Von kommenden Dingen - Epikur - Weltgericht - A-SITE

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Von kommenden Dingen - Epikur - Weltgericht

Prophezeiungen
[GEJ 8.181.13] Wohl gibt es nun viel Elend und allerlei Not unter den Menschen auf dieser Erde. Es gibt allerlei leibliche Krankheiten, die sich die Menschen selbst zumeist dadurch bereitet haben, weil sie die ihnen von Gott aus treu geoffenbarten Lebenswege verließen und durch ihre stets steigende Liebe zur Welt, zu ihrem Gerichte und Tode eben auch auf den Wegen der Welt, ihres Gerichtes und Todes zu wandeln begannen und daher denn auch notwendig all das viele Elend und alle Not über sich brachten.
[GEJ 8.181.14] Und es gab, es gibt jetzt, und es wird auch fürderhin geben solche Weltweise, die da sagen: ,Es gibt keinen Gott! Gott ist nichts denn eine alte Fabel, welche irgend klügere Menschen einmal in einer Urzeit ausgeheckt haben, um die andern Menschen sich dienstbar und untertänig zu machen. Die Welt und alles in ihr ist zwar klug und weise und gut eingerichtet; so aber alles das irgendein von den Menschen erdichteter Gott, als in der Wahrheit bestehend, also erschaffen hätte und den Menschen als Sein sicher edelstes Geschöpf aber dabei nur darum ins Dasein gerufen hätte, damit er von der Geburt an nichts als leiden und dulden solle, so höbe dies Gottes Weisheit und Seine dieser nächst verbundene Güte und dadurch auch Ihn Selbst auf, denn ohne Weisheit gibt es keine Macht und ohne Liebe und Güte keinen Willen, je etwas in ein glückliches Dasein zu rufen.‘
[GEJ 8.181.15] Es sei demnach alles durch die Kraft der Erde, der Sonne, der Elemente und der Planeten und all der andern Gestirne entstanden. Diese seien in sich noch ganz derb und roh und nähmen erst in ihren Produkten eine Art Sänftung und Bildung an; aber alle die noch so geschmeidigen Produkte seien am Ende denn doch noch viel zu schwach, um sich gegen die große Derb- und Roheit der vorbenannten Urkräfte zu behaupten, und sie müßten es sich am Ende gefallen lassen, von denselben vernichtet zu werden. Glücklich und weise könne nur der Mensch genannt werden, der es verstehe, sich die Spanne Lebenszeit so angenehm als möglich zu machen und als ein Weltkluger im ewigen Nichtsein das größte Glück zu suchen. Und darin liegt denn auch der Sinn, nach dem einer eurer Weltklugen sagte: ,Gehe hin und iß, trinke und tändle; denn nach dem Tode gibt es kein Vergnügen!‘
[GEJ 8.181.16] Seht ihr, als nun hier Meine lieben Freunde, daß auch die Weltklugheit eurer Philosophen Mir gar wohl bekannt ist und schon gar lange nur zu wohl bekannt war? Und Ich sage es euch, daß es unter allem Elende und unter aller Not der Menschen nichts Ärgeres gibt als die geistige Blindheit der Menschen. Denn aus ihr entspringen notwendig alle anderen Übel unter den Menschen und werden auch so lange bestehen, als es Epikure geben wird in allen Gemeinden der Menschen; denn der Naturweltsinn solcher Weisen verdirbt nur zu bald durch sein sehr anlockendes Beispiel viele Tausende von Menschen.
[GEJ 8.181.17] Denn ein Teil fängt an, alle Mittel aufzubieten, um selbst nach der Weise Epikurs ein Leben führen zu können; ein anderer und stets größerer Teil aber muß dabei offenbar in die größte physische und noch größere geistige Not versinken, und alles Elend und alle Not ist dann auf der Erde unter den Menschen fertig.
[GEJ 8.181.18] Wenn aber also, kann da Gott dafür, so die Menschen im Besitze ihres vollkommen freien Willens sich von Gott abwenden und ein Leben nach ihrer Weltliebe führen? Oder sollte Gott, als infolge Seiner Liebe, Güte, Weisheit und Macht, etwa stets all das Elend und alle die Not unter den Menschen nicht bestehen lassen? Höret, so Gott das nicht zuließe, da würde es ehest noch greulicher unter den Menschen aussehen, als es nun aussieht! Was würde da mit der Zeit aus den Menschen werden? Nichts als ein rohestes und vollends geist- und lebensloses Klotzwerk gleich den heidnischen Götzen aus Stein, Metall und Holz!“

