Antichrist - A-SITE

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Antichrist

Prophezeiungen
Gott kam ins Fleisch, 
Christi ist in uns.
Wer ihn in sich noch 
nicht er/bekennt,
ist noch widerchristlich

1. Brief des Johannes Kapitel 2
Kennzeichen der Gläubigen.
Gebot der Liebe und der Weltverachtung.
Der Widerchrist.

1. Meine Kindlein, solches schreibe ich
euch, auf daß ihr nicht sündigt; und so einer
gesündigt hat, haben wir einen Beistand beim
Vater, Jesus Christus, den Gerechten.

2. Und Er ist die Versöhnung für unsere
Sünden, nicht allein aber für die unseren,
sondern auch für die der ganzen Welt.

3. Und daran erkennen wir, daß wir Ihn
erkannt haben, so wir Seine Gebote halten.

4. Wer da sagt: Ich kenne Ihn, und hält Seine
Gebote nicht, der ist ein Lügner und in sol-
chem ist die Wahrheit nicht.

5. Wer aber Sein Wort hält, in dem ist in
Wahrheit die Liebe vollkommen geworden.
Daran erkennen wir, daß wir in Ihm sind.

6. Wer da sagt, er bleibe in Ihm, der muß
auch wandeln, gleich wie Er gewandelt hat.

7. Brüder, ich schreibe euch kein neu Gebot,
sondern ein alt Gebot, das ihr von Anfang an
hattet; und das alte Gebot ist das Wort, das
ihr von Anfang an gehört habt.

8. Wiederum schreibe ich euch ein neu
Gebot, das wahr ist in Ihm und in euch; denn
die Finsternis geht vorbei und das wahre Licht
scheint bereits.

9. Wer da sagt, er sei im Licht, und haßt
seinen Bruder, der ist noch in der Finsternis.

10. Wer seinen Bruder liebt, der bleibt im
Licht, und kein Ärgernis ist in ihm.

11. Wer aber seinen Bruder haßt, der ist in
der Finsternis und wandelt in der Finsternis,
und weiß nicht, wohin er geht, weil die Fin-
sternis seine Augen verblendet hat.

12. Ich schreibe euch, Kindlein, weil die
Sünden euch um Seines Namens willen ver-
geben sind.

13. Ich schreibe euch, Väter, weil ihr Den,
Der von Anfang ist, erkannt habt. Ich schreibe
euch, Jüngere, weil ihr den Bösen überwunden
habt. Ich schreibe euch, Kindlein, weil ihr den
Vater erkannt habt.

14. Ich habe euch, Väter, geschrieben, weil
ihr Den, Der von Anfang ist, erkannt habt. Ich
habe euch, Jüngere, geschrieben, weil ihr stark
seid und das Wort Gottes in euch bleibt und
ihr den Bösen überwunden habt.

15. Habt nicht lieb die Welt, noch was in
der Welt ist. So jemand die Welt lieb hat, in
dem ist die Liebe des Vaters nicht.

16. Denn alles, was in der Welt ist, des
Fleisches Lust und der Augen Lust und die
Hoffart des Lebens, ist nicht vom Vater,
sondern von der Welt.

17. Und die Welt vergeht mit ihrer Lust;
wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in
Ewigkeit.

18. Kindlein, es ist die letzte Stunde; und
wie ihr gehört habt, daß der Widerchrist
kommt, so sind auch jetzt schon viele Wider-
christen gekommen. Daran erkennen wir, daß
es um die letzte Stunde ist.

(Anm.: Die letzte Hürde. Sowohl im persönlich innerlichen, als auch öfters im gesellschaftlichen Prozess. 
Dann wenigstens die letzte Stunde Weinbergsarbeiter)

19. Von uns sind sie ausgegangen, sie waren
aber nicht von uns; denn wenn sie von uns
gewesen wären, so wären sie bei uns geblie-
ben; aber es sollte offenbar werden, daß sie
nicht alle von uns sind.
(Haben nur ausgenutzt, blieben herrisch)

20. Und ihr habt die Weihe vom Heiligen
und wißt alles.

21. Ich habe nicht an euch geschrieben, als
ob ihr die Wahrheit nicht wüßtet, sondern weil
ihr sie wißt, und daß keine Lüge aus der
Wahrheit kommt.

22. Denn wer ist der Lügner, wo nicht der,
so da leugnet, daß Jesus der Christ [Messias]
ist? Der ist der Widerchrist, der den Vater und
den Sohn verleugnet.

23. Jeder, der den Sohn verleugnet, hat auch
den Vater nicht. 
(Sohn=Christus=Wahrheit, Vater=Liebe,
Jesus = ewig Vater, Friedefürst und Christus/Sohn)

24. Was ihr denn von Anfang gehört habt,
das bleibe in euch. Wenn in euch bleibt, was
ihr von Anfang an gehört habt, so werdet ihr
auch in dem Sohne und in dem Vater bleiben.
(Anm: die gegebenen Gottesfunken, 
die wir durch Hochmut verdeckt haben)

25. Und das ist die Verheißung, die Er uns
verheißen hat, das ewige Leben.

26. Solches habe ich euch geschrieben
wegen derer, die euch verführen wollen.

27. Und die Salbung, die ihr von Ihm emp-
fangen habt, bleibt in euch, und ihr bedürft
nicht, daß euch jemand lehre, sondern wie
eben die Salbung euch belehrt über alles, so
ist sie auch wahr und ist keine Lüge, und wie
sie euch gelehrt hat, so bleibt dabei.
(Geist der Wahrheit durch Demut/Reinigung
 des Herzens und Liebe)

28. Und nun, Kindlein, bleibt in Ihm, auf
daß wir, wenn Er erscheinen wird, freudige
Zuversicht haben, und bei Seiner Zukunft vor
Ihm nicht zuschanden werden.

29. So ihr nun wißt, daß Er gerecht ist,
erkennt auch, daß jeder, der die Gerechtigkeit
übt, aus Ihm geboren ist.

Kapitel 4
Falsche Lehrer.
Liebe zu Gott und dem Nächsten.
Gott ist die Liebe.

1. Geliebte, glaubt nicht jeglichem Geiste,
sondern prüft die Geister, ob sie von Gott sind;
denn viele falsche Propheten sind in die Welt
ausgegangen.

2. Daran erkennt den Geist Gottes: Jeder
Geist, der da bekennt, daß Jesus Christus ist
in das Fleisch gekommen, ist von Gott;
(bedeutet dass der einzige Gott ins Fleisch kam, nicht
dass Jesus Christus nur der Sohn sei. 
Ein Mehrpersonengottglaube
 ist auch nicht christlich und verhindert Christus in uns.
Christus kommt, wenn wir die Voraussetzungen geschaffen haben,
auch in unser Fleisch, und dadurch können wir dann
bekennen:)

3. Und ein jeglicher Geist, der Jesus Christus
nicht als ins Fleisch gekommen bekennt, der
ist nicht von Gott, und das ist der [Geist] des
Widerchrists, von dem ihr gehört habt, daß
er kommt, und er ist schon in der Welt.
(Weltlich sein zu wollen. Christus in uns nicht zulassen
und damit nicht erkennen und nicht bekennen)

4. Ihr seid aus Gott, Kindlein, und habt sie
überwunden, denn Der in euch ist, ist größer,
als der in der Welt ist.
(Hier nochmal DEUTLICH gesagt: 
Christus IN UNS)

5. Sie sind von der Welt, darum reden sie
von der Welt und die Welt hört auf sie.

6. Wir sind von Gott; wer Gott erkennt, der
hört auf uns; wer nicht aus Gott ist, hört nicht
auf uns. Daran erkennen wir den Geist der
Wahrheit und den Geist der Irrlehre.

7. Geliebte, laßt uns einander lieben; denn
die Liebe ist aus Gott und der da liebt, ist aus
Gott geboren und erkennt Gott.

(also alle, die den Geist der Wahrheit nicht haben, 
gehören NICHT hier dazu, denn ohne Christus in sich können 
sie nur Scheingemeinschaften und Scheinfrieden vorzeigen.
All die Institutionen wie die UNO oder EU als angebliche Friedensprojekte sind nicht mit liebenden Menschen aus Gott aufgebaut.)

8. Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt;
denn Gott ist die Liebe.

9. Darin hat sich die Liebe Gottes an uns
geoffenbart, daß Gott Seinen eingeborenen
Sohn in die Welt gesendet hat, daß wir durch
Ihn leben sollten.

10. Darin besteht die Liebe, nicht daß wir
Gott liebten, sondern daß Er uns liebte und
Seinen Sohn zur Versöhnung für unsere Sün-
den gesandt hat.

11. Geliebte, wenn uns nun Gott also geliebt
hat, so sollen auch wir einander lieben.

12. Niemand hat Gott jemals geschaut. So
wir einander lieben, so bleibt Gott in uns und
Seine Liebe ist völlig in uns.

13. Daran erkennen wir, daß wir in Ihm
bleiben, und Er in uns, daß Er uns von Seinem
Geist gegeben hat.

14. Und wir haben geschaut und zeugen,
daß der Vater den Sohn als Heiland der Welt
gesendet hat.

15.Wer nun bekennt, daß Jesus der Sohn
Gottes ist, in dem bleibt Gott, und er in Gott.

16. Und wir haben die Liebe, so Gott zu uns
hat, erkannt, und an sie geglaubt. Gott ist
Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in
Gott und Gott in ihm.

17. Daran ist die Liebe völlig in uns, auf
daß wir freudiges Vertrauen haben am Tage
des Gerichts, weil, wie Er ist, so auch wir in
dieser Welt sind.

18. Furcht ist nicht in der Liebe, sondern
völlige Liebe treibt die Furcht aus; denn Furcht
hat Strafe, und wer sich fürchtet, ist nicht
vollkommen in der Liebe.

19. Laßt uns Ihn lieben, denn Er hat uns
zuerst geliebt.

20. So jemand spricht: Ich liebe Gott, und
haßt seinen Bruder, der ist ein Lügner; denn
wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, wie
kann er Gott lieben, Den er nicht sieht?

21. Und dies Gebot haben wir von Ihm, daß,
wer Gott liebt, auch seinen Bruder liebe.
Es geht nicht um einen einzelnen Antichristen,
sondern um das Prinzip desjenigen Zeitgeistes, 
der Verehrung des Vergänglichen, 
welcher dem ewigen Wesen Christi 
schnurstracks entgegensteht.

Und es geht zuerst einmal um den trickreichen Widerchristen in uns!
Genauso wie es zuerst um die Wiederkunft Christi in uns geht.

Der gesellschaftliche Zustand entsteht durch die Zustände in den Menschen
Pfiffige materiell reiche Manipulatoren, welche wahre materiell arme Christen als falsche Lehrer darstellen und viele Leichtgläubige aufhetzen

GEJ 6 Kapitel 179. — 

Der Antichrist

1] Sagte Lazarus: „Herr, was sollen wir denn unter dem Gegenchrist verstehen?“

2] Sagte Ich: „Der Gegenchrist wird dadurch entstehen, daß da gewisse pfiffige und arbeitsscheue Menschen (Anm.: wie "Raubtiere", reiche Erben...), so sie sehen werden, wie Meine Lehre stets mehr und mehr Anhänger bekommt, und wie es Meinen Jüngern stets wohler ergeht, die Lehre auch annehmen werden. Und so sie hören werden von den Zeichen, die Ich gewirkt habe, und auch von denen, die ihr bei Gelegenheiten wirken werdet, 

so werden sie gleich den heidnischen Magiern anfangen, große Zeichen mit ganz natürlichen Mitteln der blinden Zauberei zu wirken also, wie das die Essäer taten
(Anm. heute z.B. Massenmanipulation. Anm. Manche Freimaurer sehen sich als Nachkommen der Essäer)

Das wird die Leichtgläubigen verlocken (Anm.: TV, Schule,...), und zwar am Ende so sehr, daß darob gar viele euch, das heißt in euren Nachfolgern, für falsche Lehrer und Propheten halten und euch verfolgen werden.
(Wir haben heute die Lächerlichmachung von wahren Christen, und wer nicht bei den antichristlichen Kirchen dabei ist, dessen christliche Aussagen werden in immer mehr Staaten verboten. Sekulär.)

3] Darum habet ja wohl acht, daß ihr nichts als nur den Lebensbedarf von denen annehmet, die das Evangelium annehmen werden! 

Denn so die Müßiggänger sähen, daß euch die Predigt und ein Zeichen viel Geld verschaffen, da erst würden sie alles aufbieten, um euch zu verdrängen. Darum wird man die echten von den falschen Propheten am ehesten an ihren Werken erkennen. Denn die echten Propheten werden stets in Meiner Armut einhergehen und von ihren Gemeinden nur das annehmen, was ihnen zum Leben notwendig ist; die falschen aber werden tun wie nun die Pharisäer – und in vielen Stücken noch um vieles ärger – und 

werden sich für alles, was sie vorgeblich den Gemeinden in Meinem Namen tun, gar hoch und teuer bezahlen lassen, 
und alle Menschen werden sie für heilige Diener Gottes halten 
und bei Strafe glauben müssen, daß Gott allein nur ihre Gebete erhöre und auf ihre Opfer mit großem Wohlgefallen herabschaue. 

Wie aber nun für alle Juden dieser eine Tempel dasteht, so werden die Gegenchristen eine zahllose Menge Tempel errichten mit großer Pracht und darin vor den Menschen ihre Zaubereien, ihr Opfer verrichten und schlechte, eigennützige Reden halten. Beten aber werden sie in fremden Zungen, um das Volk glauben zu machen, daß solche ihre Sprache die reinste und also auch die Gott am meisten wohlgefällige ist. (Anm. die Predigten in Latein sind nun wieder vorbei. Aber "fremde Zungen" bedeutet auch die heutige "Schönrederei".)

4] Dies genügt für jedermann, um einen falschen Propheten zu erkennen und ihn von einem wahren wohl zu unterscheiden. Sie werden freilich ein großes Geschrei erheben und in alle Welt hinausrufen: ,Da zu uns kommet alle her; denn hier ist Christus, und dort, wo wir sind, ist Er!‘ Aber glaubet es nicht, wenn sie noch so sehr schreien und noch so große Zeichen tun; denn sie sind nicht und niemals Meine Jünger, sondern verführte Jünger Beelzebubs, von dem sie auch ihren Lohn im Pfuhle ernten werden unter Heulen und Zähneklappern! 

