Verkündigung des Evangeliums - A-SITE

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Verkündigung des Evangeliums

Lebensübungen > Umgang mit Menschen
14 Zuletzt, da die Elf zu Tische saßen, offenbarte er sich und schalt ihren Unglauben und ihres Herzens Härtigkeit, daß sie nicht geglaubt hatten denen, die ihn gesehen hatten auferstanden. 
15 Und er sprach zu ihnen: Gehet hin in alle Welt und prediget das Evangelium aller Kreatur.
16 Wer da glaubet und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden.
17 Die Zeichen aber, die da folgen werden denen, die da glauben, sind die: in meinem Namen werden sie Teufel austreiben, mit neuen Zungen reden,
18 Schlangen vertreiben; und so sie etwas Tödliches trinken, wird's ihnen nicht schaden; auf die Kranken werden sie die Hände legen, so wird es besser mit ihnen werden.
19 Und der HERR, nachdem er mit ihnen geredet hatte, ward er aufgehoben gen Himmel und sitzt zur rechten Hand Gottes.
20 Sie aber gingen aus und predigten an allen Orten; und der HERR wirkte mit ihnen und bekräftigte das Wort durch mitfolgende Zeichen

(Markus Kapitel 16)
 
In neuen Zungen reden?

[HG 1.5.18] Nun siehe, die ewige Liebe redete sie an, und sie verstanden das Wort! Da lösten sich ihre Zungen, und das erste Wort, das ihren Lippen entschwamm, war Liebe

Innere und menschliche Teufel austreiben?

[GEJ 1.185.10] So Ich aber, wie es dies ganze Volk klar einsieht, die Teufel durch den Geist Gottes austreibe, so ist ja ohnehin das Reich Gottes zu euch gekommen (Matth.12,28), darob ihr als Juden vor den Griechen, die Heiden sind, um so mehr euch freuen solltet, da solche Zeichen ein Jude wirket zur schon lange verlorengegangenen Gunst der Juden! Denn nur so kann der echte Jude aller Welt zeigen, daß er der einzige Mensch auf der weiten Erde ist, der mit Gott im sichtlichsten Verbande steht und durch die allmächtige Kraft des Geistes Gottes Taten verrichten kann, die also keinem andern Menschen möglich sind.

[GEJ 5.93.7] Ich liebe nun Gott den Herrn mehr als alles in der Welt, wo ich Ihn erst so ein ganz wenig nur erkannt habe, und fühle, wie meine Liebe zum Allmächtigen mit meiner stets zunehmenden Erkenntnis mit im Wachsen ist, und ich fühle es lebendigst in mir, wie dadurch auch meine Willenskraft effektiv mächtiger wird. Wie ich nun dastehe, nehme ich's ganz allein mit tausendmal tausend Legionen von pharisäischen Teufeln auf! Alle zusammen tragen mir keinen Strohhalm von der Stelle, – und die Kerle behaupten, daß dieser Heilige der Heiligsten Gottes Seine Werke mit Hilfe ihrer eingebildeten Teufel zustande bringe!? Oh, ihr heilloses Lumpengepack, ich werde euch eure allmächtigen Teufel schon hinaustreiben! Ist gerade recht, daß mir die Kerle in die schon lange erwünschte Quere gekommen sind!“