182. — Von kommenden Dingen

[GEJ 8.182.1] (Der Herr:) „Ihr wisset es, daß ein Mensch, der an irdischen Gütern reich geworden, zumeist auch in seinem Herzen zu einem Steine von Gefühl- und Lieblosigkeit ward. Was kümmern den viele Tausende anderer Menschen, die von Hunger, Durst und noch andern Übeln gequält werden; denn er ist einmal bestens versorgt, hat nie Hunger und Durst gefühlt und hat der Schätze in Hülle und Fülle, um sich auch ein jedes andere Vergnügen zu verschaffen, damit er ja in einem fort niemals irgend je von einer Langweiligkeit oder von einem andern Mißbehagen etwas zum Verkosten bekomme.
[GEJ 8.182.2] Wo steht ein solcher Mensch dann in der inneren geistigen Lebenssphäre? Ich sage es euch: auf dem Punkte des ewigen Gerichtes und dessen Todes, und alle seine Umgebung befindet sich davon nicht ferne!
[GEJ 8.182.3] Merket es euch, was Ich euch noch hinzu verkünde! So es auf der Erde einmal gar viele Epikure geben wird, dann wird auch bald ein allgemeines Weltgericht über alle Menschen auf dieser Erde von Gott aus zugelassen werden, und wir werden dann wohl sehen, ob sich wieder irgend Menschen erheben werden, die mit dem Maßstabe in der Hand zu ihren Nebenmenschen zu sagen sich getrauten: ,Sieh, dieses große Stück Land habe ich ausgemessen, die Grenzsteine ausgestellt und erkläre es als mein völlig unantastbares Eigentum, und wer sich erfrechen würde, mir da etwas streitig zu machen oder nur zu sagen: ,Freund, da hat ein jeder von uns dasselbe Recht, so er nur die Macht und die Mittel dazu besitzt, dein dir eingebildetes Recht aus den Händen zu reißen!‘, den bestrafe ich mit dem Tode!‘
[GEJ 8.182.4] Ich sage es euch: Da wird es nimmerdar einen solchen Menschen geben! Denn so Ich zum andern Male auf diese Erde kommen werde, um Gericht zu halten über solche toten Epikureer, und aber auch, um den Lohn des Lebens zu geben dem, der viel Elend und Not aus Liebe zu Gott und zum Nächsten erduldet und ertragen hat, dann soll Mir die Erde mit keinem Maßstabe mehr zu jemandes alleinigem Nutzen vermessen werden, sondern da man stehen wird, da wird man auch ernten und seine Bedürfnisse befriedigen können; und die Menschen werden einander wohl unterstützen, aber keiner wird sagen: ,Siehe, das ist mein Eigentum, und ich bin darüber ein Herr!‘ Denn dann werden die Menschen einsehen, daß Ich allein der Herr bin, sie alle aber sind Brüder und Schwestern.
[GEJ 8.182.5] Es sollte wohl auch jetzt also unter den Menschen sein; allein in dieser Mittelbildungsperiode der Menschen, die noch nicht durch das große Lebensfeuer gereinigt sind, wird das zugelassen bleiben, doch von jetzt an nicht mehr volle 2000 Jahre. Darauf aber wird der Geist bei den Menschen das große Übergewicht bekommen, und man wird auf der Erde kein gemessenes Mein und Dein mehr sehen, noch davon reden.
[GEJ 8.182.6] Ihr, als nun Meine Freunde, habt einen euch zugemessenen großen Landteil der Erde. Fraget euch selbst, wer ihn euch in euer gesetzliches Eigentum zugemessen hat, und die Antwort wird sein: die von den Menschen gemachten Gesetze und euer Geld und andere Schätze, denen eben nur wieder die Menschen einen eitlen Wert erteilt haben!
[GEJ 8.182.7] Von Gott aus gehört die ganze Erde, so wie das im Anfange der Fall war, allen Menschen gleich; die Weisen sollen sie einteilen nach dem Bedarf der Menschen und sollen sie lehren, diese zu bebauen, und die Früchte sollen dann von den Weisen zum Teile verteilt und der Überfluß in den dazu errichteten Kammern und Speichern aufbewahrt werden, auf daß niemand in der Gemeinde Not zu leiden habe!
[GEJ 8.182.8] Aber so irgend die Reichen und Mächtigen alles an sich ziehen, so müssen dadurch dann ja auch gar viele tiefst verarmen und in allem Elende und großer Not ihr Leben dahinbringen, weil alles nur den wenigen Reichen und Mächtigen, den Armen aber nichts gehört – außer was ihnen die Reichen und Mächtigen für die für sie verrichtete schwere Arbeit kärglichst geben wollen.
[GEJ 8.182.9] Es kann aber nun die Sache nicht anders werden, daher seid ihr Reichen und Mächtigen wahre Freunde gegenüber euren armen Brüdern und Schwestern und erweiset ihnen Liebe; speiset die Hungrigen, tränket die Durstigen, bekleidet die Nackten, tröstet die Traurigen und erlöset die Gefangenen, die durch eure Habsucht, durch eure Macht und eure Gesetze unnötigerweise in den Kerkern dem Leibe nach schmachten, und noch mehr aber in den Kerkern der Nacht ihrer Seelen! Gehet hin und befreiet sie, und Ich werde euch erlösen aus der Macht des Todes und des Gerichts!
[GEJ 8.182.10] Seid in der Folge mit euren Erdengütern nur Meine Sachwalter, und Ich werde euch dafür geben das ewige Leben; denn Ich habe die Macht dazu und kann es geben, wem Ich es will! Mit dem Maße ihr ausmessen werdet, mit dem Maße wird euch wieder von Mir zurückgemessen werden.
[GEJ 8.182.11] Seht, das ist auch eine gute und vollwahre Erklärung des Lichtwölkchens, das euch zum Suchen der Wahrheit und des Lebens aufgefordert hat!
[GEJ 8.182.12] Ihr habt nun die Wahrheit in Mir gefunden; machet sie euch aber nun durch die Tat auch zu eigen, und ihr werdet leben, und der Tod der Materie wird euch nicht mehr in euren Seelen daran mahnen, als wäret ihr sterbliche Menschen, sondern die Unsterblichkeit wird hinfort euer Anteil verbleiben!“