Achtet wohl darauf, und wirket sowenig wie möglich Zeichen, sondern haltet euch an das Wort und seine ewige Wahrheit, so wird die reine Lehre unter vielen Menschen verbleiben bis ans Ende der Welt! – Jetzt aber begeben wir uns wieder ins Haus, und du, Lazarus, lasse uns Wein und Brot geben; denn nun dürstet es Mich!“

5] Darauf gingen wir ins Haus, und Lazarus ließ sogleich Brot und Wein in gerechter Menge auftragen. Wir setzten uns an die Tische und stärkten uns.
Die vergänglichen "Wunder" des Geldes und Huldigung des Fleisches

Zeichen der Zeit. – 25. Januar 1842

[HIM 2.420125.1] Jetzt ist eine tanzende und springende Zeit, die allerfinsterste! Das ist ein Zeichen, daß die Welt sehr nahe ist einen ungeahnten Sprunge, und zwar einem Sprunge von Meiner nun höchsten Liebe über eine unendliche Kluft ins Meer Meines höchsten Zornfeuers!
[HIM 2.420125.2] Die schändliche Kleidertracht ist ein Zeichen, daß die Welt in die schändlichste Hurerei übergegangen ist, wodurch jeder sich selbst ein finsterer Götze geworden ist und sich selbst, nahe anbetend, dienet und möchte auch vor allem angebetet sein. – Siehe da Sodom und Gomorra! – Darum ist herangekommen das Ende!
[HIM 2.420125.3] Die stets zunehmende Ehelosigkeit, da um der reichen Wucherer wegen der ärmere Mensch ohne Weib, also wie ein halber Mensch, zu verbleiben genötigt wird, ist ein schreckliches Zeichen! Bei allen Heiden durften sogar die Sklaven Weiber nehmen. Jetzt aber setzt man dem freien Menschen Schranken, darum er arm ist und damit der Wucher keinen Schaden leide! – Darum sei verflucht diese letzte Zeit und jeder Wucher mit ihr!
[HIM 2.420125.4] Siehe an die sogenannte Industrie, dieses arge Zeichen dieser Zeit! Sie ist die Seele alles Wuchers, die Unterdrückung aller Nächstenliebe und der letzte, breiteste Weg zur Hölle. Den Beschluß werden die metallenen Wege machen! – Verstehst du dieses sprechende Zeichen dieser Zeit!?
[HIM 2.420125.5] Die stolze Erweiterung der Städte, da unter vielen tausend Häusern nicht zehn für die Armen gebaut werden, ist ein starkes Zeichen dieser Zeit. Denn auch zu Sodom schob man fremde arme Brüder aus der Stadt, um dadurch den inneren (einheimischen) Prassern ihre Schätze zu sichern? – Verstehst du diese Zeichen?
[HIM 2.420125.6] Was gilt jetzt der Mensch dem Menschen? – Ich sage dir, man zahlt für eine Fuhre Unrat mehrere Silberstücke; doch halte einmal einen Markt von armen Menschen, daß sie gekauft würden zur Unterstützung, und du wirst einen spottschlechten Markt halten! So arg war es wieder zu Sodom nicht! – Verstehest du dieses Zeichen der letzten Zeit?
[HIM 2.420125.7] Siehe die papierne Zeit! – Welche Festigkeit soll sie bieten? Ich sage dir, sie wird keinen Druck mehr vertragen! Wie leicht aber das Papier zerrissen wird, zeigen schon die schwächsten Kinder! – Verstehest du dieses Zeichen?
[HIM 2.420125.8] Verstehest du die Farbe der Häusertünche? – Ist sie nicht die des Todes? – Also stehet es schon überall an den Wänden der Häuser geschrieben, um welche Zeit es sei!
[HIM 2.420125.9] Es ist durch Johannes gezeigt worden, was da geschehen wird, wenn das Brot verteuert und versteuert wird! Lies nur, was den Heuschrecken verkündet ist, so sie es täten! – Siehe, diese Zeit ist da!
[HIM 2.420125.10] Schaue an, der Wucher ist bekleidet mit allem Schutz, Schild und Schirme, und eine ganze Welt voll Sachwaltern steht mit Macht ausgerüstet da, um seine „Rechte“ zu verteidigen. Siehe an, wie sie Meine Erde zerreißen und zerstücken! Soll Ich dazu schweigen? Erkenne dies Zeichen, dies letzte, dies höllische! Eigentums-Rechte über Rechte! Und doch bin Ich allein der Herr! – Daher erkenne auch dies arge Zeichen!
[HIM 2.420125.11] Siehe an die Unzucht der Weiber dieser Zeit und die gänzliche Gefühllosigkeit der Jugend, die jetzt nur fürs Leibliche erzogen wird und endlich zur frühzeitigen Hurerei vor aller Welt! – Wohin mit der Welt?! – Ja, in die Hölle mit ihr! Dies ist die letzte Zeit! – Verstehest du sie?
[HIM 2.420125.12] Endlich siehe, um was jetzt fast gar alle Kirchen sich streiten! Siehe, es ist das Gold der Welt. Gold und Tod aber ist bei Mir in Hinsicht der Welt gleichbedeutend! Siehe, das ist der wahre Antichrist, der große Wunder nun tut! Aber seine Zeit ist vor der Türe! Verstehe es, des Frevels Ende und sein letztes Gericht ist vor dir und euch allen! Amen. Amen. Amen.
 
In den Städten herrschen die antichristlichen Eigenschaften, welche Gerichte bringen

[HIM 3.430116.2] Ich habe schon zu mehreren Malen Mein gerechtestes Mißfallen über alles Stadtleben in jeglicher Hinsicht dargetan. Ich habe gezeigt, 

wie die Städte nun bereits ohne Ausnahme im vollkommensten Antichristentume leben 

und nirgends mehr in denselben etwas anderes wohnt als: 

Eigenliebe, Geiz, Neid, Betrug aller Art, Hurerei aller Art, Geilheit, Sinnlichkeit, Wucher, Fraß, Völlerei, Verderbtheit aller besseren Sitten und überhaupt aller Art Laster unerhörter Weise!

[HIM 3.430116.3] Was ist da wohl natürlicher, als daß Ich von solch einer gemeinschaftlichen Wohnstätte alles Lasters Mein Angesicht gar ehest wegwenden werde, ja ganz gewiß völlig wegwenden werde, und werde ein starkes Gericht über solch eine Satanswohnung ergehen lassen! – Ob es da geheuer sein wird zu bleiben, das magst du, Mein Freund, nun selbst beurteilen!
 
Antichristlich können Geldmacher im Zeitgeist sein, die sich scheinbar für, oder offen gegen die ewigen Werte Jesu Christi aussprechen

Dr. David Friedrich Strauß. – 18. Januar 1843

[HIM 3.430118.1] Siehe, solches ist vorderhand nötig zu wissen, was der Mann ist, da es sich darum handelt, diejenigen Texte Meines Buches näher zu bestimmen, an denen ebendieser Mann den widersprechenden Anstoß nimmt und die Ungöttlichkeit Meines Wortes zu beweisen strebt.
[HIM 3.430118.2] Es gibt wohl derlei Texte noch in großer Menge in Meinem Buche, die der Mann als Waffe gegen Mich gebraucht. Allein wir werden an den Texten, welche schon vorbereitet daliegen, zur Genüge haben, um das Wesen unseres Gegners ganz zu erschauen und somit auch seinen großen Irrtum.
[HIM 3.430118.3] Du aber fragst: Wer ist Strauß, und warum tut er solches? – Also merke, Ich will es dir kundtun!
[HIM 3.430118.4] Strauß ist ein Prophet der Zeit und ein Prophet der Welt; ein Baumeister (Freimaurer?) ist er, der aus Edelsteinen ein großes Gebäude auf dem Flugsande der Welt – ja ein solches Gebäude erbauen will, das da der Ewigkeit trotzen soll. Aber welch ein Widerspruch, welch eine Torheit das ist, das wird sich eben aus den nachstehenden Texten gar klärlich dartun. – Der Mann wird sich verbauen, er wird seine Torheit einsehen; wenn da kommen werden Regen und Winde, so wird sein Prachtgebäude untergehen! Aber auf dem Sande werden dann viele Sucher die edlen Steine finden, werden sie tragen auf die Felsen und werden aus ebendiesen vorgefundenen Edelsteinen unter Meiner Leitung ein solches Prachtgebäude aufführen, welches dann allen ewigen Zeitenstürmen trotzen wird!

[HIM 3.430118.5] Siehe, also mußte auch ein Strauß kommen, einer der größten Gegner Meines Wortes, darum Mein Heiligtum bis zum letzten Häkchen möchte bekämpft werden und möchte der Nacht die äußerste Grenzlinie bestimmt werden, auf daß nun alle gelehrte Welt erschaue, wie groß da ist der Horizont ihrer Erkenntnisse, und sie gründlich und buchstäblich sage: Bis hierher und nun nicht mehr um ein Haar weiter! – Also ist Strauß ja auch ein notwendiger Prophet!
[HIM 3.430118.6] Es gibt aber schon eine Menge Sammler der Edelsteine auf dem Flugsande dieses Propheten, und es steht schon nahe vollendet ein anderes Gebäude auf einem starken Felsen! – Daher lassen wir diesen Mann in seiner Sphäre; er ist uns nötig, denn er streut zuvor den Samen der Nacht aus. Dieses Unkraut wird gesammelt werden und soll verbrannt werden auf unserem Acker, damit dieser durch dessen Asche gedüngt werde auf das vorteilhafteste.
[HIM 3.430118.7] Nun wirst du hoffentlich wissen, wer der Strauß ist und warum er solches tut! Da du aber nun solches weißt, so ärgere dich nicht seinetwegen, denn auch er ist ein Arbeiter für Mich und muß es sein, weil er es sein muß! – Verstehe solches sonach gar wohl amen.


27. Januar 1843. Vormittag. (Dr. David Friedrich Strauß, Fortsetzung) Die Welt und der Zeitgeist.

Daniel, letzte Zeit, der Antichrist, 11. Kapitel, ins 12. Kapitel übergehend, Verse 37 und 38.

[HIM 3.430127.40] Auch hier wollen wir uns kurz fassen und zeigen mit wenigen Worten, wie es mit der Sache steht. Wer ist der König und wer der Gott ‚Mäusim‘? – Der König ist die Welt, und der Gott Mäusim ist der sogenannte Zeitgeist! – Wieso denn, sagest du. – So sehe denn hin und urteile selbst, ob es nicht also ist!

[HIM 3.430127.41] Achtet die gegenwärtige Menschenwelt eines Gottes? – Ich sage dir, nicht einmal der bessere Priester ohne Geld, das heißt, ohne Gold und Silber! – Wie sieht es denn mit der Frauenliebe aus? – Sage Mir, welche noch so gottesfürchtige und züchtige und dabei auch noch weiblich reizend schönste Jungfrau hat denn noch vor den Weltmännern einen Wert ohne Geld? Wer nimmt eine arme Dirne zum Weibe? Wenn sie will eine Hure machen, so wird sie bezahlt für die Entblößung, und will sie das aus Liebe zu Mir nicht, da wird sie als eine Irrsinnige betrachtet und ist vor den Augen der Welt verächtlich.

[HIM 3.430127.42] Siehst du nun ein, daß der König richtig bezeichnet ist? Und sein Gott, der Zeitgeist, lehrt den König Gold, Silber, Edelsteine und andere Kleinodien (geldeswerte Gegenstände) zu suchen und ihn mit denselben zu ehren! –

[HIM 3.430127.43] Was aber ist die Wesenheit dieses Gottes? – Solches besagt schon sein Name ‚Mäusim‘, nämlich: Meineid, Eigenliebe, Selbstsucht, Ruhm, Pracht, Herrschsucht, Stolz, Verachtung alles dessen, was der Selbstsucht zuwider ist! Kennst du nun den Gott?! – Siehe, also ist er nun buchstäblich da vor deinen Augen!

[HIM 3.430127.44] Du sagst: Ja, o Herr, also ist es richtig bis auf ein Haar vor unseren Augen; aber was hat denn der Strauß mit dem Mäusim zu tun? – Ich sage dir: Sehr vieles; denn in ihm personifiziert sich ja dieser Gott von der einen Seite gerade also, wie er sich auf der andern im gegenwärtigen hohen Priestertume personifiziert, und das ohne Ausnahme in der ganzen Welt.

[HIM 3.430127.45] Strauß leugnet Christum durch seine Schriften, das hohe Priestertum aber durch seine Taten! – Strauß verkauft seine Schrift oder den Nicht-Christus ums Geld; das hohe Priestertum aber tut alles für Christus ums Geld. Ohne Geld und Ruhm aber würde es für Christum ebensowenig tun, als wie wenig der Strauß je einen Nicht-Christus geschrieben hätte, wenn er dafür nicht recht viel Geld bekommen hätte! – Also Christus oder Nicht-Christus, das ist gleich, wenn er nur Geld einträgt so oder so, da kann man für ihn ja alles tun!

[HIM 3.430127.46] Und siehe, dieser Christus oder Nicht-Christus ist der eigentliche personifizierte Mäusim oder der allereigentlichste Antichrist! – Ich meine aber nun, du wirst die Sache endlich einmal verstehen; verstehe aber auch, warum hier das 11. Kapitel so stark ins 12. übergeht, wie die Nacht in den Tag, so wirst du das ganze hohe Geheimnis enthüllt erschauen. Solches also wohl zu beachten und zu verstehen sei euer Sinn amen.

