euch gar sehr und groß! Wenn selbst der härteste Stein sich im Augenblick der Macht des mit Gott vereinten innersten Willens fügen muß, um wieviel mehr die Luft, die in und aus lauter seelischen Spezifikalpotenzen besteht und somit mit dem inneren Geiste sicher in einer näheren Verwandtschaft steht als ein gröbst materieller Stein.

[GEJ 7.114.2] Du hast einen Leib, der durch Speise und Trank und durch die regelmäßige Einatmung der reinen Luft ernährt, erhalten und naturmäßig belebt wird. Die Nahrungsteile sind in den Speisen und in den Getränken nur ebenso spärlich enthalten wie in der eingeatmeten Luft. Du atmest die Luft ein, mußt aber beinahe ebensoviel ausatmen, wie du vorher eingeatmet hast; nur ein kleiner, kaum wägbarer Teil ist in deiner Lunge ans Blut als Hauptnahrungsteil für dein Leben abgegeben worden, alles andere wird wieder ausgehaucht. Du issest verschiedene Speisen und trinkst desgleichen verschiedene Getränke. Ja, das Genossene ist nicht durchgängig purer Leibesnährstoff, sondern nur ein Träger desselben; nur ein ätherisches Minimum bleibt in dir als Nahrung, alles andere muß auf dem gewissen Wege wieder aus dem Leibe geschafft werden.

[GEJ 7.169.9] Wer daher nur nach den Schätzen dieser Welt giert, die pur Materie, Gericht, Hölle und Tod ist, der geht dadurch auch mit seiner Seele in den Tod. Es halten sich alle bösen Geister denn auch zumeist in der Materie dieser Erde auf; die guten und reinen Geister aber bewohnen für beständig nur die reinen Lichträume des freien Ätherraumes.

[GEJ 7.169.14] Als Ich das ausgesprochen hatte, da ersahen auch schon alle eine zahllose Menge von Engeln um sich, die sich mit ihnen gar freundlich besprachen und sie zum Guten aufmunterten. Zugleich aber ersahen sie auch, wie durch die Materie der Erde schauend, eine Menge häßlicher und unseliger Wesen, deren Sinnen und Trachten es war, sich noch immer tiefer in die Materie zu verscharren und zu begraben. Zugleich aber ersahen sie in den Ätherräumen auch gar herrliche Gegenden und hie und da gar sehr prachtvolle und wunderbar schöne Gebäude, worüber sie nicht genug erstaunen konnten. Im Geiste wurden sie in diesen Gegenden auch von den Engeln umhergeführt, die ihnen vieles zeigten und auch erklärten.

[GEJ 8.28.10] Hätte der Raum einmal etwa wie aus einem Punkte sich ins Endlose nach allen Richtungen hin auszudehnen angefangen, so wäre er erstens bis zur Stunde ebensowenig unendlich, als es für sich der Große Schöpfungsmensch ist. Zweitens aber stellt sich von selbst die Frage auf, was dann das war, das sicher nach allen erdenklichen Richtungen endlos weit hinaus den Punkt umgeben hat, aus dem dann erst der unendliche Schöpfungsraum sich ausgedehnt hat. War das der lichtlose Äther, oder war es das heidnische Chaos, oder war das eine völlig feste Masse, oder war es Luft oder Wasser oder Feuer?

[GEJ 8.28.19] Ihr habt desgleichen von Mir Selbst und durch Meine Zulassung auch von Raphael bewerkstelligen sehen, als da Steine entweder plötzlich in den ursprünglichen Lebensäther verwandelt wurden oder dieser zu einem festen Steine wurde, wovon euch die Säule am Wege gen Emmaus sicher ein sehr handgreifliches Beispiel bietet.

[GEJ 8.38.1] (Der Herr:) „Also derlei Geister eben auch nicht guter und reiner Art können einem Menschen nicht gefährlich werden, und es ist gut, für solche Seelen zu beten. Denn das Gebet einer mit wahrer Liebe und Erbarmung erfüllten Seele im vollen Liebevertrauen auf Mich hat eine gute Wirkung auf solche wahrlich armen Seelen im Jenseits, denn es bildet um sie einen gewissen Lebensätherstoff, in dem sie wie in einem Spiegel ihre Mängel und Gebrechen erkennen, sich bessern und dadurch leichter zum Lebenslichte emporkommen.

[GEJ 8.41.6] Ein Mann aber, der mit gar keinem ordentlichen Weibe, sondern nur mit Beischläferinnen sein geiles Leben fortführt, ist ebenfalls so schlecht, und oft schlechter noch, als so mancher schwache Ehebrecher, denn er schadet nicht nur seiner Seele, sondern auch den Seelen seiner wollüstigen Beischläferinnen. Solche Menschen bereiten sich schon in dieser Welt ein böses und bitteres Los und ein noch schlechteres und bittereres im Jenseits, denn sie haben durch ihren Wandel beinahe allen Seelenätherlebensstoff vergeudet!

[GEJ 8.61.11] Es ist wohl wahr, daß während des Lebens auf dieser Erde die Seele aus ihrem Fleische das ihr Verwandte sich aneignet und es in ihr Wesen verkehrt und nach dem gänzlichen Abfalle des Leibes, und zwar aus dem Verwesungsäther nach und nach auch noch das ihr Entsprechende sich zu ihrer Bekleidung aneignet; aber das ist darum kein Lebensschatz einer Seele, sondern nur eine in Meiner Ordnung begründete Lebenseigentümlichkeit einer jeden Seele, die niemals zu ihrem Verdienste gerechnet werden kann, weil das nur Meiner Sorge Sache ist.

[GEJ 8.73.8] Und sehet, was schon bei einem Baume eine gewisse Zeit braucht nach Meiner Ordnung, das benötigt es nach derselben sicher um so mehr bei einer Erde! Denn es ist da nicht hinreichend, daß eine Welt nur als ein übergroßer Klumpen von Steinen, Erde und Wasser im großen Ätherraume sich befindet, denn ein solcher Klumpen wäre völlig tot, und es könnte auf ihm nichts wachsen und leben. Eine Welt aber, die Lebende tragen und ernähren soll, muß zuvor selbst lebend werden. Dazu aber gehört, daß sie zuvor unter allerlei Einflüssen und Prozessen innerlich gleich einem großen Tier organisch völlig ausgebildet wird.

[GEJ 8.75.11] (Der Herr:) „Ja sogar die körperlich sehr riesenhaft großen Menschen wurden bei der Berstung des Planeten in großer Anzahl in den freien Himmelsraum hinausgeworfen, gleichwie auch die anderen Kreaturen. Einige verdorrte Leichname schweben noch im weiten Ätherraume umher, einige sitzen und liegen tot und ganz verdorrt in ihren Häusern, die auf den größeren Planettrümmern noch bestehen; etliche von jenen Menschenleichen fielen sogar auch auf diese Erde, auf der sie aber schon nach etlichen hundert Jahren aufgelöst wurden, und so auch in andere Planeten.

[GEJ 8.100.10] Dazu aber kommt noch, daß die Materie der Erde aus der Sonne und aus dem sie umgebenden Äther stets von neuem eine Vermehrung erhält, die freilich geringer ist, als was das jährliche Erlösungsquantum ausmacht, und sogestaltig werdet ihr es noch um so mehr einsehen, in ein wie sehr langes Dauern der Bestand dieser Erde bis in ihre letzten Zeiten noch hinausgeschoben ist. Allein, alles das ist also von Mir schon von Ewigkeit her verordnet, und die Zeit kommt nur dem noch die Last des Fleisches tragenden Menschen langewährend vor; in Meinem Reiche aber werdet ihr die Zeit und ihre Dauer mit ganz andern Augen und mit einer ganz andern Einsicht und Weisheit betrachten. – Sehet, so stehen die Sachen!

[GEJ 8.135.6] Aber in einem Traume, wie du ihn gehabt hast, befindet sich eine Seele in der Übergangsstufe von dem ersten Sehgrade in den zweiten und höheren. In diesem Falle ist die Seele von ihrem pur Materiellen schon mehr isoliert, tritt gewisserart aus ihrem Fleische, setzt sich durch ihren Außenlebensäther mit der Außenwelt in eine volle Verbindung und sieht und fühlt da Fernes und Wahreres aus den auf sie einwirkenden Lebens- und Sachverhältnissen auf der Erde.

[GEJ 8.143.3] Der Hauptmann tat das, und es fingen, besonders in dieser noch höchst elektrizitätsschwangeren Luft, eine Menge blitzheller Funken vom Rücken der Katze ordentlich knisternd zu springen an.