Witzig: Katholischer Exorzismus

[RB 2.228.8] Sage Ich: "Seid nur ruhig, das ist alles noch nicht! Bei dem bald über uns ergehenden Exorzismus werdet ihr erst die großartigsten Wunder der Dummheit der Pfaffen kennenlernen! Denn von der römisch-katholischen Teufelsaustreiberei (besonders so nach ihren dümmsten Begriffen die Teufel irgendeinen sogenannten Gottestempel in den Besitz genommen haben) habt ihr alle keinen Begriff, gebet nur auf alles acht! Die Sache wird zwar von keiner langen Dauer sein, aber für euch alle dennoch sehr belehrend. Denn ihr Kaiser müsset das vorzugsweise sehen, weil ihr solche Dummheiten, die ihr leicht hättet abstellen können, für nichts und wieder nichts geduldet und hie und da sogar kräftigst befördert habet. - Gebet jetzt nur acht, der famose Exorzismus wird sogleich beginnen!"
[RB 2.228.9] Ein Levit entfernt sich nun und mit ihm einige Dienstbare. In wenigen Augenblicken bringt er ein schwarzes Buch, das auf beiden Deckeln äußerlich mit einem weißgrauen Totenkopfe geziert ist. Die Diener aber bringen eine Menge schwarzer sogenannter Requien- und Exequien-Gewänder. Die Gewänder werden nun unter einigen lateinischen Murmeleien gewechselt und in wenig Augenblicken steht die ganze Hohepriesterschaft ganz schwarz vor uns. Es wird auch ein sogenannter Katafalk aufgerichtet, aber verkehrt, und eine Menge schwarzer Kerzen werden auf schwarze Leuchter so unordentlich als nur möglich gesteckt. Ein schwarzes Rauchfaß und ein ebenso schwarzer Weihbronnkessel fehlt nicht samt einem ganz schwarzborstigen Sprengbartstocke.
[RB 2.228.10] Nun tritt der Hauptdienstbare vor und murmelt aus dem ihm ehrerbietigst vorgehaltenen Buche, und die andern sagen alle Augenblicke Amen dazwischen. Nach solcher ziemlich lange anhaltenden Murmelei wird die Hälfte der Kerzen angezündet, mit dem Rauchfasse beraucht und mit dem Weihwasser besprengt. Dies Murmeln, Rauchen und Besprengen geschieht noch zweimal. Darauf wird ein schwarzer Strick hingelegt. Der Hauptdienstbare tritt im Namen Mariä auf den Strick, andeutend, daß er nun der Schlange den Kopf zertritt. Darauf wird eine große schwarze Schüssel mit glühenden Kohlen von den Dienern herbeigeschafft. Das Feuer wird dreimal verflucht und der Strick wird daraus in dieses Feuer geworfen. Nach dieser Operation wird wieder aus dem Buche gemurmelt und daraus das Feuer mit dem verbrannten Stricke aus der Kirche geschafft. Nun aber werden eine Menge Knittel aus der Sakristei gebracht; ein jeder nimmt einen solchen in die Hand. Bei dieser Gelegenheit wird auch die andere Hälfte der Kerzen angezündet, aber dafür die schon brennende, zuerst angezündete Hälfte ausgelöscht. Nach diesem Akte werden die Knittel geweiht, beräuchert, besprengt und angerührt. Als dies beendet ist, sagt der Hauptdienstbare: »Hiscum fustibus percutiantur omnia!« Das heißt: Mit diesen Stöcken muß jetzt alles zerschlagen werden, was die Teufel entheiligt haben. Auf dies Wort werden zuerst die Leuchter umgeschlagen. Darauf wird der Katafalk ganz zertrümmert und das Bahrtuch in Stücke zerrissen. Zugleich macht auch der Hauptdienstbare einen kleinen Riß in das weiße Unterkleid. Darauf beginnt ein wilder Lärm; ein jeder schreit was er nur kann, natürlich uns Quasiteufel aus der Kirche hinausverfluchend. Daneben wird mit diesen Knitteln auf allen Bänken herumgeschlagen, was nur immer möglich ist. Nur die Altäre und die Orgeln werden geschont. Aber die armen Bänke müssen bei dieser Operation viel aushalten. Solange die Knittel nicht ganz zerschlagen sind, wird mit dieser Agitation nicht innegehalten.