28. Januar 1843. (Dr. David Friedrich Strauß, Fortsetzung)

Also schreibe noch ein kurzes Nachwort zu Dr. Strauß.
[HIM 3.430128.47] Du bist noch mit der in Daniel dargestellten Frauenliebe nicht so ganz im reinen und sagest: Was hat denn wohl die mit dem Dr. Strauß zu tun? – Ich sage dir: Sehr vieles! Wie? – Das soll sogleich erörtert werden.
[HIM 3.430128.48] Siehe, Strauß, also – oder Nicht-Christus, ist einerlei. Nun, du hast den wahren Christus. Was sagt aber dieser? – Du sagest: Der wahre Christus sagt: „Suchet vor allem das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit (welche ist die Liebe), alles andere wird euch hinzugegeben werden.“ – „Sorget euch nicht für den kommenden Tag und fraget nicht: Was werden wir essen, und womit werden wir uns kleiden? Denn nach allem dem trachten ja nur die Heiden. – Sehet aber die Vögel in der Luft: sie säen nicht und ernten nicht in die Scheunen, und der himmlische Vater ernährt sie doch. Und die Lilien auf dem Felde, sehet sie an, sie spinnen und weben nicht, und doch war Salomo in all seiner königlichen Pracht nicht herrlicher gekleidet denn sie!“
[HIM 3.430128.49] Du hast gut geantwortet. Nun aber sage Mir dann: Wie verhält sich demnach dein wahrer Christus und die gegenwärtige allgemeine Volksindustrie? – Du sagst: O Herr, das verhält sich ja gerade wie Himmel und Hölle! – Gut bemessen, sage Ich dir, – nun aber gebe acht!
[HIM 3.430128.50] Siehe, du kennst nun und hast den wahren alten Christus bei dir und in dir durch deinen Glauben an Ihn und durch deine Liebe zu Ihm. Gehe aber du nun als ein lediger, noch gar wohl heiratbarer Mann in ein noch dazu recht – sogenanntes – christliches Haus, das da eine heiratbare Tochter hat, und halte, da du Mich völlig hast, also mit diesem ewigen Lebensschatze allda bei den Eltern um die Hand der Tochter an. – Was meinst du wohl, wie die Antwort auf solch eine Frage ausfallen wird? – Siehe, Ich will sie dir buchstäblich sagen.
[HIM 3.430128.51] Das Elternpaar wird zu dir sagen: Guter Freund, es ist recht löblich und schön von Ihnen, daß Sie, der Sie als ein übrigens ehrbarer und schätzenswerter Mann uns wohlbekannt sind, Ihre achtbaren Augen unserer Tochter zugewandt haben. Allein Sie als ein wohlerfahrner Mann werden sicher doch auch wissen, daß man in der gegenwärtigen Zeit entweder etwas sein oder haben muß, um ein Weib zu erhalten. Sie aber sind nichts und haben unseres Wissens auch nichts als allein Ihre sonst schätzenswerten Eigenschaften, von denen sich aber bei der jetzigen Zeit freilich wohl nichts herunterbeißen läßt. Also werden Sie als ein vernünftiger Mann wohl auch einsehen, daß wir unser Kind unter solchen Aussichten nicht hergeben können. Sie, die Tochter, wird wohl heute oder morgen auch ein schönes Vermögen haben und kann daher auch nur wieder jemanden wählen, der es ihr auf die eine oder die andere Art erwidern kann. Wir sind Ihnen übrigens sehr verbunden und werden uns allezeit geschmeichelt fühlen, wenn Sie uns als Freund besuchen wollen, aber nur in der gegenwärtigen Absicht nicht; denn da müßten wir Sie im Ernste bitten, unser Haus zu meiden! –
[HIM 3.430128.52] Hier hast du es buchstäblich, und du kannst noch fragen, was der Strauß mit der Frauenliebe zu tun habe? – Siehst du denn nicht: Wo Christus ist, da ist kein Geld; wo aber Geld ist, da ist kein Christus! Strauß aber leugnet ja Christum, also ist er fürs Gold. Habe du demnach Strauß oder Gold, so wirst du auch Frauenliebe haben; ohne Strauß aber wirst du immer dieselbe Antwort bekommen!
[HIM 3.430128.53] Frauenliebe ist demnach zweifach zu nehmen: erstens, daß der Mann von Vermögen mit der nun seltensten Ausnahme ein Weib nicht ansieht, so es ihm nicht ebenbürtig ist, d.h. entweder dem vorteilhaften, hochgehaltenen Stande oder dem Vermögen nach; und zweitens hat das Weib in sich selbst keine Liebe, außer die des Dr. Strauß oder auf deutsch – Gold.
[HIM 3.430128.54] Daß aber solch ein Christentum, welches eigentlich ein allerinnigstes Brudertum sein soll, ein ebenso gutes Christentum ist wie das, was der Strauß beschrieb, kannst du gar leicht daraus ersehen, wenn du den wahren alten Christus vergleichest mit dem gegenwärtigen Geld-Christus, und daß ebendieser Geld-Christus samt dem Straußschen Nicht-Christus der allereigentlichste, wesenhaft personifizierte Antichrist ist.
[HIM 3.430128.55] Ich meine, solches brauche Ich dir wohl kaum näher darzutun; und so sei mit dem zufrieden amen.


Antichristen wollen hassen, verfolgen, töten, herrschen und richten

Meine Lehre lehrt Liebe und verbietet das Gericht. – 21. November 1847.

(Über Pettauer und Grazer Begräbnisse) O Herr, Du bester Vater! Was sollen wir von der letzthinnigen Begebenheit (am 18. November) halten – und von jener auch, die sich unlängst in Pettau ereignet hatte? Was soll daraus werden? Was haben wir bei so bewandten Umständen zu erwarten?
[HIM 3.471121.1] So vernimm ein Wort der Weisheit und schreibe!
[HIM 3.471121.2] Wo der Feind gesät hat, da möchte er nun auch eine reiche Ernte halten, denn er meint, die Frucht sei reif; er täuscht sich aber gewaltig! Die Reife ist nur eine Scheinreife, und so da die Sichel an die Saat gelegt wird, wird kommen ein großer Sturm und wird mit sich führen Krieg, Hunger und Pestilenz. Und dieser Sturm wird sein die Stimme des Rufers in der Wüste, die da Mir bereitet die Wege. Was da krumm ist, soll eben werden und nieder das Hohe, das vor Mir ist ein Greuel!

(Erst durch die eintretende Not durch die "Feinde" erkennen die Menschen, was die Welt ihnen bietet und  wenden sich vermehrt an Gott)

[HIM 3.471121.3] Der Hure nächtliche Arbeit soll ihren Lohn finden, und mit den Gottverkäufern wird Rechnung gehalten werden, und die Rechnung wird eine strenge sein, und die Völker werden sich ums Kapital samt den lange schon fälligen Zinsen mit einer mächtigen Stimme melden. Alte Gläubiger werden kommen und sagen: Hure! So viel haben wir dir geliehen auf dein ehrlich aussehend Gesicht; gib uns nun, was du verheißen!


[HIM 3.471121.4] Da wird die Hure nackt dastehen in großer Schmach und Schande und wird sich winden wie eine Viper im heißen Sande. Aber die Gläubiger werden sich ihrer nicht annehmen, sondern werden glühende Steine schleudern nach ihr, auf daß sie zugrunde gehe, die so viele in den Abgrund gestürzt hat!

[HIM 3.471121.5] Meine Lehre lehrt Liebe und verbietet das Gericht! 

Diese aber predigen Haß und Verfolgung und Tod und wollen aller Welt Richter sein und Herren aller Herrscher und aller Herrlichkeit
Solches aber ist der eigentliche vollkommenste Antichrist, dessen Zeit des Sturzes nun herbeigekommen ist!

[HIM 3.471121.6] Was aber nun geschieht hie und da, das sind nur Gewitterwölkchen, die da anfangen, ihre Häupter über den Horizont von allen Seiten her zu heben und zu ziehen. 

Wenn sie sich erst völlig berühren werden, das heißt, wenn alles sich gegenseitig mitgeteilt wird, wie da allenthalben die Jünger der Nacht mit ihren Schafen verfahren, 

(z.B. Internet)

dann werden sich die Schafe in Löwen verwandeln und werden sie zerfleischen, (Anm.: eine Entsprechung)

die sich so lange ohne Scheu vor Mir mit ihrem Fleische gemästet haben und ihren Durst gestillt mit dem Blute der duldsamen Herde!

[HIM 3.471121.7] Wahrlich, auf diesem Boden solle kein Zweig mehr grün werden, und verflucht sei der Baum, der wohl ein reichlich Laub trägt, aber keine Frucht hat, Mich zu sättigen, so Ich komme und es Mich hungert!
(in Form der Armen)

[HIM 3.471121.8] Siehe, da gehen sie herum mit frechen und herrschsüchtig stolzen Gesichtern, verachtend den rechtmäßigen König und dessen Gesetz, verachtend jedermann, der nicht willfährig nach ihrer gold- und ruhmsüchtigen Pfeife tanzen will, und verachtend Mein Wort, und verachtend Mich Selbst! – Aber es solle bald ein anderer Pfeifer kommen, dessen Pfeife Ton sie also erschrecken soll, daß sie darob sterben werden!
[HIM 3.471121.9] Ich sagte wohl einst: „Auf dem Stuhle Mosis sitzen die Hohenpriester und Schriftgelehrten; was sie euch lehren, das haltet, aber seid nicht Nachahmer ihrer Werke, die da eitel böse sind!“ – Nun aber sage Ich: Höret auch ihre Lehre nicht, denn sie ist voll des Gerichtes und voll Hölle!
[HIM 3.471121.10] Wohl aber den wenigen Priestern, die noch die alte Liebe und den alten Jesus nicht gegen den Antichrist getauscht haben, und wohl auch euch allen, die ihr an Mir hanget! Aber dreifaches Wehe der Brut der Hure amen! – Das spricht, der alle Macht hat amen, amen, amen. –

(Dreifaches Wehe - siehe Offenbarung Johannis, ab Kapitel 8)
Mit Hass, Sektenwut, Verdammnis, Gericht und Feuer  der Grundlehre Christi schnurstracks entgegen.

[GS 1.69.11] Höre, du finsterer Geist im Hintergrunde! Trete hervor und gebe mir auf meine dir im Tempel gegebene Frage Antwort! Der Mönch tritt, von großer Furcht gepeitscht, hervor und will statt der Antwort mit einem Fluche ob der Vernichtung des Kruzifixes entgegenkommen. Aber nun sehet, gerade 

vor ihm macht der Boden eine klafterweite Spalte, und er sieht hinab zur Hölle. 
Ich spreche zu ihm: Siehe, du finsterer Geist, das ist dein Christentum; was du hier siehst, dessen ist dein Herz voll.

(Anm.: Innere Hölle verständlich machen)

[GS 1.69.12] Anstelle der über alles sanften Liebe Christi, die noch am Kreuze blutend für die Täter des Übels den Vater in Sich um Vergebung bat, habt ihr nichts als Haß, Sektenwut, Verdammnis, Gericht und Feuer in euch und seid dadurch der Grundlehre Christi als die entschiedensten Antichristen schnurstraks entgegen. Ihr nehmet allen euren Bekennern des Lebens letzten Tropfen und erfüllet ihre Herzen dafür mit dem Tode.
[GS 1.69.13] Statt des lebendigen Brotes, welches ist das wahrhaftige lebendige Wort Gottes, gebet ihr ihnen glühende Steine zu verzehren, damit alle, gleich euch, 

voll Rache, Zorn, Wut, Gericht und Verdammnis werden 
gegen alle jene, die der Vater Selbst hat ziehen und lehren wollen. 

Ja, ihr machet euch kein Gewissen daraus, 

  • um euren herrsch- und gewinnsüchtigen Völkerdruck zu bekräftigen, 
  • das Wort Gottes soviel als nur immer möglich aus der Gemeinde zu verbannen 
  • und einen allfälligen Besitzer desselben sogar mit dem Ketzerfluche zu belegen und ihn zu verdammen. 

Anstatt des Wortes Gottes aber speiset ihr das Volk mit eurem Eigennutze, mit eurer Herrschsucht, und euer Wahlspruch ist, jeden Funken besseren Lichtes dem Volke fernzuhalten, während doch Christus, der Herr, ausdrücklich gesagt hat: „Seid vollkommen, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist!
[GS 1.69.14] Was soll ich mit euch machen? – Ihr, die ihr die Herde des Herrn hättet weiden sollen, habt euch, den Wolf scheuend, in eine siebenfache Mauer verkrochen und machtet am Ende statt getreuer Hirten selbst Wölfe aus dieser eurer Schlucht. Und draußen stehen viele Tausende und tausendmal Tausende, die die Härte eurer Wolfszähne geschmeckt haben und euch laut schreiend anklagen vor dem Richterstuhle Christi.
[GS 1.69.15] Was soll ich mit euch machen, die ihr allzeit das Wort Gottes mit Füßen getreten habt, weil es nicht taugte für eure unersättliche Herrsch- und Gewinnsucht? Was soll ich mit euch machen, die ihr, dreist genug, vor dem Volke zu behaupten wagtet und sagtet: Die Erde liegt zu unseren Füßen und Gott tragen wir in unseren Händen?! Ich sage euch: Ein nachteiligeres Zeugnis und zugleich ein treffenderes hättet ihr nimmer erfinden können als eben dieses. Denn fürwahr, 
ihr habt die Völker samt den gesalbten Kaisern und Königen, wo es sich nur immer hat tun lassen, noch allzeit mit euren herrschsüchtigen und gewinnlustigen Füßen getreten, und mit Gott in euren Händen triebet ihr Handel wie mit einer schlechten Ware. Aber dafür waren eure Herzen allezeit ledig dessen, was Gottes ist, und waren dafür allzeit mit dem erfüllt, was du, finsterer Geist, nun durch die gähnende Kluft zu deinen Füßen erschauest.
[GS 1.69.16] Was soll ich nun mit euch machen? Fraget mich, wer ich bin, und ich werde euch antworten und sagen: Ich bin ein rechter Apostel des Herrn und bin hierhergesandt, daß ich euch erwecken möchte in Seinem Namen. Wie aber soll ich euch erwecken, da ihr voll seid des ewigen Gerichtes? Also frage ich euch noch einmal: Was wollt ihr tun? – Redet, oder dieser Abgrund verschlinge euch!
[GS 1.69.17] Höret nun, unser Mönch spricht und sagt: Im Namen aller dieser meiner Brüder bitte ich dich, wer du auch immer sein magst, daß du uns verschonen möchtest mit dieser deiner harten Prüfung. Sind wir nach der Lehre Christi unseres Herrn wahrhaftige Betrüger geworden, so waren wir es ja doch nicht eigenmächtig, sondern wir mußten sein, wie wir sind, und niemand aus uns durfte anders reden und handeln, als wie es ihm zu reden und zu handeln gestattet war von der Kirche. Waren wir Wölfe, so mußten wir es sein; und so, wenn du im Ernste ein höherer Bote sein solltest, wirst du es ja auch wohl wissen, wie es mit uns stand und noch steht. Wir sind hier noch ebenso gefangen wie auf der Welt. Daher, wenn es dir möglich ist, mache uns frei, und wir wollen ja auch das reine Wort Christi ergreifen! Aber nur verdecke diesen entsetzlichen Abgrund vor uns.