[GEJ 8.143.8] Seht, diese Funken kommen nicht etwa aus dem Leibe der Katze zum Vorschein, sondern nur von der Oberfläche ihrer Haare, an welcher sich das luftnaturgeistige Feuer gewisserart gern anklebt, um für euch in dieser Richtung verständlich zu reden. Dieses luftnaturgeistige Feuer wollen wir das sonst schlummernde, aber durch gewisse Umstände leicht wachzurufende, in die wirkende Erscheinlichkeit tretende und den alten Ägyptern, Phöniziern und Griechen wohlbekannte Elektron oder elektrisches Feuer nennen.

[GEJ 8.143.9] Dieses Feuer ist das eigentliche Lebenselement der Luft, durch das aus ihr am Ende die ganze Erde selbst und alles, was auf ihr und in ihr ist, lebt und sich zu Wesen gestaltet, sein natürliches Leben erhält sowie auch dessen Hauptnahrung. Doch in der gewissen Ruhe der Luft, des Wassers, der Mineralien, der Pflanzen, der Tiere und der Menschen entwickelt es sich nicht, sondern ruht auch so untätig mit, und solch eine elektrische Ruhe könnte man füglich den Tod der Materie nennen.

[GEJ 8.143.10] Dieses Feuer erfüllt aber den ganzen endlosen Schöpfungsraum Gottes und macht in seiner völligen Ruhe den Äther aus, in dem alle die zahllosen großen Weltkörper herumschwimmen, wie allenfalls die Fische im Wasser. Würden die Weltkörper in dem endlos großen Schöpfungs- und somit Ätherraume irgend auf einem Punkte ohne alle Bewegung weder nach vor- noch nach rückwärts, also in voller Ruhe stehenbleiben, so würden sie bald wie ein toter Leichnam verkümmern, vermodern und sich ganz auflösen und in den ruhigen Äther übergehen. Darum aber hat schon der Schöpfer mit Seiner Weisheit und Macht dafür wohl gesorgt, daß alle die zahllos vielen Weltkörper sich in einer steten und sehr vielfachen Bewegung im großen Ätherraume befinden, denselben fort und fort im hohen Grade beunruhigen und somit zur tätigen Erwachung nötigen.

[GEJ 8.143.12] Sehet, diese atmosphärische Luft, in der wir hier atmen und naturmäßig dem Leibe nach leben, reicht über die feste Oberfläche der Erde nach eurem Denken in die Höhe nur etliche Stunden Weges weit hinaus! Auf dieser Luftoberfläche ruht dann schon der gewisserart tote und somit ganz widerstandslose Äther.

[GEJ 8.143.14] Ihr könnet aus diesen euch nun angegebenen Bewegungsraschheiten der Erde schon ersehen, daß allein dadurch die um die Erde ruhenden Äthergeister schon in eine ganz bedeutende Unruhe und aus ihr hervorgehende Tätigkeit versetzt werden. Dadurch wird die die Erde umgebende Luft zunächst von ihnen fort und fort gesättigt, und durch die Luft dann die ganze feste Erde selbst und alles, was auf ihr ist.

[GEJ 8.143.15] Zu den beiden euch gezeigten Bewegungen gesellt sich noch die noch um gar vieles raschere Bewegung des Lichtstrahles aus der Sonne, durch die die Äthergeister auch im hohen Grade beunruhigt und in großen Massen zur Erde herabgetrieben werden. Dadurch geschieht es aber, daß besonders in manchen Frühjahrs-, Sommer- und Herbsttagen die Luft der Erde zu sehr gesättigt wird, und durch sie auch die Erde und mit ihr ihre Bewohner. In solchen Tagen wird es dann gewöhnlich schwül, und Menschen, Tiere und Pflanzen fühlen eine Abmattung, werden träge und sehnen sich mehr nach Ruhe denn nach irgendeiner Tätigkeit.

[GEJ 8.143.16] Und sehet, dieses Gefühl rührt eben von den schon in einem großen Maße vorhandenen Äthergeistern in der Luft und in der Erde her, weil, wie schon gezeigt, diese Geister den ewig gleich vorwiegenden Hang zur förmlichen Todruhe haben, obschon sie in sich nicht tot sind!

[GEJ 8.143.17] Durch solche genötigte Anhäufung aber fangen diese besagten Äthergeister stets mehr und mehr an, einen sie belästigenden Druck zu fühlen, und fangen darum auch an, sich zu regen, um sich des Druckes zu entledigen, um sodann wieder zu ihrer süßen und behaglichen Ruhe zu gelangen. Dieses Regen gibt sich durch die Winde zuerst kund, welche dann um so heftiger werden, wenn der gewisserart übersättigte Erdkörper seine inneren, noch ungegorenen Naturäthergeister herauf auf die Oberfläche der Erde und in deren niederere Luftschichten zu treiben anfängt.

[GEJ 8.143.18] Aus dieser Durcheinandermengung der oberen und unteren Äthergeister in der Erdluft entstehen dann stets dichtere Nebel und Wolken; deren zunehmende Schwere belästigt die Äthergeister noch stets mehr, und diese fangen an, dahin einen Ausweg zu suchen und zu nehmen, wo sie den geringsten Widerstand finden, und diese Flucht der stets mehr gedrückten Äthergeister, die sich in ihrer Gedrücktheit denn auch mit den schon dichteren Geistern der Erdluft gewisserart unwillkürlich verbinden, erzeugen den heftigsten Sturmwind, der durch seine fortströmende Gewalt Bäume und Häuser zerstört und das Meer zu berghohen Wogen aufwühlt.

[GEJ 8.143.19] Wenn aber trotz solcher Flucht die beschriebenen Äthergeister sich in einem Hintergrunde einer Erdgegend noch gleichfort mehr und mehr anhäufen, was ihr durch das stets Schwärzer- und Dichterwerden der Wolken wohl merken könnet, so wird ihnen solch ein Druck unerträglich, und sie gehen dann in einer Art Grimmwut aus ihrer Trägheit plötzlich in die größte Tätigkeit über, und diese ihre größte Tätigkeit ist dann das zerstörende Feuer des Blitzes, der nahezu mit der Schnelligkeit des Gedankens aus der ihm zu lästigen Wolke weit hinfährt mit einem großen Getöse und alles, was ihm in den Weg tritt, mit unwiderstehlicher Gewalt zerstört. Die Erd- und Luftgeister aber werden bei dieser Gelegenheit wie durch gewaltigste Stöße derart aneinandergedrängt, daß sie sich notgedrungen ergreifen müssen, dichter und dichter und materiell schwer werden und entweder als ein starker Regen oder, wenn es sehr grimmig zugeht, auch als Hagel zur Erde fallen.

[GEJ 8.143.20] So aber die reinen Äthergeister, wie es ehedem der Fall war, durch die unreinen Erdäthergeister weithin zu sehr beleidigt werden, so steigern sie ihre Tätigkeit auch bis auf den höchsten Kulminationspunkt. In diesem Falle zerstören sie die Erdäther- und Luftgeister durch ihre allgemeine Feuertätigkeit, und es kommt da bei solchen selteneren Gelegenheiten weder ein Regen noch ein Hagelfall zum Vorschein.“

[GEJ 8.144.1] (Raphael): „Das Elektron ist demnach, klar dargetan, nichts anderes als zuerst die durch einen Druck und durch ein Reiben gestörte Ruhe und dann als zweites die erregte Tätigkeit der Äthergeister, die als ein zum Teil rein geistiger und zum Teil auch als der natürliche Licht- und Lebensstoff in der Erdluft, in dem ganzen Erdkörper selbst und dadurch auch in allem, was er trägt und hervorbringt, enthalten sind und sich erst dann auf eine auffallende Art zu äußern anfangen, wenn sie irgend auf die obbeschriebene Art beleidigt werden.

[GEJ 8.144.3] Ist aber einmal ein bedeutender Teil der Äthergeister tätig geworden, so werden dadurch auch die ehedem noch ruhigen Geister mit erregt und tätig, und durch diese Tätigkeit wird dann das ganze Stück Holz zerstört; und leget ihr dann auch ungeriebenes Holz dazu, so werden dessen Geister auch tätig und zerstören es, und je reichhaltiger ein Holz an derlei Geistern ist – was beim Harzholze der Fall ist –, desto eher und schneller wird es zerstört.

[GEJ 8.144.4] Da habe ich euch nun einmal schon ein handgreifliches Beispiel von dem gezeigt, was das eigentliche Elektron ist. Gehen wir aber nun weiter!