183. — Die Erlösung von der Materie

[GEJ 8.183.1] (Der Herr:) „Es ist zwar keines Menschen Seele mit all ihrem Sterblichkeitsgefühle als völlig tot anzusehen, aber es ist das dennoch ein wahrer Tod der Seele, so sie in der stets wachsenden Furcht steht, das ihr so angenehm gewordene Leben bald zu verlieren oder dasselbe ewig in einem finstern Kerker qualvollst zuzubringen ohne eine Hoffnung, je daraus erlöst zu werden.
[GEJ 8.183.2] Wisset ihr aber, was ein solches zumeist den materiellen, selbstliebigen und stolzen Heiden eigene Gefühl in ihren Seelen erzeugt, und sie darum auch nach allen möglichen Vergnügungen und Zerstreuungen haschen, um nur dieses ihnen über alles widerwärtige Gefühl soviel als möglich loszuwerden?
[GEJ 8.183.3] Seht, das erzeugt die Welt- und Materieliebe! Solange eine Seele an den Besitz- und Reichtümern dieser Welt hängt und sie als ein volles Eigentum von Rechts wegen betrachtet und darum auch jeden Menschen, der sich seiner Armut wegen an ihnen im Notfalle vergreifen könnte oder sich gar schon irgend einmal vergriffen hätte, straft, solange auch wird sie dieses Gefühles weder in dieser noch in der andern Welt je völlig ledig werden; denn alle Materie ist gerichtet und somit gegenüber dem freien Geiste tot. So aber eine Seele an der toten Materie klebt, so kann sie auch kein anderes Gefühl haben als nur das des Todes.
[GEJ 8.183.4] Kehrt sich aber eine Seele von der Materie ab durch den wahren und lebendigen Glauben an den Einen Gott und durch die Liebe zu Ihm und zum Nächsten in der Tat, dann wird sie solch eines Gefühles, wie das bei euch nun der Fall ist, auch bald vollends ledig werden, und das ist denn auch für jeden Menschen dann ein sicheres und untrügliches Zeichen, daß das Gericht und der Tod aus der Seele entwichen ist.
[GEJ 8.183.5] Es ist aber das für eine einmal mit der Weltliebe erfüllte Seele wahrlich keine leichte Arbeit, und es gibt gar viele Reiche und Mächtige in der Welt, für die es schwerer ist, sich von der Materie und ihrem eingebildeten Werte zu trennen, als wie schwer es für ein Kamel wäre, durch ein Nadelöhr zu gehen. Aber es ist dennoch auch das durch die Hilfe von Gott möglich, wie das nun bei euch Griechen der Fall ist und noch immer mehr der Fall sein wird, so ihr das, was Ich euch nun angeraten habe, freiwillig zur Tat erheben werdet!
[GEJ 8.183.6] So ihr nur glaubt, aber den Glauben nicht zur Tat erhebt, so ist der Glaube selbst noch tot und kann der Seele kein wahres Leben geben; aber durch die Tat wird der Glaube lebendig und somit auch die Seele durch ihren lebendigen Glauben. Darum sage Ich euch noch einmal: Seid denn sonach nicht pure Glauber dessen, was ihr von Mir hört, sondern liebwillige und eifrige Täter, so werdet ihr in euch das wahre, ewige Leben überkommen!