[RB 2.228.11] Aber als nach ein paar Stunden irdischer Zeitrechnung die Knittel zu Ende sind und wir denn doch noch fest dastehen und nicht um ein Haarbreit weichen wollen, beruft der Hauptdienstbare alle die Teufelsaustreiber zu sich und sagt: "Höret! Wir haben nun alles getan, mehr können wir nicht tun! Aber leider hat all unsere Mühe nichts gefruchtet: Ich bin daher der Meinung, daß wir noch die große lauretanische Litanei beten sollen, und zwar vor dem Bilde der allerschmerzhaftesten Mutter Gottes. Holet es aus der geheimen Kammer der Schätze Marias und stellet es gerade vor das Tabernakulum hin! Zündet nun alle Kerzen an, auf daß wir mit der Litanei sogleich beginnen können! Maria ist und bleibt unser letzter Schutz und Schirm und unsere letzte Zuflucht!"
[RB 2.228.12] Sagt einer aus der Mitte: "Wenn aber das etwa auch nichts nützen sollte, was werden wir dann tun? Denn so dieser Generalexorzismus nichts gefruchtet hat, der doch ganz auf den Namen der allerseligsten Jungfrau sich fußet, was wird dann das tote Bild der schmerzhaftesten und die große Litanei fruchten? - Ich bin gar nicht mehr dafür! Übrigens kommen mir diese Wesen auch gar nicht als Teufel vor! Man betrachte sie nur genauer und man wird sich bald überzeugen, daß da hinter ihnen gar nichts Teuflisches zu stecken scheint." - Sagt der Hauptdienstbare: "Teufel können auch Engelsgestalten annehmen! Darum heißt es hier alles versuchen und daraus das Gute behalten! Darum gehet nur ganz geschwinde und bringet mir die Allerschmerzhafteste herbei! Amen dico vobis!"
[RB 2.228.13] Ein paar Diener begeben sich nun sogleich nach dem Orte hin, wo sich das Bild der allerschmerzhaftesten Mutter befindet. Als sie das anscheinend hölzerne Bild herbeischaffen, da zeigt es sich, daß es ganz außerordentlich schadhaft ist. Es fehlen dem Bilde die sieben Schmerzen, die gewöhnlich durch sieben in den Leib der Maria hineingestoßene Schwerter ausgedrückt werden. Dann fehlt dem Bilde die Krone, der halbe Kopf, eine Hand und der ganze tote Heiland, den sie auf ihrem Schoße trägt. Von einer Farbe und Vergoldung ist keine Rede mehr. Dafür aber ist das, was noch von der Allerschmerzhaftesten da ist, desto wurmstichiger, und die ganze Figur wäre kaum mehr zur Beheizung eines kleinen Kamins zu gebrauchen.
[RB 2.228.14] Als der Großdienstbare dies zerstörte Bild ansieht, sagt er ganz verdrießlich: "Aber um des Himmels willen! Was ist denn mit diesem glorreichen, außerordentlich mirakulösen Gnadenbilde geschehen?! Das sieht ja doch so jämmerlich aus als wie die sieben teuren Zeiten von Ägypten. Mein Gott und mein Herr! Wie hast denn zu dies heilige Bild Deiner allerseligsten Mutter gar so zugrunde gehen lassen können?! Ei, ei, ei! Was wird nun da zu machen sein?! Saget mir, gibt es denn nirgends eine andere? Denn mit dieser ist es nichts mehr!"
[RB 2.228.15] Sagt ein Diener: "Eure Eminenz! Da unten in einer Seitenkapelle ist wohl noch eine ohnehin zur öffentlichen Verehrung Ausgestellte. Wie wäre es denn, so wir uns dahin begäben?" Sagt der Großdienstbare: "Das ist nichts! Es muß eine Übertragbare sein, damit man sie vors Tabernakulum stellen kann. Die Festangemachte auf einem Altare ist wohl für eine allgemeine Verehrung gut genug; aber für außerordentliche Gelegenheiten muß auch etwas Außerordentliches dasein, sonst macht es keine Wirkung. Traget dies Bild weg und sehet, daß ihr mir ein anderes herbeischaffet! Das wäre nicht übel wenn in dieser Kirche weiten Räumen nicht noch irgendeine besser erhaltene Schmerzhafteste sollte aufzufinden sein! - Gehet und durchsuchet mir alle Winkel!"
[RB 2.228.16] Die Diener tragen das zerstörte Bild wieder hinaus, kommen nach einer Weile mit ganz betrübten Gesichtern und vermelden allerehrfurchtvollst, daß sie alle Winkel durchsucht und nichts Schmerzhaftestes irgendwo haben antreffen können. - Darob wird der Großdienstbare ganz unwillig und schmäht die Dienerschaft aus, sagend: "So ist es, wenn man lauter Esel zu Kirchendienern hat! Wie die Ochsen rennen sie von einem Winkel zum andern und finden halt nichts! Dumme Tölpel! Gehe jemand anders suchen! Es muß doch noch was geben!"
 
 
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