[GEJ 8.144.5] Nehmen wir zwei harte Steine und reiben diese recht gewaltig aneinander, und ihr werdet sogleich eine Menge Funken mit großer Schnelligkeit und Lebhaftigkeit aus denselben weit hintanspringend ersehen. Was anderes sind wieder diese Funken als die in den und um die Steine vorhandenen beleidigten und dadurch tätig gewordenen Äthergeister! Heftig aneinandergeriebene Metalle von sehr harter Beschaffenheit werden euch dieselbe Erscheinung fühlen und sehen lassen.

[GEJ 8.144.6] So zwei Winde mit großer Heftigkeit aneinanderzustoßen anfangen, was in solchen Gegenden, wo es hohe und steile Felsgebirge gibt, leicht geschehen kann, weil da der Wind leicht an den harten Wänden abprallt und dadurch mit großer Heftigkeit gegen sich selbst zu wüten anfängt, da werdet ihr auch bald eine Menge Feuererscheinungen entdecken. Ist die Heftigkeit minder groß, nun, so gleicht sich das mehr aus, und ihr werdet dann und wann da, wo ein heftigerer Zusammenstoß geschah, einen Blitz aus dem Winde zucken sehen und hier und da einen Windwirbel entdecken, der mit großer Leichtigkeit einen oder auch mehrere starke Bäume entwurzeln wird. Erreicht aber ein solcher sich selbst bekämpfender Wind die möglich höchste Heftigkeit auf irgendeinem günstigen Punkte einer dazu geeigneten Gegend, dann entzünden sich durch die Tätigkeit sämtliche darin anwesenden Äthergeister, und eine früher beschriebene Windwirbelsäule wird dann zu einer alles verheerenden Feuerwirbelsäule, vor deren Gewalt dann die mächtigsten Bäume, feste Burgen und sogar Felsen erbeben und ihr zertrümmert weichen müssen.

[GEJ 8.144.7] Was ist da eine solche verheerende Feuerwirbelsäule? Wieder nichts anderes als unser Elektron oder die Tatäußerung der in ihrer Ruhe zu sehr gestörten Äthergeister. Diese auf die höchste Weise tätig gewordenen Äthergeister ziehen dann auch alsbald aus der weiten Umgegend von hoch und nach allen Richtungen breit gedehnt ihresgleichen herbei, die ihnen gewisserart zu Hilfe eilen, und richten gewöhnlich oft eine so arge Verwüstung in einer Erdgegend an, daß ihre Spuren dann oft viele Jahre, ja hie und da wohl durch viele Jahrhunderte noch wohlersichtlich und bemerkbar sind.

[GEJ 8.145.1] (Raphael:) „Wir haben zuerst gesehen, wie aus dem Rücken unserer Katze nach einigen gegen ihren Kopf geführten Strichen hervorsprühende Funken ersichtlich geworden sind. Waren etwa das auch beleidigte Äthergeister, die sich etwa an die Haare des Rückens der Katze gewissermaßen angeklebt hatten? Ja, sage ich euch, also ist es! Das Haar einer Katze ist sehr glatt und hat keine Unebenheiten, ist aber so wie eine jede andere Materie von der Luft und somit auch von den in ihr ruhenden und sicher vorhandenen Äthergeistern umlagert, und das gegen den Kopf hin darum reichhaltiger, weil die Haare da, besonders am Rücken, dichter werden als gegen den Schweif.

[GEJ 8.145.2] Streicht man nun das Tier vom Kopfe gegen den Schweif hin, so verteilt man die gegen den Kopf hin stets reichlicher vorhandenen Äthergeister in die weniger reichlich damit versehene Gegend. Es geschieht dadurch mehr eine Begleichung als eine eigentliche Beleidigung der gewissen Geister, und die Tätigkeitsäußerung derselben unterbleibt oder wird wenigstens nicht ersichtlich; im Gegenteil aber vermehrt man beim Streichen oder Reiben gegen den Kopf zu die bekannten Geister, beleidigt sie dadurch in einem gewissen Grade, und sie lassen alsbald ihr Vorhandensein durch ihre Tätigkeit merken.

[GEJ 8.145.3] Glatte Flächen, besonders von sehr harten Edelsteinen und vom Glas, das schon die alten Phönizier, die Philister und die Ägypter aus den Kieselsteinen zu bereiten verstanden haben, sind ganz besonders geeignet, die Äthergeister zur Äußerung ihrer Gegenwart zu nötigen, so man eben solche Flächen selbst nur mit trockenen Händen zu reiben anfängt. Und das auf diese Weise erzeugte Feuer ist wieder nichts anderes als das von mir euch beschriebene Elektron.

[GEJ 8.145.4] Weiter ist das Verbrennen des Holzes, des Strohs, der Öle, der Harze, der Naphtha, des Schwefels und aller brennbaren Stoffe nichts anderes als ein Akt des Elektrons. Das Erglühen und Schmelzen und sogar mögliche Verbrennen der Metalle und aller Mineralien geschieht auf demselben Wege nach den steigenden Graden der Tätigkeit der in ihrer Ruhe gestörten Äthergeister. Wenn diese kontinuierlich in eine solche Tätigkeit gebracht werden, wie sich ihre Tätigkeit in einem Blitze bekundet, dann zerstören sie alle Materie und lösen sie völlig in ihr ursprüngliches Äthergeisterelement auf. Aber beim Verbrennen des Holzes, des Öles und Harzes erreichen sie niemals solch einen höchsten Tätigkeitsgrad, weil sie dabei stets in einen ihre Tätigkeit hindernden Kampf mit den gröberen, in der Materie gefesselten Naturgeistern treten.

[GEJ 8.145.5] Wenn aber beim Akt des Verbrennens ihnen durch ein starkes Zuströmen der Luft immer größere Massen der Äthergeister gewisserart zu Hilfe kommen, dann wird auch die Hitze des Holz- und Kohlenfeuers um ein bedeutendes erhöht und kann auch die noch starreren Naturgeister in der Materie der Metalle und Steine in Tätigkeit versetzen, welche Tätigkeit dann gewöhnlich ihr Erglühen, Schmelzen, auch Verbrennen und möglich auch ihr gänzliches Auflösen bewirken kann.

[GEJ 8.145.6] Das Wasser selbst hat in großer Menge der nun schon vielfach euch erklärten Äthergeister in sich. Es besteht als Stoff aus überaus kleinen runden Bläschen, in denen sich die eigentlichen Äthergeister eingeschlossen befinden. Weil diese Bläschen, als höchst rund und glatt, einander weniger drücken, da sie als höchst leicht verschiebbar sich gegenseitig in einem fort ausweichen, so verhalten sich die Äthergeister im Wasser auch gewöhnlich ruhig. Aber es darf das Wasser nur in einem Gefäße zum Feuer gesetzt werden, so wird es bald unruhig werden; denn die Äthergeister im Wasser werden durch die Außentätigkeit der ihnen ebenbürtigen Äthergeister erregt, fangen an, mit stets größerer Heftigkeit die eigentlichen Wasserstoffbläschen durcheinanderzutreiben und auszudehnen, und viele verlassen beim Zerplatzen der zu sehr ausgedehnten Wasserstoffbläschen ihr Wohnelement und entweichen und vereinigen sich mit den freien Äthergeistern entweder in der Erdluft, oder sie steigen gar durch die ganze Luftschicht bis zu ihren Urverwandten schnell in die Höhe.

[GEJ 8.145.7] Daß sonach das Sieden und Verdampfen des Wassers bis auf den letzten Tropfen auch ein, um nach diesweltlicher Weise zu sprechen, elektrischer Akt ist, werdet ihr aus dem nun Gesagten wohl auch so ziemlich leicht begreifen können, und noch klarer aber wird euch das, so ich euch dabei noch auf einige Erscheinungen, die euch allen mehr oder weniger schon bekannt sind, aufmerksam mache.