Im Geist und in der Wahrheit die höllischen Eigenschaften in sich ersticken

[GS 1.69.18] Spreche ich zu ihnen: Willst du über diese Kluft, so mußt du im Geiste und in der Wahrheit das in dir ersticken, was du da vor dir siehst in dem Abgrunde, denn solches ist eine Erscheinung gleich dem, was du selbst im eigenen Herzen birgst. 

Daher erforsche dich, und ihr alle, die ihr hier seid, tut dasselbe. Erwachet aus eurem Todesschlafe, 

damit ich, wenn ich wiederkomme, euch gereinigt finde und lebendig, um euch zu führen aus diesem eurem Gefängnisse des Todes! – Es gibt aber in diesem Kloster noch mehrere, diese muß ich auch noch zuvor ermahnen; und wenn sie sich werden gefunden haben, dann erst will ich wiederkommen und euch vorzeichnen einen neuen Weg im Namen des Herrn. – Sehet, wie sie nun zu jammern und zu heulen anfangen. Wir aber wollen solches nicht anhören, sondern uns sogleich zu den „Paradiesmönchen“ begeben.
 
72. Kapitel – Sündenvergebung und Bilderdienst.

24. April 1847

[ER 72.1] Es sind einige von den sogenannten modernen Philosophen, die Mich auch freilich nicht für mehr als nur für einen Philosophen ansehen; diese behaupten, daß ein jeder Mensch nach dem christlichen Sinne das Recht habe, Sünden zu erlassen, indem Ich, als der Stifter dieser Lehre, auch Sünden nachgelassen habe – und nota bene solchen Menschen, die Mich zuvor doch sicher nie beleidigt hätten.
[ER 72.2] Ich aber sage dazu und sage solchen Philosophen ungefähr das, was Ich zu jenen Juden gesagt habe, die die Ehebrecherin vor Mich gestellt haben:
[ER 72.3] „Wer aus euch ohne Sünde ist, der mag desgleichen wohl tun, und es soll seine Handlung in allen Himmeln genehmigt sein.“
[ER 72.4] Ich konnte wohl als Mensch jedermann Sünden nachlassen, weil Ich völlig ohne Sünde war; wer aber nicht ohne Sünde ist und, wenn auch sonst keine, so doch die fleischliche Zeugungssünde in sich als erblich wohnend hat, der kann desgleichen nicht tun.
[ER 72.5] Denn ohne Sünde sein heißt: sich im höchsten Grade der Demut und der Liebe befinden. Das Gesetz Gottes muß die eigene Natur eines solchen Menschen sein. Sein Fleisch muß von Kindheit an in allen seinen Begehrungen bis auf den tiefsten Grad verleugnet sein, auf daß Gottes Kraft vollends in demselben wohnen kann; dann könnte solch ein Mensch wohl auch zu diesem oder jenem sagen: „Deine Sünden sind dir vergeben!“, und sie werden ihm vergeben sein; aber da vergibt nicht der Mensch die Sünden, sondern allein die göttliche Kraft, der es allein möglich ist, die Herzen derjenigen, die gegeneinander gesündigt haben und in Feindschaft geraten sind, auszusöhnen und auszugleichen, d. h. 

die Herzen mit ihrem göttlichen Feuer zu durchglühen und zu durchleuchten und dadurch zu ersticken allen Zorn, allen Hochmut und allen Neid

Daß aber solches nur Gottes und keines Menschen Kraft vermag, das versteht sich von selbst; daher ein Mensch auch nur zu Gott sagen kann:
[ER 72.6] „Herr, vergib mir meine Sünde, die ich an vielen meiner Brüder begangen habe, welche Brüder ich nun nicht mehr um die Vergebung der an ihnen begangenen Sünden angehen kann; Deiner Kraft, o Herr, aber ist es für allezeit, wie für ewig, vorbehalten, dasjenige in aller Wirklichkeit zu bewerkstelligen, was ich wohl selbst bewerkstelligen möchte, so ich es nunmehr könnte!“
[ER 72.7] Sehet, auf diese Art kann also nur allein die Kraft Gottes Sünden nachlassen, welche sich Menschen gegenseitig nimmer vergeben können, entweder zufolge solcher örtlicher Entfernungen, vermöge welcher zwei Menschen, die sich einmal beleidigt haben, auf dieser Welt schwerlich mehr zusammenkommen können – außer auf dem Wege toter Briefe –, oder aber auch, so ein oder der andere Teil gestorben ist und somit der Leibestod eine undurchdringliche Wand zwischen zwei Menschen gezogen hat, die gegeneinander gesündigt haben. In solchen Fällen kann sonach im eigentlichsten Sinne nur Gott die Sünden vergeben, obschon daneben sich ein sogenannter schlechter Haushalter an den Sündern solcher Art ein Verdienst in Meinem Namen sammeln kann. Was ein schlechter oder ungerechter Haushalter ist, wisset ihr schon. Er hat zwar kein Recht, die Schuld nachzulassen, weil er selbst ein großer Schuldner ist, – da er aber dadurch ein Werk der Barmherzigkeit ausübt, so reicht er durch diese Ausübung einen Trunk frischen, stärkenden Wassers, der ihm nicht unvergolten bleiben wird.
[ER 72.8] Ich will gegen einen solchen Gebrauch eben nicht zuviel sagen, so ein Mensch seine Fehler und Gebrechen einem sogenannten Seelenfreunde unter vier Augen kundgibt, um von ihm einen Trost zu bekommen und eine mittelbare Versicherung, daß ihm die Sünden nachgelassen werden, wenn er sich an Mich wendet mit dem ernstlichen Vorsatze, solche Sünden nicht mehr zu begehen und die begangenen womöglich an seinem Bruder wieder gutzumachen durch eine aufrichtige Reue und womöglich durch eine liebfreundliche Genugtuung für die angetane Beleidigung.
[ER 72.9] Ein solcher Beichtvater wird Mir allezeit recht lieb, wert und köstlich sein. Freilich braucht es dazu gerade keines Geistlichen; aber weil schon ein Geistlicher der Ausspender des Abendmahles sein will, so kann er freilich wohl auch des ungerechten Haushalters Amt auf obbeschriebene Weise auf sich nehmen, ohne jedoch ein gleiches Amt, wenn es von einem anderen Bruder gegen einen Bruder verrichtet wird, zu mißbilligen, – vorausgesetzt, daß selbes in obbesagter Ordnung vor sich gegangen ist. Aber so ein solcher ungerechter Haushalter von einem Beichtvater wähnt, er habe ausschließlich die Macht und die Gewalt, Sünden nachzulassen oder gar dieselben einem Sünder, der sich ihm anvertraut, vorzuenthalten, ihn zu richten und sich im sogenannten Beichtstuhle sogar als „Stellvertreter Gottes“ titulieren zu lassen, der ist ein Täter des Übels und ein Seelen- und Geistestotschläger, da er eigenmächtig sich vor die Pforten des Himmels hinstellt, selbst nicht hinein will und sonst auch niemanden hineinlassen will.
[ER 72.10] Ein solcher ist gleich jenen Pharisäern, Schriftgelehrten und Priestern der Juden, die dem Volke die größten und schwersten Lasten aufbürdeten, durch deren unmögliche Tragung das arme Volk einzig und allein den Himmel gewinnen könnte; sie selbst aber rührten solche Lasten nicht mit einem Finger an. Diese sind es, die die Pforten des Reiches Gottes versperren, jeden, der hinein möchte, mit höllischem Zornfeuer hintantreiben und selbst auch nicht hinein wollen; dafür aber werden sie auch, wie es geschrieben steht, dereinst desto mehr Verdammnis empfangen.
[ER 72.11] Zu dieser Klasse gehören aber auch jene falschen Propheten, die den armen, einfältigen Menschen predigen mit großem Ernste und Eifer: „Gehet dahin oder dorthin und verrichtet zu diesem oder jenem Gnadenbilde eine sogenannte Wallfahrt und vergesset ein nach Kräften reichliches Opfer nicht zu Hause, so werdet ihr bei jenem Bilde – gewöhnlich eine Maria vorstellend – die Vergebung eurer Sünden und noch andere unbeschreibliche Gnaden für euren Haushalt in großer Menge erlangen!“
[ER 72.12] Wenn dann das arme, blinde Volk einem solchen Eselsgeplärre von einem falschen Propheten, wie die Erfahrung lehrt, wirklich scharenweise folgt und am Orte, wo die Gnaden ausgeteilt werden, noch gewöhnlich ein größeres Eselsgeplärre von Mirakeln und zahllosen Gnadenausspendungen vernimmt und auf diese Weise in seinem Geiste nicht selten ganz totgemacht wird, da sage Ich: Solch falsche Propheten sollen einst ihren gehörigen Lohn finden; denn diese wissen nichts und wollen nichts wissen, wie man Gott im Geiste und in der Wahrheit anbeten soll. Sie sind nichts als von der Welt privilegierte Diener des Mammons. Ihr Gnadenbild, von Menschenhand gewöhnlich schlecht und unästhetisch verfertigt, ist ihnen bei weitem mehr als Gott; denn das Bild trägt ihnen Geld ein, – Gott aber nicht, weil Er ohnehin überall der Gleiche sei.
[ER 72.13] Diese werden einst sehr viel Lohn der Pharisäer bekommen! Alle, die dergleichen lehren und das Volk zu den Bildern kehren, sind die vollkommensten Antichristen und falsche Propheten, vor denen sich jedermann wie vor der Pest hüten solle, weil sie die Kunst verstehen, durch allerlei Prunkwerk das Volk zu berücken und durch falsche Wunderwerke im Geiste zu töten.
[ER 72.14] Daher sollt ihr dergleichen Orte nicht besuchen; denn sie sind voll von ansteckender Geistespest.
[ER 72.15] Glaubt es nicht, daß da irgend jemand Hilfe finden kann; denn helfen kann ja doch nur Ich allein, der Ich ein ewiger Feind alles Götzentums bin. Wie möchte Ich da wohl einem hölzernen Bilde, von Menschenhand verfertigt, Wunderkraft verleihen? So Ich schon jemandem eine verleihen möchte, so wäre es einem rechten Menschen, nicht aber einem Schnitzwerke, das viel niedriger ist als das allergeringste Tier, welches doch Leben und Bewegung hat; ja es ist viel weniger als ein Grashalm und weniger als ein Stein. Dieser ist, was er ist, somit in seiner Ordnung; aber ein Bild ist das nicht, was es vorstellt. Denn das Bild ist Holz, stellt aber einen Menschen dar und wird darum verehrt und angebetet, weil derjenige, den es darstellt, ein Tugendheld war.
[ER 72.16] Also ist der Bilderdienst eine noch abscheulichere Abgötterei als jene der alten Heiden. Diese machten sich wohl Götter aus Metall, Stein und Holz, weil sie den wahren Gott nicht kannten – ein inneres Bedürfnis für einen wahren Gott zwang sie also zu diesem Machwerke –; die gegenwärtige Menschheit aber hat und kennt Gott und weiß, daß Er der alleinige Herr ist, verehrt aber dennoch Schnitzwerk. Was soll man zu solchen Menschen sagen? Nichts als: Sie sind dem Erzfeinde Gottes gleich, der Gott auch gar wohl kennt; aber statt Ihn zu lieben und allein anzubeten, verachtet er Ihn und feindet Ihn allwegs an.
[ER 72.17] Den Dummen aber soll die Dummheit dennoch nicht angerechnet sein, – dafür aber desto mehr denen, die sehen und Licht haben, aber dennoch nicht sehen wollen und das Licht, wo es nur immer ist, auslöschen.
 
Verführer, nicht in den Geboten wandeln zu brauchen, wie es Jesus im Fleische vorzeigte

2. Johannes, Kapitel 1

Und dies ist die Liebe, daß wir nach seinen Geboten wandeln. Dies ist das Gebot, wie ihr von Anfang gehört habt, daß ihr darin wandeln sollt. 
  7 Denn viele Verführer sind in die Welt ausgegangen, die nicht Jesum Christum im Fleische kommend bekennen; dies ist der Verführer und der Antichrist.
8 Sehet auf euch selbst, auf daß wir nicht verlieren, was wir erarbeitet haben, sondern vollen Lohn empfangen.
9 Jeder, der weitergeht und nicht bleibt in der Lehre des Christus, hat Gott nicht; wer in der Lehre bleibt, dieser hat sowohl den Vater als auch den Sohn.
10 Wenn jemand zu euch kommt und diese Lehre nicht bringt, so nehmet ihn nicht ins Haus auf und grüßet ihn nicht.
11 Denn wer ihn grüßt, nimmt teil an seinen bösen Werken.                
Falsche Auslegung = antichristliche Auslegung

[BM 10.2] Diese sichtlich zunehmende Dunkelheit macht ihn etwas stutzen; aber es hält ihn nicht ab, seinen Gang einzuhalten, wovon der Grund ist, weil seine Erkenntnis und sein Glaube so gut wie gar nichts sind. Was aber noch da, das ist falsche Begründung wider das reine Wort des Evangeliums, somit barstes Antichristentum und ein im verborgenen Hintergrunde in humoreske Maske verhüllter Sektenhaß.