[GEJ 8.183.7] Ich sehe nun wohl, daß ihr alle Mich als den Herrn und Meister anerkennet; aber das würde euch noch nicht das Gefühl der vollen Unsterblichkeit in euren Seelen erwecken, sondern das hat das Unsterblichkeitsgefühl in euren Seelen erweckt, daß ihr euch vollernstlich in euren Herzen entschlossen habt, das allzeit zu tun, was Ich euch angeraten habe.
[GEJ 8.183.8] Bleibet aber auch fortan gleich nach diesem Entschlusse tätig in Meinem Namen, so wird auch das ewige Leben aus Mir in euch verbleiben, und ihr werdet in Ewigkeit keinen Tod mehr irgend fühlen noch schmecken!
[GEJ 8.183.9] Was nützte es aber einem Menschen, so er auch der Besitzer aller Schätze der Erde wäre und sich damit alle erdenklichen Lustbarkeiten verschaffen könnte, dadurch aber an seiner Seele Schaden litte? Werden alle diese Schätze aus den harten Fesseln des Todes zu erlösen wohl imstande sein?
[GEJ 8.183.10] Wahrlich! Der Tod kann dem Tode kein Leben geben; das kann nur die lebendige Tat nach Meiner Lehre, dieweil Ich Selbst gleichfort Liebe, Tat und Leben bin! Denn alles, was da ist in der ganzen Unendlichkeit, ist ja ein Werk Meiner Liebe und Meines Lebens. – Glaubet ihr das?“
[GEJ 8.183.11] Sagten alle: „Ja, größter Herr und Meister aus Dir Selbst von Ewigkeit, wir glauben nun alles, und wir werden unseren Glauben auch durch die Werke nach Deiner reinsten und wahrsten Lehre beleben, so wahr Du uns, so wir je schwach werden könnten, allzeit helfen wollest!
[GEJ 8.183.12] Aber nun noch eine kleine Frage: Hat der alte Priester auf Patmos auch diese Deine an uns gerichtete gedehntere Lehre ebenso ganz und vollständig vernommen im Geiste, wie wir sie hier vernommen haben?“
[GEJ 8.183.13] Sagte Ich: „Allerdings, wie Ich euch das schon gesagt habe! Was Ich hier zu euch geredet habe und noch weiterhin reden werde, das lege Ich auch in den Sinn seines Herzens, und er wird es daraus nehmen und aufzeichnen für sich und für euch und für viele andere. Und so ihr nach Patmos kommen werdet, da werdet ihr euch davon selbst überzeugen.
[GEJ 8.183.14] Nun aber gebe Ich jedem von euch die Freiheit, Mich um ein oder das andere zu fragen. Wer da noch zu seinem Heile etwas von Mir erfahren will, der frage darum; denn wer da sucht, der findet!“
[GEJ 8.183.15] Als alle das von Mir vernommen hatten, da wurden sie sehr froh und heiter; denn sie hatten noch so manches, worüber sie Fragen an Mich zu stellen gedachten. Aber als sie Mich fragen wollten, da wußte keiner, um was er Mich eigentlich und hauptsächlich fragen sollte; und so wußten sie denn auch nicht so ganz recht, wer von ihnen zuerst eine Frage an Mich richten solle.
[GEJ 8.183.16] Da half Ich ihnen bald aus dieser Verlegenheit, indem Ich sagte: „Nun, Kado, so frage du, so sich niemand anders zu fragen getraut!“
 
 
 
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