[GEJ 8.145.8] Wir wissen nun, daß die aus ihrer Ruhe gebrachten Äthergeister nur zu bald durch ihre Tätigwerdung die ihnen eigene unwiderstehliche Gewalt und Macht zu erkennen geben, und seht, das tun sie auch, so sie im Wasser durch eine stets zunehmende Außentätigkeit ihrer Gefährten, also durchs Feuer, beunruhigt werden. Wenn sie da in ihrer Aufwallung noch entweichen und sich in den Zustand der Ruhe versetzen können, so ist ihnen das natürlich lieber; aber setzt ihr in einem festverschlossenen Gefäße ein Wasser ans Feuer, so werden die im Wasser ruhenden Äthergeister es euch bald zeigen, welche Gewalt sie in sich haben, so sie tätig zu werden anfangen. Es wird nicht lange dauern, und wäre das Gefäß auch aus armdickem Eisen angefertigt, so wird es in Stücke zerrissen, und die Geister werden sich unter einem großen Knallgetöse frei machen und sich darauf in ihre angestammte Ruhe zurückziehen. – Da habt ihr schon ein erscheinliches Beispiel, aus dem ihr nun schon wieder und sicher noch klarer ersehen möget, daß auch im Wasser die Äthergeister daheim sind.

[GEJ 8.145.9] Die reinen Äthergeister aber kann nichts so sehr in eine große Tätigkeit versetzen, als wenn die unreinen Naturgeister aus dem Innern des Erdkörpers in oft größeren Massen aufsteigen und sich mit den Luftgeistern gewisserart zu vereinen oder sich unter dieselben zu mengen anfangen, wie das soeben der Fall war. Da entsteht gleich ein großer Kampf, bei dem die unreinen Geister stets besiegt, aber dadurch auch gereinigt und fürs Leben der Pflanzen und Tiere nicht nur unschädlich, sondern sogar wohldienlich werden.

[GEJ 8.145.10] Über dem festen Boden der Erde wüten bei solchen Gelegenheiten stets große Stürme, wie wir nun einen erlebt haben; geschieht aber eine solche massenhaftere Aufsteigung der unreinen Naturgeister irgendwo unter dem Meere, so werden dadurch die reinen Äthergeister im Wasser auch gleich höchst unruhig, und die Folge davon ist gewöhnlich der Springflutsturm, der für die Schiffer am gefährlichsten ist, weil dabei die Wogen oft zu ordentlichen Wasserbergen emporgehoben werden und selbst mit den größten, festesten Schiffen wie ein Sturmwind mit der Spreu ein arges Spiel treiben. Bei solchen Gelegenheiten werden die unreinen Geister sicher auch sehr gereinigt; aber es ist da für die Menschen eben nicht geheuer, sich dort auf dem Meere zu befinden, wo ein solcher Akt vor sich geht.

[GEJ 8.145.12] Nach einem solchen Sturme werdet ihr, so das Meer wieder ruhig geworden ist, auch die Oberfläche des Meeres, das Tauwerk des Schiffes, die Ruder und noch manches andere lichtschimmernd ersehen, so wie ihr ehedem draußen das Gras, die Bäume und sogar eure Haare leuchtend ersehen habt. Die Ursache davon ist natürlich wieder das euch nun schon zur Genüge erklärte Elektron; aber es stammt das nun nicht so sehr mehr von der besonderen Tätigkeit der Äthergeister, sondern vielmehr von den geläuterten, ehedem unreinen Naturgeistern aus dem Innern der Erde her, welche Geister sich auf diese Weise sichtbar den Pflanzen, Tieren, dem Wasser und der Luft wohldienlich zu erweisen anfangen. Die alten Naturweisen haben solchen Schimmer das Gegenelektron genannt.

[GEJ 8.147.1] Nach einer Weile fragte der Hauptmann abermals den Raphael, sagend: „Höre, du unser junger, allerholdester und hochverehrtester Freund, mir ist nun soeben noch etwas in Hinsicht auf die Wirkung des Elektrons eingefallen, und ich möchte es in Kürze von dir vernehmen, ob die Erscheinungen des Winters auch von der Tätigkeit der Äthergeister herrühren und wie.“

[GEJ 8.147.2] Sagte darauf Raphael: „Allerdings! Im Winter, besonders in den mehr nördlichen Teilen der Erde, wie im gleichen auch in den tief südlichen Landen, Inseln und Meeren, fallen die Strahlen der Sonne stets schiefer auf die samt der atmosphärischen Luft kugelförmig runde Erde. Dadurch werden denn auch die Äthergeister auf der nördlichen und südlichen Erdhälfte gegen die Pole hin von den Strahlen der Sonne, die da offenbar schwächer werden, wie auch durch die geringer werdende Reibung der bis an den Äther hinaufreichenden Luft um vieles weniger denn im Mittelgürtel der Erde in ihrer Ruhe gestört. Dadurch aber werden sie denn auch untätiger und daher wirkungsloser.

[GEJ 8.147.3] Solche Untätigkeit aber hat dann auch das zur Folge, daß die Luftgeister selbst untätiger werden und am Ende auch ganz ohne alle Regung wie erstarrt einander drücken würden, so in solchen Teilen der Erde nicht die inneren Erdgeister in größeren Massen aufstiegen und sie in ihrer Ruhe störten. Diese gewisserart ungeladenen Gäste verspüren die in der Luft vorhandenen Äthergeister und fangen an, zumeist dorthin flüchtig zu werden, wo es weniger Erdgeister gibt, und das geschieht nach der Richtung gegen den Mittelgürtel der Erde. Die flüchtigen Äthergeister nötigen bei solchen Gelegenheiten denn auch die ihnen verwandten Luftgeister zur Mitflucht, und es fangen daraus fürs Gefühl der Menschen, Tiere und Pflanzen eisigkalte Winde zu wehen an, die ihrer um vieles geringeren Tätigkeit wegen kalt sind; denn nur die erhöhte und vermehrte Tätigkeit erzeugt Wärme.

[GEJ 8.148.2] Diesmal aber ließ sie Raphael bei einer Stunde lang in dem hellsehenden Zustande, damit sie auch die Drehung der Erde entschiedener wahrnehmen konnten, wie auch die gegen den Äquator stets zunehmende Tätigkeit der Äther-, Luft- und aller reineren und gröberen Naturgeister, die sie in der Gestaltung von sehr kleinen, mehr oder weniger schimmernden Würmchen wahrnahmen. Daß sie auch alle andern Dinge, Sachen und Gegenstände auf der Erde nach allen Richtungen hin wohl ausnehmen konnten, versteht sich von selbst.

[GEJ 8.185.8] Also werden sie auch den Blitz (Elektrizität) zu bannen verstehen und denselben zum schnellsten Überbringer ihrer Wünsche und ihres Willens von einem Ende der Erde zum andern machen. Und so sie, die stolzen und habgierigen Könige, miteinander Krieg führen werden, so wird dabei das Feuer auch den entscheidendsten Dienst zu versehen bekommen; denn durch seine Gewalt werden eherne Massen in Kugelgestalt von großer Schwere in Blitzesschnelle gegen den Feind, gegen die Städte und Festungen geschleudert werden und große Verheerungen anrichten.

[GEJ 8.186.6] Wenn solches Tun und Treiben durch die Gewalt des Feuers einmal seinen höchsten Punkt wird erreicht haben, da wird denn auf solchen Punkten die Erdluft auch zu mächtig mit den brennbaren Ätherarten erfüllt werden, die sich dann bald da und dort entzünden und solche Städte und Gegenden in Schutt und Asche verwandeln werden samt vielen ihrer Bewohner; und das wird dann wohl auch eine große und wirksame Läuterung sein. Was aber das auf diese Art bewirkte Feuer nicht erreichen wird, das werden andere große Erdstürme aller Art und Gattung dort erreichen, wo es von selbst verständlich nötig sein wird; denn ohne Not wird da nichts verbrannt und zerstört werden.

[GEJ 9.175.1] Hierauf trat der Arzt ganz nahe zu Raphael und befühlte dessen Hände. Als er damit bald fertig war, da sagte er: „Ja, du hochherrlichster und sicher seligster Freund, dein Aussehen ist wahrlich ganz entschieden geistiger Art; denn die unbeschreibbare Zartheit und Weiße der Haut deines Leibes und das Ätherartige deines Faltengewandes sagen es laut, daß derlei noch nie bei einem Menschen ist erlebt und gesehen worden. Aber das Feste und Gediegene deiner von mir nun befühlten Arme hat eben nichts Geistartiges an sich und zeigt, daß du dich, abgesehen von deiner Geistesmacht und -kraft, auch zufolge deiner natürlichen Muskelstärke und Gediegenheit mit so manchem Ringer messen könntest, – und dennoch bist du ein völlig reinster Geist! Wie soll man das verstehen?“

[GEJ 10.9.15] Sagte Ich: „Als ein Bestandteil der durch Meinen Geist ewig lebenden Seele nicht, da sie selbst zu einem puren Geiste wird ihrem Innern nach! Aber was da betrifft den Umriß ihrer äußeren Form und besonders aber ihre Bekleidung, da werden auch die Seelenätherteile ihres diesirdischen Leibes in geistiger Reinheit mit ihr wieder vereinigt werden, doch von dem groben Organleibe auch nicht ein Atom groß; denn für diesen Leib ist das bestimmt, was für alle andere Materie der Erde bestimmt ist, die auch stets und stets also in bessere Naturgeister aufgelöst wird, so wie sie auch ursprünglich aus viel minder reinen und auf einer sehr untersten Gerichtsstufe stehenden Naturgeistern zusammengefügt wird.