 
89. Kapitel – Die Erde und ihre Greuel. Der Geist des Antichrist. Eine sinnbildliche Erscheinung.

[RB 1.89.1] Helena eilet sogleich ans bezeichnete Fenster, sieht durch dasselbe ins Freie hinaus und schlägt nach einigem Betrachten die Hände über ihrem Haupte zusammen! Nicht lange hält sie es aus, weil der Anblick sie zu sehr ergreift, sondern begibt sich eiligst zu Mir hin und spricht: "Aber, aber, Du mein Herr, Du mein Gott, Du mein Jesus! Ah, ah, ah, das ist aber ja doch entsetzlich!"
[RB 1.89.2] Sage Ich: "Nun, nun, Meine gar überaus liebe Helena, was gibt es denn, was hast du denn gesehen, das da gar so entsetzlich ist? Hast du vielleicht gar einen Teufel gesehen; oder vielleicht sonst was noch Schrecklicheres? Geh und fasse dich und erzähle uns, was du denn alles gesehen hast?!"
[RB 1.89.3] Die Helena sammelt sich und spricht dann: "O Du mein süßester Herr Jesus! Ich glaube, gegen diese Entsetzlichkeit ist der ganze Teufel ein reiner Lump! Siehe, zum ersten Male nach meinem Austritte von der Erde habe ich nun die abscheuliche und übergrausliche Erde wiedergesehen, aber also, wie etwa von einer über sie hinschwebenden Wolke herab. Und merkwürdig, ganz Österreich und Ungarn samt seinen Nebenländern lag unter mir wie eine riesenhaft große Landkarte ausgebreitet, auf der vom größten bis zum kleinsten Gegenstande alles zu ersehen war! Aber, o Jammer, welch ein Anblick des Entsetzens! Die Städte sind voll Feuers und voll Unflats und gräßlich aussehenden Gewürmes, Flüsse, Seen und das Meer sind voll Blut! Fürchterliche Heere stehen einander gegenüber, und man ersieht da nichts als Mord, Verrat und dann wieder Mord! Die Menschen zerfleischen sich ja ärger als die allerwildesten und reißendsten Bestien! An der kaiserlichen Seite sah ich auch Russen in starker Anzahl. Aber selbst unter den Kaiserlichen und zwischen den Kaiserlichen und Russischen sah ich Verrat und Mord hier und da. Und unter dem ungarischen Heere, das furchtbar stark ist, sah ich auch Russen und Polen in größter Anzahl, sonst aber noch Menschen aus ganz Europa! Alle aber schreien: »Tod und Verderben allen Despoten! Und uns vollkommenen Sieg oder Tod! Keine Gnade und keine Schonung mehr! Und verflucht sei, wer da dächte an eine friedliche Ausgleichung!« Die armen Kaiserlichen können trotz all ihrer großen Anstrengungen nichts ausrichten. Denn fürs erste sind sie verraten an allen Enden und Punkten, und fürs zweite haben immer zehn gegen hundert zu kämpfen und können daher zu keinem Vorteile kommen! O Herr, mache doch diesem entsetzlichen Würgen ein Ende und lasse nicht die Schwachen zugrunde gehen! Hauche in die Herzen der Ungarn einen versöhnenden Geist, und den Österreichern, wo es nottut, nicht minder; denn wahrlich, mich dauern meine bedrängtesten Landsleutchen!"
[RB 1.89.4] Rede Ich: "Meine geliebteste Helena, was du gesehen, ist richtig und wahr! Ein gar arger Geist hat Besitz von den Herzen der Menschen genommen. Es ist der Geist des Antichrist, und dieser ist es, der die Menschen also entzweiet, daß sie gegeneinander toben und wüten, als wären sie alle zu Tigern, Hyänen und Drachen umgestaltet worden. Aber es soll ihrem Treiben ein baldiges Ende gemacht werden, und das ein Ende, wie die Erde noch keines gerochen hat!
[RB 1.89.5] "Dahier auf dem Tische vor uns wirst du sogleich ein Gefäß ersehen, das wie eine Pflanze aus dem Tische hervorwachsen wird. In diesem Gefäße wirst du das Maß der menschlichen Greuel auf der Erde erschauen und daraus entnehmen können, um welche Zeit es nun ist auf der Welt!? Also sieh nun, hier vor dir kommt es schon zum Vorscheine! Betrachte es, und beschreibe es Mir, wie es aussieht und was du in selbem erschauest!"
[RB 1.89.6] Helena betrachtet ganz erstaunt das wunderbar auf dem Tisch vor ihr auftauchende und sich stets mehr und mehr entfaltende und fabelhaft gestaltende Gefäß. - Als nach einigen Augenblicken das Gefäß vollkommen entfaltet dasteht, da spricht die Helena ganz erstaunt: "Aber, aber, o Herr, ich bitte Dich um Deines heiligsten Namens willen! Ja was? - Was - was ist denn das für eine sonderbarste Gestaltung!? - Siehe, anfangs hat diese Geschichte ausgesehen wie eine ganz natürliche Pflanze, etwa wie auf der Erde eine Wasserlilie. Dann trieb es aus der Mitte seiner langen, bandartigen Blätter einen runden, starken Stengel, aus dessen Ende eine Knospe ersichtlich war. Die Blätter verdorrten aber bald, und die Knospe brach auf und trieb, statt einer erwarteten Blume, die unverkennbare päpstliche Dreikrone (Tiara), aber verkehrt, das heißt, mit dem Dreikreuze, das auf einem goldenen Apfel sitzt, nach unten, und mit dem eigentlichen untersten Kopfreife nach oben. Diese Tiara steht nun wie ein förmliches Trinkgefäß vor mir, und zwar merkwürdigermaßen auf einem Dreifuße, der sich wie von selbst aus dem ehemaligen Stengel geformt hat. Dies sonderbare Gefäß ist nun inwendig ganz schwarz wie eine starke Nacht. Und siehe, da wo außen die köstlichsten Edelsteine sitzen, fließt inwendig Blut und Blut. Und das Blut durchwühlet allerlei gräßliches Gewürm! Die Köpfe der Würmer sehen aus wie glühendes Erz und ihr anderer Leib wie der eines Drachen. Und siehe, diese Bestien trinken gierig das Blut, so daß das Gefäß trotz des reichen Zuflusses nimmer voll werden und übergehen kann, auf daß da alle sehen, welch schauerlichen Inhaltes dies Gefäß voll ist! Oh, oh, wie diese Bestien doch gar so gierig das Blut einsaugen! Und siehe, unter den Würmern ersehe ich nun eines, das da viel größer ist als alle anderen; und diese Bestie hat dir wie sieben Köpfe und auf jedem Kopfe zehn Spitzen wie die eines Schwerts, und auf jeder Spitze steckt eine glühende Krone; und so es untertaucht in das Blut, da gischt das Blut und dampft und raucht es auf der Oberfläche! - Der Zufluß wird nun stärker und stärker, aber noch will das Gefäß nicht voll werden; denn die Bestien zehren mächtig daran, und was sie nicht verzehren können, das löst sich in Dampf und Rauch auf! O Herr, binde den Bestien doch ihren Rachen, und von den Spitzen des einen Tieres nehme die glühenden Kronen, damit das Gefäß doch einmal voll werde! Oh, oh, wie abscheulich doch das anzusehen ist!"
[RB 1.89.7] Rede Ich: "Nun, Meine allerliebste Helena, kennst du dich schon so ein wenig aus, wenn du die Erscheinung vor dem Fenster und diese vor dir aus dem Tische vergleichest?"
[RB 1.89.8] Spricht die Helena: "O Herr, da bringe ich wohl schwer einen rechten Sinn heraus; daher bitte ich Dich aus aller meiner Liebe zu Dir, offenbare Du uns das rechte Verständnis dieser beiden Erscheinungen, so es Dein heiliger, ewig weisester Wille ist!"
[RB 1.89.9] Rede Ich: "O Meine geliebteste Helena, recht von ganzem Herzen gerne! Höre nun und gib auf alles genau acht! - Siehe, draußen vor dem Fenster hast du das große Übel gesehen, und hier siehst du den Grund desselben! Vor dem Fenster draußen stellte sich dir die nackte Wirkung dar, die von A bis Z hier ihre Grundursache hat. -
[RB 1.89.10] "Siehe, wo es nun auf der Erde römische Katholiken gibt, da gibt es nun auch Aufstand, Verrat, Krieg und Mord! Blicke aber in die Türkei, und du wirst sie wohl gerüstet, aber sonst ruhig finden. Sehe nach China, nach Japan, alles ist ruhig. Beschaue das große England - bis auf sein Irland ist es ruhig. Siehe nach Amerika hin - bis auf einige wenige katholische Kreise ist es ruhig. Beschaue das Afrika, und du wirst es ruhig finden! Beschaue das ganze große Asien, das da mit Menschen überfüllt ist - es ist bis auf einige kleine Distrikte ganz ruhig! Siehe an das große griechische Rußland - es ist auch bis aus einige wenige polnisch-katholische Kreise ruhig. Das große Norwegen und Schweden ist ruhig bis auf einige wenige eingewanderte katholische Schwärmer, die im geheimen machinieren, aber eben nicht viel ausrichten! Siehe nach Australien hin und nach Neuseeland und auf des großen Ozeans gesamten Archipel - siehe, überall mit Ausnahme geringer Kreise ist Ruhe; und wo es irgend kleine Unruhen gibt, so rühren sie sicher von den Römischen her! Nun aber beschaue das erzkatholische Spanien; es steht auf einem Vulkane - unter dem nur scheinbar etwas ruhiger aussehenden Boden ist nichts als Glut über Glut, die bald durchbrechen wird. Geradeso sieht es auch in Portugal aus! Beschaue Frankreich, das katholischste, brennt es nicht allerorts?! Beschaue das eigentlich katholische Italien von A bis Z, vor Glut, Flamme, Rauch und Dampf kann man es kaum mehr erschauen. Richte deine Blicke ins getreu katholische Österreich, sieht es nicht aus wie eine halbverbrannte und halbzerrissene Landkarte?! Und wie diese gesamte Monarchie aussieht, so sieht auch jedes seiner einzelnen Länder aus - mehr oder weniger! Siehe an das, was in Deutschland mehr katholisch ist, und du wirst allenthalben Glut über Glut entdecken. Vor ein paar Jahren wollten sich in der Schweiz die Katholiken ausscheiden und einen alle andere Sekten tiefst verachtenden Sonderbund schaffen. Dadurch beleidigten sie alle anderen Parteien; diese vereinigten sich und trieben die dummen und finster-hochmütigen Sonderbündler weidlichst auseinander und zogen dadurch dem Hierarchen wie allen seinen Helfershelfern die Larve gerade von der Nase weg. Das verdroß die Alleinseligmacher dergestalt, daß sie bei sich aller Welt die glühendste Rache schworen! Aber der hellere Teil der Welt entdeckte nur zu bald die schönen Pläne der Alleinseligmacher und ihrer getreuen Helfer, die sich von den Alleinseligmachern die goldensten Berge versprachen, erhob sich allerorts und übt nun noch Vergeltung in den meisten echt katholischen Orten und Punkten aus. - Und so ersiehst du hier auf dem Tische das arge Symbol: eine umgestürzte Tiara, deren Reiche nach innen bluten und sich bald verbluten werden. Wohl sucht die Hierarchie es zu verhüten, daß ihr äußeres Ansehen nicht möchte befleckt werden von ihren inneren Greueln, aber es wird ihr alle diese ihre Mühe nun nichts mehr nützen. Denn siehe, darum habe Ich ihren inneren Gehalt durch die Umkehrung der Tiara nun aller Welt gezeigt; und sie kann nun tun, was sie will, so wird sie ihre Krone nicht mehr aufrecht stellen können und wird sich in sich selbst zerstören und aufzehren! Verstehst du nun die Sache schon etwas besser?"
[RB 1.89.11] Spricht die Helena: "O Du mein Herr und mein Gott! Ich verstehe die Sache nun wohl schon ein wenig besser; aber vom vollkommenen Verstehen ist noch gar keine Rede; denn was eigentlich das Blut und die abscheulichen Würmer im Blute bedeuten und vorstellen, das wird wohl außer Dir niemand je völlig fassen und begreifen können!? Wenn Du es mir aber etwas näher bezeichnen möchtest, da freilich würde ich es dann auch sicher besser verstehen! Sei so gnädig und sage mir nur noch ein paar Wörtlein darüber!"
[RB 1.89.12] Rede Ich: "Nun ja, so höre denn! Siehe, das Blut, das da nach innen grade aus jenen Stellen fließt, wo nach außen die Edelsteine angebracht sind, die da alle Reiche und Regierungen der Erde vorstellen sollen, bedeutet die tyrannische Herrschgier, die nach außen hinaus vollste und glänzendste Freiheit und gleiche Berechtigung aller Stände vorschützt, in sich selbst aber Rache und Blutgier ist, derzufolge jeder über die schärfste Klinge springen soll, der nicht bei jeder Gelegenheit den Vorteil des alleinigen Tyrannen in die vollste Berücksichtigung zöge! Denke zurück an die Zeit der Inquisition und von da weiter bis auf diese (gegenwärtige) Zeit, und du wirst es mit großer Leichtigkeit ersehen, wie in den Eingeweiden der Hierarchie nichts als der Haß, der heilloseste Zorn, Gericht, Verfolgung aller Art und Mord und Blut gehaust hat und nun noch hauset und einer starken Pest gleich grassiert, wenn schon nicht so sichtlich in der Tat (weil dazu die Kräfte erlahmt sind), aber dafür desto ärger im geheimen Wollen und sehnlichsten Wunsche!
[RB 1.89.13] "Wenn du das so recht durchdenkst, so wirst du gar sehr leicht begreifen und fassen, was so ganz eigentlich das Blut in der Tiara bedeutet!? Das Gewürm aber, welches das Blut fleißig verzehret und dasselbe dadurch so viel als nur immer möglich den Augen der blinden Völker entzieht, sind die allerekelhaftesten, selbstsüchtigen Kriecher, Speichellecker und Augendiener unter jeder menschlichen Amts- und Beschäftigungsform. Diese Wesen sind in jeder Menschengesellschaft die allerverwerflichsten und haben keine Liebe weder zu denen, vor denen sie kriechen, und noch weniger zu denen, deren Speichel sie mit ihren Natternzungen vom Staube der Erde auflecken. Sie sind die barsten Feinde aller Menschen und lieben niemanden als bloß allein sich selbst; daher es denn auch geschieht, daß sie diejenigen, für die sie alles zu tun vorheucheln, wenn sich nur irgendein Vorteil herauskalkulieren läßt, am ersten und schmählichsten verraten. Denn wer einmal ein Verräter ist, der ist und bleibt einer, ob rechts oder ob links, das ist ihm gleich, wenn es ihm nur einen Gewinn abwirft! Und siehe, so steht es nun auch mit der Römerin. Sie liebte die Gleisner, die Heuchler, die Angeber, die Ohrenbläser, die Augendiener, die Denunzianten, die Spione und alle, die geschickt lügen konnten und dabei recht herz- und gewissenlos allerlei frömmlich aussehende Betrügereien erfinden mochten. Und siehe, nun werden das gerade ihre ärgsten Richter werden und werden an ihr die treulosesten Verräter machen! Ein großer Teil, und zwar in Rom selbst, hat schon das Seinige getan. Und in Kürze werden es auch andere Rom treulichst nachahmen; ja dasselbe sogar bei weitem übertreffen!
[RB 1.89.14] "Nun, Meine Allerliebste, verstehst du jetzt das Blut und das Gewürm schon etwas besser? - Ja, du verstehst es; aber du hast noch das eine siebenköpfige Tier vor dir! Ja, ja, das soll dir auch durch eine neue Erscheinung klar gemacht werden!
[RB 1.89.15] "Sehe nun dahin, wo das sonderbare Gefäß stehet, gebe aber genau auf alles Acht, was sich dir zeigen wird, und beschreibe es vor dieser ganzen Versammlung, wie auch, was sich nebenbei ergeben wird! Aber recht sehr genau mußt du auf alles Acht geben."
90. Kapitel – Weiterentwicklung des Zeitbildes. Warum läßt Gott die Weltgreuel zu?