[GEJ 10.159.6] Die Sonne ist aber an und für sich kein Feuer, sondern das, was ihr als Licht erseht, ist das Strahlen ihrer atmosphärischen Oberfläche, das durch den Umschwung der Sonne selbst wieder um ihre eigene Achse, und mehr noch durch ihre außerordentlich schnelle Bewegung um eine von ihr noch viel weiter entfernte Mittelsonne bewirkt wird. Durch solche Bewegungen der Sonne im weiten Ätherraum wird auf ihrer atmosphärischen Oberfläche eine außerordentlich große elektrische Wirkung bewerkstelligt, und ihr Lichtglanz ist daher in einem sehr erhöhten Grade dasselbe, was das Leuchten eures Blitzes ist, nur mit dem Unterschied, daß auf der Luftoberfläche der Sonne die außerordentliche Entwicklung des Blitzes eine ununterbrochene ist, während auf dieser Erde sich der Blitz nur hie und da durch größere Reibung der Luftteile in einem sehr geringen Grade entwickelt und daher allzeit nur höchst kurze Zeit leuchtet.

[GEJ 10.159.8] Wer sich davon überzeugen will, der reise in jene Mittelgegenden Afrikas, wo dieses Erdteils höchste und sehr weitgedehnte Gebirge sich erheben, und er wird alldort von dergleichen elektrischen Erscheinungen hinreichend viele zu sehen bekommen. Aber es wird ihm beim Betrachten dieser Erscheinungen noch übler zumute werden, als so über diese Gegenden sich oft größere elektrische Stürme erheben und die Menschen dann vor der Unzahl der Blitze und ihrem Gekrache sich lieber in die tiefsten und finstersten Keller verschließen, als der gefährlichen, oft zahllos vielen Blitze Leuchten im Freien zu bewundern.


[GEJ 10.209.4] Sind diese beiden Bestandteile in dem oberen Magen von dem, was du gegessen hast, gehörig ausgeschieden und in den Leib hinausgeleitet, so bekommst du Durst, und du nimmst Trank zu dir. Dadurch kommt die Speise in den unteren, kleineren Magen, der in zwölf Fächer abgeteilt ist. In diesem wird auf dem Wege eines eigenen Gärungsprozesses der ätherische Stoff aus den kleinen Zellen der zu dir genommenen Speisen abgesondert und dient zur Belebung der Nerven, daher du ihn auch den Nervengeist nennen kannst.

[GEJ 10.209.5] Das ganz außerordentlich fein Ätherische, das wir Substanz nennen wollen, wird durch die Milz auf einem ganz geheimen Wege ins Herz geleitet und geht vom Herzen aus als völlig geläutert in die Seele des Menschen über, und so zieht die Seele von jeder in dich aufgenommenen Nahrung auch das ihr Verwandte an sich und wird dadurch in allen ihren dem Leibe ganz ähnlichen Einzelbestandteilen genährt und gestärkt.

[GEJ 10.226.4] Sagte Ich: „Also hat es der Glaube des Volkes aus der Erfahrung wohl herausgebracht; aber ob Kraniche oder keine Kraniche, so versteht es sich schon von selbst, daß in der Zeit des Spätherbstes, auf den unaufhaltsam der Winter folgt, sich die Witterung auch über etwas kürzer oder länger ändern wird. Allein für dieses Jahr soll die Witterung noch etwas längerhin also verbleiben, wie sie jetzt ist.

[NZ 401011.8] Dieser Krater ist ringsherum von den schroffsten Eisbergen und Klippen umlagert, so zwar, daß es nie auch je einem Sterblichen gelingen wird - in diese geheimnisvolle Gegend der Erde zu dringen, und da soll jeder verwegene Forscher den Tod seines Leibes dreifach finden. Wird er sich auch verwahren mit Nahrung und Erwärmungsmitteln, so wird ihm doch dieses alles nichts nützen; denn die Kälte ist da so groß, daß selbst was immer für Nahrungsmittel und Brennmaterialien so sehr erstarren würden, daß sie unmöglich mehr zum Gebrauche geschickt wären; denn selbst ätherische Öle gefrieren dort in einer Sekunde zum festesten Steine, und das Holz wird ebenfalls in einem Augenblicke durch und durch mit Eis so sehr überzogen, daß es unmöglich mehr zum Brennen kann gebraucht werden; und was mit dem Holze geschieht, das geschieht auch mit jedem andern Brennmateriale, denn so schon Niemand bei euch eine Kälte von 33 Graden nach eurer Messung aushalten kann, was wird er erst machen, wenn die Kälte 90 Grade und darüber erreicht hat?! -

[NZ 401011.11] Sehet, alle Definitionen und Bestimmungen, welche je von irgend Naturgelehrten aufgestellt worden sind, sind ebenso gut, als wenn davon nie jemand etwas gesprochen hätte; denn die Kälte ist weder ein eigentliches Fluidum, so wenig als es die Wärme ist, noch viel weniger ist sie die Abwesenheit der Wärme, sondern sie ist nichts als eine Wirkung der außerordentlichen Verdichtung der Luft, so wie die Wärme und die Hitze nichts ist, als gerade das Gegenteil, nämlich eine außerordentliche Verdünnung der Luft. Wohlgemerkt, es handelt sich hier um die Verdichtung der Luft in allen ihren Teilen.

[NZ 401014.25] Das soll euch gleich gezeigt werden. Für's Erste geht diese Doppelmündung, sich immer etwas vergrößernd, vom Mittelpunkte der Erde aus, wie die Gedärme vom Magen, und ist gleichsam der Hauptkanal, durch welchen das negative magnetische Fluidum gleich einem wogenden Feuerstrome mit großer elektrischer Schnelligkeit hinausgeführt wird. Erreicht nun diese qualmende Kraft durch dieses lange Schneckengewinde die Oberfläche, so wird sie sichtbar als ein weithin in die Regionen des Äthers qualmendes schmutzig gelbes Flammenlicht; und weil eben dieser Feuerstrom beständig hinausstößt in den ihm gerade entgegengesetzten Äther, so geschieht durch solches unablässiges Treiben und Treiben durch diese beiden schneckenartigen Gewinde eine Nötigung der Erde selbst, und von dieser Nötigung hängt dann der tägliche Umschwung der Erde um ihre Achse ab. Nun das ist die wirkende Beschaffenheit dieses Hauptkraters. Was haben denn die übrigen sechs Krater für eine wirkende Beschaffenheit? Seht, es gehen vom Mittelpunkte der Erde zahllose porenartige Gänge vom Hauptkrater in diese Nebenkrater, oder vielmehr von diesem Hauptzentralorgane in die sechs Nebenorgane. Diese sechs Krater sind demnach ebenfalls wie der Hauptkrater in unablässiger Tätigkeit und nehmen von selbem schwer fortzuschaffende gröbere Teile auf, wie z.B. Rauch, der alldort viel materieller und intensiver ist, als in den Gegenden des Nordens, und könnte höchstens verglichen werden mit den allerdichtesten Kalkdämpfen, und ferner nehmen diese Nebenkrater auch noch tausenderlei andere durch solche Prozesse entstandene Niederschläge auf, und fördern sie mit denn Dämpfen mit großer Gewalt hinaus zur Oberfläche.

[NZ 401011.13] Eben so verhält es sich auch mit der Verdünnung der Luft. Ihr könnt wohl die erregbaren Teile der Luft hinausschaffen durch eine sogenannte Luftpumpe, was aber die feinen ätherischen Luftteilchen betrifft, so sind diese nie gänzlich aus irgend einem Raume zu bringen und in ihren Hülschen so sehr zu erregen, daß sie dieselben zersprengten, und dann als helles sichtbares Feuer frei heraustreten möchten; und würde es auch bei der Anwendung großer Kraftwerkzeuge jemanden gelingen, so würde bei solcher Zersprengung dann ebenfalls alsbald eine gänzliche Vernichtung eines solchen Instrumentes erfolgen.

[NZ 401011.16] (Fortsetzung:) Am Pole selbst aber, wo der Druck am heftigsten wird, erregt sich die Luft, zersprengt ihre Hülschen und wird zu einem Feuermeere; wenn da solches vor sich zu gehen anfängt, so ergreift dann dieses Feuer die ihm angrenzenden Luftregionen in elektrischer Schnelle und entzündet dieselben je nach den dichtesten Gefügen, und diese Erscheinung gibt dann das sogenannte 'Nordlicht' ab. Über dem Pole selbst brennt solches Licht immerwährend zur Winterzeit, jedoch in die Polargegenden strömt es gewissermaßen nur periodisch über, und zwar nachdem sich gewisse Zweige der Luft mehr und mehr bis zu dem Nordpol selbst hin verdichtet haben, welche zweigartige Verdichtung von der verschiedenen Bewegung der Luft durch was immer für Ursachen bewirkt wird.

[NZ 401011.17] Daß das Nordlicht blitzähnliche Bewegungen macht, das liegt in der zweigartigen Verdichtung der Luft; das fast allezeit rötliche Nordlicht, auch begleitende grünlich-weiße oder bläulich-weiße Licht ist eine Folge der ätherischen Entzündung der schon bekannten höchst elastischen Lufthülschen. -

[NZ 401011.30] Obschon sie da nützlich die Geister dieses Metalls vor vernichtender Aufbrausung bewahren, so haben sie aber doch einen immerwährenden Zug zu ihren Brüdern, und dieser Zug offenbart sich danach auf dieselbe Weise, wie wenn ihr eine elektrische Maschine in den Umschwung bringet, wodurch dann ebenfalls Geister entbunden werden, und zu ihren noch gebundenen Geistern in irgend einer Materie als Metalle und andere Elektrizität leitende Körper treten oder übergehen, und sich nach Bedarf und Beschaffenheit der dort vorfindlichen verwandten Geister kürzer oder länger aufhalten, und so lange sie alldort vorhanden sind - eben auch andere Körper anziehen, was nichts anderes ist als ein Geweckt-werden ähnlicher Geister in anderer Materie, welche dann alsobald, als sie das Vorhandensein ihrer Verwandten in den anderen - nach eurem Kunstausdrucke - 'elektrisierten' Körpern gewahren, sich auch alsobald dahin begeben, oder sich vielmehr von den dort freigewordenen anziehen lassen, bei welcher Gelegenheit ihre Umhüllung natürlicher Weise das Los mit ihnen teilt oder vielmehr teilen muß. -

[NZ 401014.1] Es müßte denn Jemand nur blind sein, der nicht das Verlangen hätte, sobald er das Haupt eines Wesens gesehen hat, auch einen Blick auf dessen Füße zu werfen. Nun ist aber euch gezeigt worden das Haupt der Erde, so ist es auch zum Verständnis des Ganzen ebenso notwendig - die Füße in gewahrsamen Augenschein zu nehmen. Aber - werdet ihr sagen - die Erde ist doch nur eine Kugel und schwebt im freien Äther, wozu demnach ihr die Füße dienen sollen? Jedoch sollen hier nicht die Füße zum Gehen verstanden werden, sondern es soll durch die Füße nur die entgegengesetzte Polarität bezeichnet sein, welche entgegengesetzte Polarität, wie ihr später sehen werdet, dessen ungeachtet hier die völlige Eigenschaft eurer Füße hat. Denn seht, ein Wurm hat oft auch keine Füße und bewegt sich dessen ungeachtet von Stelle zu Stelle; so hat es auch das Bewandtnis mit fast den meisten Amphibien, an denen ebenfalls oft fast keine Spur von den Füßen zu entdecken ist, und doch bewegen sich einige derselben sogar sehr schnell, somit bedarf die Erde auch nicht absolut wirkliche Füße, die ihr auch nichts nützen würden, um ihre Reise um die Sonne zu machen, und sich tagtäglich regelmäßig um ihre Achse zu drehen; aber es muß euch schon im vornhinein einleuchtend sein, daß dem ungeachtet die Erde eine bewegende Kraft in sich besitzen müsse, damit sie nicht allmählich stehen bleibe, sowohl in der einen als auch in der anderen Bewegung.

[NZ 401014.18] Aus dieser Ursache ist auch der Südpol noch um viele Grade kälter, als der Nordpol, weil die Luft aus Ermanglung des ätherischen Sauer- oder Lebensstoffes noch viel mehr zusammenpreßbar ist, ehe es zu irgend einer Entzündung kommt, als wie die des Nordpols; daher auch das Eis des Südpols weiter heraus reicht, als das Eis des Nordpols, und daher auch der Südpol noch viel weniger je von irgend einem verwegenen Landsucher erreicht wird, als selbst der Nordpol.

[NZ 401014.25] Das soll euch gleich gezeigt werden. Für's Erste geht diese Doppelmündung, sich immer etwas vergrößernd, vom Mittelpunkte der Erde aus, wie die Gedärme vom Magen, und ist gleichsam der Hauptkanal, durch welchen das negative magnetische Fluidum gleich einem wogenden Feuerstrome mit großer elektrischer Schnelligkeit hinausgeführt wird. Erreicht nun diese qualmende Kraft durch dieses lange Schneckengewinde die Oberfläche, so wird sie sichtbar als ein weithin in die Regionen des Äthers qualmendes schmutzig gelbes Flammenlicht; und weil eben dieser Feuerstrom beständig hinausstößt in den ihm gerade entgegengesetzten Äther, so geschieht durch solches unablässiges Treiben und Treiben durch diese beiden schneckenartigen Gewinde eine Nötigung der Erde selbst, und von dieser Nötigung hängt dann der tägliche Umschwung der Erde um ihre Achse ab. Nun das ist die wirkende Beschaffenheit dieses Hauptkraters. Was haben denn die übrigen sechs Krater für eine wirkende Beschaffenheit? Seht, es gehen vom Mittelpunkte der Erde zahllose porenartige Gänge vom Hauptkrater in diese Nebenkrater, oder vielmehr von diesem Hauptzentralorgane in die sechs Nebenorgane. Diese sechs Krater sind demnach ebenfalls wie der Hauptkrater in unablässiger Tätigkeit und nehmen von selbem schwer fortzuschaffende gröbere Teile auf, wie z.B. Rauch, der alldort viel materieller und intensiver ist, als in den Gegenden des Nordens, und könnte höchstens verglichen werden mit den allerdichtesten Kalkdämpfen, und ferner nehmen diese Nebenkrater auch noch tausenderlei andere durch solche Prozesse entstandene Niederschläge auf, und fördern sie mit denn Dämpfen mit großer Gewalt hinaus zur Oberfläche.

[NZ 401014.30] Die Sonne aber hat ebenfalls gleich jedem andern Weltkörper ihre bejahende und verneinende Polarität von ganz gleicher Beschaffenheit und Wirkung. Dadurch entströmen der Sonne durch ihre freilich etwas größeren Krater ebenfalls beständig ähnliche Stoffe wie die der Erde; wenn nun diese beiden Ausströmungen sich in ätherischer Wechselwirkung begegnen, alsdann geschieht es, wie ihr zu sagen pflegt, daß der Schwächere nachgeben muß.

[NZ 401014.31] Der der Erde durch diese sechs Krater weithin entströmende Ätherstrom stößt sich an dem aus der Sonne, und dadurch geschieht es denn, daß die Erde für's Erste beständig in der gerechten Distanz von der Sonne gehalten wird, und für's Zweite, weil durch die Rotation der Erde um ihre Achse die sechs Krater wechselweise unter den großen Sonnenätherstrom gelangen, so geschieht dadurch auch immerwährend eine Regulierung in ihrem Umschwunge durch die Sonne, aus welcher Ursache ihr Umschwung, was freilich noch keinem Naturforscher in den Sinn gekommen ist, ein wellenartiger ist; denn dieses geschieht darum, damit die Erde sich nicht allzuweit von der Sonne entfernen, noch sich derselben auf der anderen Seite zu viel nähern kann; denn wenn ein Erdkraterstrom mit dem Sonnenstrom regelmäßig zusammenstößt, so wird die Erde weiter von der Sonne hintangehoben, hat durch die Rotation der Erde die Stromsäule aus dem Erdkrater die Stromsäule der Sonne passiert, so fällt die Erde wieder so lange gegen die Sonne zurück, bis der Säulenstrom eines zweiten Kraters wieder feindselig dem Sonnenstrom begegnet; und wenn hier so manche Gelehrte bemerken werden, warum Ich solche Krater nicht um den Äquator gestellt hätte, da muß Ich schon sagen, daß Ich mich im Baue der Welten etwas besser auskenne, als irgend ein Dampfmaschinist in was immer für einem gelehrten Gremium auf eurem Staubwinkel der Erde; denn sehet, hätte Ich solche Krater an dem Äquator gelagert, so müßte Ich erstens deren sehr viele gemacht haben, wodurch dann bei ihrer vehementen Wirkung die Erde links und rechts um den Äquator auf mehrere hundert Meilen gänzlich unbewohnbar wäre; dieses wäre jedoch noch das Allergeringste, aber sie würde dadurch auch ihre schiefe Lage, die sie notwendig haben muß, wie auch ihren ekliptischen Gang um die Sonne alsobald einbüßen.