[RB 1.90.1] Die Helena betrachtet nun das vor ihr stehende Gefäß und ersieht gar bald, wie aus dessen Mitte ein Thron emportaucht, auf welchem ein Herrscher in Gold und Purpur gekleidet sitzt. Als sie dieser Erscheinung ansichtig wird, da erschrickt sie förmlich und spricht dann etwas ängstlich und befangen: "O Herr! Du liebevollster Heiland aller Menschen! Da, da sieh einmal her! Auf einem Throne sitzt dir ein Herrscherchen mit einer so entsetzlich hochmütigen Miene, daß man bei seinem Anblicke schon ein förmliches Fieber bekommen muß! Ah, ah, das ist aber ja doch entsetzlich, was das doch für eine allerhochmütigste Physiognomie ist!
[RB 1.90.2] "Nun tauchen aus dem Gefäße eine Menge feingekleideter menschlicher Wesen aus und verneigen sich bis auf den Boden vor dem Herrscherchen; und dieses mißt sie übermächtig stolz mit seinen echten Basiliskenaugen, daß sie alle beben vor seinem Angesichte. Und siehe, die am meisten beben und sich am meisten bücken, werden nun von dem Herrscherchen näher an den Thron berufen und werden mit Orden beteilt; denjenigen aber, die weniger beben und sich nicht so gar tief bücken, wird ins Angesicht gespuckt und darauf bedeutet, sich alsogleich vom Throne zu entfernen! Diese ziehen sich nun ganz demütigst zurück und werden bei ihrem Rückzuge noch obendrauf von den mit Orden Beteilten mit aller Verachtung begleitet! Aber nun gibt das Herrscherchen auch den mit Orden Beteilten einen Wink, sich zu entfernen vom Throne, und siehe, als sie sich unter tausend Verneigungen entfernen und dem Herrscherchen den Rücken zuwenden, da flucht er ihnen nach und bespuckt ihren Gang! Nein, ist aber das doch ein unendlich hochmütiger Kerl von einem Fliegenkönig!
[RB 1.90.3] "Aber was sehe ich, der Raum um des Königs Thron wird nun immer größer und weiter. Und ich sehe eine große Menge Miniaturmenschen, die sehr armselig aussehen; und zugleich aber bemerke ich auch alle die früheren Bücklingshelden unter ihnen, aber nun mit ganz andern, herrschend aussehenden Gesichtern, als wie sie ehedem vor dem Könige zu ersehen waren. Und die Armen müssen sich vor ihnen ganz entsetzlich beugen; und einige müssen sich ganz geduldig auf den Boden hinlegen, auf daß die Bücklingshelden desto bequemer auf deren Köpfen herumsteigen können! Und einige, die dabei weh geschrien haben, werden sogleich von Häschern gebunden und in ein Loch, das sehr finster ist, hineingeschoben! Und, oh, oh, siehe, siehe, einige werden darum sogar aufgehängt! Ah, ah, nun, das geht ja gar nicht übel!
[RB 1.90.4] "Da bemerke ich aber nun auch soeben ein Häuflein Menschen, die nahe ganz zertreten sind und aus gar vielen Wunden bluten. Diese bewegen sich unter großem Beben zum Throne hin und wollen den König um Einsichtnahme ihrer Gesuche und um Abhilfe von solchen Bedrückungen bitten. Es wird dem Könige gemeldet, und dieser spricht zu seinen Dienern: »Bei eurem Leben, daß mir keine solche gemeinste Canallie vor den Thron kommt!« Und die Diener sagen zu den Hilfesuchenden: »Der König ist nun übel gelaunt, weshalb da niemand vorgelassen werden kann. So euch aber etwas fehlt, da sollet ihr zu seinen Beamten gehen und ihnen euer Anliegen kundtun, und diese werden es dann schon wissen, was da zu tun sein wird, und werden darnach ihres Amtes walten!?« Da sprechen die Hilfesuchenden: »Aber über diese wollen wir ja eben beim König Klage führen! Denn sie sind es ja, die uns gar so schmählich zertreten!« - Da spricht ein Königsdiener: »Soo! Ah, ist es um diese Zeit! Ja das ist freilich ganz was anderes! Nun, wir werden das schon machen! Geht jetzt nur ganz ruhig nach Hause und lasset das weitere uns über; wie gesagt, wir werden die Sache schon machen! Aber eure Namen und euren Aufenthaltsort müsset ihr mir ganz getreu angeben, sonst wüßten wir ja nicht, wem und wo wir helfen sollen!?« Die Armen geben dem Diener ihre Schriften, und dieser empfängt sie wie mit einem rechten Wohlwollen. Als aber die Armen sich nun wieder entfernen in der besten Meinung, daß ihnen geholfen werde, wird sogleich ein Eilbote an die Beamten abgesendet mit der Weisung, benannte Untertanen, die noch Kraft genug besäßen, um zum Throne klagen zu gehen, noch mehr zu zertreten, damit sie in der Zukunft vor gerecht großer Schwäche sich nicht so leicht wieder erheben möchten, um irgendwelche Klagen vor des Königs Thron zu bringen, dem aus der ganzen Welt nichts verhaßter ist als das gemeine Bestienvolk! Und siehe, es wird daheim nun getreulich befolgt, was des Königs erster Diener befahl! - Ah, ah, das ist aber doch zu schmählich, zu elend und niederträchtig! Der Diener berichtet nun solches dem Könige, und dieser belobt ihn sehr und erteilt ihm einen Orden!
[RB 1.90.5] "O Herr! So können doch wahre Könige nicht sein, sondern das müssen Usurpatoren (Thronräuber, Gewaltherrscher) sein, deren Herz und Gehirn der Satan ganz in Beschlag genommen hat!"
[RB 1.90.6] Rede Ich: "Ja, ja, du hast recht; das sind Usurpatoren, anfangs Volksbeglücker, aber gleich darauf echte Teufel! Schaue nur noch weiter; die Sache ist noch nicht aus. Wenn du alles wirst gesehen haben, dann erst werde Ich dir den rechten Sinn kundtun! "
[RB 1.90.7] Spricht weiter Helena: "Ah, ah, was zeigt sich denn da schon wieder Neues?! Sieh, sieh, o Herr! Ich ersehe nun eine Menge der sonderbarsten Wölfe! Äußerlich sehen sie aus, als wären sie Menschen mit langen schwarzen Kleidern; aber sie sind es keineswegs, denn innerhalb der Kleider steckt, statt eines Menschen, ein reißender Wolf, der, obschon er ohnehin schwarz bekleidet ist und übers Gesicht eine Menschenlarve trägt, noch zum größten Überflusse zur Bergung seiner bestialischen Natur in einem Schafspelze steckt! Wie zart und sanft diese anscheinenden Menschen umgehen mit allen anderen Menschen, mögen sie hoch oder nieder sein! Aber hinterher ziehen sie die Menschenangesichtslarve von ihrem Wolfsrachen und fletschen ganz entsetzlich mit ihrem mörderischen Gebisse nach dem Nacken der vor ihnen her wandelnden Menschen! Ah, ah, das sind ja doch ganz entsetzlich fürchterliche Wesen! Und da sieh, da sieh! Hinter dem Throne des Königs und auch vor dem Throne desselben stehen dicht aneinandergereiht solche Wesen! Die vorderen tragen auf purpurnen Polstern die schönsten Kronen und Szepter und machen die tiefsten Verbeugungen vor dem Throne. Und der blinde König (d.h. geistig blind) betrachtet das mit wohlgefälligen Augen und hat eine große Freude an diesen Thronumlagerern, unter denen ihm einige auch ganz neuerfundene Kriegswaffen präsentierten, die der König mit großen Freuden annimmt.
[RB 1.90.8] "Aber hinter dem Throne fletschen dieselben Wesen greulich mit ihren Zähnen. Und an der Stelle der Kronen und Szepter und Waffen tragen sie auf ihren Händen schwere Fesseln und Ketten und Geiseln aus glühenden Schlangen! - O König, o König, stehe auf vom Throne, diesem Sitze des Neides und des Hasses, und besehe deine verkappten Freunde, die dir frech mit Wort und Tat ins Angesicht lügen, hinter deinem Rücken aber deine ärgsten Feinde sind!
[RB 1.90.9] "O Herr, o Herr! Warum hat denn Deine unendliche Güte und Weisheit auch solche arge Wesen werden lassen?! - Wäre es denn nicht besser, so es außer Dir gar kein Wesen gäbe, als daß es unter den vielen guten Wesen, die aus Dir sind, auch solche gibt, die doch unmöglich aus Dir sein können, wie sie sind!?"
91. Kapitel – Grund der Nachtseite des Lebens. Gegensätze notwendig für geistige Freiheit.

[RB 1.91.1] Rede Ich: "Ja, du Meine allerliebste Helena, das kannst du nun freilich noch nicht einsehen, warum es auch solche Wesen gibt und auch geben muß; aber mit der Zeit wirst du das schon alles noch in aller Fülle der Klarheit einsehen. Damit du aber dennoch etwas ruhiger wirst, so will Ich dir einige natürliche Beispiele zur Erläuterung dieser dich gar so störenden Sache vorlegen, und so höre!
[RB 1.91.2] "Siehe das Feuer! Welche zerstörende Kraft liegt in diesem fürchterlichen Zornelemente, wenn es nicht sorglichst gehütet und verwahret wird, wo man sich seiner bedienet! Welche Zerstörungen richtet es an! Und siehe, doch gibt es keinen größeren Wohltäter der Menschheit, als eben das Feuer, so es weise gebraucht wird!
[RB 1.91.3] "Siehe an das Wasser, wie schrecklich tobt und würget es, wo es, entfesselt, sich über Täler und Fluren erhebt! Sollte Ich es aber darum nicht erschaffen haben, oder soll Ich es nun vernichten, weil es in seinem entfesselten Zustande so verheerend wirkt und dem irdischen Menschen Tod und Verderben bringt?! Sage, könnte wohl die Erde selbst und alles, was sie trägt, ohne Wasser bestehen?!
[RB 1.91.4] "Betrachte ferner die natürliche Schwere der naturmäßigen Körper! Welche Verheerungen richtet eine von hohen Bergen herabstürzende Lawine an! Und wie erschrecklich ist ein schwerster Bergsturz; er begräbt Menschen samt allen ihren Habseligkeiten schonungslos. Wo ein Fels niederstürzt, da zermalmt er durch seinen Fall alles, was er berührt! Wäre es denn nicht besser, so Ich die ganze Erde so leicht wie einen Federflaum geschaffen hätte? Freilich würde dann sogar eine Fliege ein ganzes Gebirge mit der größten Leichtigkeit davontragen, und der Mensch könnte dann mit der Erde spielen wie Kinder mit einem Ball. Aber wer würde dann die Erde fest zusammenhalten? Wie könnte eine Frucht aus ihr erwachsen? Und wie könnten sich Menschen und Tiere und Pflanzen ohne Schwere auf der Erde Boden erhalten?! Du ersiehst hieraus wieder, wie nötig diese schlimme Eigenschaft allen Körpern ist, so sie ein Dasein haben sollen!
[RB 1.91.5] "Wie aber alles das Angeführte in der Natur nötig ist, damit sie das ist, was sie sein muß - ebenso müssen im Geiste Gegensätze zum Guten und Wahren dasein, damit eben der Geist durch diese feindlichen Gegensätze das wird, wozu er von Mir aus bestimmt ist, nämlich zur vollkommensten, ewigen Lebensfreiheit! Denn ohne Zwang gibt es keine Freiheit, und ohne Freiheit keinen Zwang. Alle Freiheit muß daher aus dem Zwange, welcher da ist eine gerichtete, ewige Ordnung, hervorgehen - so wie der Zwang selbst aus Meiner urewigen Freiheit!
[RB 1.91.6] "Und so ersiehst du hier auch solche Erscheinungen, die an und für sich wahrlich sehr arg sind, aber eine gewisse Zeit hindurch zur Gewinnung und Erhaltung der geistigen Freiheit ebenso notwendig sind, wie auf der Erde etwa ein starker Blitz und Hagelsturm zur Erzeugung und Erhaltung der Lebensluft und zur Zerstörung aller schädlichen und tödlichen Dünste, die durch die manchmal nötige große Erwärmung des Bodens der Erde aus ihren Eingeweiden hervorgelockt und -getrieben werden! Ich sage es dir, dies alles ist also nötig, und eines bedingt das andere.
[RB 1.91.7] "An uns aber liegt es, die verschiedenen nötigen Elemente, so sie sich irgend zu sehr in ihrer besonderen Eigentümlichkeit für sich herauszustellen anfangen, weise in ihre nötige Ordnung wieder zurückzuführen. Haben wir das unter der nötigsten und weisesten Vorsicht getan, dann wird alles wieder seinen ganz geregelten Gang gehen und die besten Früchte tragen!
[RB 1.91.8] "Ein brennendes Haus weise löschen, ist ein gutes Werk; aber das Haus darum ganz vom Grunde aus samt dem Feuer zu zerstören, wäre doch gewiß nicht weise; es müßte denn dadurch nur eine ganze anstoßende Häuserreihe gerettet werden können. Also muß man dem Wasser Dämme und der Schwere gehörig starke Stützen stellen und nach einem großen Sturme die Erde frisch wieder bebauen, so kommt dann alles wieder ins rechte Geleise. Aber alles mit einem Streiche lösen wollen, hieße alles vernichten!
[RB 1.91.9] "Danach kannst du nun dem, was noch kommen wird, schon etwas ruhiger zusehen! Und so betrachte die Erscheinungen nur wieder ganz ruhig weiter!"

94. Kapitel – Helena über das siebenköpfige Ungeheuer, den Tierkampf, die Wolfsmenschen und den König.

[RB 1.94.1] Spricht die Helena: "Ja, wenn die Sachen hier wie auch in der ganzen Unendlichkeit also stehen und sich verhalten, da freilich muß ich zu einer Erkenntnis schreiten, auf daß ja etwa nicht die ganze Schöpfung zugrunde gehe! Aber Du, mein allergeliebtester Herr Jesus, ich werde wohl alles tun, was Du nur immer von mir verlangst; denn das gebietet mir mein nur Dir allein lebendes Herz. Aber ich meine, gar so überaus wird etwa das Wohl oder Wehe oder gar das Sein und Nichtsein der Erde von meiner Dummheit nicht abhängen!? Gelt, Du mein alleinigster Liebling, ein paar Sekunden lang könntest Du etwa dennoch wohl ohne meine Erkenntnis des abscheulichen Siebenköpflers die Erde und die ganze Unendlichkeit erhalten? Gar so streng wird hier die Geschichte ja doch etwa nicht sein?!"
[RB 1.94.2] Sage Ich: "Ja, Meine allergeliebteste Helena, bei Mir ist alles mit der genauesten Haarwaage abgewogen; da leidet es in manchem wohl gar keinen Aufschub oder was immer für einen Stillstand! Freilich wohl kann Ich die ganze Schöpfung ohne deine Erkenntnis erhalten, dafür hast du keine Sorge zu tragen; aber, wie Ich dir's schon eher bemerkt habe - es handelt sich hier nicht so sehr um eine unerschütterliche Erhaltung des Alls, als vielmehr um die baldigste, himmlisch vollendete Freistellung aller derer, die hier in jüngster Zeit von der Welt her angekommen sind! Das mußt du dabei so ganz eigentlich in eine rechte Berücksichtigung ziehen, und es wird dir dann ein leichtes sein, dem nachzukommen, was Ich von dir verlange! - Hast du das nun wohl verstanden?"
[RB 1.94.3] Spricht die Helena: "Ja Herr, nun bin ich im klaren! Und so will ich's mit Deiner Hilfe denn auch versuchen, wie ich mit dem abscheulichen Siebenköpfler werde zurechtkommen können.
[RB 1.94.4] "Wie ich es nun einsehe, so stellt dieses siebenköpfige Unwesen den eigentlichen Geist des Antichrist dar und beurkundet desselben Walten innerlich in seinem eigenen Unflate! Der Wurm stellt schon einmal für sich die große Schändlichkeit vor, die aus der Herrsch-, Hab-, Lug- und Trugsucht hervorgeht. - Die sieben Köpfe sind gleich den sieben Hauptleidenschaften, aus denen die sieben Hauptsünden ihren Ursprung haben werden: Hochmut, Herrschgier, eifersüchtigster Neid, ein tödlicher Geiz, unversöhnlicher Haß, Verrat und endlich Mord! Aus diesen gehen hervor, Genußsucht, Fraß, Völlerei, Unzucht, Hurerei, gänzliche Nichtachtung des Nächsten, härteste Verfolgung dessen, was frei zu atmen sich getrauen sollte, vollste Scham- und Ehrlosigkeit, gänzliche Gewissenlosigkeit und endlich die vollste Mißachtung und gänzliche Vergessenheit Gottes! Diese notwendigen Vorkommnisse (Folgeerscheinungen) aus den ersten sieben Hauptleidenschaften sind dann aber auch über jedem Kopfe ganz dieselben, wie solches auch aus den zehn gleichen Spitzen zu ersehen ist, die über jedem Kopfe als stets die gleichen zu ersehen waren. Auf den Spitzen waren auch noch glühende Kronen ersichtlich, mit denen das Tier das Blut verdampfen machte, so es zu gewaltig das Gefäß zu füllen anfing. Diese glühenden Kronen scheinen mir entweder die siebzig römisch-katholischen Könige zu sein nach der Sage, die mir einmal aus der Welt zu Ohren kam, daß nämlich der Papst über siebzig gekrönte Herrscher gebiete! Aber dies kommt mir zu wenig haltbar vor, weil die Zahl der Regenten nicht stets dieselbe war und geblieben ist! Aber für mich einleuchtender scheinen mir die Glühkronen die vollkommene Herrschgier anzuzeigen, die vor Dir, o Herr, ein Greuel der Greuel ist, die sich nun sogar in die Herzen der Völker eingenistet hat. Aber noch klarer als das alles, scheinen mir diese Kronen die sogenannte Politik anzudeuten, die da als ein artig aussehender und viel verheißender Deckmantel erscheint, auf daß da ja niemand merken soll, daß sich innerhalb desselben eine scharfe und todbringende Spitze verbirgt. Will aber jemand den Deckmantel anrühren, so ist dieser glühend durch die Esse des Zornes im Herzen der Beherrscher der blinden Völker, daß sich gar leicht ein jeder weidlichst verbrennen muß, der es wagt, sich an dem Deckmantel zu vergreifen!
[RB 1.94.5] "Daher meine ich, man solle die Kronen weg, dann die Spieße weg, die sieben Köpfe weg, das ganze Tier weg, seine Helfer weg und die Tiara auch weg tun - und die Erdenmenschheit wird meines Erachtens dann nicht mehr durchs Blut waten müssen, um zu dem goldnen und wahren Frieden zu gelangen. Auch die Menschentiergefechte dürften so zu den nicht mehr vorkommenden Dingen zu gehören anfangen!?
[RB 1.94.6] "Ich bin durchgehends der Meinung und von der Erkenntnis durchdrungen, daß da auf der Erde zwei Dinge geschehen müssen, so es auf ihrem Boden je friedlich aussehen soll. Entweder mußt Du, o Herr, neun Zehntel der Menschen nahe plötzlich durch Deine Würgengel von der Erde nehmen und den Überbliebenen bessere Leiter geben, oder Du mußt die Erde ums wenigstens Neunfache vergrößern und in einem jeden Lande einen großen Berg von gediegenem Golde erstehen lassen. Denn nur durch eine ungeheure, überall gleich verteilte Menge dieses Metalles, das sicher aus der Hölle seinen Ursprung nimmt, wird der Wert desselben zu dem der gemeinsten Kalksteine herabsinken, dafür aber der Wert der Menschheit steigen, was denn doch endlich einmal bewerkstelligt werden sollte! Denn was heißt denn das, so der Mensch, wie es jetzt stehet, durchaus keinen Wert hat für sich und aus sich allein, sondern lediglich nur nach der Menge des Metalles, dessen er sich habhaft gemacht hat durch alle Arten, Weisen und Wege, durch die es nur immer möglich ist, sich in den möglichst reichen Besitz dieses gelben Mittels alles irdischen Lasters zu setzen!? Also entweder Verminderung der Menschen oder bedeutende Vergrößerung des Erdbodens nebst einer ungeheuren Vermehrung des Goldes und Silbers - sonst wird es ewig nicht besser auf der Erde! Denn die Besitz- und Habsucht der Menschen muß zu einer gewaltigsten Übersättigung kommen in aller Allgemeinheit, sonst wird sie ihre Eigenliebe, als die Quelle des Hochmuts und der Herrschgier, nimmer fahren lassen!
[RB 1.94.7] "Was nützt der Ochse (Volks-Kraft) mit seiner Stärke?! Was des Löwen (Dynastie) gewaltige Tatze?! Wozu dient des Panzertiers (absoluter, tyrannisch-despotischer Fürstendruck) rücksichtslose und unbeugsamste Schwere?! Welche Effekte zum Wohle der Menschheit werden aus der Gewalt der Schlange (geheime, alles umschlingende Inquisitionspolitik)?! Was vermag der mächtige, freie Aar (sozialistisches Freistaatentum)?! Was vermag die im Hinterhalte lauernde Großrache der krokodilartigen Reaktion?! Am Ende treibt die notwendig hinzukommende Armut der Allgemeinheit, das armselige und schwache Ichneumon, dennoch alles auseinander, und zwar mit völlig leerem Magen! Wozu war denn da ein solcher Kampf gut? Ist das Ichneumon am Ende gut, so sei es auch im Anfange! Muß denn die Erde durchs Blut arm werden?!
[RB 1.94.8] "O Herr! Du allweisester und liebevollster Schöpfer, Lenker und Erhalter des Alls! Wir geschaffene Wesen beten und bitten wohl und raten hier vor Dir; aber, wie ich es nun stets gleich innewerde, in einer gewissen Hinsicht vergeblich! Denn wir können da raten und beten und bitten wie wir nur immer wollen, so tust Du aber dennoch was Du willst und wie es Deine allein höchste Weisheit für gut und recht ersieht! Das ist aber eigentlich auch das vollkommen Beste bei der ganzen Sache; denn ließest Du unsere Urteile in den äußeren Naturangelegenheiten wirksam werden, da wäre wohl die gesamte Schöpfung im nächsten Augenblicke ihres Daseins ledig! Aber Du, o Herr, bist überall des Grundes Grund, und Deine gesamte heilige Ordnung ist bei Dir ein leichter, wenn schon für uns Geschöpfe ein gehaltschwerster Gedanke. Daher meine ich nun, daß es nahe überflüssig sein dürfte. Dir noch mehr vorzuplaudern.
[RB 1.94.9] "Daß jene in der letzten Erscheinung vorkommenden Wolfsmenschen jenen höchst gleisnerischen Orden darstellten, den alle Welt bereits ganz einhellig gerichtet hat, und daß eben dieser, wie auch seine ihm verwandtem Orden, auf der Erde beinahe allzeit die alleinigen Stifter alles Übels waren und nach nichts anderem so emsig trachteten, als nach der vollsten Alleinherrschaft über die ganze Erde, und aus diesem Grunde auch alle Könige nach ihrer Pfeife tanzen machen wollten - das ist ja wohl so klar, daß darüber jede weitere Beleuchtung ganz rein überflüssig wäre.
[RB 1.94.10] "Der König, der von dem höchsten Gefühle des Herrschrechtes durchdrungen mit einer höchst gebieterischen Miene auf dem Throne saß, scheint bloß ein sprechendes Symbol der Herrschmanie dieser gegenwärtigen schlimmsten Zeit auf der Erde zu sein, wo nun ein jeder herrschen, aber niemand mehr gehorchen will, außer der Gehorsam trägt ihm große Interessen; ist dies nicht der Fall, da wird aus dem sonst gehorsamsten und untertänigsten Diener sogleich ein alle Regierungen hassender Demokrat oder ein sogenannter roter Republikaner, der die Menschheit allein durch die Vernichtung der Regenten glücklich machen will, hauptsächlich aber dabei seinen eigenen, leeren Sack recht weit auftut und die Goldfischlein in sein feines Netz zu ziehen festen Willens ist! - Diese Herrschmanie scheint jetzt das Ärgste zu sein, und nahezu der alleinige, letzte Grund, der nun wie ein zweischneidiges Racheschwert alle Menschen bis zum glühendsten Hasse entzweit!
[RB 1.94.11] "Ich sehe nun durchaus keine wahre Liebe mehr unter den Menschen. Keiner liebt den andern als Mensch und Bruder in Dir, o Herr, sondern pur nur als ein leidiger Interessent. Kann der A. vom B. irgendeinen Nutzen ziehen (sei es in was immer), so wird der A. dem B. auch mit aller Freundlichkeit begegnen und ihn sogar lieben, so B. dem A. wirklich zu irgendeinem Vorteile verholfen hat. War aber der Herr B. das nicht imstande, so wird er für den A. nur zu bald ein Mensch von der größten, ja oft sogar verächtlichen Gleichgültigkeit werden, und ich möchte es dem B. ja nicht raten, in einem möglichen Notfalle beim A. Hilfe zu suchen, so dieser mittlerweile vermögend geworden wäre, dem verunglückten B. zu helfen. Denn der B. ist sein Freund nicht, weil er ihn nicht unterstützt hat, auch dann nicht, so es auch erweislich wäre, daß der B. ihn damals unmöglich hätte unterstützen können! Hätte aber auch der B. den A. im Ernste unterstützt, so daß A. nachher zu großen Vorteilen gelangt wäre; käme aber dann B. in eine Verlegenheit und suchte beim A. eine Hilfe, so wird der vorteilsüchtige A. sicher unter höflichen Entschuldigungen sich nach Möglichkeit zurückziehen und sorglichst trachten, des lästigen B. los zu werden! Siehe, Herr, so kenne ich die Menschen, und so sind sie zum größten Teile.
[RB 1.94.12] "Wie aber sind sie besser zu machen? - Das ist eine Frage, die nur Du allein und sonst ewig kein geschaffener Engel wirklich beantworten kann. Da könnten wir raten, bis alle Sonnen möchten ausgebrannt haben und der Erde und ihren blinden Menschen wäre dabei doch nichts geholfen! So aber Du nach Deiner geheimen, endlos mächtigen, gütigsten und liebevollsten Weisheit nur ein Wörtlein sprichst, so wird die ganze Erde gesund, wie einst des römischen Hauptmanns Knecht, für den sein Gebieter bei Dir um die Heilung bat! O Du mein süßester, gütigster, allerliebenswürdigster Herr und Gott Jesus, sei doch so barmherzig und reinige die arme Erde von allem was Teufel heißt und teuflisch ist für ewig! - Dein Wille geschehe!"


 
Antichristliche Weltschulen 

[GEJ 6.150.24] Ihr werdet zwar solches wohl beachten; aber es werden dennoch solche in Unzahl in euer Amt treten, teils durch äußeren Zwang und teils durch die Aussicht, in eurem Amte eine gute und sorglose Verpflegung zu finden. Aber diese werden von Mir alle in das Regiment des Antichristen gezählt werden, und ihre Werke werden vor Gott ein Ekelgeruch sein und aussehen wie ein stinkendes Aas.