[HEIG 410712.5] Aus diesem möget ihr wohl hinreichend entnehmen, daß die dritte Frage ein wenig aus hohler Luft gegriffen ist. Und so ist auch die fünfte Frage ein wenig verdächtig, wenn ihr bedenket, daß der sogenannte (Heil)Magnetismus oder vielmehr das sogenannte magnetische Fluidum nichts anderes ist als Mein alles gestaltender, ordnender und erhaltender Liebe-Wille.



 
Gedankenblitz

[HG 1.40.5] Und seht, als solche Reuegedanken in mir sich durchtauschten, da bemerkte ich denn auf einmal ein mir ähnliches Wesen aus den ewigen Höhen mir nachschweben. Das Wesen erreichte mich in Blitzesschnelle, erfaßte mich mit gewaltiger Hand und blickte mich sanft lächelnd an und sprach: ,Luzifer, du armer, gefallener Geist, kennst du Mich?‘ (Anm.: Adam fiel innerlich in der Art Luzifers)

[HG 1.52.15] Ja, es verwundert uns ein hängender Tautropfen, wenn seine schillernden Strahlenfarben und Zitterschimmer unser lüsternes Auge kitzeln, – während wir den unermeßlichen Lebenswundertropfen der göttlichen Liebe in uns fast unbeachtet lassen! So uns ein frisches Morgenlüftchen anweht, o dann frohlocken wir der holden Anmut lächelnd entgegen; aber daß wir unablässig von der frischesten Lebensluft aus dem ewigen Morgen Gottes über- und überwehet werden im Angesicht der Sonne des Geistes zum ewigen freieren und freieren Leben, o dessen frohlocken wir wenig! So auch spannen wir alle unsere Sehkraft hin zur weitgedehnten, wellenden Meeresfläche und ergötzen uns gewaltig am losen Geschaukel der blitzenden Flut; aber die großen Lichtwogen des endlosen Meeres der göttlichen Gnade gehen an uns gar oft spurlos vorüber, und unsere Freude darüber hat bald ihre Grenzen erreicht! So auch macht uns staunen ein rot, grün und blau glänzender Schmetterlingsflügel; aber ein hoher Gedanke in der Brust eines unsterblichen Bruders wird leichtlich als ein loses Machwerk der trügerisch verschrieenen Phantasie verworfen! Und so wird nicht selten das Nest eines Vogels bewundert und Gott dafür rechtlich gepriesen, während ein unschätzbar köstliches Werk des freien, unsterblichen Geistes mit großer Geringachtung hintangehalten wird!

[HG 1.58.4] „Väter und Kinder! Mir kam soeben ein großer Gedanke in meinen Sinn und haftet nun, ein bleibender Strahl eines heftigen Blitzes, in meiner stark erregten Seele: Ich habe einst geträumt – es war damals, als ich einmal überschlief den Aufgang, daß mir darüber ein kleiner Vorwurf zuteil wurde –, daß wir uns, eben wie jetzt, dahier befanden und betrachteten diese wunderbare Gegend und hatten recht viele Freude über unsere vielen Kinder, die wir eben auch zu einem bevorstehenden Sabbatsopfer einluden. Und siehe da, als wir uns eben so freuten, da kam eine stark leuchtende Gestalt in unsere Mitte, so daß wir uns alle entsetzten ob ihrem starken Lichte! Allein die Gestalt ließ uns nicht zu lange in unserer entsetzten Lage, sondern enthüllte sich bald vor unseren lichtgeblendeten Augen.

[HG 2.127.2] Er ging zwar auf seinen früheren Platz zurück, aber in seinem Herzen fing sich's an ganz gewaltigst zu regen. Tausend Gedanken und Ideen tauchten gleich Feuermeteoren aus der Tiefe seiner Seele auf und durchzuckten gleich Blitzen dieselbe kreuz und quer und brachten in ihm gerade die Wirkung hervor, als wenn sie auf Augenblicke zur Nachtzeit die Gegenden der Erde erleuchten, die da auch durch die kurze Dauer des Blitzlichtes recht deutlich zu sehen sind, – wenn aber der Blitz erloschen ist, so wird aber dann auch sogleich die Nacht zehnfach ärger denn vor dem Blitze.

[HG 3.108.6] Ist er so ein Gedanke, der gleich einem Blitze so flüchtig hinfahret und dann im unendlichen Raume sich also erzeuget, wie da sich erzeuget die lockere Flocke des Schnees im dunstigen Äther der Erde?

[HG 3.108.7] Doch Blitze sind flüchtig, und Flocken des Schnees zerrinnen im Strahle der Sonne; o sagt, was ist's wohl mit dem losen Gedanken, mit dem sich gefundenen Geiste im endlosen Raume, wie gleich auch mit einem Tautropfen für ein Fall?

[GR 7.12] Erschauen aber diese böswilligen Spione keine feindlichen Truppen irgendwo, dann erheben sie sich höher und höher, und in wenigen Minuten ist der freie Raum über dem Meere in allerdichteste Sturmwolken gehüllt, aus welchen gar bald die allerheftigsten Windstöße das Meer aufzuwühlen anfangen, und tausend und tausend Blitze werden da auf diejenigen Geister hinabgeschleudert, welche den ernsten Weg der Besserung eingeschlagen haben. Allein, wie solche rebellischen Geister schon überall schlecht zuteil kommen, so nimmt auch diese Unternehmung allzeit ein schlechtes Ende für sie; denn da werden alsbald in Gedankenschnelle von unseren Hauptlandeswächtern friedliche Heere von Geistern abgesandt. Diese werfen sich dann über jene tobenden Scharen, schleudern dieselben gewöhnlich im Hagel oder heftigen Regen ins Meer und entbinden bei dieser Gelegenheit die demütigen Geister ihrer freiwilligen Haft. Jene Patrone der Bosheit aber werden dann ebenso schnell, wenn sie nur eine untergeordnete Rolle gespielt haben, dem Nordpol zu befördert; die Helden aber müssen sich schon bequemen, auf eine sehr lange Zeit in das harte Eis des Südpols zu beißen.

[GS 1.42.1] Ihr fraget mich zwar und saget: Aber, lieber Freund! Werden wir uns nicht zuvor bei den lieben Einwohnern dieses Hauses beurlauben und ihnen unser Wohlgefallen zu erkennen geben, darum sie uns gar so liebevoll aufgenommen haben? Meine lieben Freunde, es tut mir recht leid, daß ihr mich dessen nicht früher erinnert habt, denn nun befinden wir uns schon auf der Höhe einer dieser euch früher sichtbaren Alpen, und unser Häuschen ist weit zurück! Das nimmt euch wohl ein wenig wunder und ihr saget: Aber, lieber Freund, wie geht denn das zu, daß wir hier gar so gedankenschnell wandern, während wir in der nördlichen und abendlichen Gegend sichtbar nur von Schritt zu Schritt mit seltener Ausnahme gewandert sind? Wir wissen zwar schon aus früheren Erfahrungen, daß man im Geiste so schnell wandeln kann, wie schnell da ist der Gedanke. Solches ist also nicht das Befremdende. Aber daß wir gerade in derjenigen Gegend, die in sich selbst sehr mager war an allen Erscheinungen, die man zu den schönen und herrlichen zählen kann, von Schritt zu Schritt gewandelt sind, dagegen in dieser himmlischen Gegend, all das Herrliche nahe unbeachtend, so schnell vorwärtsblitzen, das ist's, was uns befremdet!

[BM 110.11] Spricht Borem: „Allerdings, denn der Garten erweitert sich ja wie unsere Liebe zum Herrn und zu unsern Brüdern und Schwestern. Aber weißt du, Bruder, im Verhältnis zur himmlischen Ausdehnung dieses unseres Herrn Gartens, den Er für uns so herrlich zubereitet hat, gibt es aber auch eine eigene Art himmlischer Bewegung, die da ist dreifach: erstens eine natürliche mit den Füßen so wie auf der Welt. Zweitens eine schwebende, d.i. die seelische, die da hat die Schnelligkeit der Winde. Und endlich drittens eine plötzliche, d.h. geistige, welche ist gleich einem Blitz und gleich dem Fluge eines Gedankens.