[GEJ 6.150.25] Wahrlich, Ich sage euch: Alle eure Nachfolger, die nicht von Mir, sondern nur von den Menschen in gewissen Weltschulen zu eurer Amtsnachfolge, zubereitet werden, werde Ich nicht ansehen; denn nur der Antichrist wird also seine Jünger qualifizieren.


Manipulation

[GEJ 8.47.12] Sagte Ich: „Das stellt keinen besonderen Herrscher über viele Länder und Völker vor, sondern nur die sichtliche Persönlichkeit des Antichristen. Das dreifache Kreuz aber bezeichnet Meine Lehre, die daselbst eben dreifach verfälscht den Königen und ihren Völkern aufgedrungen werden wird: falsch im Wort, falsch in der Wahrheit und falsch in der lebendigen Anwendung.

[GEJ 8.48.6] Aber zugleich merket ihr auch, wie noch ein gar großer, finsterer Teil sich auch bestrebt, das Gewand des Lichtes über sein schwarzes anzuziehen und daraus und damit aus Eigennutz und aus Herrschsucht abermals ein neues antichristliches Heidentum zu schaffen; aber Ich Selbst lasse Meinen Zorn über sie hereinbrechen, das ist das Feuer Meiner Wahrheit, und Meine Engel der neuen Erde fallen wie mit flammenden Schwertern über sie her und schlagen jede weitere finstere Bestrebung in die Flucht und in den Abgrund der gänzlichen Vernichtung.


Betörte und blind gemachte Menschen mit Hilfe der Herrscher, Drangsal

[GEJ 7.54.6] Es wird aber vom Untergange dieser alten Stadt Jerusalem an bis in die Zeit der neuen Stadt Gottes auf Erden wenig Licht unter den Menschen auf Erden geben; denn es werden sich nur zu bald eine Menge falscher Propheten und Priester in Meinem Namen erheben und werden falsche Wunder wirken und die Menschen betören und blind machen, ja der Antichrist wird solche Dinge mit Hilfe der Könige der Erde tun, daß sogar Meine Auserwählten, so Ich es zuließe, verlockt werden könnten, ihre Knie vor dem neuen Baal zu beugen. Aber Ich werde dann wieder eine große Drangsal unter die Menschen kommen lassen, wie sie noch nicht war unter der Sonne. 


Wort in den Herzen vieler Menschen

Da wird der Baal gleich der großen Hure Babels gestürzt werden, und 

das Licht des lebendigen Wortes in den Herzen vieler Menschen wird dann kommen und aufrichten und erlösen die Bedrängten und Gebeugten

und sie werden sich alle freuen in dem neuen Lichte und lobpreisen Meinen Namen lobpreisen.


Anders ausgedrückt: Hochmut kommt vor dem Fall

[GEJ 6.150.27] Aber in den späteren Zeiten wird es deren gar wenige mehr geben, weil der Antichrist sein Regiment zu sehr ausdehnen wird; wenn er sich aber zuallerhöchst in der Welt dünken wird, dann wird er auch gestürzt werden für immerdar! – Habt ihr das nun wohl und hell aufgefaßt?“



 
1.) Und mit deiner großen Herrlichkeit hast du deine Widersacher gestürzt; denn da du deinen Grimm ausließest, verzehrte er sie wie Stoppeln. 2. Mose 15.7
2.) Wirst du aber seiner Stimme hören und tun alles, was ich dir sagen werde, so will ich deiner Feinde Feind und deiner Widersacher Widersacher sein. 2. Mose 23.22
3.) und daß du sehen wirst deinen Widersacher in der Wohnung bei allerlei Gutem, das Israel geschehen wird, und wird kein Alter sein in deines Vaters Hause ewiglich. 1. Samuel 2.32
4.) Aber die Fürsten der Philister wurden zornig auf ihn und sprachen zu ihm: Laß den Mann umkehren und an seinem Ort bleiben, dahin du ihn bestellt hast, daß er nicht mit uns hinabziehe zum Streit und unser Widersacher werde im Streit. Denn woran könnte er seinem Herrn größeren Gefallen tun als an den Köpfen dieser Männer? 1. Samuel 29.4
5.) Nun aber hat mir der HERR, mein Gott, Ruhe gegeben umher, daß kein Widersacher noch böses Hindernis mehr ist. 1. Könige 5.18
6.) Und der HERR erweckte Salomo einen Widersacher, Hadad, den Edomiter, vom königlichen Geschlecht in Edom. 1. Könige 11.14
7.) Auch erweckte Gott ihm einen Widersacher, Reson, den Sohn Eljadas, der von seinem Herrn, Hadadeser, dem König zu Zoba, geflohen war, 1. Könige 11.23
8.) Und er war Israels Widersacher, solange Salomo lebte. Das kam zu dem Schaden, den Hadad tat; und Reson hatte einen Haß wider Israel und ward König über Syrien. 1. Könige 11.25
9.) Da aber die Widersacher Juda's und Benjamins hörten, daß die Kinder der Gefangenschaft dem HERRN, dem Gott Israels, den Tempel bauten, Esra 4.1
10.) Unsre Widersacher aber gedachten: Sie sollen's nicht wissen noch sehen, bis wir mitten unter sie kommen und sie erwürgen und das Werk hindern. Nehemia 4.5
11.) Esther sprach: Der Feind und Widersacher ist dieser böse Haman. Haman entsetzte sich vor dem König und der Königin. Ester 7.6
12.) Sein Grimm zerreißt, und der mir gram ist, beißt die Zähne über mich zusammen; mein Widersacher funkelt mit seinen Augen auf mich. Hiob 16.9
13.) "Fürwahr, unser Widersacher ist verschwunden; und sein Übriggelassenes hat das Feuer verzehrt." Hiob 22.20
14.) daß nicht mein Feind rühme, er sei mein mächtig geworden, und meine Widersacher sich nicht freuen, daß ich niederliege. Psalm 13.5
15.) So die Bösen, meine Widersacher und Feinde, an mich wollen, mein Fleisch zu fressen, müssen sie anlaufen und fallen. Psalm 27.2
16.) Du weißt meine Schmach, Schande und Scham; meine Widersacher sind alle vor dir. Psalm 69.20
17.) Deine Widersacher brüllen in deinen Häusern und setzen ihre Götzen darein. Psalm 74.4
18.) Ach Gott, wie lange soll der Widersacher schmähen und der Feind deinen Namen so gar verlästern? Psalm 74.10
19.) Vergiß nicht des Geschreis deiner Feinde; das Toben deiner Widersacher wird je länger, je größer. Psalm 74.23
20.) so wollte ich ihre Feinde bald dämpfen und meine Hand über ihre Widersacher wenden, Psalm 81.15
21.) sondern ich will seine Widersacher schlagen vor ihm her, und die ihn hassen, will ich plagen; Psalm 89.24
22.) Du erhöhest die Rechte seiner Widersacher und erfreuest alle seine Feinde. Psalm 89.43
23.) und die Wasser ersäuften ihre Widersacher, daß nicht einer übrig blieb. Psalm 106.11
24.) Meine Widersacher müssen mit Schmach angezogen werden und mit ihrer Schande bekleidet werden wie ein Rock. Psalm 109.29
25.) Meiner Verfolger und Widersacher sind viele; ich weiche aber nicht von deinen Zeugnissen. Psalm 119.157
26.) Sie besitzen dein heiliges Volk schier ganz; deine Widersacher zertreten dein Heiligtum. Jesaja 63.18
27.) HERR, habe acht auf mich und höre die Stimme meiner Widersacher! Jeremia 18.19
28.) Ihre Widersacher schweben empor, ihren Feinden geht's wohl; denn der HERR hat sie voll Jammers gemacht um ihrer großen Sünden willen, und ihre Kinder sind gefangen vor dem Feinde hin gezogen. Klagelieder 1.5
29.) Er hat seinen Bogen gespannt wie ein Feind; seine rechte Hand hat er geführt wie ein Widersacher und hat erwürgt alles, was lieblich anzusehen war, und seinen Grimm wie ein Feuer ausgeschüttet in der Hütte der Tochter Zion. Klagelieder 2.4
30.) Der HERR hat getan, was er vorhatte; er hat sein Wort erfüllt, das er längst zuvor geboten hat; er hat ohne Barmherzigkeit zerstört; er hat den Feind über dich erfreut und deiner Widersacher Horn erhöht. Klagelieder 2.17
31.) die Lippen meiner Widersacher und ihr Dichten wider mich täglich. Klagelieder 3.62
32.) Es hätten's die Könige auf Erden nicht geglaubt noch alle Leute in der Welt, daß der Widersacher und Feind sollte zum Tor Jerusalems einziehen. Klagelieder 4.12
33.) und die Heiden erfahren, wie das Haus Israel um seiner Missetat willen sei weggeführt. Weil sie sich an mir versündigt hatten, darum habe ich mein Angesicht vor ihnen verborgen und habe sie übergeben in die Hände ihrer Widersacher, daß sie allzumal durchs Schwert fallen mußten. Hesekiel 39.23
34.) Denn deine Hand wird siegen wider alle deine Widersacher, daß alle deine Feinde müssen ausgerottet werden. Micha 5.8
35.) Der HERR ist ein eifriger Gott und ein Rächer, ja, ein Rächer ist der HERR und zornig; der HERR ist ein Rächer wider seine Widersacher und der es seinen Feinden nicht vergessen wird. Nahum 1.2
36.) Sei willfährig deinem Widersacher bald, dieweil du noch bei ihm auf dem Wege bist, auf daß dich der Widersacher nicht dermaleinst überantworte dem Richter, und der Richter überantworte dich dem Diener, und wirst in den Kerker geworfen. Matthäus 5.25
37.) So du aber mit deinem Widersacher vor den Fürsten gehst, so tu Fleiß auf dem Wege, das du ihn los werdest, auf daß er nicht etwa dich vor den Richter ziehe, und der Richter überantworte dich dem Stockmeister, und der Stockmeister werfe dich ins Gefängnis. Lukas 12.58
38.) Es war aber eine Witwe in dieser Stadt, die kam zu ihm und sprach: Rette mich von meinem Widersacher! Lukas 18.3
39.) Denn ich will euch Mund und Weisheit geben, welcher nicht sollen widersprechen können noch widerstehen alle eure Widersacher. Lukas 21.15
40.) Denn mir ist eine große Tür aufgetan, die viel Frucht wirkt, und sind viel Widersacher da. 1. Korinther 16.9
41.) der da ist der Widersacher und sich überhebt über alles, was Gott oder Gottesdienst heißt, also daß er sich setzt in den Tempel Gottes als ein Gott und gibt sich aus, er sei Gott. 2. Thessalonicher 2.4
42.) So will ich nun, daß die jungen Witwen freien, Kinder zeugen, haushalten, dem Widersacher keine Ursache geben zu schelten. 1. Timotheus 5.14
43.) mit heilsamem und untadeligem Wort, auf daß der Widersacher sich schäme und nichts habe, daß er von uns möge Böses sagen. Titus 2.8
44.) sondern ein schreckliches Warten des Gerichts und des Feuereifers, der die Widersacher verzehren wird. Hebräer 10.27
45.) Seid nüchtern und wachet; denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, welchen er verschlinge. 1. Petrus 5.8   
 
2. Thessalonicher - Kapitel 2

Das Auftreten des Widersachers vor dem Kommen Christi
Das gilt auch innerlich!

1 Aber der Zukunft halben unsers HERRN Jesu Christi und unsrer Versammlung zu ihm bitten wir euch, liebe Brüder,
2 daß ihr euch nicht bald bewegen lasset von eurem Sinn noch erschrecken, weder durch Geist noch durch Wort noch durch Brief, als von uns gesandt, daß der Tag Christi vorhanden sei.
3 Lasset euch niemand verführen in keinerlei Weise; denn er kommt nicht, es sei denn, daß 

zuvor der Abfall komme 
und offenbart werde der Mensch der Sünde, das Kind des Verderbens,
4 der da ist der Widersacher und sich überhebt über alles, was Gott oder Gottesdienst heißt, also daß er sich setzt in den Tempel Gottes als ein Gott und gibt sich aus, er sei Gott.

5 Gedenket ihr nicht daran, daß ich euch solches sagte, da ich noch bei euch war? 
6 Und was es noch aufhält, wisset ihr, daß er offenbart werde zu seiner Zeit. 
7 Denn es regt sich bereits das Geheimnis der Bosheit, nur daß, der es jetzt aufhält, muß hinweggetan werden; 
  8 und alsdann wird der Boshafte offenbart werden, welchen der HERR umbringen wird mit dem Geist seines Mundes und durch die Erscheinung seiner Zukunft ihm ein Ende machen,
9 ihm, dessen Zukunft geschieht nach der Wirkung des Satans mit allerlei lügenhaftigen Kräften und Zeichen und Wundern
10 und mit allerlei Verführung zur Ungerechtigkeit unter denen, die verloren werden, dafür daß sie die Liebe zur Wahrheit nicht haben angenommen, auf daß sie selig würden. 
  11 Darum wird ihnen Gott kräftige Irrtümer senden, daß sie glauben der Lüge,
12 auf daß gerichtet werden alle, die der Wahrheit nicht glauben, sondern haben Lust an der Ungerechtigkeit.

Mahnung zum Festhalten an der Lehre

13 Wir aber sollen Gott danken allezeit um euch, von dem HERRN geliebte Brüder, daß euch Gott erwählt hat von Anfang zur Seligkeit, in der Heiligung des Geistes und im Glauben der Wahrheit,
14 darein er euch berufen hat durch unser Evangelium zum herrlichen Eigentum unsers HERRN Jesu Christi.
15 So stehet nun, liebe Brüder, und haltet an den Satzungen, in denen ihr gelehrt seid, es sei durch unser Wort oder Brief.
16 Er aber, unser HERR Jesus Christus, und Gott, unser Vater, der uns hat geliebt und uns gegeben einen ewigen Trost und eine gute Hoffnung durch Gnade, 
17 der ermahne eure Herzen und stärke euch in allerlei Lehre und gutem Werk.          
 
 
 
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