[RB 1.7.9] Nach einer langen, stummen Ruhe konnte er erst wieder seine Gedanken wahrnehmen und selbe auch nach und nach tiefer zu fassen anfangen. Sein erster, wieder etwas geordneter Gedanke war folgender: "Aha, aha, nun weiß ich's erst, woran ich bin! Dieses Blitzen deutet aus ein starkes Gewitter, das sich nun in der Nacht über Wien hermachen wird! Ich erwache nun nach und nach aus meiner, durch die Todesangst erregten, großen Betäubung, kehre nun wieder ganz sachte ins Leben zurück. Wahrscheinlich hilft diese, vom elektrischen Fluidum sehr schwangere Luft mir dazu, und ich werde unter Blitz,- Donner und Hagel wieder ins Leben zurückkehren!? Donnern höre ich zwar noch nicht; aber das Wetter kann auch noch sehr weit von hier stehen. Es hat wohl sehr stark geblitzt, und der Donner könnte jetzt wohl schon, wenn auch sehr dumpf, da sein!

[RB 1.7.10] "Aber kann es denn nicht sein, daß ich auch taub bin?! - Meine Gedanken vernehme ich freilich wie Worte; aber das ist noch kein Beweis, daß ich darum im Vollgebrauche meiner Gehörsorgane bin! Vielleicht komme ich bei dieser Gelegenheit auch zu meinem Gehöre wieder?! - Freilich, das sonderbare Gefühl des mich umgebenden Nichts kann ich mir auf dem natürlichen Wege noch durchaus nicht erklären. Aber was liegt da daran?! Ich bin einmal da und habe nun zweimal blitzen gesehen, - Beweis, daß ich nicht blind bin! Wer weiß, ob das nicht alles die Wirkung des drohenden, schwersten Gewitters ist?! Daher lasse ich das Wetter einmal loskrachen und vorüberziehen; da wird es sich dann schon zeigen, ob ich noch so verbleiben werde, wie ich jetzt bestellt bin!

[GEJ 4.53.5] Wir gehen nun so schnell wie ein Wind. Mein Lichtmensch in mir hat bereits die Größe eines achtjährigen Knaben, und es kommt mir vor, daß seine Gedanken wie Blitze mein ganzes Wesen durchzucken. Ich fühle wohl ihre unbegreifliche Erhabenheit und Tiefe, aber ihre Formen erfasse ich noch nicht. Es muß etwas Wundersamstes darin sein! Jeder ausfahrende Gedankenblitz aber verursacht mir ein unbeschreibbares Wonnegefühl! So eine Wonne kennt die ganze Erde nicht, – kann sie auch nicht fühlen! Denn die ganze Erde ist ja nur ein Gnadengericht Gottes, – aber immerhin ein Gericht; im besten Gericht aber sind die Wonnen stets spärlich ausgeteilt.

[GEJ 6.7.7] Ich sage es euch als eine allerlichteste Wahrheit darstellend: Ebenso leicht und eigentlich noch leichter hätte Ich in Menschengestalt, und zwar in der riesenhaftesten Größe, begleitet von zahllosen Engelscharen und unter Feuer, Blitz und Donner und Sturm, zur Erde Mich herablassen und mit Berge zertrümmernder Donnerstimme euch verkünden können das neue Wort der Gnade. Da wäre sicher keiner unter euch gewesen, der in sich nur den allergeringsten Zweifel hätte können emporkommen lassen. Denn der höchste Schreck und die höchste Angst hätten ihn augenblicklich derart geknebelt, daß er dabei nicht einmal eines allerbeschränktesten Gedankens fähig gewesen wäre. Würde aber jemandem das zu seiner innern, wahren Freiwerdung etwas genützt haben? Oh, mitnichten! Das wäre ein Gericht für jedes Menschen Seele gewesen und eine Gefangennehmung aller Gemüter, derart, daß sie ordentlich zu den härtesten Steinen geworden wären!

[GEJ 6.75.7] Sagte der Wirt: „O ja, Herr und Meister! Aber zu solcher belebenden Betrachtung gehört auch Deine Weisheit; ich könnte da schauen ein Jahrhundert lang und würde das von Dir uns nun Geoffenbarte dennoch nicht herausgefunden haben! Von nun an wird es sich bei mir auch schon besser machen; denn ich bin ein Freund der Natur und ergötze mich gerne an ihren Gebilden und Formen. Nur wenn sie manchmal hie und da ausartet, dann bleibe ich ihr auch sehr gerne fern. Wenn große Stürme kommen und die Wolken uns mit Blitz und Donner zu vernichten drohen, da hat dann meine Naturfreundlichkeit auch ein Ende; aber so in ihrem stillen Wirken und Sein liebe ich sie außerordentlich. Zwar ist nun dieser Meereswogensturm auch kein stilles Wirken der Natur, aber er ist uns Festlandbewohnern eben nicht gefährlich und ist somit schon noch mit einem behaglichen Gemüte anzuschauen; würde aber ein gewaltiger Orkan das Meer zu einer solchen Bewegung nötigen, so wäre es hier eben nicht sehr behaglich, die Natur in ihrem Tun und Treiben zu beobachten und daraus den großen Gottesgedanken, belebt von Seinem Willen, zu erkennen.“

[GEJ 7.47.4] Sagte Nikodemus: „Diese merkwürdige Veränderung scheint mir nun von einem denkenden Wesen geleitet zu sein, da sonst derlei Erscheinungen mehr plump und ganz planlos untereinander sich begegnen, sich manchmal einen, manchmal auch zersplittern oder gar zerstören. Man nehme nur die höchst ungeschickten und planlosen Wolkenzüge bei Stürmen an und die Planlosigkeit der dahinzuckenden Blitze! Aber hinter dieser großartigsten Erscheinung scheint auf jeden Fall ein höchst klug denkendes Wesen verborgen zu sein, und man könnte beinahe den Gedanken fassen, daß das irgendeine neue Zauberei der Essäer sei, die in jener Gegend sicher auch neue Besitzungen haben. Denn diese Leute ziehen alle Zaubereien der ganzen Welt auf einen Punkt zusammen und sind selbst sehr erfinderisch in derlei ungewöhnlichen Dingen. Da sieh nur hin! Nun fangen die fünf Säulen sich auch zu einen an! Ihre Bewegung geht rasch vor sich, und siehe, sie sind schon eins! Ah, das wird die Templer und das Volk denken und ordentlich verzweifeln machen und wird manchem Schwachen zum Wahnsinn helfen!“

[GEJ 8.143.19] Wenn aber trotz solcher Flucht die beschriebenen Äthergeister sich in einem Hintergrunde einer Erdgegend noch gleichfort mehr und mehr anhäufen, was ihr durch das stets Schwärzer- und Dichterwerden der Wolken wohl merken könnet, so wird ihnen solch ein Druck unerträglich, und sie gehen dann in einer Art Grimmwut aus ihrer Trägheit plötzlich in die größte Tätigkeit über, und diese ihre größte Tätigkeit ist dann das zerstörende Feuer des Blitzes, der nahezu mit der Schnelligkeit des Gedankens aus der ihm zu lästigen Wolke weit hinfährt mit einem großen Getöse und alles, was ihm in den Weg tritt, mit unwiderstehlicher Gewalt zerstört. Die Erd- und Luftgeister aber werden bei dieser Gelegenheit wie durch gewaltigste Stöße derart aneinandergedrängt, daß sie sich notgedrungen ergreifen müssen, dichter und dichter und materiell schwer werden und entweder als ein starker Regen oder, wenn es sehr grimmig zugeht, auch als Hagel zur Erde fallen.

[GEJ 10.1.3] Siehe, Du bist allmächtig; ein Gedanke von Dir, erfüllt mit der Allmacht Deines Willens, – und auf der ganzen Erde besteht kein Götzentempel und kein Götzenbild mehr. Sind diese Hauptstützen des alten, finstern und bösen Aberglaubens aus dem Wege geräumt, und das blitzschnell zu gleicher Zeit an allen Orten der Erde, so werden die Menschen sicher darüber erschrecken und darauf bald nachzudenken anfangen, wie und warum solches geschehen ist, und was es zu bedeuten hat.
 
 
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